Templum Baphomae
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Autor: Betreff: Das dunkle Licht, oder eine fre-y-e Reflexion über Schattenarbeit.
Simulacrum
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Das Saturn-ALien
Beiträge: 34
Registriert: 7/3/2007
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 7/3/2007 um 19:07  
Analog meiner Signatur, möchte ich hier mal einige Gedanken über die Magie des TB in den Raum stellen: So wie ich die Arbeit von Akron und seinem psychonautischen Hexenzirkel wahrnehme, basiert sie auf dem Grundsatz dass sich das Individuum, respektive die eigene Persönlichkeit mit den verdrängten Anteilen seines Bewusstseins auseinandersetzt. Insofern sind wir beim Konzept von C.G. Jung, in dem sich das ‚ICH’ mit seinem Schatten beschäftigen sollte, nur kommt hier noch die mystische-magische Komponente hinzu, dass diese Analyse durch so genannte, okkulte Hilfsmittel wie z.B. dem Tarot oder der Astrologie unterstützt wird, um das Ganze aus einer Perspektive zu betrachten die von den emotionalen Verstrickungen der mentalen Ebene gelöst ist.
Meiner Ansicht nach ein durchaus effektives Werkzeug um die eigenen Unzulänglichkeiten zu erforschen, ein guter Ansatz um zu erkennen das die Projektionen unseres Geistes lediglich dazu da sind, unsere eigene Persönlichkeit zu versklaven. Nur, wo führt uns diese Erkenntnis hin, was unternehmen, wenn man weis das es keine Wahrheit gibt? Man hat nun zwar erkannt, dass sich alles im Nichts widerspiegelt, somit jegliches Ding in der Nichtigkeit vergeht, aber noch keinen Standpunkt dazu erschaffen, um diesen vermeintlichen, nihilistischen Ansatz zu überwinden.
Sind wir hier etwa schon beim frisch geborenen Übermenschen angelangt, den Nietzsche so schön beschreibt? Kommt hier am Ende der Vergänglichkeit etwa schon jener essentielle Punkt, der sich aus sich selbst erschaffen lässt? Kann es wirklich sein, dass die eigene Schöpfung eigentlich so einfach ist, dass wir sie im Tumult unseres irrationalen Intellekts, der sich ständig irgendwelche abstruse Theoreme bildet, gar nicht wahrnehmen wollen? Wäre es nicht viel einfacher, wenn wir das Wort – oder auch den Gedanken – durch die Tat ersetzen würden?

Ein sich wundernder Geist, der versucht im reinen Sein zu ruhen:

Dr. Luci Fee


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"Licht ist Stoff, und Dunkelheit ist reiner Geist. Dunkelheit in ihrer innewohnenden, metaphysischen Grundlage ist subjektives und absolutes Licht, Licht in all seinem Glanz und der Pracht dagegen bloß eine Menge von Schatten, ..." H.P. Blavatsky
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Speculum

Hephaestos
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Registriert: 18/10/2006
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red_folder.gif erstellt am: 8/3/2007 um 08:50  
So wie ich die Arbeit von Akron und seinem psychonautischen Hexenzirkel wahrnehme

erstmal : LOL! :)

ich find, das hört sich witzig an.

aber ich bin ja nicht-akronilianer/landscheidianer, oder was immer, also wart ich noch ein bisschen, bis ich anfange, über die existenz von wahrheit, sein und schein zu philosophieren. und lasse erst mal den angesprochenen das wort.


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Incognitus
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Eliphas Leary
Beiträge: 82
Registriert: 10/1/2007
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8/3/2007 um 15:09  
Ja, das kann man nur unterstreichen: LOL :D

Riecht irgenzwie nach... wie soll man sagen... "aufmerksamkeitsheischendem Konkurenzkampf"

Akrons Arbeit ist interessant, gerade wegen der freien, man möchte beinahe sagen: freiheitlichen, Ansätze. Aber da wird ja gerade die Freiheit angekreidet... merkwürdige Sachen gibt's...

Thelemiten, die Hakenkreuze nutzen, sind mir suspekt. Eine Bewegung, an deren moderner Fassung maßgeblich Anationalisten beteiligt waren, kann man doch nicht auf nationale Grenzen beschränken! Krude Mischung...


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
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Simulacrum
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Das Saturn-ALien
Beiträge: 34
Registriert: 7/3/2007
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 8/3/2007 um 16:40  

Zitat:
Riecht irgenzwie nach... wie soll man sagen... "aufmerksamkeitsheischendem Konkurenzkampf"


*lach* Nein, um Konkurrenz kann es mir bestimmt nicht gehen. Im Gegenteil, mit diesem Text möchte ich eher den – momentan ziemlich lahmen – Disput auf diesem Forum ein wenig intensivieren. Der Charles (AKRON) ist übrigens ein alter Bekannter von mir, der ein sehr hohes Ansehen genießt.

Zitat:
Akrons Arbeit ist interessant, gerade wegen der freien, man möchte beinahe sagen: freiheitlichen, Ansätze. Aber da wird ja gerade die Freiheit angekreidet... merkwürdige Sachen gibt's...


Hä, wo und wie mache ich das? Ich stelle eigentlich nur einige reflektierende Fragen, um zu sehen ob es da, nach der Bearbeitung der eigenen Schatten, eventuell noch etwas gibt das tiefer reicht.

Zitat:
Thelemiten, die Hakenkreuze nutzen, sind mir suspekt. Eine Bewegung, an deren moderner Fassung maßgeblich Anationalisten beteiligt waren, kann man doch nicht auf nationale Grenzen beschränken! Krude Mischung...


Nun, dein Urteil fällt überaus plakativ aus, respektive kratzt noch nicht einmal an der Oberfläche von dem, was damit eigentlich bezweckt wird. Ich kann dich und deine diesbezüglichen Vermutungen jedoch beruhigen, denn Nationalstolz und eugenisches Gedankengut sind wahrlich Dinge die mir völlig fremd sind. Aber schön, scheinen meine provokativen Ansätze auf fruchtbaren Boden zu fallen ;-).

Mit freundlichen Grüßen aus der Unterwelt:

LCF


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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 1465
Registriert: 3/2/2006
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8/3/2007 um 17:40  
@ Eliphas Leary

Hi - dat Saturn ALien ist doch ein alter Freund und öfters zu Besuch bei uns. Letztes WE hatten wir noch einige sehr schöne Gespräche - und es freut mich daß er hier mal was schreibt. Es kommen doch viele Fraktionen zu uns - was den Austausch ja gerade spannend macht. Allerdings ZÄHLT und REDET die Fraktion bei uns nichts. Wir reden DIREKT mit dem, was da kommt :)

@ Saturn ALien

Natürlich ist Persönlichkeitsarbeit die erste Stufe in magischen Dingen. Akron sagte dazu mal so treffend über jemand, der unbedingt ein dunkles magisches Symbol kontaktieren wollte: Was soll eigentlich jemand mit einem dunklen Symbol, welches an ein kollektives Energie-Feld gebunden ist, anfangen können - wenn er es auf der subjektiven Ebene nichtmal schafft einen Morgen ohne Zigarette auszukommen?

Oki - dann sollte als nächstes ich meine MOTIVE durchschauen - bevor ich anfange was zu zaubern. WAS VERANLAßT einen Zauberer zu zaubern?

Praktiziere ich Liebeszauber zum Beispiel - stellt sich die Schatten-Frage: Was veranlaßt mich als LEBENDIGES WESEN, eine TOTE manipulierte Liebe einer LEBENDIGEN Liebe vorzuziehen? Welches MINDERWERTIGKEITSGEFÜHL veranlaßt mich als lebendiges Wesen, mich mit SO WENIG zufriedenzugeben?

Dann gehts weiter. Will ich Telepathie lernen - fragen viele sofort - wie kann ich das TRAINIEREN?

Ein Schattenarbeiter würde aber fragen: WILL ich überhaupt Gedankenleseen Können? WILL ich überhaupt daß ANDERE meine Gedanken lesen können?

Wenn hinter einer Unfähigkeit ein unbewußtes NICHT-WOLLEN steht - dann wäre magisches Training ein Kampf gegen sich selber. D,h, ein bewußtes Wollen, welches mit einem unbewußten Anteil auch noch verbunden ist, kämpft gegen ein unbewußtes Nicht-Wollen.

