Thema: Lenormand-Karten im Vergleich zu Tarot/Astro/Kabbala

Forum: Tarot

Autor: lovac


lovac - 2/7/2012 um 21:41

Hallo,

ich habe mal versucht, die 36 Karten der Lenormand zu sortieren nach verschiedenen Kriterien, die sinnvoll erscheinen. Einfach auch, weil mir bei den "blauen Eulen" oben das M und die Zahlen aufgefallen sind, die mir beim erlernen nicht erklärt worden sind.

Zunächst hab ich die Skat-Angaben aufgeschrieben. Je 9 Stück Herz, Karo, Pik und Kreuz. Oder nur die schwarzen und die roten - je 18 Stück. Oder je 4 Stück sortiert nur die Buben, Damen, Könige, und die Zahlen...

Immer mit der Absicht, herauszufinden wofür die Zahlen der Lenormand stehen.
Auch die Bedeutungen, die ich gelernt habe in Verbindung zu bringen, mit den Gruppen, die ich da gebildet hatte. Und wenn ich alle einfach zusammenzähle, bekomme ich gesamt 666.

Am sinnvollsten erscheint mir die Zusortierung mit dem Tarot auf die kleinen Arkana. Ich hab dazu das Crowley-Tarot Handbuch benutzt und dann die Asse, Prinzen, Prinzessinen, Königin und Ritter weggelassen. Also nur die Zahlen 10 - 2. Das sind dann jeweils auch 9 Stück und dürften die astrologischen Dekane repräsentieren. In dem Buch sind die Entsprechungen mit der Kabbala sehr schön aufgezeigt. Bleibt noch die Frage nach den "Farben" - Herz sind bestimmt die Kelche...

Muss ich morgen mal beim Hajo Banzhaf nachsehen, ich weiß das steht irgendwo in den Büchern...

Ein interessantes Bild ergibt sich, wenn man die Zahlen aus dem magischen Quadrat auf Seite 193 in "Symbolik und Bedeutung der Zahlen" mit dem Lenormand nachlegt. Eine wilde Mischung, die aber sicher erstmal nicht hilft, "das System" zu verstehen.

Hat jemand noch andere Ideen? Weiß jemand, was das M bedeutet?

Ariman - 3/7/2012 um 12:17

Dinge zu sortieren und einzuteilen, heisst nicht sie besser verstehen zu können, sondern das Unverstandene weg zu rationalisieren.

lovac - 3/7/2012 um 16:40


Zitat von Ariman, am 3/7/2012 um 12:17
Dinge zu sortieren und einzuteilen, heisst nicht sie besser verstehen zu können, sondern das Unverstandene weg zu rationalisieren.


na schön, und wie bitte komme ich dann zum Verständnis des Systems hinter den Karten? es wäre einfach mal toll zu forschen und weiterzukommen... ;(


Herz = Kelche
Karo = Münzen
Pik = Schwerter
Kreuz = Stäbe


[Editiert am 3/7/2012 um 17:22 von lovac]

Sarija   - 3/7/2012 um 20:27

Och, Liebes, was hast du denn?

Also, wenn du nur gern Analogien/Korrespondenzen wüsstest, da gibt es zu Kabbalah/Tarot von Crowley das Liber 777, und der Mann hat sich sehr lange und sehr viele Gedanken zu diversen Systemen gemacht. Lenormand-Karten allerdings stehen, glaube ich, nicht drin, passen meines Erachtens nach auch nicht so perfekt in das System.

Die Frage ist auch ein wenig, wie weit du überhaupt einen Überblick zumindest über den Aufbau z.B. eines Tarot-Decks hast. Der Einfachheit halber würde ich nicht als absoluter Anfänger versuchen, die Lenormand-Karten da unbedingt irgendwo gleichsetzen oder in Bezug setzen zu wollen.
Und da ich selber zu meinem Lenormand-Deck ein eher oberflächliches Verhältnis habe, könnten wir uns meinetwegen ein bisschen über Tarot unterhalten. Ich entschuldige mich da allerdings vorab, die Crowley-Harris-Karten mag ich wirklich gerne und sie reden auch mit mir, allerdings sind die Karten symbolisch sehr dicht gepackt, und z.B. von Astrologie verstehe ich schon viel zu wenig, als dass ich mein Wissen dazu als umfassend betrachten würde.
Vielleicht hilft's dir aber bei einem Einstieg, von daher - gerne, wenn du magst.
Kann sich ja ggf. jemand mit mehr Ahnung dazwischenschalten, wenn ich Mist erzählen sollte *g*

