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Autor: Betreff: LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 23/2/2008 um 13:24  
Hehee ...

letztes Wochenende war ich wieder mal in der Schweiz, bei Akron, Illuma, Lussia und Lisa zu Besuch. Mit Akron gehe ich dann immer in einen CD Laden, höre mal so rein was er kennt und ich nicht, um dann meine letzten Ersparnisse mit CDs loszuwerden. Darüber freuen sich dann zu Hause meine 8 Lautsprecher - und die Oma über mir hat sich schon gefragt was da los ist.

:)

____________________________________________________

Jedenfalls diskutierten wir letztens mit Akron seinen Satz: LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG. Nun sind solche Sätze ja oft meditativ kontemplativ gemeint - und weniger für den Intellekt im Sinne einer Richtig-Falsch Bewertung.

Gemeint ist dieser Satz wohl in dem Sinne, daß Beziehung die Liebe beschränkt, auf eine Person einengt - ebenso die KRAFT einengt weil man aus Angst, die Liebe zu verlieren, oft nicht mehr authentisch oder im Sinne seiner Kraft handelt und kommuniziert.

LIEBE ist hier also dasselbe wie IN SEINER KRAFT SEIN. MIT DER KRAFT SEIN.

In diesem Sinne ist sie dann der Feind einer Beziehung, weil sie nicht auf einen fixiert ist, nicht auf Besitz aus ist - sondern OFFENES SEIN für alle bedeutet. Und Handeln aus der Kraft heraus - nicht aus einer ängstlichen Rücksicht heraus um den anderen nicht zu verlieren.

An jemanden festzuhalten, obwohl jemand anders da ist, mit dem man ganz andere Saiten in sich schwingen lassen kann - würde ja heißen, die eigene Entwicklung zu unterdrücken. Liebe heißt dagegen, mit seiner KRAFT und ENTWICKLUNG zu gehen.

LIEBE IST DER FEIND DER BEZIEHUNG. Was meint ihr dazu?

_________________________________________________

Nun - ich selbst kann da wenig beisteuern. Was ich erlebt habe, war wenig Liebe - kaum Beziehung - sondern am Ende meist BANANE. Mit anderen Worten - so viele unbewußte Muster, daß ich am Ende erkennen muß - das hatte weder mit Liebe noch mit Beziehung viel tun. Wobei für mich Beziehung immer das MEDIUM war, in welchem sich Liebe ausdrücken und entwickeln kann.

_________________________________________________

Meine Erkenntnis aus gescheiterten Beziehungen ist zur Zeit, daß WIR DAS, WAS WIR EIGENTLICH LIEBEN, OFT UNBEWUßT DURCH BEZIHUNGSLOSIGKEIT TÖTEN.

WIR TÖTEN DIE LIEBE UNBEWUßT DURCH BEZIEHUNGSLOSE GEDANKEN.

Ein krasses Beispiel aus der kollektiven Welt ist, wenn Lebewesen zu Nutztieren und Nutzpflanzen werden. Aber oft trennen wir uns auch von der Liebe durch beziehungslose Gedanken - weil Liebe durch traumatische Erfahrungen mit frühesten Bezugspersonen mit GEFAHR oder SCHMERZ assoziiert ist im Unbewußten - und wir lieber den anderen verlassen bevor wir verlassen werden - usw.

______________________________________________

Die Kritik, die jemand mit offenen Beziehungen an mich richten würde, ist - meine Fixierung auf einen Menschen behindert ja gerade meine Entwicklung und unterdrückt meine Liebe, die doch offen für alles ist. Und meine Suche nach Beziehung ist ja eh nur ein unbewußtes Muster, was sich erst erfüllen wird, wenn ich gar keine Beziehung mehr suche oder will. Außerdem hat man bei meiner Uranus-Stellung den Verdacht, daß ich unbewußte den anderen veranlasse, mich zu verlassen, weil ich ganz im Grunde Veränderung erleben will - um so vor mir selbst die Illusion zu bewahren, eine Beziehung zu wollen, was vermeintlich nur deshalb nicht klappt, weil mich andere immer verlassen.

Meine Kritik an offenen Beziehungen hingegen ist: Wenn ihr euch mit einer Person unwohl fühlt, es mit ihr nicht weitergeht - laßt ihr sie irgendwann im Regen stehen und wendet euch der nächsten Person zu, wo es grad besser läuft. Das nennt ihr dann EUREN WEG DER KRAFT. Darin sehe ich aber weder Liebe noch Kraft. Da ihr genau wißt, wie schwer es ist, EINEN EINZIGEN zu lieben, und genau wißt, daß ihr das nicht könnt und damit scheitern werdet - sagt ihr lieber, daß ihr ALLE liebt. Das ist aber nicht der Weg der Kraft - sondern lediglich der leichteste AUSWEG für euch aus diesem Dilemma. Es ist ein viel leichterer AUSWEG zu sagen, ich liebe alle Menschen, als einen einzigen Menschen zu lieben. Eine Beziehung in Liebe mit einem Einzigen wäre doch - als FÄHIGKEIT - die Vorraussetzung dafür, WIRKLICH alle lieben zu können.

Soweit mal die kontroversen Standpunkte.

______________________________________________

Aber was ist nun eure LEBENSERFAHRUNG?

Was bedeutet für euch der Satz:

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG!


grüssli merlYnn


[Editiert am 23/2/2008 um 13:36 von GeorgeTheMerlin]
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 23/2/2008 um 14:50  
JoJo aber bei mir ist es eher so das Bezihungen der Feind der Liebe ist weil ich mich meist in ner Bezihung verschließe... um nichts Falsch zu machen oder weis der Toyfl.

in Bezihungen unterdrück ich meist meine Gefühle glaub ich...

An dem Punkt wo ich gesagt hab ich Liebe alle war ich auch schon irgend wann mal <.< >.> v.v

aber trotzdem fällt mir dazu immer nur http://www.sabon.org/osholiebe/index.html das ein
Antwort 1
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 23/2/2008 um 18:25  
Danke für den Link, den Text finde ich stark.

Osho versteht es immer wieder, Schatten, die man eigentlich kaum konfrontieren kann, in schönen Worten darzustellen, so daß die Seele trotzdem zuzuhören vermag - und nicht vor Schreck wegläuft.