Überhaupt neige ich zu dem SEHEN, daß alles, was ich bin, meine EIGENE MAGIE ist. DAS ist ein Punkt von absoluter VERANTWORTUNG. Hier zaubert man, indem man die eigene Selbstverzauberung erlöst.

Ich habe das GEWÄHLT ....

Daraus folgt Magie. Sich selbst wählen.

... und das Geheimnis des DU!


liebe Grüße merlYnn


[Editiert am 8/3/2007 um 17:43 von GeorgeTheMerlin]
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Simulacrum
Simulacrum

Das Saturn-ALien
Beiträge: 34
Registriert: 7/3/2007
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 8/3/2007 um 19:10  
Hey mein Lieber!

Zitat:
Natürlich ist Persönlichkeitsarbeit die erste Stufe in magischen Dingen. Akron sagte dazu mal so treffend über jemand, der unbedingt ein dunkles magisches Symbol kontaktieren wollte: Was soll eigentlich jemand mit einem dunklen Symbol, welches an eine kollektives Energie-Feld gebunden ist, anfangen können - wenn er es auf der subjektiven Ebene nichtmal schafft einen Morgen ohne Zigarette auszukommen?


Dem kann ich nicht widersprechen, auch wenn ich als leidenschaftlicher Raucher das mit der Zigarette eigentlich gesondert erörtern müsste, aber zum Glück habe ich ab und an meine magischen Exerzitien, die mir diesen w e i ß e n Fleck auf der Weste vor die Augen führt ;-).

Zitat:
Oki - dann sollte als nächstes ich meine MOTIVE durchschauen - bevor ich anfange was zu Zaubern.


Guter Ansatz, der nur leider meistens nicht der Praxis entspricht.

Zitat:
WAS VERANLAßT einen Zauberer zu zaubern?


Da sind wir doch schon fast bei der Gretchen-Frage. *lach*

Zitat:
Praktiziere ich Liebeszauber zum Beispiel - stellt sich die Schatten-Frage: Was veranlaßt mich als LEBENDIGES WESEN, eine TOTE manipulierte Liebe einer LEBENDIGEN Liebe vorzuziehen? Welches MINDERWERTIGKEITSGEFÜHL veranlaßt mich als klebendiges Wesen, mich mit SO WENIG zufriedenzugeben?


Da bin ich mit dir vollkommen einer Meinung. Diese manipulative Selbsterhöhung, wird wahrlich keine tiefgreifende Erkenntnis bringen. Nur ist das ja schon ein Schatten, der an jenem Punkt den ich anspreche, bereits überwunden sein sollte.

Zitat:
Dann gehts weiter. Will ich Telepathie lernen - fragen viele sofort - wie kann ich das TRAINIEREN?

Ein Schattenarbeiter würde aber fragen: WILL ich überhaupt Gedankenleseen Können? WILL ich überhaupt daß ANDERE meine Gedanken lesen können?


Frei sinniert, würde die Frage für mich eigentlich lauten: Warum können andere meine Gedanken lesen (zum Glück gelingt es ihnen in der Regel nicht *lach*)?
Im Endeffekt sind wir da aber noch immer nicht über den springenden Punkt hinaus.

Zitat:
Wenn hinter einer Unfähigkeit ein unbewußtes NICHT-WOLLEN steht - dann wäre magisches Training ein Kampf gegen sich selber. D,h, ein bewußtes Wollen, welches mit einem unbewußten Anteil auch noch verbunden ist, kämpft gegen ein unbewußtes Nicht-Wollen.


Hier mal – wie bereits erörtert – zum fiktiv angenommenen Punkt: Man hat nun zwar erkannt, dass sich alles im Nichts widerspiegelt, somit jegliches Ding in der Nichtigkeit vergeht, aber noch keinen Standpunkt dazu erschaffen, um diesen vermeintlichen, nihilistischen Ansatz zu überwinden.
Die Grenze der Dualität ist somit aufgehoben, aber laut meiner Erläuterung, noch kein weiterer Schritt definiert. Folglich spreche ich nicht von irgendwelchen Verstrickungen der Psyche, sondern von dem, was kommt wenn man diesen Abgrund (den kabbalistischen Abyssos) überwunden hat.

Zitat:
Überhaupt neige ich zu dem SEHEN, daß alles, was ich bin, meine EIGENE MAGIE ist.


Na ja, wenn man nun wirklich Schattenarbeit betreibt, erkennt man jedoch auch ziemlich schnell, dass man eigentlich gar N I C H T S ist.

Zitat:
DAS ist ein Punkt von absoluter VERANTWORTUNG. Hier zaubert man, indem man die eigene Selbstverzauberung erlöst.


Ähm, kriege in diesem Kontext den Punkt der Verantwortung – ist schließlich schon wieder eine Geißel – noch nicht auf den Punkt. Das Ent-täuschung eine Grundvoraussetzung ist, scheint unbestritten zu sein.

Zitat:
Ich habe das GEWÄHLT ....


So weit stimmig für mich.

Zitat:
Daraus folgt Magie. Sich selbst wählen.


JA, nur was bin ich S E L B S T denn am Ende der Endlichkeit? Verstehst du nun den Haken, auf den ich eigentlich eingehen will?

Zitat:
... und das Geheimnis des DU!


Ach, auf das gehen wir nun jedoch nicht mehr ein, denn dies würde wirklich zu weit führen. Aber natürlich hast du recht, wenn du in dieser Synchronizität die wahrhaftige Vervollkommnung, oder auch den „Lapis philosophorum“ siehst. Hier an dieser Stelle, wollte ich jedoch mal fragen, was dazwischen liegt.

Mit einem lieben Gruß:

Ein sonderliches Kind


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Incognitus
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Eliphas Leary
Beiträge: 82
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red_folder.gif erstellt am: 9/3/2007 um 11:58  
Scuzzi, daß ich mich schon wieder dazwischenklemme, aber jetzt wird's interessant.

(Kurze Erläuterung zu dem Posting oben: die durchaus plakative Website vom ALien hat mich, im Zusammenhang mit der Frage nach dem Ziel, irritiert.)

Die Frage, die ich nach diesem kurzen Diskurs Eurerseits stellen muss, ist zunächst folgende: wohin führt Schattenarbeit eigentlich?

Vorschlag dazu:
Da das Saturn-ALien einen kabbalistischen Vergleich angeboten hat, welcher durch die verschiedensten Ordenssysteme vor einem gewissen Hintergrund steht, möchte ich eine Alternative dazu vorschlagen. Z. B. in der FS findet eine Form von Schattenarbeit während der Gesellenzeit statt, bereitet also auf die Adeptschaft (beginnend mit 12°) vor. Nach dem GD wäre dies die Arbeit, welche von Hod nach Netzach führt, insbesondere die Pfadarbeiten von Peh, Tzaddi und Quoph.
Schattenarbeit würde demnach nicht "über den Abyssos" führen, sondern eher zum Zentrum, also Tiphareth. Da dieser Bereich von Tiphareth, zusammen mit Geburah und Gedulah, auch als "Halle der Adepten" bezeichnet wird, könnte man also sagen, Schattenarbeit ist ein wichtiger Teil auf "dem Weg zum Adepten" (um eine kleine Anleihe zu nehmen).

