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Autor: Betreff: Magisches Weltbild - materialistisches Weltbild - Segen oder Fluch?
Administrator
Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 1465
Registriert: 3/2/2006
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 25/11/2012 um 01:44  
Ist es ein Segen oder ein Fluch, dass man im Gegensatz zur Mehrheit in dieser oberflächlichen Konsumgesellschaft sein magisches Denken und Wahrnehmen entdeckt hat?

Die Frage hat nichts mit Magie zu tun - wohl aber mit einem selbst - und was Magie und ihr Weltbild mit einem macht, solange man damit noch in einen Gegensatz zu seiner materialistisch denkenden Umwelt dasteht.

Nach meiner Erfahrung kommt es irgendwann zu einer INTEGRATION - da ist kein Gegensatz mehr zwischen einem materialistischen Weltbild und einem magischen Weltbild.

Und zwar dann, wenn man erkennt das JEDES Bewußtsein - sei es magisch oder materialistisch - eine selbstkreierte Illusion ist.

Und dieses NOCH JENSEITS VON NICHTS ist der Ur-Sprung aller Schöpfungsillusionen.

Man kommuniziert dann nicht mehr mit einem Weltbild, sondern DIREKT mit demjenigen, der dieses Weltbild gerade erschafft.

Segen oder Fluch sind Spielweisen von selbstkreierte Assoziation oder Resonanzen.

Zwanghaftes Assoziieren aus dem Unbewussten: Das Unbewusste verschwindet an dem Punkt, an dem man erkennt, dass man es selber erschaffen hat und warum...

Ein Grund, sich selber ein Unbewusstes zu erschaffen, ist der Wille, Dinge nicht erleben zu wollen.

Ein weiterer Ur-Grund für unser Unbewusstes ist z.B. Anhaftung an eine Identifikation - und dass diese Anhaftung benutzt wurde, uns auszutricksen, eine Fremdbestimmung zu programmieren (so funktioniert auch Hypnose). Diese Anhaftung - damit befasst sich tiefer der Buddhismus - ist damit eine Vorbedingung für unser Unbewusstes.

Manipulative Magie benutzt jetzt unbewusste Zwänge, um ein erwünschtes Resultat zu erzielen.

Schattenmagie z.B. befreit von unbewussten Zwängen - um mehr wahrnehmen und mehr kreieren zu können - aus dem ur-sprünglichen Nichts heraus.

Aus sich selber heraus existieren KEINE Weltbilder. Aus sich selbst heraus existiert KEINE Wahrheit. Ein Schalk wie Crowley würde an diesem Punkt sagen: nicht einmal das ist eine Wahrheit! ALLES LÜGE!
Und deshalb schrieb Crowley auch keine Bibel - sondern sein Buch der Lügen!

Es gibt lebendige Wesen, die Weltbilder und Wahrheiten - mehr oder weniger bewusst - kreieren.

Oder erlügen.

Kein Unterschied DA!

ES EXISTIERT KEINE WAHRHEIT - UND SELBST DAS IST EINE LÜGE - SAGTE DER ZWERG ZU DER SCHLAFENDEN KATZE!

(das ist jetzt Selbstironie!)


grüssli merlYnn


[Editiert am 25/11/2012 um 02:06 von GeorgeTheMerlin]
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Speculum

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 25/11/2012 um 10:16  
also ich hab das buch der lügen anders verstanden....


____________________
any sufficiently analyzed magic is indistinguishable from science

∵ indagator ∴ insolitus
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Incognitus
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Kerzenflaemelein
Beiträge: 59
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red_folder.gif erstellt am: 25/11/2012 um 16:09  
Denkst du es gibt einen Weg zu leben, ohne Suche nach Wahrheit in den Lügen/illusionen oder sich eine solche kreieren zu müssen, und ständige Konflikte mit den Wahrheiten/illusionen anderer?


(vielleicht sollte ich dieses Buch von Crowley auch mal lesen ^^)


____________________
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 26/11/2012 um 17:29  
Ich finde es kommt immer ganz darauf an wie man mit dem Leben mit Magie um geht es ist teil weise ein Fluch aber auch ein Segen kommt immer drauf an aber ist das andere leben nicht auch das ein Fluch das man auf Erden wandert genauso es ein Segen sein Kann wen mann in die Anderen Welten des Todes übergeht. Aber wenn mann den Körper der einen Ein Kerkert entrinnen kann so kann man doch das ganze potenzial seiner Magischen Fähigkeiten erfahren ......

P.s.: Ich finde die Lehren von Lafey doch sehr interessanter als Crowley da Meinung nach Crowley doch ganz schön seine Perversion aus gelebt hat mit seinen Jüngern ;)
Antwort 3
Lux
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Azzazel
Beiträge: 14
Registriert: 20/11/2012
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 13:19  
GeorgeTheMerlin
Quelltextbereich einfügen:
Man kommuniziert dann nicht mehr mit einem Weltbild, sondern DIREKT mit demjenigen, der dieses Weltbild gerade erschafft



Wer ist Man :)? Man Selber :D ? Und wer soll dieses Selber Sein:D ?
Sicher das andere die Weltbilder erschafen ? Evtl Träumst du das nur :)
Aber ich will mich ja nicht in deine Welt einmischen ssshshs ;)

LG Azzazel


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Hat Er einen Plan oder nimmt Er die Dinge wie sie grad kommen ?
destroying the illusion
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 14:09  

Zitat von Azzazel, am 27/11/2012 um 13:19

Wer ist Man :)? Man Selber :D ? Und wer soll dieses Selber Sein:D ?
Sicher das andere die Weltbilder erschafen ? Evtl Träumst du das nur :)


Aha!!! :)

___________________________________________________________


ES EXISTIERT KEINE WAHRHEIT - UND SELBST DAS IST EINE LÜGE - SAGTE DER ZERG ZU SEINER SCHLAFENDEN KATZE

... und wunderte sich über die seltsame Anziehungskraft der Katze. Diese nahm zu, je näher er seiner schlafenden Katze kam. Also ging er näher an sie heran und wähnte sich auf einmal mehr und mehr IN der Katze zu sein.