Er würde also beisteuern: solange wir aus dem Ego leben - gibt es schlichtwegs keine Liebe. Und wir leben ALLE aus dem Ego - und können es nicht anders.

Das Ego ist der Feind der Liebe. Und: Liebe ist der Feind des Ego (weshalb wir uns oft, ohne uns das zuzugestehen, ANGST vor der Liebe haben und sie wieder zu zerstören suchen mit unserem Ego).

____________________________________________

Blicke ich zurück, entsprang Liebe immer Momenten der STILLE.

Verwirrt und zerrissen wurde sie immer durch die STIMMEN des Ego.

Scheinbar zerstört wurde sie, wenn diese Momente der STILLE in einer Beziehung nicht mehr bewahrt werden konnten.


grüssli merlYnn
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Incognitus

Etna
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red_folder.gif erstellt am: 25/2/2008 um 10:44  
Hallo Merlin,

ehrlich gesagt, würde ich aus meiner Sicht sagen: Liebe ist die Kraft, die eine Beziehung ermöglicht und am Laufen hält.
Voraussetzung es ist möglichst wenig Ego dabei. Ganz ohne ist sehr schwer, wär aber das erstrebenswerte, damit man es tatsächlich auf alle Beziehungen übertragen kann und nicht fixiert oder zielgenau gerichtet ist.

Denn ohne das "Ding Liebe" wär jede Beziehung wirklich so aufgebaut, nur so lange dort zu verweilen wie man einen Nutzen daraus zieht (und wenn es nur die Angst ist nicht allein sein zu können, die einen hält, bis man etwas "Besseres" findet).


Allerdings wär es nun wieder nötig Liebe zu definieren. Ich hab es schon recht häufig aus meiner Sicht heraus versucht, kann es aber unmöglich in Worte fassen. Es ist ein Konglomerat aus so vielen Richtungen, dass eigentlich nur das Gedicht von Erich Fried es ansatzweise beschreibt: Was es ist ...

Und eins ist gewiss, egal wie man es definiert: die Liebe ist kein Leichtes!


____________________
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Artifex
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effx
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2008 um 20:32  
Aber was ist nun eure LEBENSERFAHRUNG?

Was bedeutet für euch der Satz:

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG!


So lange das Erleben von Liebe an Voraussetzungen geknüpft ist, von Umständen abhängt, so lange ist da wenig Freiheit im Lieben. Damit ist man in den meisten gegebenen Beziehungen gut aufgehoben und läuft nicht Gefahr, sich "im Namen der Liebe" zusätzlich zu verstricken. Beziehungen sind ja auch Feind der Liebe und der Backofen, gefälligst, zu Hause (Liebe und Gefallen, was für ein Wortspiel). Und das scheint oft die Ebene zu sein, auf der Liebe verstanden wird, im Bezug zum gegenseitigen Austausch und seinen Rahmenbedingungen, bzw.: Beziehung verwaltet gerne, es soll SO sein statt SEIN. Das Persönliche. Manchmal sind die Kisten so festgefahren, Projektionen und Reflektionen des jeweils anderen, dass erst die Auflösung der Beziehung die Liebe zueinander wieder erlebbar macht. Dabei wird man kaum die Beziehung lösen, sondern lediglich an Bezugspunkten radieren, evtl. persönliche Werte anpassen und Verhalten neu definieren. Und wieder wird klar, das nur die Dinge Bestand haben, die sich beständig zu verändern in der Lage sind.

"Ein Mensch, der seinen wahren Willen tut, hat die Trägheit des Universums zu seiner Unterstützung" und so wird dieses "ewig sich verändernde", dessen Motor mit Liebe wohl viel zu tun hat, fassbarer, im besten Fall für alle Beteiligten, wie auch immer sie sich auf und zueinander beziehen, immer und immer wieder, denn die Liebe hat uns schon gefunden, wir müssen nur mit ihr umzugehen lernen (wozu auch gehört, sich nicht immer wieder zu wundern, wenn man sie in anderen trifft und, je nach Gemütszustand, unangemessen agiert), sprich: Ihr "gerecht, gewahr und gesonstwas" werden, denn sie fordert und fördert alles.

Insofern ist die Liebe eine ständige Bedrohung von Beziehungen und, leicht nachvollziebar, gerade dadurch ihre größte Chance, denn: Viel Feind, viel Ehr´ im Beziehungsmeer. Wohl dem, der starke Partner an seiner Seite hat. Archenoah Hurra! Meint gerade effx.

Liebe Grüße an Illuma, Lussia und Charles :)

P.S.:

"WIR TÖTEN DIE LIEBE UNBEWUßT DURCH BEZIEHUNGSLOSE GEDANKEN."

Hossa, der Ausspruch ist hart, reflektiert er doch den Sumpf, in dem so viele Dinge unterzugehen drohen. Aber er beinhaltet ein Paradoxon, denn Töten ist eine aktive Handlung, reflektiert hier lediglich subjektive Untätigkeit. Besser: WIR ACHTEN DIE LIEBE NICHT. Liebestöter sind bekanntlich lange Unterhosen...

"Es ist ein viel leichterer AUSWEG zu sagen, ich liebe alle Menschen, als einen einzigen Menschen zu lieben. Eine Beziehung in Liebe mit einem Einzigen wäre doch - als FÄHIGKEIT - die Vorraussetzung dafür, WIRKLICH alle lieben zu können."

Hat das nicht jeder schon parat? Mutter, Vater, Schwester und Bruder, diverse Beziehungen, die Fähigkeit sehe ich als vorhanden. Mehr oder weniger kultiviert. Man liebt ja nicht alle Menschen, sondern eher das Leben, dass die Menschen mit einem tanzen, so lange Leben darin steckt.


[Editiert am 26/2/2008 um 22:23 von effx]
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 2/3/2008 um 20:09  
@ Etna

Liebe ist kein Leichtes! Das ist interessant - besonders, wenn wir bedenken, daß WIR SELBST URSPRÜNGLICH LIEBE SIND! Was ist Liebe? Wir selbst sind das - nichts anderes! Alles andere ist PROJEKTION.

Liebe ist Leben, das was wir selber sind.

Warum ist Liebe kein Leichtes? Warum ist Leben kein Leichts? Warum ist es kein leichtes, sich SELBST (=Liebe) zu sein?

Liebe als So-Sein ist in der Kindheit UNMITTELBAR.