Zur Zielsetzung (Thelema = Wille im Sinne eines angestrebten Zieles): Schattenarbeit führt die eigenen, inneren Strukturen ins Bewusstsein, wodurch nicht zuletzt die eigenen "Fehler" deutlich werden und korrigiert werden können.
Dabei wird dem Praktizierenden klar, daß ähnliche Strukturen mit ähnlichen "Fehlern" auch in anderen Menschen wirken. Sollte ein Schattenarbeit Praktizierender tatsächlich so vertraut mit seinem Psychokosmos werden, daß es in diesem keine unreflektierten "Fehler" mehr dazwischenfunken, wird er dann problemlos die "Großen Schatten", also die in seiner Umelt und auch in den Mitmenschen, angehen können?
Das wäre dann in der Tat ein Mensch, wie ihn alte Schriften als Adept beschreiben.
Das Ziel der Schattenarbeit wäre demnach in erster Linie Freiheit. Freiheit von den unbewussten Mechanismen, welche einen manipulierbar machen, durch die man also auch dazu gebracht werden kann, die eigene Mündigkeit aufzugeben. Die Formulierung verrät die Präferenzen des Schreibers: Schattenarbeit, bis zu einem gewissen Punkt gemeistert, sollte weiterhin dazu führen, daß ein solcher Adept seinen Mitmenschen hilft, auf ein vergleichbares Niveau zu kommen. Ein Bißchen so, wie im Indischen: der Yogi lehrt den Chela, den eigenen inneren Yogi zu finden, da der Yogi weiß, daß dieser innere Yogi den Chela besser unterrichten kann, als jeder äußere Yogi.
Allerdings ist die ursprüngliche Zielsetzung, welche einen Menschen zur Schattenarbeit bewegt hat, etwas beständig zu hinterfragendes. Denn egal, wie die ursprünglichen Ziele, Träumereien und Phantasien dieses Menschen auch ausgesehen haben mögen, sie sollten sich mit dem Fortschritt der Arbeit entwickeln, eventuell sogar vorübergehend gänzlich verschwinden. In Saturnlogen bezeichnet man dies als die "neue Kristallisation des Menschen", welche auf eine "Auflösung im Nichts" folgt. Denn: der Wert einer Sache wird durch die Zielsetzung bestimmt (frei nach Leibowitz).
In diesem Sinne ist die Ausrichtung des Willens auf ein Ziel (Thelema) zu verstehen, wie Crowley sie in seinem eigenwilligen Stil beschrieben hat: Solange das Ziel nicht "durch sein Gegenteil ausgeglichen ist", hat es jenseits des Abyssos keinen Bestand. Es ist dann, sozusagen, noch mit einem Schatten behaftet, also nur von einer Seite beleuchtet, eben: unausgeglichen.

Nur ein paar Gedanken.....


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Simulacrum
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Das Saturn-ALien
Beiträge: 34
Registriert: 7/3/2007
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 03:57  
Hey Timothy:

Zitat:
Da das Saturn-ALien einen kabbalistischen Vergleich angeboten hat, welcher durch die verschiedensten Ordenssysteme vor einem gewissen Hintergrund steht, möchte ich eine Alternative dazu vorschlagen. Z. B. in der FS findet eine Form von Schattenarbeit während der Gesellenzeit statt, bereitet also auf die Adeptschaft (beginnend mit 12°) vor.


Auch wenn dies kein kabbalistischer Vergleich ist, kann ich diese Einschätzung dem Sinn nach fast teilen. Nach dem man sich in der Lehrlings- und Gesellenzeit mit seinen Unzulänglichkeiten beschäftigt hat, respektive sie in ein Gleichgewicht brachte, wird man als Meister (12°) – welcher theoretisch jenseits dieser Dualität steht – wiedergeboren.
Inhaltlich gibt es etwas zu korrigieren: Obwohl der Begriff des Adepten in der FS nicht als Terminus Technicus verwendet wird, nimmt man dort m.A.n. entweder bei der Einweihung in den Vorhof, oder aber – in Anlehnung an den GD – spätestens mit dem Gradus Mercurii diese Stellung ein.

Zitat:
Nach dem GD wäre dies die Arbeit, welche von Hod nach Netzach führt, insbesondere die Pfadarbeiten von Peh, Tzaddi und Quoph.
Schattenarbeit würde demnach nicht "über den Abyssos" führen, sondern eher zum Zentrum, also Tiphareth. Da dieser Bereich von Tiphareth, zusammen mit Geburah und Gedulah, auch als "Halle der Adepten" bezeichnet wird, könnte man also sagen, Schattenarbeit ist ein wichtiger Teil auf "dem Weg zum Adepten" (um eine kleine Anleihe zu nehmen).


Das sehe ich nicht unbedingt so: Übertragen wir nun das Schema Lehrling (Yesod / Hod / Netzach), Geselle (Tiphereth / Geburah / Chesed) und Meister (Binah / Chokmah / Kether) auf den Lebensbaum, erkennt man simpel dargestellt zwei gegen unten gerichtete Dreiecke, respektive die Welt der Schöpfung und der Formgebung. Diejenigen sind jedoch noch in der dualen Welt gefangen, folglich nicht von der Gegensätzlichkeit befreit. Erst in der Welt der Archetypen, über dem Abyss, wird diejenige vollständig überwunden.

Die Quintessenz der Schattenarbeit kann m.A.n nun nicht einfach sein diese zu erkennen (Lehrling) und ins Gleichgewicht zu bringen (Geselle), sondern muss diesen Widerspruch vollständig auflösen um sich aus sich selbst zu erschaffen (Meister). Nun bin ich in meinen reflektierenden Erläuterungen vom Punkt ausgegangen an dem der Mensch diesen Schatten integriert hat, um reflektierend zu Hinterfragen was für ein Ansatz danach kommt, respektive wie die Vorstellungen davon aussehen könnte. Hierzu hat der George ja bereits einige kurze Überlegungen angestellt.

Zitat:
Zur Zielsetzung (Thelema = Wille im Sinne eines angestrebten Zieles): Schattenarbeit führt die eigenen, inneren Strukturen ins Bewusstsein, wodurch nicht zuletzt die eigenen "Fehler" deutlich werden und korrigiert werden können.
Dabei wird dem Praktizierenden klar, daß ähnliche Strukturen mit ähnlichen "Fehlern" auch in anderen Menschen wirken. Sollte ein Schattenarbeit Praktizierender tatsächlich so vertraut mit seinem Psychokosmos werden, daß es in diesem keine unreflektierten "Fehler" mehr dazwischenfunken, wird er dann problemlos die "Großen Schatten", also die in seiner Umelt und auch in den Mitmenschen, angehen können?


Fehler ist ein schreckliches Wort, aber mit der Arbeit an sich selbst, wirkt man selbstverständlich auch auf seine Umwelt ein. Dies ist nach mir jedoch weniger primär und sekundär zu betrachten, sondern ergibt sich aus sich selbst. Hier stellt sich mir als ALien halt immer nur die Frage, inwieweit ich das den überhaupt will, ob es tatsächlich Sinn macht sich zu öffnen, oder ob es nicht viel besser wäre sich ein Reich zu erbauen das fernab dieser Welt existiert. Hierzu eines meiner Lieblingsgedichte:

„Ich will mein Licht vor eurem Licht verschliessen,
ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht geniessen,
bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden.

So bring ich wohl das Böse zur Erscheinung,
als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
doch neue Welt erschafft mein Geisterorden.

Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen,
aus Irr-tum soll ein Götterstamm genesen,
der sich aus sich – und nicht aus euch – entscheidet.

Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt,
der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt,
der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet.“

Christian Morgenstern (1912)

Zitat:
Das Ziel der Schattenarbeit wäre demnach in erster Linie Freiheit. Freiheit von den unbewussten Mechanismen, welche einen manipulierbar machen, durch die man also auch dazu gebracht werden kann, die eigene Mündigkeit aufzugeben. Die Formulierung verrät die Präferenzen des Schreibers: Schattenarbeit, bis zu einem gewissen Punkt gemeistert, sollte weiterhin dazu führen, daß ein solcher Adept seinen Mitmenschen hilft, auf ein vergleichbares Niveau zu kommen. Ein Bißchen so, wie im Indischen: der Yogi lehrt den Chela, den eigenen inneren Yogi zu finden, da der Yogi weiß, daß dieser innere Yogi den Chela besser unterrichten kann, als jeder äußere Yogi.


Klingt für mich etwas gar Altruistisch, denn mich interessiert der größte Teil meiner Mitmenschen schlichtweg nicht, aber wenn man diese Aussage auf jene Personen reduziert die mir am Herzen liegen, mag sie selbst für mich durchaus ihre Berechtigung haben.

Zitat:
Allerdings ist die ursprüngliche Zielsetzung, welche einen Menschen zur Schattenarbeit bewegt hat, etwas beständig zu hinterfragendes. Denn egal, wie die ursprünglichen Ziele, Träumereien und Phantasien dieses Menschen auch ausgesehen haben mögen, sie sollten sich mit dem Fortschritt der Arbeit entwickeln, eventuell sogar vorübergehend gänzlich verschwinden.


