Thema: Gott ist tot

Forum: Schattenarbeit

Autor: dana-fox-1


dana-fox-1 - 3/2/2010 um 18:54

Welche Erklärung habt ihr für die Abwesenheit Gottes bzw der Göttin in Not und Elend? Wo war Gott/Göttin während der Nazizeit, der vielen Kriege, der Erdbeben und Katastrophen.....wo war Gott/Göttin als die Hexen gefoltert und verbrannt wurden, Menschen an Krankheiten und Hunger starben...wo ist Gott/Göttin heute wenn Schüler Amok laufen, perverse Typen kleine Kinder vergewaltigen und umbringen und Menschen sich das Leben nehmen, weil sie es hier auf dieser Welt nicht mehr aushalten? Wo steht ihr - dort wo die christliche Kiche versagt - mit ihren Erklärungen für all das Leid, was die meisten Menschen erdulden müssen. Was sind unsere Gebete denn mehr als das verzweifelte Flehen zu Gott/Göttin er/sie möge uns verschonen, vor diesen Heimsuchungen - und die Beruhigung unseres Gewissens, unserer Ängste. - schließlich sind wir doch ein bischen besser als die anderen. Keine Sicherheit - kein Schutz - für keinen von uns. Wir werden alle sterben - keiner weiß wann und wofür.....für Gott/Göttin, fürs Vaterland, für die Rettung eines anderen...einfach so...Welche Antworten habt ihr auf diese Fragen gefunden....nachts wenn ihr schlaflos im Dunkeln liegt...im Schrei eurer Alpträume...in den Stunden eurer größten Seelenqualen?
Dana


[Editiert am 3/2/2010 um 18:57 von dana-fox-1]

Vau - 3/2/2010 um 19:54

Mögliche Antwort:Es gibt keinen Sinn, es gibt keine Gerechtigkeit,es gibt keine Götter ausser Kollektiven Egregoren&diese nehmen keine Elternpflichten war.

Ich habe einmal,im Rahmen eines zoologischen Praktikums, den verfärbten Mittelteil einer Kamillenblüte unter einer guten Stereolupe betrachtet.
Dort weideten ein paar dutzend Milben, und mitten unter ihnen war die Larve irgendeines Insekts,etwa 10xgrösser, und frass die Milben bei lebendigem Leib.
Alles das knapp zu klein, um mit blossem Auge betrachtet werden zu können.
-"Natürlich",allgegenwärtig und wertfrei.
Mich hat das damals mehr gegruselt, als jeder Horrorfilm es könnte.
Ich denke seitdem, vieles ist nur eine Frage des Masstabs.
Das "Böse" und das "Gute" sind nur Hilfskonstruktionen,
ersonnen um vor dem Wahnsinn der Gleichgültigkeit zu bewahren, die uns umgibt.
Der einzige Lichtblick, der aus meiner Sicht besteht, ist Liebe zu jemand.
Und auch das ist, wie Alles, nicht von Dauer.
Aber egal, wie die persönliche Weltsicht ist, das, was ist, ist.

"Enttäuschung" und "Desillusionierung" betreffen nur den, der getäuscht wurde/sich getäuscht hat,oder die, die durch Illusionen genarrt wurden.
Ohne jedwede politische Ambitionen gibt das Zitat von Karl Marx einen prima Sinn:
"Religion ist Opium für`s Volk",
Und:"Wir sind das Volk"(viele, 1989).

Cryz-Tyan - 3/2/2010 um 21:48

In der größten Seelenqual ist Hingabe die letzte Bastion des Verstandes.
Wir wollen ALLES, uns selbst, unser Leben und andere Kontrollieren/Macht ausüben.
Hingabe ist die niedrigste und letzte Form der Machtausübung die wir haben.
Aber sie ist eine Form der Macht.

Wenn man man alles getan hat was man will und kann.
Und sich dann hingibt. (Welcher Wahrheit auch immer)
Hat man alles getan was möglich ist.

Lg

rockit - 5/2/2010 um 12:56

Mögliche Antwort, mal aus christlich gedachter Sicht :)
Nicht Gott ist dafür verantwortlich, sondern wir Menschen. Er hat uns die Macht der freien Entscheidung gegeben und die Notwendigkeit, dies auch zu nutzen.
Menschliches Leid ist ein Nebeneffekt durch Entscheidungen von Selbstsucht oder Gleichgültigkeit. Gott stimmt jenen Entscheidungen nicht zu, die uns selbst oder anderen Leid zufügen. Denn wenn er sich jedesmal einmischen würde, wenn wir eine schlechte Entscheidung treffen, dann müsste er uns diese Freiheit, Entscheidungen zu treffen, wieder nehmen.

Menschen, die Entscheidungen treffen um anderen weh zu tun, gehen lieber ihre eigenen Wege und setzen sich selbst an erste Stelle. Gott hat jedem von uns ein Gewissen gegeben, einen angeborenen Sinn für Richtig und Falsch. In der Bibel bietet er uns die Antworten auf das Leiden und viele andere Missstände an, die wir uns letztendlich selbst antun. Die Antwort ist simpel und kann in einem einzigen Wort zusammengefasst werden, nämlich Liebe. "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses" (Römer 13:10, Lut.). Gott versucht uns dahin zu leiten, dass wir liebevoll und richtig handeln, aber er will uns nicht dazu zwingen.