Doch diese LIEBESUNMITTELBARKEIT kollidiert mit unterschiedlichen VISIONEN von Liebe in der Umwelt. Eine Vision heißt: Liebe=folgsame Kinder. Eine andere Vision heißt: Liebe=leise Kinder, wenn ich von der Arbeit komme und unbedingt Ruhe brauche. Die gesellschaftliche Vision ist: Liebe= intelligente anpassungsfähige Kinder. Dann kollidiert die Unmittelbarkeit mit SYMBOLISCHER LIEBE - einer Skala von Liebe bis Liebesentzug, Belohnung und Bestrafung, in Form von Noten, Zensuren, Geld.

Auf diesen Weg in das familiäre und dann in das gesellschaftliche RUDEL verlieren wir uns - und unsere Liebe.

Dann SUCHEN wir uns - und unsere Liebe. Aus der Unmittelbarkeit der Liebe wird dann UNSERE VISION von Liebe. Wir gehen auf VISIONSSUCHE in der Pubertät.

In Beziehungen suchen wir dann unsere Vision von Liebe WIRKLICHKEIT werden zu lassen - um uns selbst darin, und im anderen gespiegelt, wiederzufinden. Unsere Liebesbeziehungen werden somit eine magische Visionssuche und schamanische Reise zu uns selbst.

Leider kollidieren wir dann immer wieder mit anderen - UNTERSCHIEDLICHEN - Visionen von Liebe. Zudem agieren wir unwissentlich aus dysfunktionalen SEELENMUSTERN, die ins UNBEWUßTE abgespalten wurden und die unsere traumatische Liebesvergangenheit immer wieder in die Gegenwart zu INSZENIEREN suchen.

Oft zerschellen unsere VISONEN von der Liebe - PFFFFT - und das ist nicht leicht.

In dieser Situation mögen wie vielleicht zwei Stimmen in uns hören:

Die erste Stimme sagt: Schau, diese MORALISTEN, wie sie dich verführen, deine EIGENE Vision von der Liebe zu verleugnen. Sie sagen dir, du sollst nicht eifersüchtig sein - und Liebe sei bedingungslos - womit sie in Wirklichkeit meinen, du sollst dir alles gefallen lassen - und DEINE Vision verleugnen. Merkst du nicht, wie sie unter dem Deckmantel von esoterischer Moral dir nur IHRE EIGENE Vision ganz geschickt überstülpen wollen, ohne daß du etwas merkst? Siehst du nicht, wie sehr du dich immer mehr selber VERRÄTST dabei? Wie du immer weiter von dir selber wegtreibst? Schleudere ihnen doch DEINE EIGENE VISION entgegen - ohne Rücksicht auf ihr Urteil! Bleib deiner EIGENEN Vision und DIR SELBER treu und lebe DAS in aller Tiefe - in einer Tiefe, die aber deine EIGENE Tiefe ist, aus der du und dein Leben kommt!°

Die andere Stimme sagt: Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Willst du ewig Gefangener deinere eigenen Vision sein? Willst du dich in deinem eigenen Gefängnis einsperren? Liegt nicht gerade im Zerbrechen deiner Visionen die Chance, zu erkennen, daß es nicht die Vision ist, die du suchst, sondern Du es bist, was sich jenseits aller Visionen als reine Liebe und Schöpferkraft erfährt? DU BIST DAS! Nicht deine Träume und Konzepte darüber ...

____________________________

Jedenfalls wird die Liebe zu einem dramaturgischen Thema, was einen von sich selber wegführt - und zu sich selber hinbringt ... dennoch irgendwie immer schon da ist!

____________________________________________

@ effx

Beziehung hat nur dann Bestand - wenn sie bereit ist, sich zu verändern.
_____________________________________________________

Interessant - aber VERÄNDERUNG wird durch lebendige KOMMUNIKATION möglich - und mit Kommunikationsfähigkeit.

Dabei ist Liebe dann der TRÄGER oder die Trägerschwingung dieser Kommunikation.

Ein Feind von Liebe - und Beziehung - wären dann Kommunikationsblockaden.

Blockierter Austausch, der verhindert, daß Liebe ein EntwicklungsPROZESS ist - und stattdessen zu einer starren Projekfionsvorstellung erstarrt. Dann geht die Entwicklung an der Beziehung vorbei - und in diesem Falle ist Liebe dann tatsächlich der Feind einier Beziehung - weil das Erstarrte dem fließenden Neuen Platz machen muß irgendwann - oder man richtet sich auf Stagnation ein.

Der Schlüssel ist hier also lebendige Kommunikation - oder mit Kierkegaard gesprochen - offenbar werden gegenseitig.

Ein Song aus der guten alten Hippie Zeit sagte, daß in der Liebe die Visionen zusammenfließen können. Kommunikation ist ein FLUß, der nicht nur Gedanken strömen läßt ...

grüssli merlYnn


[Editiert am 2/3/2008 um 20:15 von GeorgeTheMerlin]
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Etna
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red_folder.gif erstellt am: 2/3/2008 um 22:02  
@ Merlin

na ja, ich hab zwar eine andere Definition von Liebe, als du sie grad dargestellt hast
Zitat:
Liebe ist Leben, das was wir selber sind.

aber auch deine Version ist in sich stimmig.
Ich kann Liebe in Emotionen ausdrücken, fühlen, aber nicht wirklich beschreiben, jedenfalls nicht mit Worten. Bei mir hat es weniger mit Projektionen zu tun, die zwar durch Verhaltensweisen auch da sind, aber nicht den "Urgrund" bilden. Es ist schon etwas losgelöstes und auch keine Visionssuche. Wie so sollte ich auch etwas suchen, von dem ich weiß, dass ich es schon gefunden habe?

Liebe Grüße
Etna


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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 2/3/2008 um 22:44  

Zitat von Etna, am 2/3/2008 um 22:02
@ Merlin

Ich kann Liebe in Emotionen ausdrücken, fühlen, aber nicht wirklich beschreiben, jedenfalls nicht mit Worten. Bei mir hat es weniger mit Projektionen zu tun, die zwar durch Verhaltensweisen auch da sind, aber nicht den "Urgrund" bilden. Es ist schon etwas losgelöstes und auch keine Visionssuche. Wie so sollte ich auch etwas suchen, von dem ich weiß, dass ich es schon gefunden habe?


