Thema: LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG

Forum: Schattenarbeit

Autor: GeorgeTheMerlin


GeorgeTheMerlin - 23/2/2008 um 13:24

Hehee ...

letztes Wochenende war ich wieder mal in der Schweiz, bei Akron, Illuma, Lussia und Lisa zu Besuch. Mit Akron gehe ich dann immer in einen CD Laden, höre mal so rein was er kennt und ich nicht, um dann meine letzten Ersparnisse mit CDs loszuwerden. Darüber freuen sich dann zu Hause meine 8 Lautsprecher - und die Oma über mir hat sich schon gefragt was da los ist.

:)

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Jedenfalls diskutierten wir letztens mit Akron seinen Satz: LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG. Nun sind solche Sätze ja oft meditativ kontemplativ gemeint - und weniger für den Intellekt im Sinne einer Richtig-Falsch Bewertung.

Gemeint ist dieser Satz wohl in dem Sinne, daß Beziehung die Liebe beschränkt, auf eine Person einengt - ebenso die KRAFT einengt weil man aus Angst, die Liebe zu verlieren, oft nicht mehr authentisch oder im Sinne seiner Kraft handelt und kommuniziert.

LIEBE ist hier also dasselbe wie IN SEINER KRAFT SEIN. MIT DER KRAFT SEIN.

In diesem Sinne ist sie dann der Feind einer Beziehung, weil sie nicht auf einen fixiert ist, nicht auf Besitz aus ist - sondern OFFENES SEIN für alle bedeutet. Und Handeln aus der Kraft heraus - nicht aus einer ängstlichen Rücksicht heraus um den anderen nicht zu verlieren.

An jemanden festzuhalten, obwohl jemand anders da ist, mit dem man ganz andere Saiten in sich schwingen lassen kann - würde ja heißen, die eigene Entwicklung zu unterdrücken. Liebe heißt dagegen, mit seiner KRAFT und ENTWICKLUNG zu gehen.

LIEBE IST DER FEIND DER BEZIEHUNG. Was meint ihr dazu?

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Nun - ich selbst kann da wenig beisteuern. Was ich erlebt habe, war wenig Liebe - kaum Beziehung - sondern am Ende meist BANANE. Mit anderen Worten - so viele unbewußte Muster, daß ich am Ende erkennen muß - das hatte weder mit Liebe noch mit Beziehung viel tun. Wobei für mich Beziehung immer das MEDIUM war, in welchem sich Liebe ausdrücken und entwickeln kann.

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Meine Erkenntnis aus gescheiterten Beziehungen ist zur Zeit, daß WIR DAS, WAS WIR EIGENTLICH LIEBEN, OFT UNBEWUßT DURCH BEZIHUNGSLOSIGKEIT TÖTEN.

WIR TÖTEN DIE LIEBE UNBEWUßT DURCH BEZIEHUNGSLOSE GEDANKEN.

Ein krasses Beispiel aus der kollektiven Welt ist, wenn Lebewesen zu Nutztieren und Nutzpflanzen werden. Aber oft trennen wir uns auch von der Liebe durch beziehungslose Gedanken - weil Liebe durch traumatische Erfahrungen mit frühesten Bezugspersonen mit GEFAHR oder SCHMERZ assoziiert ist im Unbewußten - und wir lieber den anderen verlassen bevor wir verlassen werden - usw.

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Die Kritik, die jemand mit offenen Beziehungen an mich richten würde, ist - meine Fixierung auf einen Menschen behindert ja gerade meine Entwicklung und unterdrückt meine Liebe, die doch offen für alles ist. Und meine Suche nach Beziehung ist ja eh nur ein unbewußtes Muster, was sich erst erfüllen wird, wenn ich gar keine Beziehung mehr suche oder will. Außerdem hat man bei meiner Uranus-Stellung den Verdacht, daß ich unbewußte den anderen veranlasse, mich zu verlassen, weil ich ganz im Grunde Veränderung erleben will - um so vor mir selbst die Illusion zu bewahren, eine Beziehung zu wollen, was vermeintlich nur deshalb nicht klappt, weil mich andere immer verlassen.

Meine Kritik an offenen Beziehungen hingegen ist: Wenn ihr euch mit einer Person unwohl fühlt, es mit ihr nicht weitergeht - laßt ihr sie irgendwann im Regen stehen und wendet euch der nächsten Person zu, wo es grad besser läuft. Das nennt ihr dann EUREN WEG DER KRAFT. Darin sehe ich aber weder Liebe noch Kraft. Da ihr genau wißt, wie schwer es ist, EINEN EINZIGEN zu lieben, und genau wißt, daß ihr das nicht könnt und damit scheitern werdet - sagt ihr lieber, daß ihr ALLE liebt. Das ist aber nicht der Weg der Kraft - sondern lediglich der leichteste AUSWEG für euch aus diesem Dilemma. Es ist ein viel leichterer AUSWEG zu sagen, ich liebe alle Menschen, als einen einzigen Menschen zu lieben. Eine Beziehung in Liebe mit einem Einzigen wäre doch - als FÄHIGKEIT - die Vorraussetzung dafür, WIRKLICH alle lieben zu können.

Soweit mal die kontroversen Standpunkte.

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Aber was ist nun eure LEBENSERFAHRUNG?

Was bedeutet für euch der Satz:

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG!


grüssli merlYnn


[Editiert am 23/2/2008 um 13:36 von GeorgeTheMerlin]

Sope   - 23/2/2008 um 14:50

JoJo aber bei mir ist es eher so das Bezihungen der Feind der Liebe ist weil ich mich meist in ner Bezihung verschließe... um nichts Falsch zu machen oder weis der Toyfl.

in Bezihungen unterdrück ich meist meine Gefühle glaub ich...

An dem Punkt wo ich gesagt hab ich Liebe alle war ich auch schon irgend wann mal <.< >.> v.v

aber trotzdem fällt mir dazu immer nur http://www.sabon.org/osholiebe/index.html das ein

GeorgeTheMerlin - 23/2/2008 um 18:25

Danke für den Link, den Text finde ich stark.

Osho versteht es immer wieder, Schatten, die man eigentlich kaum konfrontieren kann, in schönen Worten darzustellen, so daß die Seele trotzdem zuzuhören vermag - und nicht vor Schreck wegläuft.

Er würde also beisteuern: solange wir aus dem Ego leben - gibt es schlichtwegs keine Liebe. Und wir leben ALLE aus dem Ego - und können es nicht anders.

Das Ego ist der Feind der Liebe. Und: Liebe ist der Feind des Ego (weshalb wir uns oft, ohne uns das zuzugestehen, ANGST vor der Liebe haben und sie wieder zu zerstören suchen mit unserem Ego).

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Blicke ich zurück, entsprang Liebe immer Momenten der STILLE.

Verwirrt und zerrissen wurde sie immer durch die STIMMEN des Ego.

Scheinbar zerstört wurde sie, wenn diese Momente der STILLE in einer Beziehung nicht mehr bewahrt werden konnten.


grüssli merlYnn

Etna - 25/2/2008 um 10:44

Hallo Merlin,

ehrlich gesagt, würde ich aus meiner Sicht sagen: Liebe ist die Kraft, die eine Beziehung ermöglicht und am Laufen hält.
Voraussetzung es ist möglichst wenig Ego dabei. Ganz ohne ist sehr schwer, wär aber das erstrebenswerte, damit man es tatsächlich auf alle Beziehungen übertragen kann und nicht fixiert oder zielgenau gerichtet ist.

Denn ohne das "Ding Liebe" wär jede Beziehung wirklich so aufgebaut, nur so lange dort zu verweilen wie man einen Nutzen daraus zieht (und wenn es nur die Angst ist nicht allein sein zu können, die einen hält, bis man etwas "Besseres" findet).


Allerdings wär es nun wieder nötig Liebe zu definieren. Ich hab es schon recht häufig aus meiner Sicht heraus versucht, kann es aber unmöglich in Worte fassen. Es ist ein Konglomerat aus so vielen Richtungen, dass eigentlich nur das Gedicht von Erich Fried es ansatzweise beschreibt: Was es ist ...

Und eins ist gewiss, egal wie man es definiert: die Liebe ist kein Leichtes!

effx - 26/2/2008 um 20:32

Aber was ist nun eure LEBENSERFAHRUNG?

Was bedeutet für euch der Satz:

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG!


So lange das Erleben von Liebe an Voraussetzungen geknüpft ist, von Umständen abhängt, so lange ist da wenig Freiheit im Lieben. Damit ist man in den meisten gegebenen Beziehungen gut aufgehoben und läuft nicht Gefahr, sich "im Namen der Liebe" zusätzlich zu verstricken. Beziehungen sind ja auch Feind der Liebe und der Backofen, gefälligst, zu Hause (Liebe und Gefallen, was für ein Wortspiel). Und das scheint oft die Ebene zu sein, auf der Liebe verstanden wird, im Bezug zum gegenseitigen Austausch und seinen Rahmenbedingungen, bzw.: Beziehung verwaltet gerne, es soll SO sein statt SEIN. Das Persönliche. Manchmal sind die Kisten so festgefahren, Projektionen und Reflektionen des jeweils anderen, dass erst die Auflösung der Beziehung die Liebe zueinander wieder erlebbar macht. Dabei wird man kaum die Beziehung lösen, sondern lediglich an Bezugspunkten radieren, evtl. persönliche Werte anpassen und Verhalten neu definieren. Und wieder wird klar, das nur die Dinge Bestand haben, die sich beständig zu verändern in der Lage sind.