Und gewahrte zu seiner Überraschung, dass die Katze träumte, ein Zwerg zu sein.

NEIN, SIE TRÄUMTE SOGAR, ER ZU SEIN!

Daher also diese seltsame Anziehungskraft, dachte er bei sich und zog sich wieder zurück aus der schlafenden der Katze. Denn er drohte mehr und mehr sich zu verlieren,

EINS ZU WERDEN MIT DEM TRAUM DER KATZE ÜBER IHN SELBER.

Welch ein Trick - gefangen in einer ABSOLUTEN RESSONANZ ZU SICH SELBER. Gefangen in einen träumenden Katzenkörper - diese ERLEIDEND - aber auch sogar mit der Illusion einer völligen Freiheit, wenn er diese in der Katze nur träumte.

_______________________________________

Aber HERAUSZUKOMMEN war jetzt viel schwieriger als hereinzukommen ....


grüssli merlYnn
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Lux
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Azzazel
Beiträge: 14
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red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 14:16  
@GeorgeTheMerlin :D

Die Welt ist ein dreckiges Häuschen voller Spinnen . Spinnen ? Wieso spinnen ?iggit weshalb Spinnen ?
Na warum den nicht ? :)

creation of the creation in the creation :cool: :redhead:


[Editiert am 27/11/2012 um 14:17 von Azzazel]



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Hat Er einen Plan oder nimmt Er die Dinge wie sie grad kommen ?
destroying the illusion
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 14:56  

Zitat von Azzazel, am 27/11/2012 um 14:16
@GeorgeTheMerlin :D


Na warum den nicht ? :)





:)
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Lux
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Azzazel
Beiträge: 14
Registriert: 20/11/2012
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 17:56  
@GeorgeTheMerlin Du bist dran wieder etwas zu schreiben ,das letzte von dir hat mir sehr gefallen.

Bin schon gespannt


LG Azzazel


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Hat Er einen Plan oder nimmt Er die Dinge wie sie grad kommen ?
destroying the illusion
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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 27/11/2012 um 19:57  
aber wenn aus deiner Sicht die Katze die Welt erträumt bist du dir dann sicher das du schreibst oder vielleicht doch die Katze.....
Antwort 9
Incognitus
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Feluna
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 13:32  
Ich empfinde es schon manchmal als schwierig ein magisches Weltbild neben dieser sehr materialistisch geprägten Welt zu haben. Aber nicht, weil mir das Erhalten des magischen Weltbildes schwerfällt, sondern das Glauben an diese/ihre Welt, die mir öfter immer bedeutungsloser erscheint, oberflächlicher, stupider und primitiver. Ohne Magie totlangweilig.

Ob alles Illusion ist? Möglich. Ist das wichtig? Ich denke nicht.

Wenn ALLES Illusion ist, ist es wiederrum auch keine, weil Illusion, als Gegenstück zur Wahrheit auch nur als solche existiert, ebenso die Wahrheit.
Und wenn nichts wahr ist, heißt es nicht gleich es ist eine Lüge. Diese Worte kommen mir doch sehr menschlich vor.
Und wenn es eine Lüge ist, dann gibt es eine Wahrheit, da sonst niemand lügen könnte.

Wie du sagst, es ist kein Unterschied da.

Und mit diesen Gedanken, ist es noch schwerer, diese Welt ernst zu nehmen. Ebenso ihre Menschen und täglichen Schwachsinnigkeiten, die sie treiben lassen im Strom der illusionistischen Nichtigkeit.

Dennoch merk ich in mir etwas, dass sich gegen diese Gedanken wehrt. Das ist möglicherweise normal. Oder ein Abwehrmechanismus gegen den sich anbahnenden Wahnsinn, der sich bei gewissen Gedankengängen manifestieren möchte.

Super Thema
Liebe Grüße

1 = 0


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Die Welt ist wirklich komisch, aber der Witz ist die Menschheit.
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Artifex
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 14:22  
Ich denke die Sichtweise ist ganz klar von Vorteil. Nicht nur, weil Vielseitigkeit der Monotonie generell vorzuziehen ist, sondern weil sie Einsichten bringt, Entwicklung und inneren Fortschritt. Nicht auszudenken in welcher Verfassung man wohl wäre, würde man diese Schritte missen.

Schätze, daß ich jemand anders wäre, würde mir dieser Teil gefehlt haben. Jemand der nicht so zufrieden und im Einklang ist mit sich und seiner Umwelt. Jemand, ohne die Herrschaft über sich selbst und das ist ein Leben, was ich nicht so hätte führen wollen, wüsste ich um Alternativen und bleiben sie mir verwehrt.