Ich würde dazu sagen: Man sollte seinen Wahn so weit perfektionieren, dass man befähigt wird ihn zu beherrschen, ohne von seinem Einfluss korrumpiert zu werden.

Zitat:
In Saturnlogen bezeichnet man dies als die "neue Kristallisation des Menschen", welche auf eine "Auflösung im Nichts" folgt.


Nicht wirklich, mir ist jedenfalls keine Saturnloge bekannt, die eine „neue Kristallisation des Menschen“ probagiert. Könnte es eventuell sein, dass du dir mit den Begriffen Saturn und Kristallisation einen eigenen Kontext aus ihrem Angang zusammenbastelst?

Zitat:
Denn: der Wert einer Sache wird durch die Zielsetzung bestimmt (frei nach Leibowitz).


Ach, auch wenn es ein Paradoxon ist, Wertungen sind ein lästiges Übel! *lach*

Zitat:
In diesem Sinne ist die Ausrichtung des Willens auf ein Ziel (Thelema) zu verstehen, wie Crowley sie in seinem eigenwilligen Stil beschrieben hat: Solange das Ziel nicht "durch sein Gegenteil ausgeglichen ist", hat es jenseits des Abyssos keinen Bestand. Es ist dann, sozusagen, noch mit einem Schatten behaftet, also nur von einer Seite beleuchtet, eben: unausgeglichen.


Genau das, was ich sage: Der Schatten ist unterhalb des Abyss omnipräsent!

Mit einem freundlichen Gruß aus der tellurischen Wirrungen von Hellvetien:

Luci Fee


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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 09:34  
ah, schön :)

(ist nur ein kleiner kommentar über das hohe niveau der diskussion)

so, als gebohrener advocatus diaboli dreh ich den spiess mal um:

ihr ordensleute kümmert euch soviel um den "aufstieg", um das "überwinden des unbewussten" etc, das ihr ab und zu die bodenhaftung verliert, hab ich den eindruck. ihr wollt

entweder immer vom "weltlichen" über das "geistige" zum "seelischen" - mein eindruck von thelema und co - und verliert dabei eben das seelische, das empfinden aus den augen. schattenarbeit bedeutet anscheinen oft für euch, kontrolle über eure schattem zu erhalten, anstatt ihn zu kanalysieren. verkriecht euch in staubige studierstuben, um dort die schönheit der welt (kabbalistische schechina) zu erfahren, anstatt mal einen sonnenaufgang zu geniessen.

ok, das war jetzt polemisch-karikiert, aber mir kommts so vor, denn ich war mal so :)

im endeffekt aber programmiert ihr euer seelenleben um, anstatt "im fluss", im "tao" zu sein. zieht euch roben an und macht rituelles brimborium, anstatt mal naggisch in der sonne zu liegen.

übt man da nicht einen viel zu großen, unnötigen - ich nenns mal so - selbstzwang, eine art seelendressur aus? gut, ihr macht das alte behavioristische "ich bin sündig, ich muss bestraft werden" der katholiken nicht mehr, stattdessen ebenso behavioristisches "ich bin geil, ich muss belohnt werden" der "dunklen seite" ( <--*g* )

ihr bestraft euren "inneren schweinehund" halt nicht mehr, sondern belohnt ihn mit aufmersamkeit bei eurer schattenarbeit, wenn er denn mal ruhe gibt. anstatt ihn einfach "wild&frei" rumhüpfen zu lassen :)

ich diskutier später weiter :) ist noch zu früh am morgen nach der party :)

ist übrigens nicht bös gemeint, nur ein winziger denkanschubser :)


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GeorgeTheMerlin
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smilies/bigsmile.gif erstellt am: 10/3/2007 um 11:12  
Liebe Mitzauberer!

Dat Eliphas ist einem Plakat aufgesessen - und hat damit schon die entscheidende Frage beantwortet. *g auf so einem magischen Forum passiert natürlich nichts zufälliig - oder?

Persönlich würde ich noch weiter gehen als Eliphas - ich würde sagen: selbst das Saturn Alien ist seinem eigenen Plakat von sich selber aufgesessen. Und zwar um keinen Deut weniger als Eliphas - eher noch viel mehr!

Und ich erst! Aumannhey!

Wir erschaffen uns ein Bild von uns selber und erzählen uns und anderen: DAS SIND WIR.

Dieses Bild ist im Grunde aber nur irgendeine eine FORM-RESONANZ zu ETWAS in uns, was vor uns selber unbekannt und verborgen ist. Lösen wir DAS VERBORGENE IN UNS auf - wohlgemerkt nicht das Bild, sondern das Unbekannte in uns welches hinter dem Selbstbild wirkt - dann löst sich auch das Selbstbild auf und wir sind frei.

Wenn sich ein Selbstbild - ich nenne das mal Schatten - auflöst, dann erfahre ich mich und die ganze Welt als VÖLLIG NEU! ALTE ZIELE kamen nur aus meiner alten Dunkelheit - wo ich von diesen neuen Qualitäten nicht einmal etwas AHNTE.

Ich habe das zu oft erlebt, als daß ich noch nutzlose Energie für irgendein Zielplakat aufbringen könnte - welches sich dann später nur wieder einmal als Illusion eines alten Zustandes herausstellt..

Liebe ist frei! ICH aber, habe keinen Schimmer davon. Ich bin ahnungslos. Ich bin wie der Mond, der unbekanntes Licht reflektiert aus einer unbekannten Quelle - und vorgibt dieses Licht sei meine Liebe. Mit diesen mir unbekannten Licht-Schattenreflexionen erschaffe ich für mich und andere Bilder meiner selbst.

Mein derzeitiges Selbstbild:

Ich habe genug mit dem Plakat (=Selbstbild) zu tun, was ich gerade mit mir herumschleppe.

Da brauch ich nicht noch ein Zielplakat im Kopf. Das wäre nur noch mehr Ballast.

:)

GEZEIGT hat mir das nicht die Schattenarbeit - sondern DAS LICHT. Es kam zu mir, verbrannte ALLES - und ich habe darum gekämpft noch irgendetwas BEKANNTES behalten zu können. Zu Bekanntem zählt auch Bewußtsein. Das wirkliche Licht ist sogar jenseits von dem, was wir Bewußtsein nennen. Und es gab NICHTS, womit ich dieses Licht beeinflussen könnte.

Trotzdem mache ich weiter - wie ich bin. Bis ich dem, was ich WIRKLICH selber bin, mit leeren Händen begegnen kann.

Und ABSPALTUNG gildet dort nicht :)

Ich kann nicht das Dunkle in mir abspalten um zu mir selbst zu gelangen. Ich muß durch meine eigene Dunkelheit hindurchgehen - NICHT in irgendeinem idealisierten oder vorgestellten Sinne - sondern genau so wie ich bin.

Wo ich im Moment bin, erkenne ich, daß Schattenarbeit mich befähigt, den DECKEL DER MENSCHLICHEN FORM zu öffnen. DRAUßEN zu sein.

Hier scheint es mir gerade - bezogen auf meinen jetzigen Erkenntnisstand - zwei Arten von Menschen zu geben.

Die einen, wie Saturn Alien und viele andere - waren IMMER SCHON Draußen - haben ihre Mitmenschen schon von Kindheit an wie von außen beobachtet - und können nur unter Schmerzen und Widerwillen HINEINGEHEN.

Sie müssen den Deckel von außen öffnen. Die menschliche Form von außen befreien, um oben (Seele) und unten (Körperseele) in LIEBE zu verbinden. Es gibt einen geheilten URZUSTAND, eine menschliche Urform dieser Seele (nicht so astral und real verkrüppelt wie jetzt) - wo oben und unten in Freiheit und Wissen vorneinander EINS sein kann.

Diese Menschen neigen lange dazu, sich in einer ABSTRAKTEN FREIHEIT gegen das menschliche, welches sie nicht mögen - zu wenden.