"Ein Mensch, der seinen wahren Willen tut, hat die Trägheit des Universums zu seiner Unterstützung" und so wird dieses "ewig sich verändernde", dessen Motor mit Liebe wohl viel zu tun hat, fassbarer, im besten Fall für alle Beteiligten, wie auch immer sie sich auf und zueinander beziehen, immer und immer wieder, denn die Liebe hat uns schon gefunden, wir müssen nur mit ihr umzugehen lernen (wozu auch gehört, sich nicht immer wieder zu wundern, wenn man sie in anderen trifft und, je nach Gemütszustand, unangemessen agiert), sprich: Ihr "gerecht, gewahr und gesonstwas" werden, denn sie fordert und fördert alles.

Insofern ist die Liebe eine ständige Bedrohung von Beziehungen und, leicht nachvollziebar, gerade dadurch ihre größte Chance, denn: Viel Feind, viel Ehr´ im Beziehungsmeer. Wohl dem, der starke Partner an seiner Seite hat. Archenoah Hurra! Meint gerade effx.

Liebe Grüße an Illuma, Lussia und Charles :)

P.S.:

"WIR TÖTEN DIE LIEBE UNBEWUßT DURCH BEZIEHUNGSLOSE GEDANKEN."

Hossa, der Ausspruch ist hart, reflektiert er doch den Sumpf, in dem so viele Dinge unterzugehen drohen. Aber er beinhaltet ein Paradoxon, denn Töten ist eine aktive Handlung, reflektiert hier lediglich subjektive Untätigkeit. Besser: WIR ACHTEN DIE LIEBE NICHT. Liebestöter sind bekanntlich lange Unterhosen...

"Es ist ein viel leichterer AUSWEG zu sagen, ich liebe alle Menschen, als einen einzigen Menschen zu lieben. Eine Beziehung in Liebe mit einem Einzigen wäre doch - als FÄHIGKEIT - die Vorraussetzung dafür, WIRKLICH alle lieben zu können."

Hat das nicht jeder schon parat? Mutter, Vater, Schwester und Bruder, diverse Beziehungen, die Fähigkeit sehe ich als vorhanden. Mehr oder weniger kultiviert. Man liebt ja nicht alle Menschen, sondern eher das Leben, dass die Menschen mit einem tanzen, so lange Leben darin steckt.


[Editiert am 26/2/2008 um 22:23 von effx]

GeorgeTheMerlin - 2/3/2008 um 20:09

@ Etna

Liebe ist kein Leichtes! Das ist interessant - besonders, wenn wir bedenken, daß WIR SELBST URSPRÜNGLICH LIEBE SIND! Was ist Liebe? Wir selbst sind das - nichts anderes! Alles andere ist PROJEKTION.

Liebe ist Leben, das was wir selber sind.

Warum ist Liebe kein Leichtes? Warum ist Leben kein Leichts? Warum ist es kein leichtes, sich SELBST (=Liebe) zu sein?

Liebe als So-Sein ist in der Kindheit UNMITTELBAR.

Doch diese LIEBESUNMITTELBARKEIT kollidiert mit unterschiedlichen VISIONEN von Liebe in der Umwelt. Eine Vision heißt: Liebe=folgsame Kinder. Eine andere Vision heißt: Liebe=leise Kinder, wenn ich von der Arbeit komme und unbedingt Ruhe brauche. Die gesellschaftliche Vision ist: Liebe= intelligente anpassungsfähige Kinder. Dann kollidiert die Unmittelbarkeit mit SYMBOLISCHER LIEBE - einer Skala von Liebe bis Liebesentzug, Belohnung und Bestrafung, in Form von Noten, Zensuren, Geld.

Auf diesen Weg in das familiäre und dann in das gesellschaftliche RUDEL verlieren wir uns - und unsere Liebe.

Dann SUCHEN wir uns - und unsere Liebe. Aus der Unmittelbarkeit der Liebe wird dann UNSERE VISION von Liebe. Wir gehen auf VISIONSSUCHE in der Pubertät.

In Beziehungen suchen wir dann unsere Vision von Liebe WIRKLICHKEIT werden zu lassen - um uns selbst darin, und im anderen gespiegelt, wiederzufinden. Unsere Liebesbeziehungen werden somit eine magische Visionssuche und schamanische Reise zu uns selbst.

Leider kollidieren wir dann immer wieder mit anderen - UNTERSCHIEDLICHEN - Visionen von Liebe. Zudem agieren wir unwissentlich aus dysfunktionalen SEELENMUSTERN, die ins UNBEWUßTE abgespalten wurden und die unsere traumatische Liebesvergangenheit immer wieder in die Gegenwart zu INSZENIEREN suchen.

Oft zerschellen unsere VISONEN von der Liebe - PFFFFT - und das ist nicht leicht.

In dieser Situation mögen wie vielleicht zwei Stimmen in uns hören:

Die erste Stimme sagt: Schau, diese MORALISTEN, wie sie dich verführen, deine EIGENE Vision von der Liebe zu verleugnen. Sie sagen dir, du sollst nicht eifersüchtig sein - und Liebe sei bedingungslos - womit sie in Wirklichkeit meinen, du sollst dir alles gefallen lassen - und DEINE Vision verleugnen. Merkst du nicht, wie sie unter dem Deckmantel von esoterischer Moral dir nur IHRE EIGENE Vision ganz geschickt überstülpen wollen, ohne daß du etwas merkst? Siehst du nicht, wie sehr du dich immer mehr selber VERRÄTST dabei? Wie du immer weiter von dir selber wegtreibst? Schleudere ihnen doch DEINE EIGENE VISION entgegen - ohne Rücksicht auf ihr Urteil! Bleib deiner EIGENEN Vision und DIR SELBER treu und lebe DAS in aller Tiefe - in einer Tiefe, die aber deine EIGENE Tiefe ist, aus der du und dein Leben kommt!°

Die andere Stimme sagt: Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Willst du ewig Gefangener deinere eigenen Vision sein? Willst du dich in deinem eigenen Gefängnis einsperren? Liegt nicht gerade im Zerbrechen deiner Visionen die Chance, zu erkennen, daß es nicht die Vision ist, die du suchst, sondern Du es bist, was sich jenseits aller Visionen als reine Liebe und Schöpferkraft erfährt? DU BIST DAS! Nicht deine Träume und Konzepte darüber ...

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Jedenfalls wird die Liebe zu einem dramaturgischen Thema, was einen von sich selber wegführt - und zu sich selber hinbringt ... dennoch irgendwie immer schon da ist!

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@ effx

Beziehung hat nur dann Bestand - wenn sie bereit ist, sich zu verändern.
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Interessant - aber VERÄNDERUNG wird durch lebendige KOMMUNIKATION möglich - und mit Kommunikationsfähigkeit.

Dabei ist Liebe dann der TRÄGER oder die Trägerschwingung dieser Kommunikation.

Ein Feind von Liebe - und Beziehung - wären dann Kommunikationsblockaden.

Blockierter Austausch, der verhindert, daß Liebe ein EntwicklungsPROZESS ist - und stattdessen zu einer starren Projekfionsvorstellung erstarrt. Dann geht die Entwicklung an der Beziehung vorbei - und in diesem Falle ist Liebe dann tatsächlich der Feind einier Beziehung - weil das Erstarrte dem fließenden Neuen Platz machen muß irgendwann - oder man richtet sich auf Stagnation ein.

Der Schlüssel ist hier also lebendige Kommunikation - oder mit Kierkegaard gesprochen - offenbar werden gegenseitig.

Ein Song aus der guten alten Hippie Zeit sagte, daß in der Liebe die Visionen zusammenfließen können. Kommunikation ist ein FLUß, der nicht nur Gedanken strömen läßt ...

grüssli merlYnn


[Editiert am 2/3/2008 um 20:15 von GeorgeTheMerlin]

Etna - 2/3/2008 um 22:02

@ Merlin

na ja, ich hab zwar eine andere Definition von Liebe, als du sie grad dargestellt hast
Zitat:
Liebe ist Leben, das was wir selber sind.

aber auch deine Version ist in sich stimmig.
Ich kann Liebe in Emotionen ausdrücken, fühlen, aber nicht wirklich beschreiben, jedenfalls nicht mit Worten. Bei mir hat es weniger mit Projektionen zu tun, die zwar durch Verhaltensweisen auch da sind, aber nicht den "Urgrund" bilden. Es ist schon etwas losgelöstes und auch keine Visionssuche. Wie so sollte ich auch etwas suchen, von dem ich weiß, dass ich es schon gefunden habe?