Hi Etna

Solche Sätze wie: "Liebe ist das, was ich selber bin" sind eigentlich auch keine DEFINITIONEN für den Verstand - sondern eher kontemplativ zu verstehen. Als kontemplative Sätze unterscheiden sie sich von logischen Definitionen ( als solche taugen sie auch nicht allzuviel ) - und laden zu einer Tiefendimension jenseits von Worten ein,die man aber selber in sich finden muß.

Was du schreibst, hört sich gut an - du hast es schon gefunden. Wie bringst du das aber damit zusammen, daß Liebe nicht leicht ist, wie du schreibst?

liebe Grüße merlYnn
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Incognitus

Etna
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red_folder.gif erstellt am: 2/3/2008 um 23:52  
ach Merlin, es ist nicht immer leicht sich selbst zu lieben und andere, wenn man verstanden hat, dass es eigentlich belanglos für die Welt ist (aus philosophischer Sicht) ob und was man tut.
lt. Schopenhauer dient Liebe dazu den Nachwuchs besser durchzubringen!

Es ist halt eine Möglichkeit sich das Leben mit Sinn zu füllen, der eigentlich nicht da ist ;( aber was soll man anderes tun? Andere suchen sich eine Religion, ich nehme halt meine Emotionen, die das Leben lebenswerter machen ;)


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Lux
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red_folder.gif erstellt am: 3/3/2008 um 01:54  
Liebe ist der Feind einer Beziehung.

Als ich diesen Satz das erste Mal gelesen habe dachte ich: so ein Quatsch. Liebe und Beziehung gehören zusammen. Doch als ich dann darüber nachdachte war ich mit da nicht mehr so sicher.

Ich denke Liebe baut sich auf einer Beziehung auf, welche wischen zwei Menschen entsteht. Sie steht über der Beziehung. Ich weiß nicht wie ich mich recht ausdrücken soll, als verständlich wird, wie ich es meine. Wenn man dies als Schema aufbaut ist die Beziehung die Basis einer Pyramide und die Liebe die Spitze. Alles ist ausgewogen.
Doch was ist mit der Beziehung, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen einfach verschwindend? Meistens geht die Beziehung kaputt. Es entsteht Hass und die Zwei sind nicht mehr in der Lage eine Beziehung auf freundsche Ebene zu haben.
Oder baut sich die Beziehung auf die Liebe auf und wenn die Liebe verschwindet bricht alles, was sie trät, zusammen.
Aus diesem Blickwinkel ist die Liebe der Feind einer Beziehung. Sie kann sie zerstören.

Ich denke aus diesem Grund versuchen einige auch nicht erst die Liebe aufkommen zu lassen, wenn schon eine gute freundschaftliche Beziehung besteht. Sie haben Angst. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.


Es auch der Gedanke Gefallen, dass er schwer ist nur einen Menschen zu lieben. Und dass man zu einem anderen Ausweicht, wenn es schwierig wird. Ich denke ich könnte den Gedanken zu stimmen.
Aber – vielleicht klingt es etwas naiv – aber ich glaube daran, dass es die „Wahre Liebe“ gibt. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die ewig anhält und die nicht zerstört. Die nicht der Feind der Beziehung ist. Ich wurde dies mit Seelenverwandtschaft vergleichen. Doch das schwierige hierbei ist den „Richtigen“ zu finden und zu wissen dass es der/die ist.


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Natz Chimaera
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red_folder.gif erstellt am: 3/3/2008 um 08:08  
Stirbst du noch - oder lebst du schon?
Es heißt in Offenbarungen und Prophezeiungen immer wieder dass der Mensch gar nicht weiß was (die universelle) Liebe überhaupt ist. Und immer wieder frage ich mich, wie kann man die Liebe überhaupt pauschal unabhängig vom Leben sehen (wollen)???
Wenn ich meinen individuellen Weg des Lebens gehe kollidiere ich immer und immer wieder mit Menschen, der Gesellschaft ja sogar mit unserem Staat und ecke an... was sollte ich da überhaupt noch nach Liebe fragen (wollen)?

nebelgrauer-morgen-gruß
Natz


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red_folder.gif erstellt am: 8/3/2008 um 04:42  
Hi Natz, sind wir nicht durch unser Sein genau ein Leben von der Liebe entzweit?
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Natz Chimaera
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red_folder.gif erstellt am: 8/3/2008 um 19:55  
hmmm? nee kann ich so nicht feststellen. Irgendwie such ich hier noch immer das was ich unter Leben verstehe... Liebe habe ich genug in mir ;-)
Ach ja, was mich in letzter Zeit etwas wundert, wieso reden so viele von Thelema und so wenige von Agathe... oder wie die hieß???

;-)
Natz


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Artifex
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effx
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2008 um 23:20  
"hmmm? nee kann ich so nicht feststellen. Irgendwie such ich hier noch immer das was ich unter Leben verstehe... Liebe habe ich genug in mir ;-)"

- meinte ich ja. Entzweit.

"Ach ja, was mich in letzter Zeit etwas wundert, wieso reden so viele von Thelema und so wenige von Agathe... oder wie die hieß???"

...war das nicht Thelma und Luise??? *kichert*
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KellyJohnson
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smilies/question.gif erstellt am: 28/3/2008 um 01:04  
LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG?
Fraglich ist, ob die "Liebe" überhaupt etwas mit "Beziehung" zu tun hat.
Für mich ist "Liebe" oder "lieben können" eine Fähigkeit! Eine Fähigkeit, die jemand mehr oder weniger hat bzw. überhaupt nicht hat. Selbstliebe hat keinen Bezug zu einem anderen Menschen. Und was ist mit der "Lust"? Verwechseln nicht viele Lust mit Liebe? Ich habe es erst vor kurzem getan! Ich glaubte, jemanden zu lieben .... doch ich war einfach nur geil! .... Ich habe meinen Mann über Jahre geliebt und hatte irgendwann keine Lust mehr auf ihn. ... LUSTLOSIGKEIT IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG?
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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 29/3/2008 um 18:51  
Huh!

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Lust und Liebe? Das ist ja das häufigste Argument gegen Beziehung - daß irgendwann die Lust weggeht - der Partner langweilig wird.

Auch im Post von Kelly scheinen ja LUST und LIEBE auseinandergedriftet zu sein.

Am Anfang waren sie wohl zusammen.