lovac - 3/7/2012 um 21:48

... bin gefrustet, weil ich nach etlichen Jahren einarbeiten in mehrere Gebiete noch nix so richtig im Zusammenhang kapiere und praktisch nutzen kann - gerade jetzt wo es so dringend nötig wäre! Es ist wichtig jetzt die richtigen Schritte vorwärts zu tun - aber bloß wie?

Danke Sarija! :) Die Lenormand sind normalerweise die Karten, mit denen ich am liebsten arbeite, aber die funktionieren im wesentlichen anders als der Tarot. Da das erstmal nur 36 Stück sind, statt 78 plus umgekehrte Bedeutungen, hatte ich die Idee damit zu beginnen... Ich will weg vom Bücherlesen nach dem legen der Karten und den Hintergrund selber verstehen! Tarot ziehe ich oft online auf der webpage, weil die Deutungen da so klasse sind und bei der Alltags-Bewältigung ganz gut helfen. Und Runen ziehe ich morgens beim Kaffee als Tages-Omen.

Also! Dann lass ich diese verrückte Idee jetzt erstmal sein und hole den Tarot vor!
Sollen wir dazu ein neues thread aufmachen?

Überblick hab ich versucht mir zu verschaffen mit einer Liste, wo ich alle Infos aus dem Crowley-Tarot Handbuch eingetragen habe. Dann hab ich erstmal etwas Astrologie gelernt und versucht Kabbala zu lesen, was ich noch schwieriger finde - aber eben auch ganz spannend. Geübt und gelegt hab ich bis jetzt mit dem Raider Waite, aber das Crowley-Deck hab ich auch da. Bücher vom Crowley - das Liber 777 lag seit gestern schon auf der Couch (!) - das werde ich mir mal gleich als nächstes vornehmen. Ist ja manchmal so, dass man beim zweiten mal lesen schon viel mehr versteht. Mich hatte es vor Jahren echt noch überfordert, um ehrlich zu sein. Und das Astrologick hab ich. In Astrologie hab ich einen Kurs in esoterischer Astrologie gemacht und habe die Bücher und Programm von Frank Felber. Hebräisch kann ich nicht, hab nur die Buchstaben mit Kalligraphie-Pen geübt zu zeichnen.

Vielleicht ist das ja genau der Anfang, den ich jetzt brauche. Ich schaue jetzt erstmal ins 777... Bis bald. Und danke für Deine Hilfe!!!

Viele liebe Grüsse :)


[Editiert am 3/7/2012 um 21:55 von lovac]

Tenebris - 4/7/2012 um 09:01

die zahlen nutzt man bsp. beim grossen kartenbild.
jede position ist ein haus von 1-36.
hast du nun ein spezielles themengebiet das du erschaust bsp 35 anker für die arbeit kannst du 2 dinge nebenher kuken.

WO liegt der anker ? abzählen in welchem haus er liegt. (wenns bsp im 22 haus liegt, weisst du das die wege einen einfluss drauf haben)
und welche karte liegt im 35. haus ?


http://www.angelina-schulze.com/shop/images/Uebersicht%20Le normand%201-36.jpg

die bücher von angelina schulze kann ich da sehr empfehlen. sie erklärt alles sehr gut und auführlich :) auch das it der korrespondenz :)

Sarija   - 5/7/2012 um 07:02

Hi Iovac,

gerne doch. Und mit dem Thread - wie du magst :)

lg,
S.

lovac - 5/7/2012 um 21:03

Hallo liebe Tenebris, vielen Dank für die Buchempfehlung und die Denkanstösse!!! :)

Ich habs gleich ausgelegt, mit Themenschau und zweimal großes Bild (da werden Karten herausgenommen und neu wieder reinsortiert für eine Zukunftschau). Arbeit/Geld, Kommunikation/Verbindungen und Privat/Öffentlich sind die Themen. Passt ja haargenau. Diese Themen schaue ich mir dann im Bild mit den entsprechenden Verbindungen an.