Liebe Grüße
Etna

GeorgeTheMerlin - 2/3/2008 um 22:44


Zitat von Etna, am 2/3/2008 um 22:02
@ Merlin

Ich kann Liebe in Emotionen ausdrücken, fühlen, aber nicht wirklich beschreiben, jedenfalls nicht mit Worten. Bei mir hat es weniger mit Projektionen zu tun, die zwar durch Verhaltensweisen auch da sind, aber nicht den "Urgrund" bilden. Es ist schon etwas losgelöstes und auch keine Visionssuche. Wie so sollte ich auch etwas suchen, von dem ich weiß, dass ich es schon gefunden habe?


Hi Etna

Solche Sätze wie: "Liebe ist das, was ich selber bin" sind eigentlich auch keine DEFINITIONEN für den Verstand - sondern eher kontemplativ zu verstehen. Als kontemplative Sätze unterscheiden sie sich von logischen Definitionen ( als solche taugen sie auch nicht allzuviel ) - und laden zu einer Tiefendimension jenseits von Worten ein,die man aber selber in sich finden muß.

Was du schreibst, hört sich gut an - du hast es schon gefunden. Wie bringst du das aber damit zusammen, daß Liebe nicht leicht ist, wie du schreibst?

liebe Grüße merlYnn

Etna - 2/3/2008 um 23:52

ach Merlin, es ist nicht immer leicht sich selbst zu lieben und andere, wenn man verstanden hat, dass es eigentlich belanglos für die Welt ist (aus philosophischer Sicht) ob und was man tut.
lt. Schopenhauer dient Liebe dazu den Nachwuchs besser durchzubringen!

Es ist halt eine Möglichkeit sich das Leben mit Sinn zu füllen, der eigentlich nicht da ist ;( aber was soll man anderes tun? Andere suchen sich eine Religion, ich nehme halt meine Emotionen, die das Leben lebenswerter machen ;)

Waris Silvermoon - 3/3/2008 um 01:54

Liebe ist der Feind einer Beziehung.

Als ich diesen Satz das erste Mal gelesen habe dachte ich: so ein Quatsch. Liebe und Beziehung gehören zusammen. Doch als ich dann darüber nachdachte war ich mit da nicht mehr so sicher.

Ich denke Liebe baut sich auf einer Beziehung auf, welche wischen zwei Menschen entsteht. Sie steht über der Beziehung. Ich weiß nicht wie ich mich recht ausdrücken soll, als verständlich wird, wie ich es meine. Wenn man dies als Schema aufbaut ist die Beziehung die Basis einer Pyramide und die Liebe die Spitze. Alles ist ausgewogen.
Doch was ist mit der Beziehung, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen einfach verschwindend? Meistens geht die Beziehung kaputt. Es entsteht Hass und die Zwei sind nicht mehr in der Lage eine Beziehung auf freundsche Ebene zu haben.
Oder baut sich die Beziehung auf die Liebe auf und wenn die Liebe verschwindet bricht alles, was sie trät, zusammen.
Aus diesem Blickwinkel ist die Liebe der Feind einer Beziehung. Sie kann sie zerstören.

Ich denke aus diesem Grund versuchen einige auch nicht erst die Liebe aufkommen zu lassen, wenn schon eine gute freundschaftliche Beziehung besteht. Sie haben Angst. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.


Es auch der Gedanke Gefallen, dass er schwer ist nur einen Menschen zu lieben. Und dass man zu einem anderen Ausweicht, wenn es schwierig wird. Ich denke ich könnte den Gedanken zu stimmen.
Aber – vielleicht klingt es etwas naiv – aber ich glaube daran, dass es die „Wahre Liebe“ gibt. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die ewig anhält und die nicht zerstört. Die nicht der Feind der Beziehung ist. Ich wurde dies mit Seelenverwandtschaft vergleichen. Doch das schwierige hierbei ist den „Richtigen“ zu finden und zu wissen dass es der/die ist.

Natz Chimaera - 3/3/2008 um 08:08

Stirbst du noch - oder lebst du schon?
Es heißt in Offenbarungen und Prophezeiungen immer wieder dass der Mensch gar nicht weiß was (die universelle) Liebe überhaupt ist. Und immer wieder frage ich mich, wie kann man die Liebe überhaupt pauschal unabhängig vom Leben sehen (wollen)???
Wenn ich meinen individuellen Weg des Lebens gehe kollidiere ich immer und immer wieder mit Menschen, der Gesellschaft ja sogar mit unserem Staat und ecke an... was sollte ich da überhaupt noch nach Liebe fragen (wollen)?

nebelgrauer-morgen-gruß
Natz

effx - 8/3/2008 um 04:42

Hi Natz, sind wir nicht durch unser Sein genau ein Leben von der Liebe entzweit?

Natz Chimaera - 8/3/2008 um 19:55

hmmm? nee kann ich so nicht feststellen. Irgendwie such ich hier noch immer das was ich unter Leben verstehe... Liebe habe ich genug in mir ;-)
Ach ja, was mich in letzter Zeit etwas wundert, wieso reden so viele von Thelema und so wenige von Agathe... oder wie die hieß???

;-)
Natz

effx - 10/3/2008 um 23:20

"hmmm? nee kann ich so nicht feststellen. Irgendwie such ich hier noch immer das was ich unter Leben verstehe... Liebe habe ich genug in mir ;-)"

- meinte ich ja. Entzweit.

"Ach ja, was mich in letzter Zeit etwas wundert, wieso reden so viele von Thelema und so wenige von Agathe... oder wie die hieß???"

...war das nicht Thelma und Luise??? *kichert*

KellyJohnson - 28/3/2008 um 01:04

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG?
Fraglich ist, ob die "Liebe" überhaupt etwas mit "Beziehung" zu tun hat.
Für mich ist "Liebe" oder "lieben können" eine Fähigkeit! Eine Fähigkeit, die jemand mehr oder weniger hat bzw. überhaupt nicht hat. Selbstliebe hat keinen Bezug zu einem anderen Menschen. Und was ist mit der "Lust"? Verwechseln nicht viele Lust mit Liebe? Ich habe es erst vor kurzem getan! Ich glaubte, jemanden zu lieben .... doch ich war einfach nur geil! .... Ich habe meinen Mann über Jahre geliebt und hatte irgendwann keine Lust mehr auf ihn. ... LUSTLOSIGKEIT IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG?

GeorgeTheMerlin - 29/3/2008 um 18:51

Huh!

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Lust und Liebe? Das ist ja das häufigste Argument gegen Beziehung - daß irgendwann die Lust weggeht - der Partner langweilig wird.

Auch im Post von Kelly scheinen ja LUST und LIEBE auseinandergedriftet zu sein.

Am Anfang waren sie wohl zusammen.

Dann ist Liebe da - ohne Lust - und die Beziehung zuende.
Dann ist Lust da - ohne Liebe - das gibt auch keine Beziehung.

Man folgert dann - Lust und Liebe sind Unterschiede - aber sind sie auch GEGENSÄTZE - oder bedingt nicht das eine das andere? Haben sie einen inneren Zusammenhang, lösen wie sich wie Salz und Wasser - oder driften sie auseinander und scheiden sich wie Öl und Wasser? Liebe oben, Lust mehr unten ...

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Hier scheinen es aber völlig VERSCHIEDENE ERFAHRUNGSWELTEN zu geben.

Ich finde beispielsweise - Liebe vertieft doch die Lust und die Intimität - und daß diese Tiefe nach 5 Jahren überhaupt nicht mit dem Anfang vergleichbar ist.

Andere sagen: Nach 5 Jahen ist es nur noch langweilig - keine Lust mehr. Daher braucht man viele Partner für seine Entwicklung.

Grunsätzlich fällt mir auf, daß bei Diskussionen dann jeder den anderen von seiner Realität ÜBERZEUGEN will. Ich möchte das aber mal lieber da stehen bleiben, so es eonfach ganz verschiedene ERFAHRUNGSWELTEN gibt - die sich gegenseitig ÜBERHAUPT NICHT VERSTEHEN KÖNNEN.

Beispielsweise kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man aus anfänglicher Lust nach Jahren Langeweile macht, wenn man sich liebt. Wie geht das? Wie macht man das? Ich kann das weder verstehen noch nachvollziehen, da bei mir genau das Gegenteil passiert. Eine Vertiefung der Wahrnehmung - und auch der Lust. Liebe und Lust und Beziehungen bedingen sich dann.

Andere können wiederum das nicht verstehen oder nachvollziehen. Da scheint die Wahrnehmung mit den Jahren eher oberflächlicher oder gewöhnlicher zu werden. Dann driften Lust und Liebe auseinander. Beziehungen ebenfalls. Beziehung ist dann zu einem Hindernis für Entwicklung geworden. Liebe hat dann mit Beziehung nichts mehr zu tun. Beziehung ist dann nur noch ein hinderliches MODELL, aus dem man auszubrechen sucht.

Das scheinen mir zunächst zwei völlig unterschiedliche ERFAHRUNGSUNIVERSEN zu sein - die sich einander völlig unverständlich gegenüberstehen. Würde man den einen zwingen, ÄUßERLICH in der Erfahrungswelt des anderen zu leben - würde ihm das NICHTS bringen. Der eine könnte einer ewigen Zwangsbeziehung nichts abgewinnen - der andere könnte ewig wechselnden Partnern nichts abgewinnen.