(Es hat in der Geschichte leidvolle Extremfälle gegeben, wo sich diese Geister an der menschlichen Form - an Untermenschen - GERÄCHT haben. Es war die RACHE dieser Seelen, die zum Teil draußen geblieben sind und als Menschen sehr intelligent - an das Leid und den scheinbaren Zwang, als große Seele in diese verkrüppelte blinde menschliche Form gepreßt zu werden. Dies ist EINE Perspektive dazu - unter vielen anderen)

Oder sie setzen gerne abstrakte Ideen über das Menschliche - welches sie in dieser verzerrten deformierten Form nicht als göttliche SEELE annehmen können, deren Vereinigung sie SELBER einmal GEWÄHLT haben - sondern als GEFÄNGNIS - und die ursprüngliche Wahl, oder der ursprügliche GRUND daß sie Mensch sind, ist ihnen verborgen, obwohl dieser Grund tief in ihnen selber liegt.

(Die GEHEILTE menschliche Form ist für mich die Göttin)

Bis sie irgendwann dazu kommen - durch WISSEN und VERSTEHEN und seelischem ERSPÜREN, auf diese Einheit zuzugehen - und die Spur einer alten Macht und Freiheit wiedererkennen.

Ein großer Teil dieses Wissens liegt in dem Wissen um die Schatten. Schattenarbeit erlöst die menschliche Form.


Dann gibt es Menschen - dazu gehöre ich - die total IN die mensclhliche Form eingegangen sind, als oft kränkliches Kind nicht diese Sicht von außen hatten - aber irgendwann einen RUF bekommen haben. Und diesem Ruf auch gefolgt sind.

(Nicht viele erhören und folgen diesem Ruf)

Diese Menschen müssen den Deckel der menschlichen Form sozusagen VON UNTEN öffnen. Dies geschieht in menschlichen Ent-Täuschungen - und in konkreter Schattenarbeit.

Weiterhin scheint es mir gerade, daß es eine Art Dualseelen gibt, Seelenpartner, wo der eine draußen geblieben ist und nicht gut hineinkommt - der andere total in die menschliche Frorm gegangen ist und sich aus ihr hinausarbeitet. Was eigentlich ein TEAM sein sollte - versteht und erkennt sich aber in der Realität nicht - und lehnt sich ab.

Schattenarbeit in diesem Sinne - Hephaestos - heißt nicht, daß man versucht die Schatten zu kontrollieren. So kommt man nicht nach draußen.

Es heißt, den Schatten bis zu seinem unbekannten Ur-GRund zu durchschauen - bis sich inneres Bild und Spiegelbild völlig aufheben - und ICH bleibe zurück, jetzt befreit von diesen Bildern.

Es gibt weder ein Bild noch einen Spiegel.

Das ist mehr, als es irgendein blindes Ziel je versprechen könnte.

Wie das sein soll - kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich könnnt ich es jetzt nichtmal ertragen.


grüssli merlYnn


[Editiert am 10/3/2007 um 11:26 von GeorgeTheMerlin]
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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 13:44  
~heu tirgen dwi epla nlosb in~

gehts darum? selbsterkenntnis?

klar haben wir alle ein selbstbild, wäre ja schrecklich, wenn wir die ganze zeit ohne eine idee herumlaufen würden, WIE wir sind. und ich nehme sogar an, das solche selbstbilder einen großen teil unserer realität darstellen. trotzdem KANN ein selbstbuld NUR schein sein, nicht "SEIN". mein eigenes "SEIN" kann mir meines wissens nie völlig bekannt sein. schon allein aus informationstechnischen gründen kann ich mir ja nicht aller vorgänge in meinem gehirn bewusst sein, denn während ich mir dieser vorgänge bewusst werde, verändert sich ja mein zustand....

genauso wäre es völlig absurd, anzunehmen, mein selbstbild wäre essentiell unterschiedlich von meinem "wahren selbst". wenn ich das selbstbild habe, ich sei nur 50cm groß, würd ich ja andauernd gegen sachen laufen.

ich schätze, ein selbstbild ist nur eine art spiegel: es stellt schon uns dar, aber 2dimensional, mit klamotten an - die nicht zu uns gehören - etc. pipapo. unser selbstbild sind nicht wir, sondern das, was wir eben "zu sein glauben"

ich möchte nochmal ein wenig philosophie hierherwerfen, selbstergooglebar:

gnothi seauthon - erkenne dich selbst
platons höhlengleichnis
ich weiss, das ich nichts weiss
maieutik

(ja ja, immer die alten griechen. aber ewige wahrheiten sind nunmal ewig, und die philosophen habens total gerafft)

deiner meinung nach, george, bist du aus der höhle rausgekommen. nun kommst du zurück, und keiner versteht dich. vielleicht auch doch, aber ich nicht. erleuchtung in diesem sinne hab ich bestimmt noch nicht erlebt.

unter "schattenarbeit" verstehe ich etwas anderes, als ein direktes streben nach erleuchtung. für mich ist das eben die auseinandersetzung, die ich mit meinem "wahren selbst" habe, wenn es nicht mit meinem selbstbild übereinstimmt, oder, noch besser, mit meinem wunsch-selbst. mein wunsch-selbst hat 3 gehirne, einen körper wie adonis, ist nicht sozialphobisch... etc. immerhin bin ich soweit, meinen wunsch nicht für mein selbst zu halten. wo mein selbstbild und mein wahres selbst auseinanderdriften wirds aber richtig schattenarbeit. das uss man erstmal auseinander halten KÖNNEN :)


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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 13:50  
@Hephaestos

Zitat:
ihr ordensleute kümmert euch soviel um den "aufstieg", um das "überwinden des unbewussten" etc, das ihr ab und zu die bodenhaftung verliert, hab ich den eindruck. ihr wollt

entweder immer vom "weltlichen" über das "geistige" zum "seelischen" - mein eindruck von thelema und co - und verliert dabei eben das seelische, das empfinden aus den augen. schattenarbeit bedeutet anscheinen oft für euch, kontrolle über eure schattem zu erhalten, anstatt ihn zu kanalysieren. verkriecht euch in staubige studierstuben, um dort die schönheit der welt (kabbalistische schechina) zu erfahren, anstatt mal einen sonnenaufgang zu geniessen.


Aus meiner Sicht – was durchaus nicht für alle gelten mag – muss ich dem widersprechen: Magie ist für mich nicht ein Mittel zur Selbsterhöhung, sondern ein Weg um mit der Ohnmacht des Daseins umzugehen.

Zitat:
im endeffekt aber programmiert ihr euer seelenleben um, anstatt "im fluss", im "tao" zu sein. zieht euch roben an und macht rituelles brimborium, anstatt mal naggisch in der sonne zu liegen.


Nein, schließlich tue ich was ich will, und nackt an der Sonne zu liegen gibt mir nur eine sehr bedingte Befriedigung. Das mag mich zwar zwei, drei Mal pro Jahr reizen, aber danach habe ich mehr als genug von diesem, sich selbst zerfressenden Koloss am Himmelszelt. Ich denke das ist ein Ding der Präferenz!

Zitat:
übt man da nicht einen viel zu großen, unnötigen - ich nenns mal so - selbstzwang, eine art seelendressur aus?


Nicht wenn es einem inneren Anliegen entspricht.

Zitat:
gut, ihr macht das alte behavioristische "ich bin sündig, ich muss bestraft werden" der katholiken nicht mehr, stattdessen ebenso behavioristisches "ich bin geil, ich muss belohnt werden" der "dunklen seite" ( <--*g* )


Das scheint ein ganz menschliches Anliegen zu sein, du willst bei einem Sonnenbad ja schließlich auch eine gebräunte Haut oder ein wenig Ruhe, was jedoch mit der Zeit keine Rolle mehr spielt. Im Endeffekt kann es wahrlich nicht darum gehen sich lediglich zu belohnen, das würde den Kern der Sache wahrlich verfehlen.

Zitat:
ist übrigens nicht bös gemeint, nur ein winziger denkanschubser


Kein Problem, das fasse ich auch nicht so auf *lach*.


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Simulacrum
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 14:02  

Zitat:
Wir erschaffen uns ein Bild von uns selber und erzählen uns und anderen: DAS SIND WIR.