Nach der Haus-Methode liegt der Anker auf Pos.13 (Kind) und auf der Pos.35 der Bär. Im Zukunft-Bild liegt der Anker wieder auf Pos.13 und die Fische auf 35.

LG, lovac :thumbup:


[Editiert am 5/7/2012 um 21:04 von lovac]

lovac - 5/7/2012 um 21:38

Hi, liebe Sarija! :thumbup:
Ich versinke so ganz für ein paar Stunden in diesen Studien über den Büchern. Hach, das tut so richtig gut und lässt mal den Alltag effektiv vergessen...

Lach nich, aber mit dem 777 komme ich nicht wirklich gut klar. Dann fiel mir ein: ich hab ja noch das "Buch Thoth"! Das habe ich eben mit der Kabbala von Papus vorgekramt. Gut, dass bald WE ist - dann ist Zeit, das Ganze etwas zusammenhängender anzugehen.

Erstmal schaue ich jetzt die kleinen Arkana an, mit dem Crowley-Tarot Handbuch.

Bis bald, liebe Grüsse :redhead:

Sarija   - 6/7/2012 um 00:08

Achje, was hab ich denn da angerichtet ^^

Na, es ist schön, wenn es dir Spaß macht, aber du musst dich jetzt nicht meinetwegen mit Büchern quälen, dass das mal klar ist. Ich tu das selbst zwar schon manchmal, aber ich bin eher für Praxis, also, quatschen können wir auch gerne, ohne uns mit Fachausdrücken und berühmten Namen totzuschmeißen ;)
Ich dachte auch nur, weil du so gern Vergleiche anstellen wolltest ... als Lesebuch würde ich das 777 jetzt auch nicht unbedingt betrachten.

Und ich denke, da wären wir auch schon bei so einem Punkt, der hier evtl. eine Rolle spielt, dieses ganze Kabbalah- und Tarotzeug ist dermaßen verkopft, dass ich mich frage, wo da in einer Welt wie der Unseren der Ausgleich bleibt.. zumindest, wenn man es als Pseudo-Wissenschaft betreibt, also mit ganz viel Logik und Lernen und ganz wenig Intuition.

Also, ich fang einfach mal mit ein paar Gedanken zum Tarot an. Da ist die Frage, ob du damit hauptsächlich zu divinatorischen Zwecken arbeiten willst, dann reicht es fast schon, wenn du eine Beziehung zu den Bildern hast.
Ich persönlich bin da z.B. nicht für Computerprogramme, weil man genau diese Beziehung schwer bekommt, wenn daneben immer gleich Buchstaben stehen, die viel wichtiger erscheinen als die Karte selbst.
So, wenn du das mit der Divination kannst - die Fähigkeit liegt ja bei dir, nicht in den Karten - liefern die Karten dir in erster Linie den Rahmen, um es dir zu vereinfachen, deine Ahnung/Vorstellung/Wahrnehmung so auszudrücken, dass du selbst und/oder andere damit praktisch etwas anfangen können.
Tarotkarten mag ich dazu lieber als die Lenormand, weil sie tiefgründiger sind und sich für mich irgendwie weniger "steif" anfühlen.
Also, wenn du das kannst, den Rahmen so verstehen und nutzen, dass dabei eine sinnvolle Deutung herauskommt, ist es theoretisch schon relativ irrelevant, wie viele Bücher du gelesen hast. Die Bücher erlauben dir dann vielleicht, eine Karte innerhalb dieser Methode flexibler deuten zu können, den Kontext musst du aber immer selbst herstellen.
Ich achte bei so etwas gern erstmal auf so etwas wie: Große oder kleine Arkana? Personenkarten dabei, wenn ja, als Person oder als Prinzip? Farben; dominiert ein Element? Asse? Zahlen, die mehrfach auftreten?
Dann weiter im Detail: Kabbalistische und astrologische Entsprechungen der Karten - Planeten auf den Karten - diesbezüglich irgendwelche Beziehungen zu entdecken?
So, du ahnst also schon, wenn ich Karten lege, dauert das meistens etwas länger .. Ich deute zunächst meist ohne Texthilfe, es sei denn bei Karten, die bei mir so selten auftauchen, dass ich sie kaum mal gesehen habe - selbst da kann man sich über die Kartensymbolik und die kabbalistischen Entsprechungen i.d.R. aber schon eine Tendenz denken - und schau im Anschluss dann nochmal nach, aber das eher, um mir für die Zukunft noch das eine oder andere Stichwort anzueignen, das ich bislang nicht so präsent habe.