Das magische Weltbild empfinde ich als Bereicherung oder z.T. gar als Grundlage, teilweise so sehr, daß mir das Verständnis für rein aufs Materialistische bezogene Mitmenschen abhanden geht. Was ich okay finde. Ich habe mich damit abgefunden, daß es Menschen gibt, die ich nicht verstehen werde oder möchte. Überbewertet, so lange man selbst weiß, was man tut und nicht komplett das Gespür für angemessene Interaktion verliert, wie ich finde.

Ich schließe mich Feluna an, daß es nicht wichtig ist, ob alles Illusion ist. Wäre es das, müsste man sich zwangsläufig vertieft mit genau dieser Frage auseinandersetzen, ob man will oder nicht, egal in welchem der Weltbilder man zuhause ist. Aber das muss man ja nicht. Man kann sich mit Wahrheit (wie auch immer eine solche aussehen mag) und Illusion befassen, es ist - gewissermaßen - intellektuelles Luxus- und Statusgut, allerdings eher im Sinne der Ehrpflicht als mit der negativen Konotation der komplexbehafteten Verschwendung. Leider aber auch von ähnlich niedrigem praktischen Nutzen wie Statusgüter von Haus aus sind.

Was die Integration angeht, sehe ich das ähnlich wie Du. Das ist aber ein Ereignis, welches das Ende eines gewissen Abschnittes des Gesamtweges markiert und mit einer abgeschlossenen inneren Transformation eine neue Persönlichkeitsepoche einläutet, die sich gefühlt vom "Suchenden" zum "Findenden" wandelt (auch wenn ich solche Begriffe nicht besonders mag, beschreiben sie das Wahrgenommene in dem Fall ganz gut).

Ich finde aber sehr bezeichnend für die neue Phase, daß man Informationen (seien sie wahr oder nicht) stehenlassen kann, sie nicht mehr werten muss, um mit ihnen arbeiten zu können und/oder über sie entscheiden zu können. Lüge und Wahrheit werden so irrelevant wie die Weltbilder zueinander und letztlich bleibt das übrig, was man zu tun entscheidet. Ob man nun das Ego an der Stelle versucht aufzulösen oder als Fokus benutzt, ist denke ich gleich - wobei der Trend immer mehr in erstere Richtung geht.


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Ich bin von der Nachtschicht. Glaubst Du an Geister?

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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 14:51  
Hi zusammen,

erstmal an alle: Schöner Thread und schöne Beiträge :thumbup:


Zitat von LoS, am 28/11/2012 um 14:22
Ich schließe mich Feluna an, daß es nicht wichtig ist, ob alles Illusion ist. Wäre es das, müsste man sich zwangsläufig vertieft mit genau dieser Frage auseinandersetzen, ob man will oder nicht, egal in welchem der Weltbilder man zuhause ist. Aber das muss man ja nicht. Man kann sich mit Wahrheit (wie auch immer eine solche aussehen mag) und Illusion befassen, es ist - gewissermaßen - intellektuelles Luxus- und Statusgut, allerdings eher im Sinne der Ehrpflicht als mit der negativen Konotation der komplexbehafteten Verschwendung. Leider aber auch von ähnlich niedrigem praktischen Nutzen wie Statusgüter von Haus aus sind.


Ich muss euch da widersprechen, aus meiner Erfahrung heraus - wichtig sind Fragen zu Realität - Illusion - Leerheit mEn sehr wohl, auch und gerade für die magische Praxis. Ich stimme dem zu, dass es im Westen irgendwie zum Statussymbol verkommen ist, sich damit zu befassen. Statt den Tod auseinanderzunehmen und das Leben in seine Einzelteile zu zerlegen, werden solche Phänomene lieber entweder an den Rand geschoben und ignoriert oder wie Götzen angebetet. Was schade ist, wenn man sich mit beidem mal vernünftig befassen würde oder je vernünftig befasst hätte. Mit dem Bewusstsein der Vergänglichkeit und der Auseinandersetzung zu Realität und Illusion fängt der Ausbruch aus einer allzu gefestigten/unflexibel (unfreien) Welt doch gerade an.

Ich für meinen Teil verstehe auch nicht, was für einen Terz immer darum gemacht wird, dass ein partielles Verstehen dieser Themen irgendetwas mit spirituell-magischem "Status" im Sinne von "Haha, ich bin in meiner spirituellen Entwicklung weiter als du" (btw beachte man die Ironie dieses Satzes) zu tun haben soll. Eigentlich ist Leerheit/Realität/Illusion das tägliche Brot in einer vernünftigen magischen Praxis, und ein erstes Verständnis davon gerade mal der erste Türspalt, durch den man einen Blick aufs Wesentliche erhaschen kann. Schade von daher, dass die Beschäftigung damit meiner Erfahrung nach auf einen so hohen Sockel gestellt wird, dass niemand mehr in der Lage ist, ernsthaft darüber zu diskutieren.
So betrachtet wäre es wünschenswert, dass ernsthafte Meditation einen etwas besseren Status bekäme, und das nun auf Praxis bezogen und nicht auf gesellschaftlich anmutendes hierarchisches Denken.