Kriege sind die endgültige Manifestation der Selbstsucht, Gier, des Stolzes und Konkurrenzdenkens des Menschen. In der Bibel wird die Ursache des Krieges so beschrieben: "Woher kommen die Kämpfe (Kriege), und woher kommen die Streitigkeiten unter euch? Doch wohl daher, dass eure Lüste einen Kampf in euren Gliedern führen?" (Jakobus 4:1 - Mg.) Gott hasst Kriege, aber um sie zu stoppen, müsste er unserer Entscheidungsfreiheit Einhalt gebieten.

Die meisten Hungertode könnten vermieden werden, wenn es nicht so viel Selbstsucht und Unmenschlichkeit gäbe. Grausame Kriege, sinnlose Embargos, endlose Korruption bis in die Regierungsspitzen und wirtschaftliche Unterdrückung sind hier die Schuldigen. Während unschuldige Kinder den Hungertod sterben, zerstören einige reiche Nationen Millionen Tonnen von Nahrungsmitteln, um die Preise künstlich hochzuhalten.
Viele Krankheiten und das resultierende Leiden sind ebenso das Produkt des Menschen. Wir vernachlässigen Gottes natürliche Gesundheitsregeln und konsumieren behandelte Lebensmittel mit niedrigem Nährwert, womöglich genetisch verändert oder mit chemischen Konservierungsmittel durchsetzt, bis wir letztendlich krank werden. Wir schaden unserem Körper freiwillig, indem wir rauchen, übermäßig trinken, Medikamente einnehmen und Drogen konsumieren. Dieser Missbrauch führt häufig zu Krebs, Herzinfarkt oder anderen physischen und psychischen Krankheiten.

lg rockit

Idan - 5/2/2010 um 13:12

Wenn zwei Ameisenstämme sich im Wald gegenseitig bekämpfen, was hat das mit uns Menschen zu tun? Stiften wir Frieden zwischen Ameisen? Nein, das ist der Lauf der Natur.

Wenn in der Sahara eine Elefantenherde verdurstet, greifen wir da ein und retten sie? Nein, wir sagen, das ist der Lauf der Natur.

Wenn ein Baum von einem Blitz getroffen wird und gespalten wird, zwingen wir ihn in seine alte Form zurück? Nein, es ist der Lauf der Natur.

Warum sollten sich Gott und Göttin in Kriege, Seuchen, Katastrophen, etc. einmischen? Entweder sind es natürliche Prozesse oder von Menschen gemachte. Es liegt nicht in deren Verantwortung, uns zu betüddeln und vor allem zu beschützen. Im Gegenteil liegt es in unserer Eigenverantwortung, uns um uns selbst zu kümmern und Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Nur so beweisen wir, dass wir des Geschenkes des Lebens würdig sind.

Aszan - 5/2/2010 um 21:43

ich schildere das mal aus der sicht der energie.

energie ist bewegung, und braucht gegensätze, diese gegensätze finden sich im großen sowie im kleinen, die seele ist verdichtete energie, die wie ein computer zentrum energetischer daten sowie auslöser ist.

da wir in einem meer aus energie nur ein teil davon sind, ist es egal ob wir selbst oder jemand anderes schöne tage hat, hauptsache irgendjemand hat schöne tage und jemand anderes hat weniger schöne.

ein meer aus energie denkt nicht in der art wie seine kleine ausführung es macht.
man könnte es mit dem menschen selbst vergleichen, viele kleine ströme führen zu einem großen, wobei der große volkommen anders aussehen kann wie ein kleiner teil davon.

also im grunde bin ich der meinung ja es existiert ein wille und ja auch eine art wesen in der welt das man mit gott vergleichen könnte, und ich bin auch der meinung es gibt etwas kleinere götter, aber ihr ziel ist nicht eine heile welt, nein vielmehr bewegung, denn nur bewegung führt zu leben, und diese bewegung kann die realität nur mit schmerz und glück gleichermaßen aufrechterhalten.
denn wir die kleinen götter bewegen uns nur wenn wir schmerzen erleiden oder hoffnung haben.

stillstand bedeutet für energie quasi den tod.

Aszan

da wir hier ja in einem magieforum sind, nenne ich ein paar beispiele,
es gibt wesen die dafür geboren wurden schmerzen zu erleiden, für sie ist das ähnlich dem glück anderer wesen, sie sehen diese gefühl nicht als negativ an.
zb schwarze engel, sie schöpfen ihre macht aus schmerzen, und daraus zb paradoxen zu erschaffen die schlimmer als schmerzen sind.
oder generell die wesen aus dunklen ebenen, sie leiden praktisch zum spaß, sie können nicht anders. das ist ihr grund am leben zu sein.


[Editiert am 5/2/2010 um 21:48 von Aszan]

Vau - 5/2/2010 um 21:53

-so leiden Sie nicht, per definitionem;-also sind Sie ohne ungemach.
Den Rest glaube ich zu verstehen.

Seppel - 5/2/2010 um 23:29

Wie sieht es mit dem Gegenpart aus? Wenn Gott/Göttin eingreifen würde?