Daher würde ich BEIDES mal so stehen lassen - ohne gegenseitig zu verurteilen, oder überhaupt zu versuchen, andere Erfahrungsmodi auf die eigene Seite zu ziehen.

Das wäre zunächst mal - sich selber und anderen tiefer zuzuhören ...

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Gehen wir aber einmal ein wenig tiefer mit der Liebe.

Unerlöste Seelenanteile formieren sich zu einem bewußten ICH - wofür die Erde einen Körper und ein Leben zur Verfügung stellt. Diese unerlösten Seelenanteile erzeugen TRÄUME, Pseudolösungen, um sich wieder gut zu fühlen. Diese Träume beinhalten eine ENERGIEKONZENTRATION MIT EINER SCHWINGUNG, die die unerlösten Mangel und Schmerzgefühle unserer Seelenanteile LINDERN, aber nicht heilen.

Lindern, aber nicht heilen, das bewirkt, daß diese Träume ANDAUERN. Sie lösen sich nicht auf - wir versuchen, sie zu LEBEN.

Diese Träume sind unsere Idealidentitäten, Idole und Ideale, Wünsche - und BEZIEHUNGSTRÄUME.

Träume der Liebe. Was bewirkt das?

Eine Zeitlang fühlen wir uns gut, weil wir durch unsere Träume

GEGENSEITIG UNSERE UNBEWUßTEN SCHMERZ- MUSTER BEDIENEN.

Das nennt man Co-Abhängigkeit. Dann aber - mit der Zeit - kämpfen wieder unsere erwachenden SCHATTEN gegeneinander - und die Träume zerplatzen. Ent-täuschung.

In dieser Sicht ist Liebe dann wirklich der Feind einer solchen Co-Abhängigkeitsbeziehung.

Liebe würde nämlich nicht die Schatten bedienen - sondern sie AUFDECKEN. Und auflösen.

Liebe wäre dann der Feind unserer Beziehungträume - weil diese Träume zwar lindern - aber auch unsere Lüge vor uns selber sind. Wie lieben nicht - wir benutzen den anderen für unseren Traum - um uns selber nicht spüren zu müssen.

Wenn wir dann wieder allein sind, spüren wir eine LEERE - die ein erster Schritt in Richtung WER SIND WIR WIRKLICH sein könnte - aber wir suchen einen neuen Traum, um sie auszufüllen. Liebe dagegen würde uns DANN aber immer wieder dahinstoßen, wer wir wirklich sind.

Viele haben das gemerkt, als EINMAL WIRKLICH realisierten, daß sie völlig alleine waren . und DA durchgegangen sind. ERST DANACH konnten sie - mit anderen - ihre KREATIVE Seite leben.

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Ein Drogensüchtiger lag am Bahnhof im Rinnstein und war am sterben. Leute gingen über ihn hinweg - keiner beachtete ihn. Da realisierte er, daß er VÖLLIG ALLEIN war.

Und stand auf. Heute leitet er ein großes Drogentherappie- und Selbsterfahrungszentrum.

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Was heißt das für BEZIEHUNGEN? Ich glaube, der Spruch:

WER HAT, DEM WIRD GEGEBEN WERDEN - WER NICHTS HAT, DEM WIRD GENOMMEN WERDEN ....


liegt gar nicht so weit daneben, wenn es um Liebe und Beziehung geht ...

:)

grüssli mErlynn


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[Editiert am 29/3/2008 um 18:52 von GeorgeTheMerlin]

ChAngeling - 31/3/2008 um 01:26


Zitat von Waris Silvermoon, am 3/3/2008 um 01:54
Ich denke aus diesem Grund versuchen einige auch nicht erst die Liebe aufkommen zu lassen, wenn schon eine gute freundschaftliche Beziehung besteht. Sie haben Angst. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Sehe ich auch so. Da Liebe die Möglichkeit des Scheiterns birgt, verschließen sich manche davor.


Zitat von Waris Silvermoon, am 3/3/2008 um 01:54
Es auch der Gedanke Gefallen, dass er schwer ist nur einen Menschen zu lieben. Und dass man zu einem anderen Ausweicht, wenn es schwierig wird. Ich denke ich könnte den Gedanken zu stimmen.
Aber – vielleicht klingt es etwas naiv – aber ich glaube daran, dass es die „Wahre Liebe“ gibt. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die ewig anhält und die nicht zerstört. Die nicht der Feind der Beziehung ist. Ich wurde dies mit Seelenverwandtschaft vergleichen. Doch das schwierige hierbei ist den „Richtigen“ zu finden und zu wissen dass es der/die ist.

Da stimme ich dir auch zu. Fürchterlich romantisch, nicht? :D
Aber genau das finde ich gut. Diese Haltung ist positiv und optimistisch und regt meiner Meinung nach auch zu transzendentem Streben an ;)


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 29/3/2008 um 18:51

Liebe wäre dann der Feind unserer Beziehungträume - weil diese Träume zwar lindern - aber auch unsere Lüge vor uns selber sind. Wie lieben nicht - wir benutzen den anderen für unseren Traum - um uns selber nicht spüren zu müssen.


Erinnert mich sehr an den Text zur Karte "Die Liebenden" aus dem Buch "Der Crowley-Tarot" von Akron und Hajo Banzhaf.
Ich meine es heißt dort: "Was hier geschieht, ist echte Projektion", d.h. dass die Liebenden ihre Erfüllung aufeinander projizieren. Leider endet die Beziehung/Liebe oft wenn die Kraft der Projektion nachlässt und es wird kurzerhand eine neue Projektionsfläche in einem neuen "Traumpartner" gesucht.
Viele machen sich leider nicht mehr die Mühe, zum Wesen des anderen vorzudringen und ihn mit all seinen Wesenszügen als der anzunehmen der er ist (was nicht heißen soll, dass man das alles uneingeschränkt toll finden muss *g*).

Man kann keine "Einheit" mit einem anderen Menschen eingehen, wenn man nicht zuvor selbst ein "Einiger" geworden ist. Will sagen: Wer sich selbst nicht liebt wird auch niemand anderen lieben können. Vom anderen die Selbstbestätigung zu erwarten, die man sich selbst nicht geben kann muss zwangsläufig schief gehen.

KellyJohnson - 31/3/2008 um 23:35

Ich habe das Thema einige Tage vor mir "hergekugelt", mir alle Beiträge nochmals in aller Ruhe durchgelesen. Natürlich kann es auf diese Aussage kein richtig oder falsch geben, weil jeder etwas anderes unter Liebe und auch unter Beziehung versteht. Für die einen ist Liebe beispielsweise soetwas wie "in seiner eigenen Kraft und Entwicklung sein", für andere soetwas wie "Seelenverwandtschaft zu einem Menschen empfinden". Die Beziehungswünsche variieren in den beiden Extrema von offener Beziehung mit wechselnden Partner bis hin zu dem EINEN (Seelen-) Partner. Und mit der "Feindseligkeit" der Liebe in Bezug auf Beziehungen verhält es sich ähnlich. Einige empfinden aufgrund ihrer Lebenserfahrung die Liebe als Bedrohung in Beziehungen, für andere ist die Liebe absolut Voraussetzung für Beziehungen und damit keinesfalls feindselig.

Und doch stoße ich mich immer noch an dem Wort "Liebe" im Zusammenhang mit "Beziehung". Das Wort Liebe wird für viele Bedürfnisse mißbraucht, die nichts mit Liebe zu tun haben z.B. die Bedürfnisse nach Vertrauen und Geborgenheit. Wie ich schrieb, habe ich das Wort Liebe für Lust mißbraucht. Andere mißbrauchen das Wort Liebe und meinen eigentlich "Partnerschaft". Eine Partnerschaft ist zweckbegründet, hat das Ziel Ängste des Alleinseins gemeinsam zu mindern, Sicherheit durch Zweisamkeit zu schaffen. Eine Partnerschaft beruht auf gemeinsam getroffenen Regeln und Absprachen. Sie dient u. U. dazu, Kinder zu bekommen, einen Schutzraum (Zuhause) aufzubauen, etc. Dies hat aber nichts mit Liebe zu tun. Wenn Liebe vorhanden ist, ist das sehr vorteilhaft, aber nicht Bedingung. Liebe ist meiner Ansicht nach nicht zweckbegründet oder zielorientiert. Liebe ist ein "Grundgefühl" eines Menschen und in ihrem Ausdruck zeigt sich dann die Fähigkeit zu liebevollem Verhalten zu sich selbst oder anderen.

Zitat:
Wenn wir dann wieder allein sind, spüren wir eine LEERE - die ein erster Schritt in Richtung WER SIND WIR WIRKLICH sein könnte - aber wir suchen einen neuen Traum, um sie auszufüllen. Liebe dagegen würde uns DANN aber immer wieder dahinstoßen, wer wir wirklich sind.

Diese zwei Sätze finde ich super! Ich glaube, wir suchen in unserer Einsamkeit einen neuen Traum, wenn wir weniger Liebe in uns spüren. Fühlen wir viel Liebe in uns, so führt uns das in der Einsamkeit zu uns.