Dann ist Liebe da - ohne Lust - und die Beziehung zuende.
Dann ist Lust da - ohne Liebe - das gibt auch keine Beziehung.

Man folgert dann - Lust und Liebe sind Unterschiede - aber sind sie auch GEGENSÄTZE - oder bedingt nicht das eine das andere? Haben sie einen inneren Zusammenhang, lösen wie sich wie Salz und Wasser - oder driften sie auseinander und scheiden sich wie Öl und Wasser? Liebe oben, Lust mehr unten ...

______________________________________

Hier scheinen es aber völlig VERSCHIEDENE ERFAHRUNGSWELTEN zu geben.

Ich finde beispielsweise - Liebe vertieft doch die Lust und die Intimität - und daß diese Tiefe nach 5 Jahren überhaupt nicht mit dem Anfang vergleichbar ist.

Andere sagen: Nach 5 Jahen ist es nur noch langweilig - keine Lust mehr. Daher braucht man viele Partner für seine Entwicklung.

Grunsätzlich fällt mir auf, daß bei Diskussionen dann jeder den anderen von seiner Realität ÜBERZEUGEN will. Ich möchte das aber mal lieber da stehen bleiben, so es eonfach ganz verschiedene ERFAHRUNGSWELTEN gibt - die sich gegenseitig ÜBERHAUPT NICHT VERSTEHEN KÖNNEN.

Beispielsweise kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man aus anfänglicher Lust nach Jahren Langeweile macht, wenn man sich liebt. Wie geht das? Wie macht man das? Ich kann das weder verstehen noch nachvollziehen, da bei mir genau das Gegenteil passiert. Eine Vertiefung der Wahrnehmung - und auch der Lust. Liebe und Lust und Beziehungen bedingen sich dann.

Andere können wiederum das nicht verstehen oder nachvollziehen. Da scheint die Wahrnehmung mit den Jahren eher oberflächlicher oder gewöhnlicher zu werden. Dann driften Lust und Liebe auseinander. Beziehungen ebenfalls. Beziehung ist dann zu einem Hindernis für Entwicklung geworden. Liebe hat dann mit Beziehung nichts mehr zu tun. Beziehung ist dann nur noch ein hinderliches MODELL, aus dem man auszubrechen sucht.

Das scheinen mir zunächst zwei völlig unterschiedliche ERFAHRUNGSUNIVERSEN zu sein - die sich einander völlig unverständlich gegenüberstehen. Würde man den einen zwingen, ÄUßERLICH in der Erfahrungswelt des anderen zu leben - würde ihm das NICHTS bringen. Der eine könnte einer ewigen Zwangsbeziehung nichts abgewinnen - der andere könnte ewig wechselnden Partnern nichts abgewinnen.

Daher würde ich BEIDES mal so stehen lassen - ohne gegenseitig zu verurteilen, oder überhaupt zu versuchen, andere Erfahrungsmodi auf die eigene Seite zu ziehen.

Das wäre zunächst mal - sich selber und anderen tiefer zuzuhören ...

_________________________________________________________

Gehen wir aber einmal ein wenig tiefer mit der Liebe.

Unerlöste Seelenanteile formieren sich zu einem bewußten ICH - wofür die Erde einen Körper und ein Leben zur Verfügung stellt. Diese unerlösten Seelenanteile erzeugen TRÄUME, Pseudolösungen, um sich wieder gut zu fühlen. Diese Träume beinhalten eine ENERGIEKONZENTRATION MIT EINER SCHWINGUNG, die die unerlösten Mangel und Schmerzgefühle unserer Seelenanteile LINDERN, aber nicht heilen.

Lindern, aber nicht heilen, das bewirkt, daß diese Träume ANDAUERN. Sie lösen sich nicht auf - wir versuchen, sie zu LEBEN.

Diese Träume sind unsere Idealidentitäten, Idole und Ideale, Wünsche - und BEZIEHUNGSTRÄUME.

Träume der Liebe. Was bewirkt das?

Eine Zeitlang fühlen wir uns gut, weil wir durch unsere Träume

GEGENSEITIG UNSERE UNBEWUßTEN SCHMERZ- MUSTER BEDIENEN.

Das nennt man Co-Abhängigkeit. Dann aber - mit der Zeit - kämpfen wieder unsere erwachenden SCHATTEN gegeneinander - und die Träume zerplatzen. Ent-täuschung.

In dieser Sicht ist Liebe dann wirklich der Feind einer solchen Co-Abhängigkeitsbeziehung.

Liebe würde nämlich nicht die Schatten bedienen - sondern sie AUFDECKEN. Und auflösen.

Liebe wäre dann der Feind unserer Beziehungträume - weil diese Träume zwar lindern - aber auch unsere Lüge vor uns selber sind. Wie lieben nicht - wir benutzen den anderen für unseren Traum - um uns selber nicht spüren zu müssen.

Wenn wir dann wieder allein sind, spüren wir eine LEERE - die ein erster Schritt in Richtung WER SIND WIR WIRKLICH sein könnte - aber wir suchen einen neuen Traum, um sie auszufüllen. Liebe dagegen würde uns DANN aber immer wieder dahinstoßen, wer wir wirklich sind.

Viele haben das gemerkt, als EINMAL WIRKLICH realisierten, daß sie völlig alleine waren . und DA durchgegangen sind. ERST DANACH konnten sie - mit anderen - ihre KREATIVE Seite leben.

______________________________________

Ein Drogensüchtiger lag am Bahnhof im Rinnstein und war am sterben. Leute gingen über ihn hinweg - keiner beachtete ihn. Da realisierte er, daß er VÖLLIG ALLEIN war.

Und stand auf. Heute leitet er ein großes Drogentherappie- und Selbsterfahrungszentrum.

_____________________________________

Was heißt das für BEZIEHUNGEN? Ich glaube, der Spruch:

WER HAT, DEM WIRD GEGEBEN WERDEN - WER NICHTS HAT, DEM WIRD GENOMMEN WERDEN ....


liegt gar nicht so weit daneben, wenn es um Liebe und Beziehung geht ...