Beim Tarot gibt es nun auch noch die Möglichkeit, bzw. wurde ausgearbeitet, wie man die Karten im Hinblick auf die eigene Entwicklung nutzen können soll. Darüber hast du, wenn du dich mit Rosenkreuzern auseinandergesetzt hast, möglicherweise auch schon mehr gehört als ich... Man sollte sich bei dem System klarmachen, dass es zwar gerne als Stufenweg dargestellt wird, das aber in dem Sinne so nicht stimmen muss. Den Narr, den Magier und die Hohepriesterin z.B. kannst du nicht hierarchisch anordnen, es sind einfach unterschiedliche Aspekte bzw. Rollen im Gesamtspiel. Um dabei jetzt mal zu bleiben: Einzelne Karten mögen phasenweise eine größere Rolle spielen als Andere, von der Persönlichkeit hängt ab, welche Karten im Leben deutlicher an die Oberfläche kommen, und vom eigenen Entwicklungsstand dann noch, wie sie es tun.
Wenn du die Karten so betrachtest, bekommen sie meiner Ansicht nach eine wirklich esoterische Bedeutung, im Sinne eines Spiegels deiner eigenen Entwicklung. Du kannst dir z.B. eine Karte wie den "Tod" oder eine Karte, die du zur Divination häufig ziehst, einfach mal im Laufe der Zeit ansehen, und deine eigenen Eindrücke und Gedanken dazu festhalten. Früher oder später wird das möglicherweise mit den Stichworten aus dem Deutungsbuch überhaupt nichts mehr zu tun haben, und da wäre ich dann auch bei meinem Kritikpunkt an der Auswendiglernerei: Nicht nur die Karten, die für dich wichtig sind, werden sich im Laufe der Zeit ändern, sondern auch dein Verständnis der jeweiligen Karte, wenn du eine Rolle länger und besser kennen gelernt hast. Das ist insofern etwas Persönliches, da gibt es kein richtig und kein falsch, und das wirst du in keinem Buch finden.

Und wenn du da dann zu deiner eigenen Ordnung und deinem eigenen Verständnis kommst, kann dir auch egal sein, wer jetzt meint, dass bestimmte Karten an Position VIII oder an Position XI zu liegen haben, weil das dann irgendwie perfekter aussähe als sonst .. :p


So, ich hoffe, ich hab dich nicht erschlagen und es war irgendwas dabei, was du dir für den Thread hier vorgestellt hast *g*

lg und gute N8,
S.

lovac - 8/7/2012 um 22:25

Hallo Sarija, nein-nein ist alles okay hier.
Mich hatte nur verwirrt, dass Banzhaf die Zuordnungen wohl geändert hat. Im Überblick hab ich dann hier herum-gepuzzelt. Auch die Kabbala-Pfade sind unterschiedlich. Hab das erstmal weg gelegt und ne ganz tolle Tarot-Legung hingekriegt.

Klar, dass Dir Lenormand im Gegensatz einseitig vorkommen muss. Tarot hat eine ganz andere Tiefe.

Hab das Leornardo gelegt. Thema ist Prinzessin Scheiben, unbewusst 2 Schwerter. Basis ist 3 Scheiben, Tat zu deren Stärkung Prinz Kelche und Erkenntnis zur Stärkung 2 Kelche. Ziel 8 Scheiben mit höherer Bedeutung 6 Kelche. Unerwartete Einflüsse Königin Stäbe. Besonders die Ängste 8 Schwerter beschreiben die Situation hier sehr gut - aber das Störmanöver kann nichts nachhaltig zu Fall bringen. Sehr gut zu wissen. Konnte mich seit Monaten nicht entspannen, seufz.