GeorgeTheMerlin - 2/4/2008 um 23:31

Hi - das sind ja interessante Antworten!

@ ChAngeling und Waris Silvermoon:

Die Beobachtung, daß Optimismus und eine positive Haltung Transzendenz motiviert - ist allerdings ein sehr wichtiger Beitrag. :thumbup:

Hmmm - aber wer ist DER RICHTIGE? Meine Zwillingsseele kenne ich - wir hatten 4 kurze Beziehungen - jede ein absolutes Desaster - bis ich erkennen mußte: mit meiner Zwillingsseele geht es einfach nicht. Ich mußte erkennen, daß Teilseelen, die eine höhere Seele gemeinsam haben - HIER UNTEN ein derart unterschiedliches Karma und Denken haben können, daß da eine totale Entfremdung entstehen kann - trotz einer seelischen Gleichheit. Im Extremfall wäre auf der UNTEREN Ebene des Denkens und der Identität sogar Feindschaft möglich.

Oft ist die Zwillingsseele schon DER RICHTIGE, das habe ich auch beobachten können - aber eine GARANTIE gibt es da nicht. Auch bei eigentlicher Seelenverwandtschaft gibt es die Möglichkeit des totalen Scheiterns - was daran liegt daß die Seelen Prägungen erlitten haben, an Identitäten und Perspektiven festhalten. Und wenn ausgerechnet DAS total schiefläuft, geht das tief - und kann etwas dauern, bis man dann den Optimismus wiederfindet. Den finde ich nicht mehr in der Suche nach der Richtigen - das ist für mich vorbei und unmöglich - sondern in dem RICHTIGEN WEG - der zur gemeinsamen REIFE führt. Romantik wird dann eher eine Aktivität - und ein Wachsen in diese Aktivität.

Realistisch bin ich mehr eine Einheit mit mir selber als früher - aber immer noch auf dem Weg zu mir selber. Realistisch gesehen sind das alles keine Zustände, sondern RICHTUNGEN - und die Frage ist doch immer, ob man noch in die richtige Richtung geht - alleine oder zusammen.

Aber selber EINIGER zu werden - das stimmt, das ist ein wichtiges Wegzeichen.


@ Kelly Johnson
Du hast recht - Partnerschaft MÜNDET oft in so eine Zweckgemeinschaft mit Kompromissen und Absprachen - Liebe hat mit Zwecken nichts zu tun. *g was aber auch heißt - Zwecke sind kein Hindernis für Liebe, deren WEG es für uns ja ist, immer UMFASSENDER zu werden.

Aber: BEGINNT so eine Partnerschaft? Beginnt sie ganz bewußt als Zweckgemeinschaft - um seine Ängste zu kompensieren, um in Regeln und Absprachen zu enden?

Nach meinen Beobachtungen endet es so - BEGINNT aber nicht so. Liebe ist natürlich nicht Bedingung für eine zweckorientierte Partnerschaft - aber BEGINNEN tut es doch meist so, daß die Ausstrahlung des anderen uns wieder mit UNSEREM eigenen verlorenen Grundgefühl Liebe wieder in VErbindung bringt. Und wir übersehen, daß es jetzt unsere AKTIVE Aufgabe wäre, den Schlüssel zu uns selbet, den der andere uns gegeben hat - IN UNS zu finden.

Partnerschaft als Liebe (daselbe gilt vielleicht auch für Lust) scheint am Anfangein ZUSTAND zu sein, und wir übersehen, daß es kein Zustand ist, sondern eine Aufgabe.

Kann es sein, daß Liebe - und auch Lust - eine AUFGABE ist, die wir nicht meistern? Die Aufgabe, unser GRUNDGEFÜHL, wie du sagst, wiederzufinden? Alleine UND gemeinsam?

Beziehung ist ja eigentlich kein STATISCHES SYSTEM - sondern DYNAMISCHE KOMMUNIKATION. Scheitern wir, weil wir an KOMMUNIKATION mit uns selbst und anderen scheitern?

DAß WIR BEIM TRÄUMEN UNSERE AUFGABE VERSCHLAFEN HABEN? Und böse erwachen - um den nächsten Traum zu suchen? (Seltsam übrigends, daß für Lust das gleiche gilt wie für die Liebe - wir erfahren Lust an uns selber durch einen anderen - Träumen - und vermeiden, den Schlüssel zur Lust IN UNS zu finden. *grynns Liebe und Lust scheinen ja auch Gemeinsamkeiten zu haben ....)


Sehr interessant finde ich deine Beobachtung, daß eine MANGEL an Liebe zum Traum über die Liebe führt - *lach und ebenso führt ein Mangel an Lust zum Traum über Lust ...

und damit zu einer äußeren Projektion von Liebe oder einer äußeren Projektion von Lust.

Ideal wäre ein INNERER ÜBERFLUß an Lust und Liebe. Hat man dann aber überhaupt noch Lust und Liebe für eine Partnerschaft?

*looool - in jedem Falle IST MAN DANN SELBER DER ODER DIE RICHTIGE :D

und das finde ich jetzt total optimistisch! :thumbup:

(auch wenn das Ideal für keinen von uns ein realistischer Zustand ist - sondern ein WEG.)


grüssli mErlynn

KellyJohnson - 3/4/2008 um 11:32

@Merlynn
Wow, ich bin total inspiriert!
Zitat:
Aber: BEGINNT so eine Partnerschaft? Beginnt sie ganz bewußt als Zweckgemeinschaft - um seine Ängste zu kompensieren, um in Regeln und Absprachen zu enden?

Eine Beziehung beginnt NICHT BEWUSST als Zweckgemeinschaft. Wir fühlen uns selbstverständlich zu jemandem hingezogen und haben Lust auf Sex. Wir wollen diese Person riechen, schmecken, berühren, ständig ansehen, stundenlang telefonieren, .... Was man halt so macht, wenn man durchknallt :D Jedenfalls ist das bei mir so :o Ich kenne aber auch Paare, bei denen ist der Beginn viel "sachlicher" verlaufen. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich beginnen auch Beziehungen. Wir alle nennen es aber LIEBE ! Wir nennen es LIEBE, wenn unsere UNBEWUSSTEN Bedürfnisse bzw. MÄNGEL befriedigt werden. Doch wem ist das wirklich bewußt? Meine Betonung liegt auf MANGEL! Und Du hast meiner Meinung nach recht, wenn Du schreibst, daß "es jetzt unsere AKTIVE Aufgabe wäre, den Schlüssel zu uns selbst, den der andere uns gegeben hat - IN UNS zu finden." Genau das ist, was ich aus meinen Erlebnissen mit zwei Männer in den letzten zwei Jahren gelernt habe. ;( Sehr schmerzlich lernen mußte. ;(

Wir sollten im anderen herausfinden, wie dieser Schlüssel zu uns selbst aussieht. Und wenn ich jetzt weiterspinne, wäre dann die Suche nach der LIEBE (Schlüssel) ZU MIR der Feind einer Beziehung mit meinem Objekt der Begierde. Denn wenn ich das, was mir fehlt in mir selbst integriere, "brauche ich mein Lustobjekt" nicht mehr. :o


Zitat:
Ideal wäre ein INNERER ÜBERFLUß an Lust und Liebe. Hat man dann aber überhaupt noch Lust und Liebe für eine Partnerschaft?



Wieder eine sehr inspirierende Frage! Danke! Ich frage zurück: Wie entsteht ein INNERER ÜBERFLUß an LIEBE? Eine Antwort finde ich für mich in meiner Beschäftigung mit meinem inneren Kind bzw. mit meinem DUNKLEN KIND. Wenn einem Kind viel Liebe gegeben wird, hat es ein positives, liebevolles Grundgefühl. Ich denke, daß solche Erwachsene aus einem "Grundgefühl Liebe" für sich und andere schöpfen können. (Oh, Ohhhhhh... ich habe mit 21 Jahren so einen Mann kennengelernt. Er hat soviel Liebe in sich gehabt, daß ich noch heute dankbar bin für die vier Monate mit ihm. ;)


Ist in der Kindheit einem Kind wenig Liebe zugeflossen (und damit meine ich nicht nur mangelnde Mutterliebe! Bitte macht nicht mehr die Mütter ausschließlich für das Seelenheil der Menschheit verantwortlich :mad: ), lebt dieses Kind mit einem LIEBESMANGEL als Erwachsener. .... und damit mit Kompensationen.


Hat man bei einem inneren Überfluß an Liebe überhaupt noch Lust auf eine Partnerschaft? Ich denke JA! Auf die Dauer ist es ganz schön langweilig, in Selbstliebe zu schwelgen und nur Sex mit sich selbst zu haben. :D Ich habe dann nämlich einen Mangel an Kommunikation auf körperlicher und seelischer Ebene mit anderen Menschen. :D

Alles Liebe, Kelly Johnson
(In Erinnerung an den liebevollsten Liebhaber meiner Jugend - Jörg W.)