Er/Sie müsste dann jeden helfen, denn sonst kommt Neid auf und alles ist für die Katz.

Gleichheit, jeder bekommt das selbe. Alle sind gleich, alles ist gleich. Worin besteht dann der Sinn?

Mann kann es auch ganz anders sehen:

Vielleicht waren sie garnicht abwesend, sondern haben dieses Leid produziert.
Damit andere draus lernen, es besser machen.

Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.

Man könnte sagen, nur der Stärkste gewinnt.

"Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an alle gedacht"

MFG Seppel

BabyDrache - 6/2/2010 um 21:11

Hallo Dana, nur eine kleine Idee dazu:

1. Mose 2:2
Und Gott hatte am siebten Tage sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er gemacht hatte.

oder etwas weniger mythologisch:

Es sollen keine neuen Ursachen auf der spirituellen Ebene gesetzt werden, da jetzt die Zeit geschaffen wurde und alle Naturgesetze bindend sind für die Ebene, auf der sie jeweils gelten.
Der Ewige erscheint aus der Sicht der/des Sterblichen als ruhend. Die Sicht wurde also an die Sterblichen übergeben. Gott als Ewiger "greift" nicht mehr "ein".

Edit: Noch ein Zitat:

Begreift, dass Gott das Endziel, nicht der Ausgangspunkt der ganzen Schöpfung ist.
- André Gide


[Editiert am 6/2/2010 um 21:15 von BabyDrache]

LadyLuna - 7/2/2010 um 00:04

Ich finde diese Diskussion ziemlich witzig ...

Die erste Frage: Wer oder was ist Gott für jeden Einzelnen eigentlich
Schon bei der Definition versteht jeder etwas anderes darunter.

Die zweite Frage: Wollen diejenigen, die an Gott/an das Göttliche/an das Schicksal glauben, nicht nur die Verantwortung abgeben (ganz oder teilweise) ?

Für mich stellt sich die Frage nach Gott nicht.
Der Mensch ist für seine Taten selbst verantwortlich (auch die Kriege). Naturkatastrophen sind die Umwandlung von Energie.
Und da im Universum letztlich ALLES Energie ist, ist es doch auch vollkommen egal ...
Hört sich nach: "Leck mich am *blubb*-Einstellung" an ????
Nö, nur kann ich nicht andere Menschen oder die Natzur so beeinflussen, dass sich alles nach meinen Wünschen richtet. ;)


[Editiert am 7/2/2010 um 00:04 von LadyLuna]

Serafia_Serafin - 7/2/2010 um 00:22


Zitat von Seppel, am 5/2/2010 um 23:29

Mann kann es auch ganz anders sehen:

Vielleicht waren sie garnicht abwesend, sondern haben dieses Leid produziert.
Damit andere draus lernen, es besser machen.

Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.

Man könnte sagen, nur der Stärkste gewinnt.

"Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an alle gedacht"

MFG Seppel



Entschuldige bitte, habe ich das gerade wirklich gelesen?

So gesehen gäbe es eine gerechte Begründung für jegliches Unglück: Zielgerichtete Selektion und Schulung?! Was für eine gequirlte Scheiße!

Nein, tut mir leid. Auch wenn ich weiß, dass der größte Teil des Unglücks, der uns in der westlichen Welt passieren kann, selbst fabriziert ist - es gibt durchaus so etwas wie schreckliche Dinge, die man eben nicht verursacht hat. Die man gar nicht verursachen kann!

Allein der Ausdruck, dass jemand es "verdient" zu leben macht mich schon wütend! Das hieße ja, dass andere es nicht verdienen. Das hieße, dass man diese Personen ja gleich umbringen könnte, um es mal ganz krass weiter zu spinnen.

Die Tatsache, dass wir nach einem Sinn suchen, immer wieder glauben ihn gefunden zu haben, kann uns auch ziemlich Theoriegläubig machen. Und so unterscheiden wir zwischen gleich und ungleich (denn des einen Gute ist des anderen Böse) und es wundert sich noch jemand, warum etwas, das per Definition über den Dingen steht (nenne man es nun Gott, Allah oder wie auch immer) und dessen Kinder angeblich alle sind (Nun, aus der Menschensicht manche mehr, manche weniger... aber das ist doch Auslegungssache, oder?) nicht eingreift?
Nachdem wir die Fähigkeit zur bewussten Abwägung zwischen dieser oder jener Entscheidung erlangt haben?

Warum sollte sich jemand die Mühe machen, einen Roboter zu bauen, wenn er die Arbeit der Maschine trotzdem selber erledigen würde, weil er es besser kann?

Ich persönlich klage keine Instanz mehr an, wenn in meinem Leben etwas schief geht. Wenn solches passiert, fluche ich über mich, oder über die Person, die Schuld ist, und dann geht es weiter...

Das Leben verdient haben... ich komm nicht drüber weg...

Seppel - 7/2/2010 um 13:11

Ach Serafia :)

Lege meine Worte nicht in eine Goldwaage, wenn es eh nur Scheiße ist.

Das es Dinge geben mag, für die wir nicht verantwortlich sind, mag richtig sein und auf diese wollte ich auch nicht hinaus.

Serafia, wenn du schon so schön vorrausspinnst, sag mir bitte, warum haben wir ein Recht auf das Sein?