Und ums nochmal klar ins Thema zurückzuführen: Eigentlich ist genau dieser Themenkomplex der Schlüssel zum Verständnis davon, dass es sowas wie ein "Materie vs. Magie" überhaupt nicht gibt. Buddhistisch ausgedrückt sind Samsara und Nirvana am Ende eben nichts voneinander jeweils Unabhängiges/Getrenntes.

lg @all,
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Antwort 12
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Azzazel
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 15:21  
Die Illusion ist ja nur das ;dem man unterliegt wie der eigenen wahrnehmung.


Z.b Magier glauben oft Sie wären weiter als normale Menschen , das dem nicht so ist würde jeder merken,wenn er mal ernsthaft sich mit dem innern Wesen des gegenüber unterhält.

Es ist sogar oft das Gegenteil die normalen Menschen sind reifer als die Magier von heute.


Einen weitere illusion ist der Glaube den viele haben das was Sie erleben sei auch für andere gültig.

Das Nirvana ist eben hier und das Paradis wie die Hölle dicht zusammen gedrängt. Es kommt nur auf die Perspektive an.

LG Azzazel


[Editiert am 28/11/2012 um 15:22 von Azzazel]



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Hat Er einen Plan oder nimmt Er die Dinge wie sie grad kommen ?
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Incognitus
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Feluna
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 16:13  

Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51

So betrachtet wäre es wünschenswert, dass ernsthafte Meditation einen etwas besseren Status bekäme, und das nun auf Praxis bezogen und nicht auf gesellschaftlich anmutendes hierarchisches Denken.

Und ums nochmal klar ins Thema zurückzuführen: Eigentlich ist genau dieser Themenkomplex der Schlüssel zum Verständnis davon, dass es sowas wie ein "Materie vs. Magie" überhaupt nicht gibt. Buddhistisch ausgedrückt sind Samsara und Nirvana am Ende eben nichts voneinander jeweils Unabhängiges/Getrenntes.

lg @all,
S.


Schön gesagt. :)

Materie vs. Magie ..daran glaube ich sowieso nicht.
Materialismus vs. Magie (was in meinem Verständnis etwas ganz anderes ist) existiert zumindest in den Köpfen einiger Menschen.

Ich selbst empfinde das Weltbild "Materialismus" nicht als falsch oder als Gegensatz zum magischen Weltbild, sondern eher als..."weniger". Die Grenzen des Weltbildes sind gezogen, wobei ich beim magischen Weltbild an sich keine Grenzen sehe...



Zitat von LoS, am 28/11/2012 um 14:22


Ich finde aber sehr bezeichnend für die neue Phase, daß man Informationen (seien sie wahr oder nicht) stehenlassen kann, sie nicht mehr werten muss, um mit ihnen arbeiten zu können und/oder über sie entscheiden zu können. Lüge und Wahrheit werden so irrelevant wie die Weltbilder zueinander und letztlich bleibt das übrig, was man zu tun entscheidet. Ob man nun das Ego an der Stelle versucht aufzulösen oder als Fokus benutzt, ist denke ich gleich - wobei der Trend immer mehr in erstere Richtung geht.


^^ Interessant, eine sich herauskristallisierende Philosophie als Trend wahrzunehmen. Ich denke, es wird oft übersehen, dass allgemeine Weltbilder bezeichnend für eine Zeit/Epoche sind und ebenso trendabhängig und wechselhaft sein können, wie die derzeitige Mode. Vielleicht in einem weniger kurzen Zeitraum
betrachtet. Zur Zeit ist es bei dem Großteil der Menschenmasse wohl die Wissenschaft und das materialistische Weltbild, bei den magisch geprägten Menschen vllt in der Auflösung des Egos wie du beschrieben hast.

Im Großen und Ganzen interessiert sich das praktisch-veranlagte "Ich" in erster Linie dafür, inwiefern eine andere Ansicht dieser Welt mein Leben und mein Handeln verändert und ob das überhaupt wichtig oder möglich ist und irgendeine weitergehende Veränderung nach sich zieht.


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Artifex
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 17:06  

Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Ich muss euch da widersprechen, aus meiner Erfahrung heraus - wichtig sind Fragen zu Realität - Illusion - Leerheit mEn sehr wohl, auch und gerade für die magische Praxis.


Ich denke durch die im Menschen verankerte Zwangssubjektivität und Wahrnehmungsfixierung, ist ein echtes objektives Befassen und Unterscheiden eigentlich nicht möglich. Teile und Aspekte einer Persönlichkeit können zwar nah an eine Formobjektivität kommen und den Betrachtungspunkt einnehmen, aber ich denke man macht sich was vor, wenn man denkt, daß die Informationen die man durch solche Betrachtungen bekommt "wahrer" sind als andere. Sie sind nur anders.

Und ob das als zusätzliche oder ausschließliche Info die Handlung des Einzelnen beeinflusst, ist ja der Person selbst überlassen. Ich finde diese (manchmal selbstauferlegte) Perspektivenabhängigkeit ist ein ziemlich ausgereizter Hype, der mir die Frage aufzwingt, was das alles (außerhalb von mir) mit meiner mich ausmachenden Handlung und Dynamik (mit Ursprung in meinem Kern) zu tun haben soll - oder gar muss? Man macht sich in meinen Augen dadurch sehr von Außeneinflüssen abhängig. Ich finde, man kann durchaus die Entscheidung treffen, Realitäten, Wahrheiten, Illusionen und Lügen als "Manifestationen von Konsequenzen", Ereignisvarianten oder ähnliches zu betrachten ganz ohne irgendwo anders Abstriche zu machen. Ich empfinde das Loslassen dieses konstruktorientierten Denkens ist eigentlich der Schlüssel zur Tür, hinter der sich das Interessanteste Verbirgt. Es ist wie mit allen Einteilungen - richtig und falsch, blau und orange, hell und dunkel - gewöhnt man sich erst die Begriffe ab, fängt man an zu bemerken wie viel dazwischen liegt. So sehe ich das auch hier.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Ich stimme dem zu, dass es im Westen irgendwie zum Statussymbol verkommen ist, sich damit zu befassen. Statt den Tod auseinanderzunehmen und das Leben in seine Einzelteile zu zerlegen, werden solche Phänomene lieber entweder an den Rand geschoben und ignoriert oder wie Götzen angebetet.