Na George, natürlich benutzen wir – alle – in einer Kommunikation Bilder, anders geht es nun mal gar nicht, denn ansonsten müsstest du das Forum gleich auf die Kippe werfen. Es ist aber auch nicht so, dass es in dieser Diskussion darum gehen soll wer wir sind – bis anhin hatte ich auch nicht groß das Gefühl das es so war –, sondern eher um die fiktive Annahme was passieren soll/könnte, wenn ein Magier seinen Schatten denn tatsächlich integriert hat.

Zitat:
Dieses Bild ist im Grunde aber nur irgendeine eine FORM-RESONANZ zu ETWAS in uns, was vor uns selber unbekannt und verborgen ist. Lösen wir DAS VERBORGENE IN UNS auf - wohlgemerkt nicht das Bild, sondern das Unbekannte in uns welches hinter dem Selbstbild wirkt - dann löst sich auch das Selbstbild auf und wir sind frei.


M.A.n. ein Trugschluss: Frei sein bedeutet auf dieser Welt nämlich noch nicht, ohne Bilder leben zu können. Jede Gestik, jeder Atemzug und jedes Augenzwinkern würde da deine Freiheit stören, es geht am Ende doch viel mehr darum, welchen Wert man den Bildern zumisst. Der Magier wäre dann einfach in der komfortablen Lage, dass er im Gegensatz zum ‚profanen’ Bürger sein Bild frei wählen kann, ohne in ihm gleich die letzte Wahrheit sehen zu müssen.

Zitat:
Ich habe das zu oft erlebt, als daß ich noch nutzlose Energie für irgendein Zielplakat aufbringen könnte - welches sich dann später nur wieder einmal als Illusion eines alten Zustandes herausstellt..


Wir sollten nicht von Ziel sprechen, der Eliphas hat diesen Begriff ins Spiel gebracht, sondern eher von Bestrebung, innerer Haltung. Ich habe auch aufgehört mir irgendwelche Dinge auszudenken die sein sollten, was mich jedoch nicht davon abringt etwas anzustreben. Es ist dann das taoistische Interesse an etwas zeigen, ohne sich jedoch darin zu verfangen. Die Beliebigkeit als solches ist mir jedoch ein Gräuel.

Zitat:
Liebe ist frei! ICH aber, habe keinen Schimmer davon. Ich bin ahnungslos. Ich bin wie der Mond, der unbekanntes Licht reflektiert aus einer unbekannten Quelle - und vorgibt dieses Licht sei meine Liebe. Mit diesen mir unbekannten Licht-Schattenreflexionen erschaffe ich für mich und andere Bilder meiner selbst.


Ach gut, das relativiert deine vorangehende Aussage, dass sich das Selbstbild zwingend aufzulösen hätte. Dachte schon, du wolltest dich umgangssprachlich in Luft auflösen. *lach*
Da wird mir aber auch wieder einmal mehr bewusst, weshalb ich Saturn zu meinem Planeten erwählte. Während du – dieser These folgend – einfach das solare Licht widerspiegelst (deren Quelle durchaus bekannt ist), absorbiere ich dieses trügerische Licht einfach in meiner Dunkelheit.

Zitat:
Mein derzeitiges Selbstbild:

Ich habe genug mit dem Plakat (=Selbstbild) zu tun, was ich gerade mit mir herumschleppe.

Da brauch ich nicht noch ein Zielplakat im Kopf. Das wäre nur noch mehr Ballast.


Wie bereits erläutert, geht es mir weniger ums Ziel, als viel mehr um die innere Haltung.

Zitat:
GEZEIGT hat mir das nicht die Schattenarbeit - sondern DAS LICHT. Es kam zu mir, verbrannte ALLES - und ich habe darum gekämpft noch irgendetwas BEKANNTES behalten zu können. Zu Bekanntem zählt auch Bewußtsein. Das wirkliche Licht ist sogar jenseits von dem, was wir Bewußtsein nennen. Und es gab NICHTS, womit ich dieses Licht beeinflussen könnte.


Nun, meine Definition dieses 'dunklen' Lichtes erkennst du in meiner Signatur von HPB. Auch sie ist unzureichend, aber ein wirklich adäquates Mittel um dies darzustellen gibt es auch nicht wirklich.

Zitat:
Ich kann nicht das Dunkle in mir abspalten um zu mir selbst zu gelangen. Ich muß durch meine eigene Dunkelheit hindurchgehen - NICHT in irgendeinem idealisierten oder vorgestellten Sinne - sondern genau so wie ich bin.


Da bin ich absolut einer Meinung mit dir!

Zitat:
Die einen, wie Saturn Alien und viele andere - waren IMMER SCHON Draußen - haben ihre Mitmenschen schon von Kindheit an wie von außen beobachtet - und können nur unter Schmerzen und Widerwillen HINEINGEHEN.


Vorausgesetzt, sie wollen es überhaupt.

Zitat:
Sie müssen den Deckel von außen öffnen. Die menschliche Form von außen befreien, um oben (Seele) und unten (Körperseele) in LIEBE zu verbinden. Es gibt einen geheilten URZUSTAND, eine menschliche Urform dieser Seele (nicht so astral und real verkrüppelt wie jetzt) - wo oben und unten in Freiheit und Wissen vorneinander EINS sein kann.


Ein überaus interessanter Denkansatz. Ich werde mich aber nie dem Ganzen öffnen, sondern versuche viel mehr einen geeigneten Teil davon auszuwählen.

Zitat:
Diese Menschen neigen lange dazu, sich in einer ABSTRAKTEN FREIHEIT gegen das menschliche, welches sie nicht mögen - zu wenden.


Das sehe ich nicht ganz so: Ich wende mich nicht dagegen, sondern distanziere mich einfach mal grundsätzlich davon.

Zitat:
(Es hat in der Geschichte leidvolle Extremfälle gegeben, wo sich diese Geister an der menschlichen Form - an Untermenschen - GERÄCHT haben. Es war die RACHE dieser Seelen, die zum Teil draußen geblieben sind und als Menschen sehr intelligent - an das Leid und den scheinbaren Zwang, als große Seele in diese verkrüppelte blinde menschliche Form gepreßt zu werden. Dies ist EINE Perspektive dazu - unter vielen anderen)


Auch ich hege einen gewissen – nicht emotionalen – Zorn in mir. Ich muss mich deshalb jedoch nicht rächen, das liegt mir heute ziemlich fern, denn mir ist bewusst dass der Mensch mir seinem Handeln auch die entsprechenden Konsequenzen heraufbeschwört.

Zitat:
Oder sie setzen gerne abstrakte Ideen über das Menschliche - welches sie in dieser verzerrten deformierten Form nicht als göttliche SEELE annehmen können, deren Vereinigung sie SELBER einmal GEWÄHLT haben - sondern als GEFÄNGNIS - und die ursprüngliche Wahl, oder der ursprügliche GRUND daß sie Mensch sind, ist ihnen verborgen, obwohl dieser Grund tief in ihnen selber liegt.


Bist du sicher das ich sie gewählt habe, dem luciferianischen Geist folgend habe ich ihr nämlich viel eher eine Abtrittserklärung gemacht. Hierzu eine kurze Erläuterung von Frater V.D.:

Luzifer war der schönste der Engel. Und er war der Liebling Gottes. Bis er diesem
eines Tages sein "Non serviam!" entgegenschmetterte, seine endgültige
Gehorsamsverweigerung. Der "Sturz" Luzifers war tatsächlich ein Abtritt, eine
Kündigung. Mit einem einzigen Akt der Auflehnung entlarvte er die Herrschaftsmuster
der vermeintlich so "gütigen" Vaterschöpfung - für Rebellion war darin kein Platz, das
Paradies konnte nur durch Unterwerfung existieren, durch Anpassung seiner Bewohner
an ein "Glück", das in Luzifers Augen nur ein matter Abglanz dessen sein konnte, was
der "Schöpfung" - die er nun als "ungeschaffen" erkannte - möglich war. Die
Erschaffung eines Gottes hatte bereits Weichen gestellt, die auf alle Zeiten die Richtung
festlegten, in der die "Schöpfung" ihren Sackbahnhöfen entgegenfahren sollte: Die
Herrschaft der Gewalt über die Ohnmacht, des Starken über den Schwachen, der
Proteine über die Silikate.

Zitat:
(Die GEHEILTE menschliche Form ist für mich die Göttin)


Für mich die alchemystische Hochzeit, oder was daraus entspringt.