Ob es wer verdient hat oder nicht, können wir eigendlich nicht entscheiden, aber trotzdem machen wir es.

@BabyDrache

Wenn Gott ruht, warum hat er dann Jesus von den Toten auferstehen lassen?

Serafia_Serafin - 7/2/2010 um 17:21

Ein Recht zu sein?

Das ist doch eigentlich eine ziemlich abstrakte Sicht, oder nicht? Als würde jemand würfeln, wer darf und wer nicht. Als müsste man sich dieses "Geschenk" des Lebens erst erarbeiten.

Ich sehe es ganz anders. Glaubst du, Liebe kann man sich auf irgendeine Art und Weise erarbeiten? Sie ist da, wenn man Glück hat - vielleicht kann man sie begünstigen (wie man das Sein eines neuen Lebens begünstigen kann) aber niemand hat das Recht darauf, was hieße, dass er oder sie einklagen könnte, geliebt zu werden.
Es ist oder ist nicht.

Die Dinge sind.

dana-fox-1 - 9/2/2010 um 15:19

Es scheint als erschaffen wir die Götter aus einer Art Machtlosigkeit gegenüber dem Tod und dem Leid heraus, wie beispielsweise in der Legende vom grünen Mann:
Als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, waren die riesigen Wälder für sie eine geheimnisvolle und unbegreifliche Welt. Voll von gefährlichen Feinden, giftigen Schlangen, Spinnen, Raubtieren wie Bären oder Wölfe, ein Ort wo unerklärliche Naturgewalten, wie Sturm, Blitz und Donner oder Hagel jederzeit ohne Vorwahrnung über sie hereinbrechen konnten. Gleichzeitig boten diese Wälder aber auch Schutz und Zuflucht und versorgten sie mit Nahrung. Aus dieser Unsicherheit heraus könnte irgendwann eine Personifizierung dieses Unbekannten stattgefunden haben in Form einer unbestimmten mysteriösen Gestalt, die in den Pflanzen und Bäumen hauste - der grüne Mann.
Was geschieht denn eigentlich wenn ich etwas Unvorstellbares mit Namen, benenne, mir ein Bild davon mache - ich kann mich dem Unfassbaren plötzlich ganz anders zuwenden. Ich kann es anbeten und feiern, ihm Menschen Tiere oder Dinge opfern in der Hoffnung es mir durch diese Gaben gewogen zu machen. Es entsteht eine Illusion der Macht - ich erforsche es, spreche mit ihm, bete zu ihm, lausche seinen Antworten, komponiere Lieder und wiege mich in scheinbarer Sicherheit nun etwas mehr Macht und Einfluss über dieses Unbekannte zu besitzen als alle anderen. Wenn ich nun ein wenig egoistisch veranlagt bin bete ich hauptsächlich für mein Wohlergehen ersuche meinen Gott/Göttin um Geld, Autorität oder was auch immer, bin ich mehr am Gemeinwohl orientiert bete ich für gute Ernten, die Heilung der Welt etc...die Welt könnte also wunderbar in Ordnung sein - und da, plötzlich geschieht das Unfassbare...mein kleiner unschuldiger Bruder hat einen Unfall und stirbt, ein Erdbeben vernichtet fast das ganze Leben im Dorf etc.. - und ich erkenne schockiert, mein Gott/meine Göttin ist nicht gerecht, meine persönlichen Belange sind ihm/ihr vollkommen egal, sie hat meine Bitten für andere nicht erhört, wie Mutter Natur macht sie unbarmherzig für einen Gestorbenen zehn Neue...und immer noch verläuft mein Leben und Sterben so geheimnisvoll und unbegreiflich, wie zu der Zeit als wir noch Jäger und Sammler waren.

Ahhh, dieses Thema macht mich ganz kribbelig weil dieses scheinbare Nichteingreifen Gottes/der Göttin mir in vielen Situationen immer wieder begegnet und sehr großen Zorn, Hass und Unverständnis in meinem Inneren auslöst.
Liebe Grüße
Dana

Aszan,
ich stimme deinen Ausführungen über die dunkle Seite der Wirklichkeit zu.

Alles und Nichts - 9/2/2010 um 15:43

Die Dinge sind!

Gott ist!

Gott ist in allen Dingen, genau JETZ, innen wie außen!

Überall wo ich hinschaue sehe ich nur GOTT.

Wenn überall Gott ist, innen wie außen, bin ich GOTT.

Wenn Dir Gewalt, Leid, Krieg, Freude, Autorität, romantische Liebe .... begegnet, begegnet Dir GOTT, damit Du endlich aufwachst, aus dem Traum, eine Person zu sein.

Die Person (Ego) spaltet in innen und außen, in gut und böse und bringt das Leiden in die Welt. Auf dem Weg, das Ego loszulassen und Gott zu finden, findet man vieles von dem, was gesagt wurde. Gehe aber weiter, bis Du Auge in Auge mit Dir selbst bist, jenseits von Gefühlen, Gedanken, Bildern und Bewertungen, bis du im Nichts dich selbst, Gott erkennst.

Silva - 9/2/2010 um 17:33

Abraxas?

dana-fox-1 - 9/2/2010 um 18:56

Inspirierender Gedanke.