Für die Entwicklung hatte ich bisher die Reise des Helden mit den 22 Trümpfen studiert. Man kann sich Jahreskarten vom Geburtsdatum errechnen. Bei Javane/Bunker sind auch die kl.Arkana mit bei. Und bei Angeles Arrien sind die 13 Herausforderungen/27 Fähigkeiten anhand der kleinen Arkana erklärt, auch mit Archetypen. Jetzt ist mir wieder bewusst, dass der Crowley ja gar nicht mit umgekehrten Bedeutungen arbeitet...

Macht Spaß hier. Danke für Deine Hilfe!!! :)
Liebe Grüsse, lovac

lovac - 10/7/2012 um 19:53

Sorry, hab nich viel geschlafen und bin echt nich gut beisammen.
Eigentlich könnte ich mich ja zurücklehnen, bei den Karten aber dieser Tag hat mal wieder deutlich gezeigt, dass was passieren muss.

Habe Den Weg eben gelegt, wo 3 Karten links mit dem Ist-Zustand (für bewußt, unbewußt und äußere Haltung) mit 3 Karten rechts als Verbesserungs-Vorschlag gelegt werden. Die erste Karte ("darum geht es": Chancen/Risiken) ist der Prinz der Stäbe. Der ist ja viel zu rabiat für so einen langweiligen Büro-Job. Wenn ich mir jetzt das Bild anschaue- was hat der denn da für komische Eiszapfen oder schlecht gemalte Hochhäuser auf dem Wagen geladen? Und das Zeichen auf seiner Brust- soein Blumen-Stern. Witzig, dass die 8 Scheiben (in der Legung oben ein greifbares Ziel) hier jetzt auf der linken Seite liegen und durch Königin der Scheiben als Vorschlag ersetzt werden sollen. Das muss ich mir nochmal genau anschauen.

So Legungen lassen sich nicht gut darstellen auf einem forum...


Tarot zu divinatorischen Zwecken. Die Kartenlegerin, bei der ich Lenormand gelernt habe, meinte, dass eine Legung für 6 Monate gültig sei. Ich finde das Quatsch. Ich arbeite jetzt knapp 10 Jahre damit und denke, es ist immer nur ein Abriss von dem was gerade ist. Deshalb lege ich selten das ganze Blatt aus, sondern arbeite freistil mit Fragen und wenigen Karten. Ich hab die immer griffbereit und unterstütze damit meine Intuition. Der ganz große Zukunftsblick wäre mir fremd. Tendenzen für Veränderungen sind viel wichtiger und so wie ich das mache, habe ich immer eine Begleitung an der Hand. Und weil der Lenormand in Reihen gedeutet wird, hat es dann auf die schnelle den Vorteil, eben weil es die Tiefe des Tarot nicht hat. Alltags-Zusammenhänge lassen sich so schnell mal abfragen und das unterstützt eine Meditation über den vergangenen Tag.

Liebe Grüsse, ~

lovac - 10/7/2012 um 20:34


Zitat von Sarija, am 6/7/2012 um 00:08

Beim Tarot gibt es nun auch noch die Möglichkeit, bzw. wurde ausgearbeitet, wie man die Karten im Hinblick auf die eigene Entwicklung nutzen können soll. Darüber hast du, wenn du dich mit Rosenkreuzern auseinandergesetzt hast, möglicherweise auch schon mehr gehört als ich... Man sollte sich bei dem System klarmachen, dass es zwar gerne als Stufenweg dargestellt wird, das aber in dem Sinne so nicht stimmen muss. Den Narr, den Magier und die Hohepriesterin z.B. kannst du nicht hierarchisch anordnen, es sind einfach unterschiedliche Aspekte bzw. Rollen im Gesamtspiel.


Nee, davon habe ich noch nicht gehört - bei den Rosenkreuzern war es mir zu langweilig ehrlich gesagt. Lekturium versenden solche Briefe vor denen man dann alleine hockt und Amork haben für Gäste Diskussions-Runden. War ich wohl damals noch zu jung zu...

Zitat:
Wenn du die Karten so betrachtest, bekommen sie meiner Ansicht nach eine wirklich esoterische Bedeutung, im Sinne eines Spiegels deiner eigenen Entwicklung. Du kannst dir z.B. eine Karte wie den "Tod" oder eine Karte, die du zur Divination häufig ziehst, einfach mal im Laufe der Zeit ansehen, und deine eigenen Eindrücke und Gedanken dazu festhalten. Früher oder später wird das möglicherweise mit den Stichworten aus dem Deutungsbuch überhaupt nichts mehr zu tun haben, ...