:)

grüssli mErlynn


____________________________________________________


[Editiert am 29/3/2008 um 18:52 von GeorgeTheMerlin]
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red_folder.gif erstellt am: 31/3/2008 um 01:26  

Zitat von Waris Silvermoon, am 3/3/2008 um 01:54
Ich denke aus diesem Grund versuchen einige auch nicht erst die Liebe aufkommen zu lassen, wenn schon eine gute freundschaftliche Beziehung besteht. Sie haben Angst. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Sehe ich auch so. Da Liebe die Möglichkeit des Scheiterns birgt, verschließen sich manche davor.


Zitat von Waris Silvermoon, am 3/3/2008 um 01:54
Es auch der Gedanke Gefallen, dass er schwer ist nur einen Menschen zu lieben. Und dass man zu einem anderen Ausweicht, wenn es schwierig wird. Ich denke ich könnte den Gedanken zu stimmen.
Aber – vielleicht klingt es etwas naiv – aber ich glaube daran, dass es die „Wahre Liebe“ gibt. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die ewig anhält und die nicht zerstört. Die nicht der Feind der Beziehung ist. Ich wurde dies mit Seelenverwandtschaft vergleichen. Doch das schwierige hierbei ist den „Richtigen“ zu finden und zu wissen dass es der/die ist.

Da stimme ich dir auch zu. Fürchterlich romantisch, nicht? :D
Aber genau das finde ich gut. Diese Haltung ist positiv und optimistisch und regt meiner Meinung nach auch zu transzendentem Streben an ;)


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 29/3/2008 um 18:51

Liebe wäre dann der Feind unserer Beziehungträume - weil diese Träume zwar lindern - aber auch unsere Lüge vor uns selber sind. Wie lieben nicht - wir benutzen den anderen für unseren Traum - um uns selber nicht spüren zu müssen.


Erinnert mich sehr an den Text zur Karte "Die Liebenden" aus dem Buch "Der Crowley-Tarot" von Akron und Hajo Banzhaf.
Ich meine es heißt dort: "Was hier geschieht, ist echte Projektion", d.h. dass die Liebenden ihre Erfüllung aufeinander projizieren. Leider endet die Beziehung/Liebe oft wenn die Kraft der Projektion nachlässt und es wird kurzerhand eine neue Projektionsfläche in einem neuen "Traumpartner" gesucht.
Viele machen sich leider nicht mehr die Mühe, zum Wesen des anderen vorzudringen und ihn mit all seinen Wesenszügen als der anzunehmen der er ist (was nicht heißen soll, dass man das alles uneingeschränkt toll finden muss *g*).

Man kann keine "Einheit" mit einem anderen Menschen eingehen, wenn man nicht zuvor selbst ein "Einiger" geworden ist. Will sagen: Wer sich selbst nicht liebt wird auch niemand anderen lieben können. Vom anderen die Selbstbestätigung zu erwarten, die man sich selbst nicht geben kann muss zwangsläufig schief gehen.


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smilies/smile.gif erstellt am: 31/3/2008 um 23:35  
Ich habe das Thema einige Tage vor mir "hergekugelt", mir alle Beiträge nochmals in aller Ruhe durchgelesen. Natürlich kann es auf diese Aussage kein richtig oder falsch geben, weil jeder etwas anderes unter Liebe und auch unter Beziehung versteht. Für die einen ist Liebe beispielsweise soetwas wie "in seiner eigenen Kraft und Entwicklung sein", für andere soetwas wie "Seelenverwandtschaft zu einem Menschen empfinden". Die Beziehungswünsche variieren in den beiden Extrema von offener Beziehung mit wechselnden Partner bis hin zu dem EINEN (Seelen-) Partner. Und mit der "Feindseligkeit" der Liebe in Bezug auf Beziehungen verhält es sich ähnlich. Einige empfinden aufgrund ihrer Lebenserfahrung die Liebe als Bedrohung in Beziehungen, für andere ist die Liebe absolut Voraussetzung für Beziehungen und damit keinesfalls feindselig.

Und doch stoße ich mich immer noch an dem Wort "Liebe" im Zusammenhang mit "Beziehung". Das Wort Liebe wird für viele Bedürfnisse mißbraucht, die nichts mit Liebe zu tun haben z.B. die Bedürfnisse nach Vertrauen und Geborgenheit. Wie ich schrieb, habe ich das Wort Liebe für Lust mißbraucht. Andere mißbrauchen das Wort Liebe und meinen eigentlich "Partnerschaft". Eine Partnerschaft ist zweckbegründet, hat das Ziel Ängste des Alleinseins gemeinsam zu mindern, Sicherheit durch Zweisamkeit zu schaffen. Eine Partnerschaft beruht auf gemeinsam getroffenen Regeln und Absprachen. Sie dient u. U. dazu, Kinder zu bekommen, einen Schutzraum (Zuhause) aufzubauen, etc. Dies hat aber nichts mit Liebe zu tun. Wenn Liebe vorhanden ist, ist das sehr vorteilhaft, aber nicht Bedingung. Liebe ist meiner Ansicht nach nicht zweckbegründet oder zielorientiert. Liebe ist ein "Grundgefühl" eines Menschen und in ihrem Ausdruck zeigt sich dann die Fähigkeit zu liebevollem Verhalten zu sich selbst oder anderen.

Zitat:
Wenn wir dann wieder allein sind, spüren wir eine LEERE - die ein erster Schritt in Richtung WER SIND WIR WIRKLICH sein könnte - aber wir suchen einen neuen Traum, um sie auszufüllen. Liebe dagegen würde uns DANN aber immer wieder dahinstoßen, wer wir wirklich sind.

Diese zwei Sätze finde ich super! Ich glaube, wir suchen in unserer Einsamkeit einen neuen Traum, wenn wir weniger Liebe in uns spüren. Fühlen wir viel Liebe in uns, so führt uns das in der Einsamkeit zu uns.
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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 2/4/2008 um 23:31  
Hi - das sind ja interessante Antworten!

@ ChAngeling und Waris Silvermoon:

Die Beobachtung, daß Optimismus und eine positive Haltung Transzendenz motiviert - ist allerdings ein sehr wichtiger Beitrag. :thumbup:

Hmmm - aber wer ist DER RICHTIGE? Meine Zwillingsseele kenne ich - wir hatten 4 kurze Beziehungen - jede ein absolutes Desaster - bis ich erkennen mußte: mit meiner Zwillingsseele geht es einfach nicht. Ich mußte erkennen, daß Teilseelen, die eine höhere Seele gemeinsam haben - HIER UNTEN ein derart unterschiedliches Karma und Denken haben können, daß da eine totale Entfremdung entstehen kann - trotz einer seelischen Gleichheit. Im Extremfall wäre auf der UNTEREN Ebene des Denkens und der Identität sogar Feindschaft möglich.