Alles und Nichts - 9/2/2010 um 22:39


Zitat von Silva, am 9/2/2010 um 17:33
Abraxas?


Kann ich nicht wirklich beantworten, da mir über Abraxas zu wenig bekannt ist. Das was mir bekannt ist, könnte darauf hindeuten. Letzlich kommt jede Lehre aus dem NICHTS und fällt wieder ins NICHTS.

Wenn ich mich auf eine Lehre beziehe, dann am ehesten auf Advaita. Die selbe Lehre findet man in ihrer Essenz aber auch im Buddhismus, Sufismus, christlichen Mystik sogar in den Texten von manch modernem Schwarzmagier (man muss dann nur den Begriff Satan & Co. durch DAS EINE, SEIN, JETZT ersetzten).

Glaube keiner Lehre, prüfe die Lehre in dir selbst!


[Editiert am 9/2/2010 um 22:47 von Alles und Nichts]

Idan - 13/2/2010 um 11:28


Zitat von Seppel, am 5/2/2010 um 23:29

Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.


Wo bitte schön soll ich solchen Mist verzapft haben?

Seppel - 14/2/2010 um 12:15


Zitat von Idan, am 13/2/2010 um 11:28

Zitat von Seppel, am 5/2/2010 um 23:29

Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.


Wo bitte schön soll ich solchen Mist verzapft haben?


Habt erbarmen großer Meister, Ihr seid natürlich an nichts schuld. Vergebt mir bitte! :D

Scherz beiseite, es ist meine eigene Meinung, aber deine Aussage kommt meiner doch sehr ähnlich oder Täusche ich mich da ?

Zitat:
Es liegt nicht in deren Verantwortung, uns zu betüddeln und vor allem zu beschützen. Im Gegenteil liegt es in unserer Eigenverantwortung, uns um uns selbst zu kümmern und Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Nur so beweisen wir, dass wir des Geschenkes des Lebens würdig sind.


@ Serafia

Du haste recht, wir haben kein Recht in dem Sinne darauf, aber einklagen tun es die Meisten trotzdem. Weil sie vielleicht denken, wenn wir hier sind, haben wir auch das Recht zu bleiben? Also alles im Leben dem Anderen recht machen, damit sie richtig über uns Urteilen?

Serafia_Serafin - 14/2/2010 um 21:27

Ich zerlege deine Sätze mal... da ist mir zu viel verschiedenes auf einmal drin:

Das Recht auf Leben (welcher Art auch immer)...

1) ...glauben die Menschen erlangt zu haben, die einem bestimmten Weltbild konform leben (dem des Dienens als Lebenszweck)

1a) Diese Menschen sind dann der Ansicht, über die Menschen, denen sie durch ihr Verhalten zu dienen glauben, urteilen zu dürfen

2) ... leiten manche aus der reinen Tatsache ihrer Existenz ab.

*nach oben guckt und Schultern zuckt*

Ja... und?

Es ist doch nichts Schlimmes daran, wenn man glaubt, ein Recht auf das Leben zu besitzen, so lange man nicht andere Existenzen damit gefährdet. Und ob jemand einem Weltbild unterliegt, das ihm ein paar schlaflose Nächte aus Sorge um andere - und einige Momente der Selbstgerechtigkeit durch das Urteilen über andere - bereitet... was solls?

Ich sehe den Diskussionspunkt nicht. Oder ich habe dich mißverstanden.

Alichino - 14/2/2010 um 23:36

Hallo dana-fox-1,

Welche Erklärung habt ihr für die Abwesenheit Gottes bzw der Göttin in Not und Elend? Wo war Gott/Göttin während der Nazizeit, der vielen Kriege, der Erdbeben und Katastrophen.....wo war Gott/Göttin als die Hexen gefoltert und verbrannt wurden, Menschen an Krankheiten und Hunger starben...wo ist Gott/Göttin heute wenn Schüler Amok laufen, perverse Typen kleine Kinder vergewaltigen und umbringen und Menschen sich das Leben nehmen, weil sie es hier auf dieser Welt nicht mehr aushalten?

ich denke nicht das Gott abwesend ist, ich wüßte auch nicht warum? denn alles was du beschreibst ist zwar aus menschlicher Sicht schrecklich aber eben nur aus menschlicher Sicht, Gott sieht das aus seiner Absoluten Sicht, die Sicht des Menschen ist relativ.

Menschen haben unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen und denken dann jeder müsste ihrer Meinung sein ohne dabei darüber nachzudenken das es NIE die Wahrheit sondern nur eine Meinung ist dadurch entsteht Streit, Krieg, Rassismus und und und, es ist eben relativ.

Gott hat keine Meinungen und keine Sichtweisen, bei ihm ist alles Absolut, weder bevorzugt noch lehnt er ab. Und solange wir Menschen das tun können wir ihn nicht verstehn.

Und ansonsten würde ich "Alles und Nichts" recht geben denn das einzige was wir tun müssen ist zu erwachen denn Träume sind nur solange leidvoll wie wir sie nicht erkennen, sobald wir erkannt haben das alles nur ein Traum ist sind wir unerschütterlich.