Zitat:
Schattenarbeit erlöst die menschliche Form.


Bin ich mit dir vollkommen einer Meinung.

Zitat:
Weiterhin scheint es mir gerade, daß es eine Art Dualseelen gibt, Seelenpartner, wo der eine draußen geblieben ist und nicht gut hineinkommt - der andere total in die menschliche Frorm gegangen ist und sich aus ihr hinausarbeitet. Was eigentlich ein TEAM sein sollte - versteht und erkennt sich aber in der Realität nicht - und lehnt sich ab.


Da sind wir beim alchemystischen Solve et Coagula, welches zur Bereitung des ‚Lapis Philosophorum’, respektive des großen Werkes führen sollte.

Zitat:
Es heißt, den Schatten bis zu seinem unbekannten Ur-GRund zu durchschauen - bis sich inneres Bild und Spiegelbild völlig aufheben - und ICH bleibe zurück, jetzt befreit von diesen Bildern.

Es gibt weder ein Bild noch einen Spiegel.


Da bin ich – wie bereits erörtert – nicht deiner Meinung. Natürlich gibt es da noch immer ein Bild, nur halt eines das sich aus sich selbst erschafft und nicht von äußeren Faktoren abhängig ist.

Mit einem lieben Gruß:

SA


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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 18:08  
hallo saturn-alien,

Zitat:
Man hat nun zwar erkannt, dass sich alles im Nichts widerspiegelt, somit jegliches Ding in der Nichtigkeit vergeht, aber noch keinen Standpunkt dazu erschaffen, um diesen vermeintlichen, nihilistischen Ansatz zu überwinden.


wenn du erkannt hast, dass jedes ding im nichts vergeht, dann auch jeder standpunkt, den der verstand dazu einnehmen könnte.

Zitat:
Kann es wirklich sein, dass die eigene Schöpfung eigentlich so einfach ist, dass wir sie im Tumult unseres irrationalen Intellekts, der sich ständig irgendwelche abstruse Theoreme bildet, gar nicht wahrnehmen wollen?

ja :) witzig, was ? die ganzen theorien für nichts und wieder nichts.

Zitat:
JA, nur was bin ich S E L B S T denn am Ende der Endlichkeit? Verstehst du nun den Haken, auf den ich eigentlich eingehen will?

darauf kann es keine antwort geben, der frager selbst ist die antwort.

hey merlynn,

Zitat:
Mein derzeitiges Selbstbild:

Ich habe genug mit dem Plakat (=Selbstbild) zu tun, was ich gerade mit mir herumschleppe.
Da brauch ich nicht noch ein Zielplakat im Kopf. Das wäre nur noch mehr Ballast.


wozu schleppst du das denn mit dir herum ?

was man bei der ganzen schattenarbeit übersehen kann ist, dass derjenige, der reiner, klarer und freier werden möchte der eigentliche schatten ist, der die sicht auf den nichts reflektierenden spiegel verstellt.

grüsse anshu
Antwort 13
Simulacrum
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 18:20  
@Hephaestos:

Zitat:
gehts darum? selbsterkenntnis?


Wenn man es nicht nur auf das Selbst bezieht, könnte ich dem durchaus zustimmen.

Zitat:
klar haben wir alle ein selbstbild, wäre ja schrecklich, wenn wir die ganze zeit ohne eine idee herumlaufen würden, WIE wir sind. und ich nehme sogar an, das solche selbstbilder einen großen teil unserer realität darstellen. trotzdem KANN ein selbstbuld NUR schein sein, nicht "SEIN". mein eigenes "SEIN" kann mir meines wissens nie völlig bekannt sein. schon allein aus informationstechnischen gründen kann ich mir ja nicht aller vorgänge in meinem gehirn bewusst sein, denn während ich mir dieser vorgänge bewusst werde, verändert sich ja mein zustand....


So sehe ich das in etwa auch, nur müsste man sich hier die Frage stellen, ob es denn so etwas wie ein Selbst überhaupt gibt.

Zitat:
gnothi seauthon - erkenne dich selbst


Ja, denn niemand anderes wird es für dich tun ;-).

Zitat:
platons höhlengleichnis
ich weiss, das ich nichts weiss
maieutik

(ja ja, immer die alten griechen. aber ewige wahrheiten sind nunmal ewig, und die philosophen habens total gerafft)


Schon in Ordnung, ich mag diejenigen auch ganz gut.

Zitat:
unter "schattenarbeit" verstehe ich etwas anderes, als ein direktes streben nach erleuchtung.



Dem kann ich zustimmen, Erkenntnis gefällt mir persönlich in diesem Zusammenhang wesentlich besser als Erleuchtung.

Zitat:
für mich ist das eben die auseinandersetzung, die ich mit meinem "wahren selbst" habe, wenn es nicht mit meinem selbstbild übereinstimmt, oder, noch besser, mit meinem wunsch-selbst. mein wunsch-selbst hat 3 gehirne, einen körper wie adonis, ist nicht sozialphobisch... etc. immerhin bin ich soweit, meinen wunsch nicht für mein selbst zu halten. wo mein selbstbild und mein wahres selbst auseinanderdriften wirds aber richtig schattenarbeit. das uss man erstmal auseinander halten KÖNNEN


Ich habe hier schon mit dem Begriff ‚wahres Selbst’ so meine liebe Mühe, denn das impliziert schon wieder eine Abspaltung vom reinen Sein, respektive wirft einen großen Schatten aufs eigentliche Dasein. Es scheint mir wie eine utopische Hochstilisierung des eigenen Ich, welcher man sich dann unterwerfen sollte. So mache ich mich jedoch schon wieder von einer ausgelagerten Idee abhängig, die einer genauen Prüfung auch nicht standhalten kann.



@deva anshu:

Zitat:
wenn du erkannt hast, dass jedes ding im nichts vergeht, dann auch jeder standpunkt, den der verstand dazu einnehmen könnte.


Ja, nur spreche ich auch nicht von einem Standpunkt des Verstandes, sondern viel mehr von einer geistigen Haltung. Es geht nicht mehr darum etwas zu er- oder verklären, sondern nur noch darum zu sein.

Zitat:
darauf kann es keine antwort geben, der frager selbst ist die antwort.


Die Antwort gefällt mir ;-).

Mit freundlichen Grüßen:

SA


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Incognitus
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 19:14  
Die Explosion im Festspielhaus..... datt is ja lang jeworde, he! :o

Ein paar Gedanken dazu:

Zitat:
(Die GEHEILTE menschliche Form ist für mich die Göttin)


Für mich wäre diese Geheilte Menschliche Form das Tier, der tierische Mensch ohne Angst davor (der wo auch naggisch in der Sonne liegt und so).

An der Dualität (Drinnen und Draussen z.B.) störe ich mich immer und gerne, ein Drittes ist mir dabei einfach wichtig. Abstrakt gesprochen kann ein Drittes zwischen Zweien diese verbinden oder trennen.

Auch der Mond sieht das Licht, welches er reflektiert, neben der Erde stehen.

Zitat:
Klingt für mich etwas gar Altruistisch, denn mich interessiert der größte Teil meiner Mitmenschen schlichtweg nicht, aber wenn man diese Aussage auf jene Personen reduziert die mir am Herzen liegen, mag sie selbst für mich durchaus ihre Berechtigung haben.


Jeden Tag danke ich ganz egoistisch den ca. sechs Milliarden Menschen, die mir nicht auf die Nerven gehen dafür, daß sie mich in Ruhe lassen. Und die Menschen, die mir auf die Nerven gehen tun das meistens nur, weil sie mit ihren "Schatten" nicht zurecht kommen. Wie in dem alten Bild von dem Löwen mit dem Dorn in der Pranke...

Zitat:
was man bei der ganzen schattenarbeit übersehen kann ist, dass derjenige, der reiner, klarer und freier werden möchte der eigentliche schatten ist, der die sicht auf den nichts reflektierenden spiegel verstellt.


Klingt irgendwie buddhistisch, aber auch wie "nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben".