Oft ist die Zwillingsseele schon DER RICHTIGE, das habe ich auch beobachten können - aber eine GARANTIE gibt es da nicht. Auch bei eigentlicher Seelenverwandtschaft gibt es die Möglichkeit des totalen Scheiterns - was daran liegt daß die Seelen Prägungen erlitten haben, an Identitäten und Perspektiven festhalten. Und wenn ausgerechnet DAS total schiefläuft, geht das tief - und kann etwas dauern, bis man dann den Optimismus wiederfindet. Den finde ich nicht mehr in der Suche nach der Richtigen - das ist für mich vorbei und unmöglich - sondern in dem RICHTIGEN WEG - der zur gemeinsamen REIFE führt. Romantik wird dann eher eine Aktivität - und ein Wachsen in diese Aktivität.

Realistisch bin ich mehr eine Einheit mit mir selber als früher - aber immer noch auf dem Weg zu mir selber. Realistisch gesehen sind das alles keine Zustände, sondern RICHTUNGEN - und die Frage ist doch immer, ob man noch in die richtige Richtung geht - alleine oder zusammen.

Aber selber EINIGER zu werden - das stimmt, das ist ein wichtiges Wegzeichen.


@ Kelly Johnson
Du hast recht - Partnerschaft MÜNDET oft in so eine Zweckgemeinschaft mit Kompromissen und Absprachen - Liebe hat mit Zwecken nichts zu tun. *g was aber auch heißt - Zwecke sind kein Hindernis für Liebe, deren WEG es für uns ja ist, immer UMFASSENDER zu werden.

Aber: BEGINNT so eine Partnerschaft? Beginnt sie ganz bewußt als Zweckgemeinschaft - um seine Ängste zu kompensieren, um in Regeln und Absprachen zu enden?

Nach meinen Beobachtungen endet es so - BEGINNT aber nicht so. Liebe ist natürlich nicht Bedingung für eine zweckorientierte Partnerschaft - aber BEGINNEN tut es doch meist so, daß die Ausstrahlung des anderen uns wieder mit UNSEREM eigenen verlorenen Grundgefühl Liebe wieder in VErbindung bringt. Und wir übersehen, daß es jetzt unsere AKTIVE Aufgabe wäre, den Schlüssel zu uns selbet, den der andere uns gegeben hat - IN UNS zu finden.

Partnerschaft als Liebe (daselbe gilt vielleicht auch für Lust) scheint am Anfangein ZUSTAND zu sein, und wir übersehen, daß es kein Zustand ist, sondern eine Aufgabe.

Kann es sein, daß Liebe - und auch Lust - eine AUFGABE ist, die wir nicht meistern? Die Aufgabe, unser GRUNDGEFÜHL, wie du sagst, wiederzufinden? Alleine UND gemeinsam?

Beziehung ist ja eigentlich kein STATISCHES SYSTEM - sondern DYNAMISCHE KOMMUNIKATION. Scheitern wir, weil wir an KOMMUNIKATION mit uns selbst und anderen scheitern?

DAß WIR BEIM TRÄUMEN UNSERE AUFGABE VERSCHLAFEN HABEN? Und böse erwachen - um den nächsten Traum zu suchen? (Seltsam übrigends, daß für Lust das gleiche gilt wie für die Liebe - wir erfahren Lust an uns selber durch einen anderen - Träumen - und vermeiden, den Schlüssel zur Lust IN UNS zu finden. *grynns Liebe und Lust scheinen ja auch Gemeinsamkeiten zu haben ....)


Sehr interessant finde ich deine Beobachtung, daß eine MANGEL an Liebe zum Traum über die Liebe führt - *lach und ebenso führt ein Mangel an Lust zum Traum über Lust ...

und damit zu einer äußeren Projektion von Liebe oder einer äußeren Projektion von Lust.

Ideal wäre ein INNERER ÜBERFLUß an Lust und Liebe. Hat man dann aber überhaupt noch Lust und Liebe für eine Partnerschaft?

*looool - in jedem Falle IST MAN DANN SELBER DER ODER DIE RICHTIGE :D

und das finde ich jetzt total optimistisch! :thumbup:

(auch wenn das Ideal für keinen von uns ein realistischer Zustand ist - sondern ein WEG.)


grüssli mErlynn
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red_folder.gif erstellt am: 3/4/2008 um 11:32  
@Merlynn
Wow, ich bin total inspiriert!
Zitat:
Aber: BEGINNT so eine Partnerschaft? Beginnt sie ganz bewußt als Zweckgemeinschaft - um seine Ängste zu kompensieren, um in Regeln und Absprachen zu enden?

Eine Beziehung beginnt NICHT BEWUSST als Zweckgemeinschaft. Wir fühlen uns selbstverständlich zu jemandem hingezogen und haben Lust auf Sex. Wir wollen diese Person riechen, schmecken, berühren, ständig ansehen, stundenlang telefonieren, .... Was man halt so macht, wenn man durchknallt :D Jedenfalls ist das bei mir so :o Ich kenne aber auch Paare, bei denen ist der Beginn viel "sachlicher" verlaufen. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich beginnen auch Beziehungen. Wir alle nennen es aber LIEBE ! Wir nennen es LIEBE, wenn unsere UNBEWUSSTEN Bedürfnisse bzw. MÄNGEL befriedigt werden. Doch wem ist das wirklich bewußt? Meine Betonung liegt auf MANGEL! Und Du hast meiner Meinung nach recht, wenn Du schreibst, daß "es jetzt unsere AKTIVE Aufgabe wäre, den Schlüssel zu uns selbst, den der andere uns gegeben hat - IN UNS zu finden." Genau das ist, was ich aus meinen Erlebnissen mit zwei Männer in den letzten zwei Jahren gelernt habe. ;( Sehr schmerzlich lernen mußte. ;(

Wir sollten im anderen herausfinden, wie dieser Schlüssel zu uns selbst aussieht. Und wenn ich jetzt weiterspinne, wäre dann die Suche nach der LIEBE (Schlüssel) ZU MIR der Feind einer Beziehung mit meinem Objekt der Begierde. Denn wenn ich das, was mir fehlt in mir selbst integriere, "brauche ich mein Lustobjekt" nicht mehr. :o


Zitat:
Ideal wäre ein INNERER ÜBERFLUß an Lust und Liebe. Hat man dann aber überhaupt noch Lust und Liebe für eine Partnerschaft?