Lieben Gruß Alichino

Seelenfluegel - 23/2/2010 um 17:10

Wenn Gott tot ist....wo isn das Grab?

Seelenfluegel - 23/2/2010 um 17:29

Mal Spass bei Seite.

Wegen dem ganzen Schrecken hier auf der Welt geht herum, dass "Gott tot ist". Um dies zu erörtern, müsste man erst einmal erfassen, was mit "Gott" gemeint ist. In dieser unserer christiich geprägten Kultur denken wir monotheistisch. Ja, auch die, die nicht an Gott glauben, sind von monotheistischer Glaubenstuktur. Der Vorläufer davon ist der Glaube an mehrere Götter. Aber wurscht, es geht darum, dass wir tief in uns wissen, dass es da etwas "Grösseres" gibt, als das, was wir als "ich" empfinden. In der Psychologie ist wird das grössere Ich "Über-Ich" genannt, oder "Höheres Selbst". Wo die Grenze des "Höheren Selbsts" liegt, ob es viele "Höhere Selbsts" gibt oder bloss eins, das ist auch wurscht. Der Einfachheit halber nenne ich dieses Abstruktum einfacherweise mal einfachst "Gott": Gut, nech?

Also, da es soviel Böses auf der Welt gibt und "Gott" nicht eingreift, daraus schlussfolgern Einige, das "Gott" nicht existent ist. Da wir am Einfachsten das Wesen der Dinge und Nicht-Dinge in Analogien begreifen, so vergleiche ich gerne. Mir hilft es, zu verstehen. Laut den Hermetischen Prinzipen heisst es: so Innen wie Aussen. Das heisst, wir können im Mikrokosmos Dinge erschliessen und ins Aussen, in den Makrokosmos projizieren. Ich kann bei mir anfangen. Ich stelle fest, ich habe hier einen Körper. Ich seh den, wenn ich in den Spiegel schaue oder an mir herunterguck. Mein Körper besteht aus vielen vielen Zellen. Das Aussen, die Welt, das ist auch ein Körper, mit vielen Zellen. Ein Teil der Zellen sind wir. Aber wir benehmen uns derzeit aber net wirklich gut. In meinem Körper gibt es manchmal Krankheitsherde, da benehmen sich ein paar Zellen nicht so, wie sie sollen. Und verursachen einen Konflikt. Die Entzündung. Und so geht es uns heute hier da draussen. Wir sehen das Chaos und sehen keine Ordnung mehr. Wir sitzen in einem Topf und können nicht sehen, was wirklich vorgeht. Da passiert schnell mal ne Aüsserung wie "es gibt kein Leben ausserhalb des Topfes". Oder "Gott ist tot". So, das ist mein Senf dazu.

Es gibt Literatur, die sich sehr mit dem, was "Gott" will, tut , nicht tut, nicht will, beschäftigt. Wer es wirklich wissen will, sollte seine Gott-Scheuheit überwinden und sich mal in die Literatur von Neale Donald Walsch reinlesen, der Author von "Gespräche mit Gott".

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Alles und Nichts - 26/2/2010 um 11:52


Zitat von Seelenfluegel, am 23/2/2010 um 17:29
In der Psychologie ist wird das grössere Ich "Über-Ich" genannt, oder "Höheres Selbst".
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442307376/seelenflug el-21


Aus Sicht der Psychologie, als auch der Selbsterforschung, würde ich eine scharfe Grenze zwischen "Über-Ich" und "Höherem Selbst" ziehen. In der Psychoanalyse ist das Über-Ich einer von drei Teilen des Ich-Systems, ebenso in der Transaktionsanalyse. Wir können das "Über-Ich", freundlich formuliert, als unseren inneren Kritiker und Antreiber sehen. Bei ganz genauer Betrachtung ist dieser Teil alles, aber nicht freundlich, er hält uns klein und begrenzt!
Das/ die "Höhere/n Selbst/e" sind nicht mehr Teil des Ich-Systems! In direktem Erleben, würde ich diese Formen als unpersönliche Archetypen bezeichnen, die sich durch die individuelle Form eines Menschen ausdrücken wollen. Das Ich (mit all seinen Teilen) stellt sich in der Regel aus Angst dagegen.
Die Archetypen sind ein Zwischenschritt, um Gott direkt zu schauen.


[Editiert am 26/2/2010 um 15:27 von Alles und Nichts]

CuteApollon - 2/3/2010 um 19:47

wieso lässt gott uns im stich?
wieso passiert unrecht? wieso werden menschen unterdrückt, missbraucht, getötet?
wieso wurden menschen als sklaven gehalten und werden es zum teil heute noch?
wieso gibt es WIRKLICH bösartige menschen... und solche von denen man meinen könnte, sie wären nicht von dieser welt?

das sind fragen die wir nicht beantworten können, weil wir nicht über den höhren plan informiert sind. oder nur spärlich^^

ich persönlich finds nicht toll... aber wir alle spielen in dem plan unsere rolle... wie schachfiguren. ob man jetzt ein bauer, springer oder könig ist, ist egal.
jede rolle ist gleich wichtig. jeder zählt gleich viel.