Ich finde, hier wirfst Du ein wenig viel in einen Bottich. Phänomene und Weltbilder sind meiner Ansicht nach zwar miteinander in Interaktion, aber das ist wie mit einem Hammer und Schrauben: Gehört beides in die Werkzeugkiste, kann man zusammen benutzen, aber eigentlich machts anders (in meinen Augen) mehr Sinn.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Was schade ist, wenn man sich mit beidem mal vernünftig befassen würde oder je vernünftig befasst hätte. Mit dem Bewusstsein der Vergänglichkeit und der Auseinandersetzung zu Realität und Illusion fängt der Ausbruch aus einer allzu gefestigten/unflexibel (unfreien) Welt doch gerade an.


Einer der möglichen Wege. Nicht der Weg. Und letzten Endes ändert es nichts daran, daß man während man so vor sich hin denkt am Leben zu sein scheint, oder? ;) Das meinte ich mit praktischer Irrelevanz.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Ich für meinen Teil verstehe auch nicht, was für einen Terz immer darum gemacht wird, dass ein partielles Verstehen dieser Themen irgendetwas mit spirituell-magischem "Status" im Sinne von "Haha, ich bin in meiner spirituellen Entwicklung weiter als du" (btw beachte man die Ironie dieses Satzes) zu tun haben soll.


Genau diese Status-Konotation meinte ich explizit nicht. Ich finde diese vergleichende und einordnende, fast schon konkurrenzorientierte Denke weder besonders nützlich, noch sinnvoll. Wie "mein Foto von einem Wagenheber ist schöner/besser/moderner als Deins". Grobkörniger Bull****, denn einen Reifen wechseln kann man damit so oder so nicht.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Eigentlich ist Leerheit/Realität/Illusion das tägliche Brot in einer vernünftigen magischen Praxis, und ein erstes Verständnis davon gerade mal der erste Türspalt, durch den man einen Blick aufs Wesentliche erhaschen kann.


Hm, ich finde, wenn man sich damit eingehend befasst hat, ist das Thema erschöpft und tritt in den Hintergrund. Vom Gefühl würde ich es mit einer erlernten Sprache vergleichen: Wenn Du das entsprechende Alphabet erschlossen, die Worte kennengelernt und Sätze zu bauen geschafft hast, wirst Du Dich irgendwann nicht mehr mit den einzelnen Worten oder gar Buchstaben aufhalten, um Deine Kenntnisse zu erweitern. Die Form, die Einsatzvielfalt und die Nutzungskonsequenzen sind dann wichtiger und ergiebiger als zum hunderststen darüber nachzudenken, warum das A einen Querbalken hat oder das O rund ist.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Schade von daher, dass die Beschäftigung damit meiner Erfahrung nach auf einen so hohen Sockel gestellt wird, dass niemand mehr in der Lage ist, ernsthaft darüber zu diskutieren.


Ich find nicht, daß sie auf einem hohen Sockel steht. Das meinte ich mit Status/Luxus, wie erwähnt, nicht. Ich finde eher im Gegenteil - es ist ein Teil des Programms, mit dem man das Vergnügen hat als magisch arbeitende Person in Berührung zu kommen vgl. mit Normalmenschen. Diejenigen, die die Wege gehen, kommen damit in Berührung. Die es nicht tun, können ohne das leben oder das was sie dafür halten. Deswegen ist es nicht "Pflicht". Das war auf beide Welten bezogen, nicht innerhalb einer.


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
So betrachtet wäre es wünschenswert, dass ernsthafte Meditation einen etwas besseren Status bekäme, und das nun auf Praxis bezogen und nicht auf gesellschaftlich anmutendes hierarchisches Denken.


Warum ist Status wichtig, wenn jemand sich selbst zu entscheiden bevollmächtigt, ob es wichtig ist oder nicht?


Zitat von Sarija, am 28/11/2012 um 14:51
Und ums nochmal klar ins Thema zurückzuführen: Eigentlich ist genau dieser Themenkomplex der Schlüssel zum Verständnis davon, dass es sowas wie ein "Materie vs. Magie" überhaupt nicht gibt. Buddhistisch ausgedrückt sind Samsara und Nirvana am Ende eben nichts voneinander jeweils Unabhängiges/Getrenntes.


Was mich angeht, bin ich fast sicher, daß das was ich sagte bei Dir definitiv nicht so angekommen ist, wie ich es meinte. Ich hoffe mal, jetzt macht das mehr Sinn.

Und zum Thema mein Fazit: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist sowieso alles völlig anders als wir denken. Die Frage ist mE eher, was genau würde die Antwort ändern?