[Editiert am 3/4/2008 um 11:36 von KellyJohnson]

GeorgeTheMerlin - 6/4/2008 um 00:47

Interessant in diesem Zusammenhang ist noch:
äußere Lust und äußere Liebe - innere Lust und innere Liebe.

Äußere Lust und äußere Liebe ist eine SUCHE. Habe ich das Gesuchte mal gefunden, erfüllt es mich zunächst - nutzt sich das aber mit der Zeit ab, wird unbefriedigend. Erst ist das Licht da, Erfüllung der Suche gefunden zu haben - dann kommen die SCHATTEN und statt da durchzugehen ists dann aus. Das OBJEKT hat dann ausgedient und schmeckt fade wie ein KAUGUMMI, auf dem man eine Stunde lang herum gekaut hat. Das Ende vom Lied - man spuckt es ENDLICH aus!

INNERE Lust und Liebe aber ist keine Suche - sondern eine MEDITATION, die man zusammen oder alleine machen kann. Meditiere ich auf innere Lust, wird die Lust von außen, von ihren äußeren Abziehbildern, nach INNERN gezogen. Sie wird dann ein wenig herausgezogen aus den Mustern von Bedürfnis - Unbefriedigtsein - Beschuldigung, womit sie dann nämlich im Gegensatz zur Liebe steht. Sie wird stattdessen wieder mehr ein INNERER WERT, der nach außen abgestrahlt werden kann, mit Liebe zusammengehen kann.

Lust kann ja entweder endlich sein, wie ein Abziehblid - oder unendlich wie eine Fraktalreise - ein Trip, der immer neue Wahrnehmungsperspektiven findet.


Beziehung kann ein Verhaken von Mustern und Bedürfnissen sein, mit faulen Kompromissen, Angst, Sprachlosigkeit, Regeln ... dann wird Liebe zum Feind einer solchen Beziehung. Genauso wie Lust und Liebe sich dann voneinander SPALTEN.

Beziehung kann aber auch ein fraktaler Trip sein - nicht von Lust und Liebe abgespalten. Vorraussetzung ist lebendige Kommunikation, Schattentransformation -

und, daß man das nach außen Projezierte immer wieder nach innen ziehen kann. Das ist aber eine Form der Meditiation, die die Beziehung und den anderen wieder neu erscheinen läßt.


liebe GRüße merlYnn

KellyJohnson - 7/4/2008 um 15:09

Lieber Merlyn,
ich habe nun wirklich einige Tage versucht, Deine letzte Antwort bzw. den Kern Deiner Aussage zu verstehen. Es ist mir leider nicht gelungen.

Könntest Du Deine Ausführungen über innere und äußere Lust und Liebe für mich bitte nochmal in anderen Worten erklären. :puzz:

Danke Dir im voraus,
Kelly

GeorgeTheMerlin - 8/4/2008 um 21:49

Hmm - bei äußerer Lust geht die Aufmerksamkeit nach außen - entweder auf ein Obejkt in der Außenwelt - oder auf eine Vorstellung.

Schließe ich die Augen und meditiere auf innere Lust - kehrt sich die Aufmerksamkeit um und wird nach innen gezogen. Ihr Raum zieht sich nach innen zusammen, bis sie fast unkörperlich wirkt . Ebenso mit Liebe. Mehr kann man dazu fast nicht erklären - da es Meditation ist.

liebe Grüße merlYnn

KellyJohnson - 9/4/2008 um 08:09

Lieber Merlin,

mit innerer Lust und Liebe scheinst du wohl soetwas wie eine tantrische Meditation zu meinen, oder?

LG, Kelly

GeorgeTheMerlin - 11/4/2008 um 17:35


Zitat von KellyJohnson, am 9/4/2008 um 08:09
Lieber Merlin,

mit innerer Lust und Liebe scheinst du wohl soetwas wie eine tantrische Meditation zu meinen, oder?

LG, Kelly


Hi Kelly - ja, in diese Richtung geht es wohl! Innen kann sich übrigends dabei im Körper befinden - aber ich merke dann auf einmal, daß ich nicht der Körper bin. Ich gehe dann nicht mehr nach außen von mir weg - sondern mir selber entgegen.

*loool einen Schritt weiter könnte man sagen: ICH GEHE DURCH MICH HINDURCH - aber das ist auch wieder nicht leicht zu verstehen - auch gar nicht gedacht, es "nur" zu verstehen.


liebe GRüße merlYnn

Feluca - 11/4/2008 um 19:33

Hallo MerlYn!
Zitat:
Außerdem hat man bei meiner Uranus-Stellung den Verdacht, daß ich unbewußte den anderen veranlasse, mich zu verlassen, weil ich ganz im Grunde Veränderung erleben will - um so vor mir selbst die Illusion zu bewahren, eine Beziehung zu wollen, was vermeintlich nur deshalb nicht klappt, weil mich andere immer verlassen.

Mal ne astrologische Frage an dich, die mich echt interessiert: Was für eine Uranus-Stellung hast du denn, um zu so einer Ansicht zu kommen? (kannst ja evtl. per PM antworten, und wir dann mal nen Vergleich anstellen, wenn du magst.)



Zitat:
Aber was ist nun eure LEBENSERFAHRUNG?

Was bedeutet für euch der Satz:

LIEBE IST DER FEIND EINER BEZIEHUNG!

Tja, nun... da kann ich zwei Vorgänge meiner jüngeren Vergangenheit anführen:

Also, erst vor ein paar Tagen musste ich mir erst mal wieder anhören, weil sie nichts mit mir anfangen will: "Vielleicht weil du zu lieb bist?" :puzz: :knockout:

Oder der Beziehungscrash zuvor, wo es von meiner Seite aus nicht geklappt hat. Sie konnte ich kaum loswerden, obwohl ich überhaupt nicht lieb war und nicht wollte. Sie hat sich stattdessen immer mehr selbst gequält und es in sich hineingefressen, bis die Sache von ihrer Seite total eskaliert :gunman: ist.
:thumbdown:

Mit diesen beiden gegensätzlichen Extremen, stimme ich deinem Startpost doch irgendwie zu, MerlYn. Allerdings halte ich die Liebe doch für den Kern zur Entwicklung. Nur ist das aktuelle Gesellschaftssystem leider nicht auf Liebe ausgelegt; sie wird als seltsam, komisch und abartig interpretiert, was nur wenige Menschen erkennen, die keinen Erfolg in ernsthaften 1:1-Beziehungen haben.

Ich halte wenig von offenen Beziehungen. Sympathisiere dann eher mit der Polyamor-Schiene. Weil, warum soll ich jemanden verlassen, wenn ich ihn mag? Will ich so sitzengelassen werden? Nö! Es sei denn die Beziehung ist unhaltbar ne Katastrophe, wie die (zweite) wo oben von mir die Rede ist. Seit dem habe ich nämlich inzwischen echt die Nase voll, von solchen neurotischen Mustern in sogenannten "normalen" Beziehungen. Aber vielleicht habe ich in letzter Zeit auch nur zu extremes erlebt...^^
Die Liebe halte ich also nicht für den Feind von Beziehungen, sondern die gesellschaftlich einprogrammierten Muster im Unterbewußtsein. Die kranke "Normalität", die nichts mehr mit Natürlichkeit, Lebendigkeit und Ehrlichkeit zu tun hat, und statt dessen durch Angst, Verdrängung, Unterdrückung und Lüge fordert, damit sie weiter existieren kann. Wie bekannt ist, staut sich Verdrängtes&Co auf und explodiert irgendwann. Und das ist es, was Beziehungen zerstört, mMn.


Zitat:
Eine Vision heißt: Liebe=folgsame Kinder. Eine andere Vision heißt: Liebe=leise Kinder, wenn ich von der Arbeit komme und unbedingt Ruhe brauche. Die gesellschaftliche Vision ist: Liebe= intelligente anpassungsfähige Kinder. Dann kollidiert die Unmittelbarkeit mit SYMBOLISCHER LIEBE - einer Skala von Liebe bis Liebesentzug, Belohnung und Bestrafung, in Form von Noten, Zensuren, Geld.

Das da ^ , das ist keine Liebe, sondern ein Handel, bis hin zur Erpressung!!
Dabei ist echte Liebe gar nicht forderbar - NIEMALS! :note:

Hier noch ein Link für Euch, mit der Gleichsetzung "LIEBE = LASS MICH SEIN!":

http://www.polyamory.at/de/zart.htm

Und ein Link zum Thema Kommunikation:

http://db.swr.de/upload/manuskriptdienst/eckpunkt/ep2004072 1_2653.rtf


Also,
"Zärtlichkeit ist eine Existenzform", hat Jean-Paul Sartre gesagt. Drum lasst uns lieben, da er recht hat!

Feluca

fox - 13/4/2008 um 04:25

Das Thema "Liebe als der Feind einer Beziehung" und "bedingungslose Liebe in einem physikalischen Experiment" scheint mir mittlerweile schon als ein bedingungsloses Experiment als Feind der Liebe.

Liebe und Beziehung scheinen hier so mühsam unter einen Hut zu bringen sein, dass man Monate, vielleicht sogar den Feind der Monate, nämlich Jahre, benötigt, um den Feind aller Experimente, das Ergebnis schlechthin, festzustellen.