Kifinihe - 2/3/2010 um 20:36

Wie kommst Du denn dazu, dass uns Gott im Stich läßt?
Wir alle sind es, die unrecht , missbrauch und tötung zulassen!
Lassen wir Gott aus dem Spiel, so erkennen wir welche abgründe wir menschen zulassen. Summieren wir zusammen, was die Natur (stellvertretend für Gott) alles negative tut und was der mensch dem Menschen antut, was denkst Du was überwiegt?

CuteApollon - 2/3/2010 um 20:56

das war jetzt nicht unbedingt wörtlich zu sehen... diese ganzen fragen am anfang.
waren mehr rhetorische stilmittel :)

der mensch ist eigentlich das eigentliche übel dieser welt, wenn wir jetzt mal ehrlich sind. niemand von uns ist perfekt, aber manche sind nunja... schlichtweg bösartiger als andere :-)

Vau - 2/3/2010 um 22:25

Ich denke so vor mich hin, und ich denke, dass "Der Mensch", also auch Ich und du, Natur sind.
In meinen Gedanken komme ich gänzlich ohne "das Gute/Böse" aus,und Denke, das einigen Dingen zuviel wertende Bedeutung zu Teil wird.Moral ist nur ein Reflex, sich im Fluss des Lebens am Ufer festzuhalten,was einerseits zum Tode führen würde&andererseits nicht funktioniert, da kein Ufer geschieht.
Die-Welt-mit-Gott ist identisch mit :Der-Welt-ohne Gott_,nur die Ansprüche an Sie sind Andere.
Und ebenfalls denke ich,-und dabei empfinde ich Freude, aufgrund der damit avancierten Freiheit:Es gibt keinen Plan, gab nie einen Plan,wird nie einen Plan geben, ausser von Menschen Erdachte,denn das ist völlig unnötig.

Bei genauer Betrachtung würde sogar der Schimmel auf der Marmelade eine Religion offenbaren, um seiner Existenz mehr Bedeutung zu verleihen?
-Wieso nicht einfach sich Selbst akzeptieren?
Ihr glaubt kaum , wie ich mich hier bremse, um nicht bis in Beliebigkeiten hinein weiterzuschreiben?


[Editiert am 2/3/2010 um 22:26 von Vau]

Alles und Nichts - 3/3/2010 um 12:50


Zitat von CuteApollon, am 2/3/2010 um 20:56
das war jetzt nicht unbedingt wörtlich zu sehen... diese ganzen fragen am anfang.
waren mehr rhetorische stilmittel :)

der mensch ist eigentlich das eigentliche übel dieser welt, wenn wir jetzt mal ehrlich sind. niemand von uns ist perfekt, aber manche sind nunja... schlichtweg bösartiger als andere :-)


und sogar die bösartigkeit eines Menschen bezieht Gott in sein Wirken mit ein. Habe ich in anderer Form schon etwas früher geschrieben.

Wenn Du außerhalb Deiner Selbst bösartigkeit siehst, ist sie in Dir. Du hast sie, wie vieles andere, nur abgespalten und nach außen geworfen. Dann kann man mit dem Finger darauf zeigen, anstatt die Verantwortung für die eigenen Gewalt zu übernehmen, d.h. sie innerlich zu sehen und zu akzeptieren.

Alles und Nichts - 3/3/2010 um 13:03


Zitat von CuteApollon, am 2/3/2010 um 20:56
das war jetzt nicht unbedingt wörtlich zu sehen... diese ganzen fragen am anfang.
waren mehr rhetorische stilmittel :)

der mensch ist eigentlich das eigentliche übel dieser welt, wenn wir jetzt mal ehrlich sind. niemand von uns ist perfekt, aber manche sind nunja... schlichtweg bösartiger als andere :-)


und sogar die bösartigkeit eines Menschen bezieht Gott in sein Wirken mit ein. Habe ich in anderer Form schon etwas früher geschrieben.

wenn du außerhalb deiner selbst bösartigkeit siehst, ist sie in dir. du hast sie, wie vieles andere, nur abgespalten und nach außen geworfen. dann kann man mit dem finger darauf zeigen, anstatt die Verantwortung für die eigenen Gewalt zu übernehmen, d.h. sie innerlich in vollem umfang zu sehen und zu akzeptieren. du musst ja nichts mir ihr machen!

Hephaestos - 5/3/2010 um 14:58

hmmm.... gehen wir mal davon aus, es existiert eine art gott, dann kann ich mich am ehesten mit dem alten kabbalisten isaak luria anfreunden:


(dies ist eine abgespeckte kurzversion)

nachdem gott alles erschaffen hatte und alles gut und schön war, fragt der mensch:
mensch: äh.... gott, wo bist du eigentlich, also, was bist du?
gott: liebe, güte, gerechtigkeit, licht, gnade.... sowas halt
mensch: naja, schön, aber ist nicht alles liebe? gerecht ist doch auch alles...
gott: nö, es gibt auch ungerechtigkeit und sowas. wenn ich dir zum beispiel einen baum in den garten stelle, und dir dann verbiete, die äpfel zu essen, wäre das doch ungerecht....
mensch: versteh´ ich nicht. aber du bist doch alles und überall.... also?
gott: hach, du nervst... ok, ich zeig dir mal, was passiert, wenn ich irgendwo nicht bin. dann merkst du schon, was liebe ist.....(der alttestamentarische gott war immer schnell eingeschnappt)

naja, und um dem mensch das zu demonstrieren,was gut&toll ist, musste sich gott zurückziehen. und da wo es dann nicht licht&liebe ist, ist halt böse und dunkel. so in der art erklärt das luria.

persönlich denke ich, das "das göttliche" eine art "kollektivgeist" ist, und kein "allmächtiger schöpfergott". beispielsweise will doch jeder reich sein... was in folge, automatisch, zu gier und neid und so führt. und, auf der anderen seite, zu armut. das übel, das sind wir menschen. das gute übrigens auch ... also, ein paar von uns.