Wieder eine sehr inspirierende Frage! Danke! Ich frage zurück: Wie entsteht ein INNERER ÜBERFLUß an LIEBE? Eine Antwort finde ich für mich in meiner Beschäftigung mit meinem inneren Kind bzw. mit meinem DUNKLEN KIND. Wenn einem Kind viel Liebe gegeben wird, hat es ein positives, liebevolles Grundgefühl. Ich denke, daß solche Erwachsene aus einem "Grundgefühl Liebe" für sich und andere schöpfen können. (Oh, Ohhhhhh... ich habe mit 21 Jahren so einen Mann kennengelernt. Er hat soviel Liebe in sich gehabt, daß ich noch heute dankbar bin für die vier Monate mit ihm. ;)


Ist in der Kindheit einem Kind wenig Liebe zugeflossen (und damit meine ich nicht nur mangelnde Mutterliebe! Bitte macht nicht mehr die Mütter ausschließlich für das Seelenheil der Menschheit verantwortlich :mad: ), lebt dieses Kind mit einem LIEBESMANGEL als Erwachsener. .... und damit mit Kompensationen.


Hat man bei einem inneren Überfluß an Liebe überhaupt noch Lust auf eine Partnerschaft? Ich denke JA! Auf die Dauer ist es ganz schön langweilig, in Selbstliebe zu schwelgen und nur Sex mit sich selbst zu haben. :D Ich habe dann nämlich einen Mangel an Kommunikation auf körperlicher und seelischer Ebene mit anderen Menschen. :D

Alles Liebe, Kelly Johnson
(In Erinnerung an den liebevollsten Liebhaber meiner Jugend - Jörg W.)


[Editiert am 3/4/2008 um 11:36 von KellyJohnson]



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red_folder.gif erstellt am: 6/4/2008 um 00:47  
Interessant in diesem Zusammenhang ist noch:
äußere Lust und äußere Liebe - innere Lust und innere Liebe.

Äußere Lust und äußere Liebe ist eine SUCHE. Habe ich das Gesuchte mal gefunden, erfüllt es mich zunächst - nutzt sich das aber mit der Zeit ab, wird unbefriedigend. Erst ist das Licht da, Erfüllung der Suche gefunden zu haben - dann kommen die SCHATTEN und statt da durchzugehen ists dann aus. Das OBJEKT hat dann ausgedient und schmeckt fade wie ein KAUGUMMI, auf dem man eine Stunde lang herum gekaut hat. Das Ende vom Lied - man spuckt es ENDLICH aus!

INNERE Lust und Liebe aber ist keine Suche - sondern eine MEDITATION, die man zusammen oder alleine machen kann. Meditiere ich auf innere Lust, wird die Lust von außen, von ihren äußeren Abziehbildern, nach INNERN gezogen. Sie wird dann ein wenig herausgezogen aus den Mustern von Bedürfnis - Unbefriedigtsein - Beschuldigung, womit sie dann nämlich im Gegensatz zur Liebe steht. Sie wird stattdessen wieder mehr ein INNERER WERT, der nach außen abgestrahlt werden kann, mit Liebe zusammengehen kann.

Lust kann ja entweder endlich sein, wie ein Abziehblid - oder unendlich wie eine Fraktalreise - ein Trip, der immer neue Wahrnehmungsperspektiven findet.


Beziehung kann ein Verhaken von Mustern und Bedürfnissen sein, mit faulen Kompromissen, Angst, Sprachlosigkeit, Regeln ... dann wird Liebe zum Feind einer solchen Beziehung. Genauso wie Lust und Liebe sich dann voneinander SPALTEN.

Beziehung kann aber auch ein fraktaler Trip sein - nicht von Lust und Liebe abgespalten. Vorraussetzung ist lebendige Kommunikation, Schattentransformation -

und, daß man das nach außen Projezierte immer wieder nach innen ziehen kann. Das ist aber eine Form der Meditiation, die die Beziehung und den anderen wieder neu erscheinen läßt.


liebe GRüße merlYnn
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smilies/question.gif erstellt am: 7/4/2008 um 15:09  
Lieber Merlyn,
ich habe nun wirklich einige Tage versucht, Deine letzte Antwort bzw. den Kern Deiner Aussage zu verstehen. Es ist mir leider nicht gelungen.

Könntest Du Deine Ausführungen über innere und äußere Lust und Liebe für mich bitte nochmal in anderen Worten erklären. :puzz:

Danke Dir im voraus,
Kelly


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red_folder.gif erstellt am: 8/4/2008 um 21:49  
Hmm - bei äußerer Lust geht die Aufmerksamkeit nach außen - entweder auf ein Obejkt in der Außenwelt - oder auf eine Vorstellung.

Schließe ich die Augen und meditiere auf innere Lust - kehrt sich die Aufmerksamkeit um und wird nach innen gezogen. Ihr Raum zieht sich nach innen zusammen, bis sie fast unkörperlich wirkt . Ebenso mit Liebe. Mehr kann man dazu fast nicht erklären - da es Meditation ist.

liebe Grüße merlYnn
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smilies/question.gif erstellt am: 9/4/2008 um 08:09  
Lieber Merlin,

mit innerer Lust und Liebe scheinst du wohl soetwas wie eine tantrische Meditation zu meinen, oder?

LG, Kelly


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Zitat von KellyJohnson, am 9/4/2008 um 08:09
Lieber Merlin,

mit innerer Lust und Liebe scheinst du wohl soetwas wie eine tantrische Meditation zu meinen, oder?

LG, Kelly


Hi Kelly - ja, in diese Richtung geht es wohl! Innen kann sich übrigends dabei im Körper befinden - aber ich merke dann auf einmal, daß ich nicht der Körper bin. Ich gehe dann nicht mehr nach außen von mir weg - sondern mir selber entgegen.

*loool einen Schritt weiter könnte man sagen: ICH GEHE DURCH MICH HINDURCH - aber das ist auch wieder nicht leicht zu verstehen - auch gar nicht gedacht, es "nur" zu verstehen.


liebe GRüße merlYnn
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