Das ist ne gute Idee!
Mir fällt da der Stern ein, den finde ich auch am "schönsten". Den Mond mag ich nicht so... Und bei Dir?

Zitat:
... und da wäre ich dann auch bei meinem Kritikpunkt an der Auswendiglernerei: Nicht nur die Karten, die für dich wichtig sind, werden sich im Laufe der Zeit ändern, sondern auch dein Verständnis der jeweiligen Karte, wenn du eine Rolle länger und besser kennen gelernt hast. Das ist insofern etwas Persönliches, da gibt es kein richtig und kein falsch, und das wirst du in keinem Buch finden.


nein-nein, nicht falsch verstehen - ich wollte nicht auswendig lernen sondern den Überblick über das gesamte System versuchen und kam dann nicht so gut klar...

Zitat:
Und wenn du da dann zu deiner eigenen Ordnung und deinem eigenen Verständnis kommst, kann dir auch egal sein, wer jetzt meint, dass bestimmte Karten an Position VIII oder an Position XI zu liegen haben, weil das dann irgendwie perfekter aussähe als sonst .. :p

So, ich hoffe, ich hab dich nicht erschlagen und es war irgendwas dabei, was du dir für den Thread hier vorgestellt hast *g*


:thumbup:

lovac - 10/7/2012 um 20:36

Ha!!! Jetzt hat das auch geklappt mit den Zitaten, yey!!!

Sarija   - 11/7/2012 um 20:24

Hi lovac,

kein Problem, du schreibst doch verständlich .. Stimmt, Darstellungen sind schwierig, am ehesten ginge es vermutlich noch über Bilder ... oder sich mit Zeichen irgendein Schema malen.

Ich hätte aber gerade mal eine Anmerkung, die etwas von den Karten weggeht:


Zitat von lovac, am 10/7/2012 um 19:53
Eigentlich könnte ich mich ja zurücklehnen, bei den Karten aber dieser Tag hat mal wieder deutlich gezeigt, dass was passieren muss.

Das und Ähnliches hast du jetzt schon mehrfach geschrieben, aber wieso berufst du dich dabei auf die Karten?
Und nimm mir das nicht übel, aber ich habe den Eindruck, du orakelst ein bisschen viel. Wenn dir deine Intuition sagt, dass etwas nicht stimmt, wäre vielleicht Schattenarbeit angesagt, aber um etwas zu ändern, das dir nicht gefällt, solltest du auf gar keinen Fall die Aufforderung oder gar "Erlaubnis" deiner Karten oder Runen benötigen. Wie ich schon schrieb, es soll ein Hilfsmittel sein, um ggf. ein klareres Bild zu finden, aber von solchen Hilfsmitteln kann man sich auch abhängig machen, und an dem Punkt wird es dann eher ein Hindernis als entwicklungsfördernd.

Und sorry, wenn du gern Kommentare zur Legung hättest .. einerseits bin ich vorsichtig mit so etwas, weil ich davon ausgehe, dass die Karten ja "deine Sprache" sprechen .. meine z.B. wissen ja, dass ich auch auf die Planetensymbole achte, wenn für dich andere Aspekte im Vordergrund stehen oder Karten gar eine komplett andere Konnotation haben als das bei mir der Fall ist, wäre meine Interpretation da vermutlich wenig hilfreich. Es sei denn, du wolltest mal andere Gedanken zu einzelnen Karten oder dem Gesamtbild hören.

Zitat:
Tarot zu divinatorischen Zwecken. Die Kartenlegerin, bei der ich Lenormand gelernt habe, meinte, dass eine Legung für 6 Monate gültig sei. Ich finde das Quatsch. Ich arbeite jetzt knapp 10 Jahre damit und denke, es ist immer nur ein Abriss von dem was gerade ist.[...] Alltags-Zusammenhänge lassen sich so schnell mal abfragen und das unterstützt eine Meditation über den vergangenen Tag.