[Editiert am 5/3/2010 um 14:58 von Hephaestos]

Serafia_Serafin - 5/3/2010 um 20:57

Ein höherer Plan... und willenlose Schachfiguren. Was für eine gruselige Vorstellung.

Das hieße ja, dass all dies mit Absicht geschieht - alles einen Sinn hat?

Aber vielleicht gibt es gar keinen Sinn und gar kein Ziel. Vielleicht sind all die Zufälle die uns zu dem jeweiligen Menschen gemacht haben, der wir sind, niemals beabsichtigt gewesen - und es gibt keine Möglichkeit höher zu steigen, weil es gar kein höher gibt - also auch keine Möglichkeit zur Entwicklung.

Vielleicht ist es nur ein Trugbild zu glauben, dass man Erfahren musste, was einem geschah, weil man sich als Endprodukt sieht - als gutes oder schlechtes ist ja ganz egal. Aber wenn ich überlege, dass die Dinge auch ganz anders hätten laufen können, und ich eine andere geworden wäre - dann wäre es eben so gewesen - und ich hätte nicht einmal von der Möglichkeit gewusst, wer ich hätte werden können.

Die Gefahr hinter den Geschehnissen einen Sinn zu erkennen - oder eine höhere lenkende Hand - ist doch, dass man sich irrigerweise einreden kann, man hätte irgendetwas verdient, durch denken, handeln oder nicht-handeln. Sei es nun Lob oder Tadel.


[Editiert am 5/3/2010 um 20:58 von Serafia_Serafin]

al-tair - 5/3/2010 um 23:19

Unabhängig der bereits gesendeten Antworten:
Ich glaube nicht daran das Gott (einfachheits halber nur der männliche) tot ist.
Ich verbinde es mit meinem spirituellen sinn des lebens ( ich unterscheide zwischen spirituell und biologisch). für mich ist das leben eine art test bzw. schulung, wie wir mit uns und unseren mitmenschen umzugehen haben. ein weg die erleuchtung zu finden. jedenfalls mischt sich gott in meinen augen nicht ein weil wir es selber lernen müssen..

Übringens ist er mir erschienen in einem Traum und hat mir etwas von einer mission gesagt. was haltet ihr davon?

mfg al-tair


[Editiert am 12/3/2010 um 21:53 von al-tair]

Lug Skywalker - 15/4/2010 um 14:47

um auf nietzsches phrase einzugehen: in dem sinne, dass das zeitalter der fische vorbei ist und the age of aquarius an dessen stelle tritt (was nietsche sehr wohl bekannt war, siehe seine lieder des prinzen vogelfrei in der froehlichen wissenschaft), hatte nietzsche definitiv recht. dennoch sah er wohl die meiste zeit das problem der aufklaerung nicht im rechten licht. heute werden wir ueberrollt von den rationalistischen paradigmen der neuen inquisition, und die new age bewegung mit ihren lahmen aussagen ist der beste beweis dafuer.
dass die philosophie unseres zeitalters da nur eine nihilistische sein kann scheint mir logisch -- und trotzdem scheint er, der nihilismus, nunmehr fast ueberwunden. dass wir ihn exzessiv ausleben mussten, in ausschwitz, hiroshima, dem cabaret voltaire oder sonst wo, wird somit vielleicht zur unabdingbaren voraussetzung unserer persoenlichen freiheit. damit wir zu uns finden konnten, mussten wir uns verlieren. und auf dieser epistemologischen aussage stimme ich nietzsche zu. wir haben gott getoetet, damit wir leben koennen. damit die evolution ihren gang gehen kann.

wer nun diese literarische metapher aus dem zarathustra allzu woertlich nehmen will, missversteht die weitreichende immanez des satzes -- es passierte wirklich, aber hat nicht mit einem rex mundi, demiurgen oder JHW zutun, sondern vielmehr mit ideen und vorstellungen. gott hat platz gemacht, damit wir einen neuen erfinden koennen, oder um zeit zu sparen (ist hier schliesslich serious buisness) direkt an seine stelle zu treten. wofuer ibn-mansur-al-halladsch noch hingerichtet wurde, wird heute zu unserer aller aufgabe...wir schopfer von welten und realitaeten sind nunmehr gefragt, den apfel vom baum der erkenntnis zu verspeisen und gottgleich zu werden...

Merlin666 - 6/8/2010 um 23:30

ich glaube das es nur eine begrenzte menge macht im universum gibt.das heißt wenn der teufel mehr als die hälfte der macht hat hat gott weniger.da z.b. zur nazizeit die menschen viel böses getan haben stärkten sie damit dem teufel.so wurde gott schwächer

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