Zitat von Feluna, am 28/11/2012 um 16:13
Interessant, eine sich herauskristallisierende Philosophie als Trend wahrzunehmen. Ich denke, es wird oft übersehen, dass allgemeine Weltbilder bezeichnend für eine Zeit/Epoche sind und ebenso trendabhängig und wechselhaft sein können, wie die derzeitige Mode.


Richtig. Vor allem geografisch, sozial und historisch betrachtet ist das ganze eine undurchsichtige Trendsuppe, hin und wieder. ;) Und an all dem sind Konzepte schuld, an die sich Menschen klammern - immer und immer wieder.



Ich mag diesen Thread! :)
Gruß,
LoS


[Editiert am 28/11/2012 um 17:08 von LoS]



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Azzazel
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red_folder.gif erstellt am: 28/11/2012 um 18:39  
Man kann das Ego garnicht auflösen ,weil das Ego sich selbst nicht auflösen kann und will.

Der jenige der schreibt ist das Ego

Das materialistische Weltbild ist auch kaum weniger als das magische.
Man kann es in der Physik heute sehr schön erkennen. Dagegen sind magische Weltbilder oft kindlichem Gemüds.


Die Wissenschaft an sich sollte sowieso Teil eines Magier sein und kein Gegenpol zu Ihm.

Lg Azzazel


[Editiert am 28/11/2012 um 18:40 von Azzazel]



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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 2/12/2012 um 22:30  
Hi,

der Übersichtlichkeit halber mal nur hierauf näher eingegangen:


Zitat von LoS, am 28/11/2012 um 17:06
Hm, ich finde, wenn man sich damit eingehend befasst hat, ist das Thema erschöpft und tritt in den Hintergrund. Vom Gefühl würde ich es mit einer erlernten Sprache vergleichen: Wenn Du das entsprechende Alphabet erschlossen, die Worte kennengelernt und Sätze zu bauen geschafft hast, wirst Du Dich irgendwann nicht mehr mit den einzelnen Worten oder gar Buchstaben aufhalten, um Deine Kenntnisse zu erweitern. Die Form, die Einsatzvielfalt und die Nutzungskonsequenzen sind dann wichtiger und ergiebiger als zum hunderststen darüber nachzudenken, warum das A einen Querbalken hat oder das O rund ist.


Das kommt nun darauf an, ob du meinst, dass man EINMAL schreiben lernt und danach kommunizieren kann; was wäre denn, wenn man nun feststellen würde, dass die wirkliche Sprache hinter dem Querbalken anfängt?
Ungefähr das meine ich mit dem Türspalt. Problem ist: Das zu erfassen beginnt man, indem man über solche Dinge wie Vergänglichkeit meditiert.
Der Unterschied liegt in etwa darin, ob du den Bauplan eines Autos mal gesehen hast und weißt, wie das Ding im Prinzip funktioniert, oder ob du bei Bedarf die Haube aufmachen kannst und weißt, wo du zu drehen hast, um die Leistung des ganzen Geräts mit ein paar Griffen zu verändern.
Naja, und um das jetzt mal ins Verhältnis zu setzen, lernst du mit einem ersten Verständnis von Mystik vielleicht soviel, dass du das Ding wieder zum Fahren bekommst, wenn es das mal wieder nicht wollte, und wenn du ein richtig guter Mystiker bist, schnippst du einmal mit dem Finger und kannst mit dem Teil ggf. auch fliegen und all solche Dinge.
Wobei es gut sein kann, dass das Fliegen dann gar nicht mehr so wichtig ist, aber das ist schon wieder eine andere Seite der Medaille ;-)

Einen schönen Abend und lg,
S.
Antwort 17
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Feluna
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red_folder.gif erstellt am: 2/12/2012 um 22:45  
Also...die ganze Kommunikation hier geht jetzt nur noch um Begriffseklärungen und Schubladendenken, oder?

Warum ist es wichtig "Msytiker" zu sein, um zu können, was hier grad besprochen wird?

Mystiker sind in meinem Verständnis sowieso erstmal nur Theoretiker. Und das Wort suggeriert mir irgendwie, dass man mehr oder weniger alles erstmal mystifiziert. ^^ Zumindest sind das so meine Assoziationen dazu.

Soweit ich weiß, gibt es auch keine allgemeingültige Definition von dem Wort. Oo

Ich denke jedenfalls nicht, dass man sich so betiteln muss, um irgendwas zu begreifen oder zu können -.-

Mag sein, dass ich grad mal wieder auf einer Kleinigkeit herumhoppse. ;)


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red_folder.gif erstellt am: 2/12/2012 um 22:51  

Zitat von Feluna, am 2/12/2012 um 22:45
Ich denke jedenfalls nicht, dass man sich so betiteln muss, um irgendwas zu begreifen oder zu können -.-


Ne, betiteln braucht sich kein Schwein so, aber können sollte man's halt :-p

lg,
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Zitat von Sarija, am 2/12/2012 um 22:30
Das kommt nun darauf an, ob du meinst, dass man EINMAL schreiben lernt und danach kommunizieren kann; was wäre denn, wenn man nun feststellen würde, dass die wirkliche Sprache hinter dem Querbalken anfängt? Ungefähr das meine ich mit dem Türspalt. Problem ist: Das zu erfassen beginnt man, indem man über solche Dinge wie Vergänglichkeit meditiert.