Aber das ist ja auch das Schöne daran: Magie und Liebe sind so unendlich, wie die Beziehungen und Feinde - und kaum einer vermag zuzugeben, dass der Scherbenhaufen ihrer Unkenntnis ebenso ins Unendliche wächst, bis Beziehung und Bedingung als ein Experiment der Liebe einher gehen, als deren Feind sie verstanden werden soll.

Fleisch ist mein Gemüse!

GeorgeTheMerlin - 13/4/2008 um 16:05


Zitat von fox, am 13/4/2008 um 04:25

Fleisch ist mein Gemüse!


*loool das ist ja mal wieder ein ECHTER FOX - ohne jeden Trott. Dann wünsche ich dir mal EINEN GUTEN! Bist du gerade beim EINTOPF - oder schon beim DESSERT????

:D

Bytheway - kommst du auch Anfang Mai in die Landscheide? Ich werd mal schauen ob ich schon am 1. kommen kann - auf jeden Fall das Wochenende. Sid und Etna wollen auch kommen - was mich sehr freut. *lach wir haben halt alle mit der großen Entfernung zu kämpfen --- aber die Treffen könnten ruhig mal wieder etwas häufiger werden finde ich :)

_____________________________________________________


@ Feluca

Achte auf deine Träume! Das ist deine eigene weibliche Saite, die da zu dir spricht.

Wo du drinsteckst, scheint eher ein Opfer-Täter Muster zu sein.

Oft beschweren sich Partner, wie sie in früheren Beziehungen das OPFER waren. Geraten sie dann an einen lieben und netten Partner, wird dieser am Ende der Beziehung oft feststellen müssen, daß ihn das arme Opfer auf dieselbe Weise verlassen hat wie es selber früher behandelt wurde.

DER NETTE PARTNER ERLÖST DAS MUSTER ALSO NICHT! Lieb und Nett sein ist also keine Lösung!

Opfer und Täter scheinen im eigenen Inneren miteinander verbunden zu sein. Man agiert im Äußeren BEIDES immer wieder aus. Als Opfer fällt man in eine WirkungseinLoch - als Täter steht man scheinbar wieder als URSACHE über den Dingen. Es ist ein und dasselbe Muster, welches man in verschiedenen Rollen endlos wiederholt.

Dahinter steht eine ursprüngliche VERLETZTE LIEBE und HILFLOSIGKEIT - und Abhängigkeit von einer geliebten Person. Und die Beziehungen sind nur noch ÄUßERE Widerholungen solcher INNEREN destruktiven Muster.

Da nützt ein Herumwühlen in Astrtologie wenig - da man damit ins endlose DIAGNOSIZIEREN verfällt.

Da ist erstmal die Erkenntnis, WAS man da tut. Dann das Erspüren der Gefühle von verletzter Liebe - in einem selber - oder im anderen. Dann die Heilung dieser Gefühle.

grüssli merlYnn

fox - 15/4/2008 um 19:29


Zitat:
Dann wünsche ich dir mal EINEN GUTEN! Bist du gerade beim EINTOPF - oder schon beim DESSERT????

:D

Bytheway - kommst du auch Anfang Mai in die Landscheide? Ich werd mal schauen ob ich schon am 1. kommen kann - auf jeden Fall das Wochenende. Sid und Etna wollen auch kommen - was mich sehr freut. *lach wir haben halt alle mit der großen Entfernung zu kämpfen --- aber die Treffen könnten ruhig mal wieder etwas häufiger werden finde ich :)


Danke, Merlin!

Solange es mir schmeckt, ist es mir schon fast egal, wie das Zeuch heißt.
Hier wird gegessen, was auf den Tisch kommt - und was das ist, entscheide ich immer noch selbst :)

Ja, Landscheide wäre mal wieder ein schöner Ausflug. Dachte eigentlich am 1. Mai ist eh wieder Lagerfeuer... oder ist es diese Jahr anders?

Werde sehen, was sich machen läßt. Freue mich auf jeden Fall, mal wieder die alten Haudegen zu sehen.

GeorgeTheMerlin - 17/4/2008 um 00:07


Zitat von fox, am 15/4/2008 um 19:29

Hier wird gegessen, was auf den Tisch kommt - und was das ist, entscheide ich immer noch selbst :)


Danke Fox, das ist vielleicht DIE Lösung. Doch sitzt man mit dieser Lösung meist ziemlich allein am Tisch.

Allerdings hat man mir zugetragen, bei uns in der Gegend soll es eine Lokalität gben, wo jeder an seinem eigenen Tisch sitzt - aber ein TISCHTELEFON hat. Dann kann man sich heimlich mit anderen Gästen - meist reiche ältere Damen - unterhalten. Hier kann also jeder sagen - es wird gegessen, was auf den Tisch kommt - und was das ist, entscheide ich. Allerdings hat man auch die Möglichkeit, einem anderen Gast einen Drink zu spendieren. Der Kellner weist dann diskret darauf hin, von welcher Tischnummer der Drink kommt. Er gibt auch gerne eine Nachricht auf einem Zettel weiter.

Also ich geh dann doch lieber zum Lagerfeuer in die Landscheide!

:D merlYnn

fox - 17/4/2008 um 10:32


Zitat:
Danke Fox, das ist vielleicht DIE Lösung. Doch sitzt man mit dieser Lösung meist ziemlich allein am Tisch.


Ich weiß, meine Eßgewohnheiten sind manchmal schwer nachvollziehbar. Ich bevorzuge ansonsten auch das Lagerfeuer.

Ich wußte gar nicht, dass es diese Telefonläden noch gibt. Einen Drink für die reichste Omma bitte! Der freundliche Herr, der sich als Scheich verkleidet hat, gibt einen aus.

Freiheit ist die Disziplin des Stärksten - er hört gerade alle Telefone ab... es sind ja auch seine... und die Tische auch...

Ein Bierbauch ist noch lange kein Übergewicht!

Lernt erst mal mit der Klobrille umzugehen. Ihr seid große Mädchen! Wenn sie offen steht, klappt sie herunter.

Wir benötigen sie offen. Ihr geschlossen. Ihr hört uns auch nicht jammern, dass der Deckel geschlossen ist!

Schreien ist kein schlagendes Argument :mad: Letztendlich sind "Ja" und "Nein" phantastische Antworten.

Gruß
fox

GeorgeTheMerlin - 17/4/2008 um 15:56


Zitat von fox, am 17/4/2008 um 10:32
[
Schreien ist kein schlagendes Argument :mad: Letztendlich sind "Ja" und "Nein" phantastische Antworten.


JA!

_________

:puzz: ääh

NEIN

_________

:(

äääh


????????

fox - 17/4/2008 um 18:00

Miau!

SchwarzerKoenig - 28/5/2009 um 04:41

Hm, Der Satz "Liebe ist der Feind einer Beziehung"?

Ich würde erst einmal fragen, aus welchem Grund er entstanden ist. Eine Rationalisierung eines persönlichen Problems? Wenn er als kontemplativer Ausspruch in die Welt getragen wurde, um sich zu verbreiten, würd ich fragen, warum wurde er verbreitet? Wer will sich da verkaufen und warum?

Eine Beziehung ist ja grundlegend erst einmal nur der persönliche Handlungsraum, der zwischen zwei Menschen besteht. Erfüllt sein kann der von Vielem. Es ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gedacht, wöllte man sagen, dass sich ein soziales Geflecht ausschließlich durch eine bestimmte Motivation, z.B. Liebe oder vielleicht auch Hass, färbt. Der Mensch ist in sich ein komplexes Wesen, das sich sicher nicht aufteilen und auch nicht auf einzelne Gefühlsebenen beschränken lässt. Im Gegenteil ist das, was wir als Mensch bezeichnen, ein sich ständig bewegendes Kontinuum von mehr oder minder klarer Bewusstheit. Damit sind wir wieder bei der Frage, was ist überhaupt Liebe? Ist es die Hingabe, oder der gemeinsame Lernweg? Ist Liebe universell oder hat jeder eine spezielle Form oder Vorstellung von Liebe, die seinem ganz persönlichen, karmischen Weg entspricht?

Was mich an dem Spruch auf jeden Fall stört, ist die Tatsache, dass "Die Liebe" mal wieder eine Personifikation erfährt. Wie ein Wanderer, der mal bei uns herein schaut und den wir bewirten oder fortschicken können und wenn etwas nicht passt, z.B. in unseren Beziehungen, dann ist nicht der Mensch, sondern "Die Liebe" schuld.

Geht es nicht am Ende darum, endlich einmal Verantwortung für sich zu übernehmen? Zu akzeptieren, dass es einen Lebensweg gibt, den wir mitgestalten und der auf unseren Erfahrungen und Handlungen beruht, seien sie nun im Dieseits oder Jenseits angesammelt. Liebe ist ja vielleicht auch ein Ausdruck von Reife, von der Erkenntnis, dass es im Leben gilt sich zurückzunehmen, sich auf das Leben einzulassen. Die Schmerzen, die dabei unweigerlich mit in uns hineinfließen anzunehmen, sie als unbeständig anzuerkennen. Welchen Raum wir dann unseren Beziehungen geben und inwieweit wir anerkennen, dass wir auf engere Partner auch unsere Schmerzen und Verfehlungen übertragen ist ein ganz anderes Thema.