Ja, sicher ist das mit dem Abriss so, und sich bewusst mit dem zu beschäftigen, was man erlebt, ist ebenfalls nicht verkehrt. Nur sollte man wissen, wann es wichtiger ist, zu betrachten und zu analysieren, und wann einfach mal angepackt werden muss, ohne zehnmal nachzufragen und drüber nachzudenken.
Ich habe den Eindruck, du hast deine Karten schon ganz gut verstanden und weißt, was zu tun ist, von daher: Worauf wartest du noch?


Zitat:
Nee, davon habe ich noch nicht gehört - bei den Rosenkreuzern war es mir zu langweilig ehrlich gesagt. Lekturium versenden solche Briefe vor denen man dann alleine hockt und Amork haben für Gäste Diskussions-Runden. War ich wohl damals noch zu jung zu...

Du, ich glaube, man ist nie zu jung oder zu alt für die Entscheidung, seine Zeit nicht verschwenden zu wollen, und wenn der Weg nichts für dich ist, mag das einfach so sein und bleiben.

Zitat:
Mir fällt da der Stern ein, den finde ich auch am "schönsten". Den Mond mag ich nicht so... Und bei Dir?

Den Stern fand ich ehrlich gesagt lange schmerzhaft schön, die Lust war zeitweise meine absolute Hasskarte... aufs Crowley-Harris-Deck bezogen.
Hübscher finde ich die meisten Trümpfe im Rider-Waite-Deck, aber eine wirkliche Beziehung bekam ich darüber nicht. Kommt ein wenig darauf an, wie man mit den Karten kommunizieren will, was besser ist, denke ich. Für Schattenarbeit mag ich das Crowley-Deck eindeutig lieber.

Zitat:
nein-nein, nicht falsch verstehen - ich wollte nicht auswendig lernen sondern den Überblick über das gesamte System versuchen und kam dann nicht so gut klar...

Hm, was mir dazu noch einfällt: Hast du dich mit den Planeten mal befasst?
Jetzt zur Verbindung mit dem kabbalistischen Baum des Lebens: Einerseits kann man sich ja wirklich, gerade bei den kleinen Arkana, die Karten erstmal nach Zahlen und Elementen sortieren, und das dann in Bezug zur jeweiligen Sephirah betrachten, andererseits sind im Crowley-Deck ja auch noch so einige astrologische Aspekte mit inbegriffen.

Zitat:
Ha!!! Jetzt hat das auch geklappt mit den Zitaten, yey!!!


:thumbup:

;)

lg,
S.

lovac - 12/7/2012 um 22:38

Hi Sarija, bin heute mal anders heran gegangen und im leichten schamanischen Zustand eine Crowley Karte gezogen - und dann zuerst das Bild selber gedeutet, danach im Thoth nachgelesen. Das jetzt nur aus kreativem Lerneffekt, nicht als Orakel - einfach mal ein anderer Zugang dazu, eben nicht so "verkopft" wie Du meintest. Keine Deutungstexte. Komisch, da taucht immer wieder ein bestimmtes Symbol auf in letzter Zeit...

Sollte sich keiner genötigt fühlen, hier für mich eine Legung zu deuten - so war das nicht gemeint! Läuft alles hier ganz anders, als ursprünglich gedacht - aber das ist ganz gut, finde ich. Macht ja gerade das kreative aus, oder. Für mein "richtiges Leben" kann ich diesen Standpunkt zZ leider nicht so leicht einnehmen
:redhead:

Wie benutzt man die Karten denn für die eigene Entwicklung, dieser Stufenweg von dem Du gesprochen hast? Wenn ich dazu "meine (oft gezogenen) Karten" wissen muß, müsste ich jetzt viel öfter einfach welche ziehen. Tarot-Karten hab ich in den letzten sechs Jahren oder so, gar nicht benutzt. Letzte Zeit online nur einzelne Karten auf spezielle Fragen, nicht als Legung für mich.

Braucht man diese Entwicklungs-Stufen für die Schattenarbeit?

Die Planeten - entsprechen die Sefiroth denn den Planeten, zB Binah = Saturn?
Die großen Arkana entsprechen dann den Pfaden des Baumes, die sind bei Papus anders zusortiert. Welchem Arkana sprichst Du dem Pfad Chokma-Tipharet zu, bitte?

Bis bald, liebe Grüsse! ~

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