Schrauben wir mal den Elefanten keine Schwimmflossen an. Sprache ist in variabler Form für Kommunikation nutzbar. Sie wird erlernt und irgendwann verstanden. Was genau ist in dem Kontext die "wirkliche" Sprache? Das erinnert mich alles ein wenig an die No true Scotsman Logik. :/

Außerdem, kann man damit effektiver, besser, anders, genauer kommunizieren? Ich meine, sicher, man kann in einem Reiskorn das universum sehen, aber was bringt es einem, wenn man es hat? Was kann man mit dieser Information, Erkenntnis, Perspektive, usw. anstellen, was hat man davon? Vor allem, da es nicht viele zu geben scheint, die auch diese "wahre Sprache" sprechen, die hinter dem Querbalken verborgen liegt. O_o


Zitat von Sarija, am 2/12/2012 um 22:30
Der Unterschied liegt in etwa darin, ob du den Bauplan eines Autos mal gesehen hast und weißt, wie das Ding im Prinzip funktioniert, oder ob du bei Bedarf die Haube aufmachen kannst und weißt, wo du zu drehen hast, um die Leistung des ganzen Geräts mit ein paar Griffen zu verändern.


Theoretische Magie vs. theoretische und praktische Magie. What's the mysticism point? :D


Zitat von Sarija, am 2/12/2012 um 22:30
Naja, und um das jetzt mal ins Verhältnis zu setzen, lernst du mit einem ersten Verständnis von Mystik vielleicht soviel, dass du das Ding wieder zum Fahren bekommst, wenn es das mal wieder nicht wollte, und wenn du ein richtig guter Mystiker bist, schnippst du einmal mit dem Finger und kannst mit dem Teil ggf. auch fliegen und all solche Dinge.


Ganz ehrlich, wenn ich in dem Stück das Wort Mystiker, durch das Wort Magier ersetze, macht es genauso viel Sinn. ;P


Zitat von Sarija, am 2/12/2012 um 22:30
Wobei es gut sein kann, dass das Fliegen dann gar nicht mehr so wichtig ist, aber das ist schon wieder eine andere Seite der Medaille ;-)


Es gibt erschreckend wenig Dinge, die wirklich wichtig sind. Und die meisten Dinge die wichtig sind, sind gar keine Dinge. Aber das ist ein anderes Thema. ^^


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Zitat von LoS, am 3/12/2012 um 02:09
Ich meine, sicher, man kann in einem Reiskorn das universum sehen, aber was bringt es einem, wenn man es hat? Was kann man mit dieser Information, Erkenntnis, Perspektive, usw. anstellen, was hat man davon? Vor allem, da es nicht viele zu geben scheint, die auch diese "wahre Sprache" sprechen, die hinter dem Querbalken verborgen liegt. O_o


In erster Linie bzw. kurzfristig den Schlüssel dazu, ein besserer Mensch zu werden als bis dato.
Und weil das so ist ... kann einem dann auch egal sein, wie viele das sonst noch können, bzw. wie viele diese Sprache sonst noch sprechen, weil die selbstdarstellerische Kommunikation der Erfahrung ab dem Punkt keine so große Rolle mehr spielt. Es sei denn, das Gegenüber ist selbst auf der Suche nach besagtem Schlüssel.
Nennt sich im Buddhismus "Bodhicitta" und beruht u.a. auf der Erkenntnis, dass man vom Gegenüber sowieso nie getrennt ist.

Das mag nu kein Ding sein, meiner Erfahrung nach aber tatsächlich wichtig ^^

lg,
S.
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red_folder.gif erstellt am: 3/12/2012 um 15:42  
Warum ist hier Mystik in allen Threads plötzlich das Thema ? Vorallem was heißt hier MYSTIK ;man schreibt ja nur über seine Erfahrung und Wissen.




LG Azzazel


[Editiert am 3/12/2012 um 15:43 von Azzazel]



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Zitat von Sarija, am 3/12/2012 um 06:57
In erster Linie bzw. kurzfristig den Schlüssel dazu, ein besserer Mensch zu werden als bis dato.


Und genau hier liegt eine mE eine schwachsinnige, polarisierende und selbstbeschränkende Wertung. Was ist denn ein "besserer" Mensch, vgl mit bis dato? :/ Den Unterschied macht (in meinen Augen) die Handlung und die (gewollten) Konsequenzen, nicht die Absicht dahinter.

Du willst also darauf hinaus, daß jemand der sich der Mystik (immernoch undefiniert, danke) zuwendet, gewissermaßen seine Chancen steigert ein besserer Mensch (was auch immer besser heißt) zu werden (vgl mit allen die es nicht tun)? Wackelig. Und subjektiv. Als allgemein gültige Aussage leider nicht zu gebrauchen. :(

Ich stelle mal die Gegenthese auf, daß das jeder mit ein wenig Grips und Reflektion und Zeit und Verständnis für sich und die Welt genauso gut kann, ganz OHNE den Prozess oder die dahinter liegende "Kraft", sollte es eine geben, so sehr in Tarn- und Mystifizierfarbe zu tunken. Das kriegen auch manche Leute hin, ganz ohne sich mit okkulten, religiösen oder magischen Themen zu befassen - und das heißt, es ist wohl vielleicht doch nichts besonderes.

Nebenbei das hier. Erinnert mich grad derbe dran, sry.


Zitat von Sarija, am 3/12/2012 um 06:57
Und weil das so ist ...


WENN es so ist.