Ist also hier vielleicht nur eine große Angst angesprochen. Vor Liebe, vor Beziehung, oder vor beidem?

Ich denke, erst sollten grundlegende, zwischenmenschliche Interaktionen verstanden werden. Z.B. warum es sowas wie Beziehung überhaupt gibt, was sie ausmacht, wie sie gefärbt sind und vor allem was genau geschieht, wenn zwei Menschen sich austauschen und welchen Gesetzmäßigkeiten solch eine Dynamik folgt.

Wie im Großen so im Kleinen:

„Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus so wirkt eine gleichgroße, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A ." (Drittes newtonsches Gesetz)

Ist Liebe also etwas Universelles? Etwas, das man jedem Objekt und zu jeder Zeit in gleicher Weise entgegenbringen kann? Oder ist Liebe vielleicht eher ein Raum, der entsteht, wenn zwei Teile sich relativ hermetisch verbinden?

Gruß SK

Seelenfluegel - 2/12/2009 um 22:23


Zitat:
Liebe ist der Feind einer Beziehung.


Die Wortwahl empfinde ich etwas zu pathetisch. Aber in diesem Sinne würde ich es eher umdrehen:

"Die Beziehung ist oftmals Feind der Liebe"

Trotzdem, ich bin für eine andere Wortwahl, wie zB. " Liebe und Beziehung - passt das zusammen?"

Das Thema ist zu komplex, um sich mal kurz im Forum darüber auszulassen. Die Liebe, ein hochspirituelles Dingens, bekommt in Beziehungen ihren menschlichen Charakter. Wir benutzen Beziehungen, um im Namen der Liebe alle möglichen Gefechte auszuleben, Programme, Strukturen, die in uns stecken, uns nicht bewusst sind, und so uns in unserem Erleben dirigieren. Innere Problematiken gemäss dem Gesetz der Resonaz ins Aussen getragen. Das sind Strukturen, die dann erst hochkommen, wenn genug Liebe anwesend ist, um sie trotz ihrer eventuellen Negativität und Destruktion aus ihren unbewussten Dasein, und damit von ihrer Macht zu befrreien. Allerdings verlässt die Liebe dann leise den Raum, wenn Egoismus, Respektlosigkeit und Unachtsamkeit die Regie übernehmen. Dann schaffen wir unsere persönliche Hölle. Dann sind wir in der Lieb-losigkeit gelandet.

Silva - 3/12/2009 um 10:12

@seelenflügel: super post!

Alba Columba - 3/12/2009 um 11:35

Liebe ist der Feind einer Beziehung! Finde ich eine sehr interessante Aussage.
Meine Erfahrung sagt mir ganz klar, dass die Liebe, zumindest am Anfang die Beziehung ausmacht. Heine sagte :Nach der Liebe kommt die Freundschaft, und eben da angekommen ist eine Beziehung am Ende.
Ich beendete bis jetzt jede Beziehng nach ziemlich genau drei Jahren. Die Liebe geht oftmals Hand in Hand mit all den negativen Dingen die im Menschen stecken. Eifersucht, Mißtrauen Unsicherheit etc. Nach einer gewissen Zeit tauscht die Liebe mit diesen Dingen den Platz, und dann ist die Beziehung nur noch störend, und man kann sich nicht mehr auf das wesentliche konzentrieren. Liebe tut weh und kann sehr schmerzhaft sein. Naja , Liebe natürlich nicht, aber eben genau diese Dinge die sich dann einschleichen, wie der Nebel der langsam aufsteigt (schleichend)!!.
Also Liebe, bzw das was nach einer gewissen Zeit daraus wird, ist der Tot einer jeden Beziehung...

ps: ich habe noch ca 16 Monate vor mir...;-) :luxhello:

Seelenfluegel - 16/12/2009 um 12:45

So ein interessantes Thema....und kaum jemand wagt sich heran....Schade

Dafür: alle Achtung an diejengen, die sich bisher trotzdem trauten ;-)

gaileach - 2/1/2010 um 15:06

Interessantes Thema.

Liebe ist ein Feind für Beziehungen.

Was ist Liebe? Was wird uns heute als Liebe vermittelt?

In Filmen und Songtexten wird Liebe oft so dargestellt, dass man nur den "richtigen" finden muss und DANN PASST ALLES. Ist das eine realle Vorstellung? In der Psychologie sagt man, dass eben solche Fiktionen unerfüllbare Vorstellungen implizieren, die in der Realität zusammenbrechen müssen.
Ergo: Liebesfilme sind ein Feind von Beziehungen?!


Die Liebe lässt sich in allem finden, aber beschränken wir uns mal auf die Liebe zwischen Menschen.
Die Liebe ist für mich nicht der Rausch, den man im Verliebstsein erlebt.
Für mich ist sie ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Ich treffe einen Menschen, bin an seinem Schicksal interessiert, möchte an seinem Leben teilhaben, diese Person beschützen.
Dazu muss ich aber keine Beziehung mit dieser Person führen, ich kann diese Person auch aus der Ferne lieben, und muss sie nicht eng an mich binden.

Was sind heut zu Tage Beziehungen? Wie kann man in einer Welt/Zeit in der die Individuallisierung das höchste Streben ist, sich wirklich noch jemand ganz und gar auf eine andere Person einlassen?
Wie ist es möglich, den Weg dauerhaft gemeinsam zu gehen, wenn man in jeder Sekunde, die man voneinander getrennt ist der Abstand in der Entwicklung durch die heutige Reizüberflutung immer schneller auseinander driftet?

Was liebe ich eigentlich? Die Person, so wie sie WIRKLICH ist,was ich niemals erfahren werde, oder dass Bild, dass ich mir von ihr geschaffen habe?

Als Kind habe ich eine Geschichte von Wolfdietrich Schnurre gelesen, mit dem betreffenden Titel:

Liebe heißt loslassen können

Und das hat sich für mich immer wieder bestätigt.


[Editiert am 2/1/2010 um 15:11 von gaileach]

Seppel - 2/1/2010 um 23:45

Diese Aussage mag ich nicht besonders, sie wirkt so trostlos dahingeworfen.

Liebe lässt sich nicht in Worten fassen oder beschreiben auf irgendeine Art und Weise. Liebe definiert jeder für sich selbst, das ist klar.

Ich selbst hatte noch keine Beziehung, mit anderen Menschen, wo Liebe im Spiel war. Ich wollte nur eine Beziehung haben, doch im nachhinein weiß ich, das es nicht lange gehalten hätte und ich die Liebe, wie ich sie mir vorstellen, verwechselt habe mit Lust zur Liebe :)
Das ist mir bei vielen Anderen auch aufgefallen. Erst heißt es "Wir lieben uns", dann beginnen sie eine Beziehung und irgendwann endet das Ganze und es heißt auf einmal "Es war doch keine Liebe". Folglich ist nicht die Liebe der Feind der Beziehung, sondern etwas anderes!
Sollte man da nicht zu dem Schluss kommen "Liebe ist der Freund der Beziehung" ?
Um diese Aussage mal zu kräftigen, Meine Oma und mein Opa hätten dieses Jahr die Diamantene Hochzeit gefeiert, 60 Jahre Ehe, kein anderen Partner, ist das nicht Liebe? Beide harmonierten so mit einander, das ich sie mir getrennt garnicht vorstellen kann. Sie selbst streiteten nie mit sich selbst, nur mit Anderen und dann gemeinsam. Man könnte fast sagen, dass es eine eine Person ist mit 2 Gesichtern ist. Doch es kommt wie es kommen muss, getreu dem Motto: "Bis das der Tod uns scheidet"
Wenn man meinen Opa jetzt betrachtet, fehlt da irgendetwas, und was das sein kann, weiß denke ich jeder.

Ich würde sagen - Liebe = Beziehung - denn Beides kann ohne den Anderen nicht sein, wie es sich bei mir bewiesen hat!

mfg Seppel

BabyDrache - 25/1/2010 um 14:53

Also für mich klingt der Satz
"Liebe ist der Feind einer Beziehung"
wie ein Aphorismus - weil im normalen Sprachgebrauch "Liebe" und "Beziehung" in einem Atemzug genannt werden.
Es macht für mich durchaus Sinn, denn :

- eine Beziehung drückt sich meistens darin aus, daß man bestimmte Vereinbarungen, die man bewußt oder unbewußt miteinander getroffen hat, konstant einhält, das macht die Beziehung stabil

- wer in Liebe handelt, folgt den Impulsen des Göttlichen, die nicht unbedingt auf die Vereinbarungen der Persönlichkeit Rücksicht nehmen, denn das Göttliche offenbart sich in jedem Augenblick neu,
(Als Beispiel: man könnte seine Liebe für jemanden ja auch ausdrücken, indem man seinen Erwartungen eben nicht folgt!)

Nun- schaffe es, diese widersprüchlichen Ansinnen zu vereinbaren !!

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