Zitat von Sarija, am 3/12/2012 um 06:57
Nennt sich im Buddhismus "Bodhicitta" und beruht u.a. auf der Erkenntnis, dass man vom Gegenüber sowieso nie getrennt ist.


Was ist wenn man es ist UND nicht ist? ^.^


Zitat von Sarija, am 3/12/2012 um 06:57
Das mag nu kein Ding sein, meiner Erfahrung nach aber tatsächlich wichtig ^^


Meiner Erfahrung nach ist nur sehr weniges tatsächlich wichtig. Und ich würde das nicht dazuzählen. Ändert nichts für meine persönliche Praxis, ist mir irgendwie zu sehr gedankenmode ohne nutzbaren Bezug, also pass ich..


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red_folder.gif erstellt am: 4/12/2012 um 08:11  

Zitat von LoS, am 3/12/2012 um 20:09
Und genau hier liegt eine mE eine schwachsinnige, polarisierende und selbstbeschränkende Wertung. Was ist denn ein "besserer" Mensch, vgl mit bis dato? :/ Den Unterschied macht (in meinen Augen) die Handlung und die (gewollten) Konsequenzen, nicht die Absicht dahinter.

Bis zu einem gewissen Punkt ist das ja tatsächlich auch das Wesentliche, aber wenn du Mitgefühl praktizieren willst, mit dir selbst und anderen, verschiebt sich das.
Als ein Kritierium dafür, was einen guten Menschen ausmacht, würde ich mal nennen: Jemand, der in der Lage ist, Schwankungen auszugleichen, die bei Anderen ansonsten zu Leid führen, und es im Idealfall auch schafft, ihnen dauerhaft da rauszuhelfen.

Zitat:
Du willst also darauf hinaus, daß jemand der sich der Mystik (immernoch undefiniert, danke) zuwendet, gewissermaßen seine Chancen steigert ein besserer Mensch (was auch immer besser heißt) zu werden (vgl mit allen die es nicht tun)? Wackelig. Und subjektiv. Als allgemein gültige Aussage leider nicht zu gebrauchen. :(

Hell, yeah, natürlich ist das keine allgemeingültige Aussage, aber wir sind hier auf einem Magie-Forum, und wer ein bisschen was von praktischer Meditation versteht, wird den Punkt schon gekriegt haben, you know?
Ich bring sowas in dem Kontext auf den Tisch, weil ein Bezug zum schöpferischen Ursprung des eigenen Selbst (=> darfst du von mir aus als nachgelieferte Definition zu meinem Verständnis von Mystik betrachten) ziemlich offensichtlich das ist, was als Kurs bei so einigen Leuten fehlt, die sich mit Magie beschäftigen. Da wird dann munter verflucht, wannimmer Kleinego mal was nicht in den Kram passt. Mit dem Alles und Nichts z.B. mag ich auch schon gar nicht schreiben, der trägt ja eine dermaßen dicke Wolke an energetischem Gestank mit sich herum, dass es unangenehm ist, ihm auch nur virtuell zu begegnen, und im Gegensatz zu einem Hephaestos, der einfach nur ein fehlgeleiteter SMler ist, der für sich entdeckt hat, dass man auf die Tour kleine Mädchen geilmachen und unterbuttern kann, hat er leider auch noch eine gewisse magische Power, die er systematisch dazu benutzt, negatives Karma anzuhäufen und seine Umgebung zu vergiften, statt mal ein bisschen was Positives damit anzufangen.
So Leute bringt die Szene leider auch hervor.

Ironischerweise kann es von da ein verdammt kleiner Schritt zu einer tatsächlich positiven Entwicklung sein, sobald sich mal sowas wie rechte Einsicht einstellt, von daher sprech ich das eigentlich nur an, um solchen Leuten mal einen Hinweis zu geben, wie sie aus ihrer selbstgeschaffenen Hölle wieder rauskommen.

Zitat:
Ich stelle mal die Gegenthese auf, daß das jeder mit ein wenig Grips und Reflektion und Zeit und Verständnis für sich und die Welt genauso gut kann, ganz OHNE den Prozess oder die dahinter liegende "Kraft", sollte es eine geben, so sehr in Tarn- und Mystifizierfarbe zu tunken. Das kriegen auch manche Leute hin, ganz ohne sich mit okkulten, religiösen oder magischen Themen zu befassen - und das heißt, es ist wohl vielleicht doch nichts besonderes.

Ne, das ist auch überhaupt nichts Besonderes, es sei denn, man ist in der westlichen Magieszene unterwegs.

Zitat:
Meiner Erfahrung nach ist nur sehr weniges tatsächlich wichtig. Und ich würde das nicht dazuzählen. Ändert nichts für meine persönliche Praxis, ist mir irgendwie zu sehr gedankenmode ohne nutzbaren Bezug, also pass ich..

Ei, deine Praxis ändert sich ja nun nicht von allein, hoffe ich, sondern aufgrund der Samen, Keime, Ansätze, whatever hin, für die du selbst einen Startpunkt setzt.
Aber ne, ich besteh ja nicht darauf, dass du das zum Anlass nimmst, sowas zu tun, ich weise bloß auf Erfahrungen meinerseits hin. Ist schließlich dein Leben :D

Insofern kannst du's ja vielleicht einfach im Hinterkopf behalten, bis du mal Lust hast, irgendetwas an der Praxis zu verändern :-)

lg,
S.
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