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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 20:18  

Zitat:
Die Antwort gefällt mir ;-).


dacht ich mir doch :D

Zitat:
Ja, nur spreche ich auch nicht von einem Standpunkt des Verstandes, sondern viel mehr von einer geistigen Haltung. Es geht nicht mehr darum etwas zu er- oder verklären, sondern nur noch darum zu sein.


dann war das auch keine frage von dir ?
mir ist der unterschied nicht klar zwischen einem standpunkt des verstandes und einer geistigen haltung. wozu, und gegenüber was ? Sein ist ja keine haltung.

Zitat:
Klingt irgendwie buddhistisch, aber auch wie "nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben".


meinst du, weil es paradox ist ?
wir übersehen einfach den grundgedanken, das ICH, der den ganzen irrtum auslöst, wir wären jemand, der zu etwas anderem werden könnte. wie der saturn-alien hier sagt:
denn das impliziert schon wieder eine Abspaltung vom reinen Sein, respektive wirft einen großen Schatten aufs eigentliche Dasein. Es scheint mir wie eine utopische Hochstilisierung des eigenen Ich,

anshu


[Editiert am 10/3/2007 um 20:35 von deva anshu]
Antwort 16
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2007 um 21:59  

Zitat von deva anshu, am 10/3/2007 um 20:18

meinst du, weil es paradox ist ?
wir übersehen einfach den grundgedanken, das ICH, der den ganzen irrtum auslöst, wir wären jemand, der zu etwas anderem werden könnte. wie der saturn-alien hier sagt:
denn das impliziert schon wieder eine Abspaltung vom reinen Sein, respektive wirft einen großen Schatten aufs eigentliche Dasein. Es scheint mir wie eine utopische Hochstilisierung des eigenen Ich,

anshu


Nein, nicht wegen des Paradoxen, sondern weil's mich mal wieder an Zen-Gärten erinnert.

Irgendwie geht mir auch den ganzen Tag schon dieses "Schattenspiel des Ich" durch den Schädel, daß wir ständig neue "Ichs" erschaffen, um uns Anderen gegenüber zu präsentieren. Das dann aber immer zweiseitig: als "Ich", das als der (notwendigerweise) falsche Eindruck im Anderen zurückbleibt, und als das "Ich", das wir anrichten als Reaktion auf die vermutete Erwartungshaltung der Mitmenschen (Umwelt). (Und witzig wird's dann immer, wenn diese beiden Projektionen miteinander abgeglichen werden und man gesagt kriegt "Du hast Dich aber verändert!" :D )
Naja, und der Mensch ist ein Gewohnheitstier, welches nicht gerne alleine ist...


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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 10:28  
@Leary:

Zitat:
Jeden Tag danke ich ganz egoistisch den ca. sechs Milliarden Menschen, die mir nicht auf die Nerven gehen dafür, daß sie mich in Ruhe lassen.


Gut, ich dachte nämlich schon fast das du zu jener Fraktion gehörst, die ihre Erkenntnisse jedem zu Teil kommen lassen müssen ;-).



@deva:

Zitat:
dann war das auch keine frage von dir ?


So weit ich mich erinnern kann, habe ich das tatsächlich nicht als Frage formuliert, muss mir jedoch erst einmal den gesamten Kontext raussuchen.

Zitat:
mir ist der unterschied nicht klar zwischen einem standpunkt des verstandes und einer geistigen haltung. wozu, und gegenüber was ? Sein ist ja keine haltung.


Jetzt habe ich es vollständig auf der Reihe: Ich sprach von jenem – fiktiv angenommenen – Punkt, an dem der Mensch all seine Schatten integriert hat. Von hier aus ist man nun zwar befähigt, das Ganze närrische Treiben der gedanklich-theoretischen Konstrukte zu begreifen und auch zu handhaben, man lebt nun Autark, oder andersherum, man hat sich mit der Stimme der Stille vereinigt, nun zielten meine darauf folgenden Fragen darauf ab, was danach kommt. Vielleicht hätte ich dies im Eingangstext, der noch mit einigen rhetorischen Fragen durchsetzt ist, etwas besser heraus kristallisieren sollen.

Ist das etwa schon alles? Nun haben wir uns unter Umständen jahrzehnte lang damit beschäftigt, diesen Heilungsprozess zu verfolgen, nur damit wir jetzt im reinen Sein verweilen können? Für einen Buddhisten mag das vielleicht angehen, von der westlichen Magie hingegen erwarte ich diesbezüglich ein wenig mehr. Wenn sich ein Magier in den Kreis stellt, geht es schließlich um nichts geringeres, als sein eigenes Universum zu erschaffen.

Kommen wir nach dieser kurzen Erläuterung nun zur eigentlichen Frage: Wie ich durchschimmern ließ, geht es hier meiner Ansicht nach um die Verwirklichung des eigenen Seins. Folglich nicht um das, sich in meditativer Stimmung von dieser Welt zurückziehen, sondern darum den eigenen Wesenskern in der ‚profanen Welt’ zu verwirklichen. Dies entspricht nun jedoch nicht einer Haltung die durch den Verstand, also gedanklich herbeigeführt wird (dieser Versuch ist ewig zum scheitern verurteilt, weil er immer nur neue Lügen erschafft), sondern um eine Art Grundeinstellung, die sich aus sich selbst heraus erschafft und nicht auf irgendwelche äußeren Konstrukte angewiesen ist. So weit alles klar?

Um meine eigentliche Frage – nun unabhängig von der deinigen – noch einmal im gesamten Kontext zu betrachten: Ich erkenne in der Schattenmagie des TB zwar einen sehr guten Ansatz um mit sich selbst in Einklang zu kommen, nur frage ich mich ob dies schon alles sein soll, oder ob dem auch noch eine tiefgreifendere Idee zu Grunde liegt. Wenn ich mir die Arbeitsstruktur – welche einen schlüssigen und sehr überlegten Aufbau in sich birgt – auf AKRONS Seite betrachte, ist auf jeden Fall der Ansatz zu mehr vorhanden, aber ansonsten vermisse ich den eben ein wenig.

Mit einem lieben Gruß:

Ein Fackelträger des dunklen Lichtes.


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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 11:35  
Hi - wollte mal einiges zu meinen Beträgen klarstellen.

- es geht mir NICHT um Schattenintegration. Es geht mir um die AUFLÖSUNG von Schatten. Schatten sien fixierte FORMEN, die sich aus unserer Seelenenergie bestehen. So gesehen ist jeder Schatten auch ein VAMPIER. Ein Schatten beeinträchtigt die Wahrnehmungesfähigkeit von sich selber und Umwelt. Er VERZERRT die Wirklichkeit.

Die AUFLÖSUNG von Schatten erlöst die zwanghaft gewodene seelenenergie in freies Fließen. ICh werde nicht mehr vo diesen Formen unbewußt bestimmt und im schicksal willenlos hin und hergeworgfen. ICh erlange mehr URSÄCHLICHKEIT - aber auch erweiterte SINNLICHKEIT.

*g und scheitere dann vielleicht immer noch am DU!

Und am kollektiven Geist. Was macht ein Schattenbefreiter 1940 in einem Schützengraben?

Der nächste Schritt wäre dann ein Durchschauen der KOLLEKTIVEN unerlösten Seelenmassen, die sich an die individuelle menschliche Form andocken.

Was die Menschheit sich in Jahrtausenenden an Kriegen, Vergewaltigungen, Unterdrückungen und Grausamkeiten GELEISTET hat - hat KOLLEKTIVE FELDER aufgebaut. Volksverführer verstehen es, diese Felder ANZUSPRECHEN in ihren Reden - und in den MASSEN zu aktivieren.

Oberstes Ziel wäre dann BEWUßTE SELBSTBESTIMMUNG jenseits dieser Formen.

Ich selbst habe Auflösung unbewußter Strukturen immer als eine derart NEUE QUALITÄT erfahren - die mir vorher UNVORSTELLBAR war, daß ich nich fast schon scheue darüber zu spekulieren wer ich in einem Monat bin.

Was LÄßT sich aber sagen?

- Es ist ein Erwecken des gesammten POTENTIALS.

- Es ist selbstbestimmte KREATIVITÄT - die wir vom jetzigen Standpunkt aus MAGISCH nennen würden

- Es ist nicht passiv - sondern Ursache von Kreativität. Das schließt aber kreative Passivität nicht aus *lach

- Es ist kein Übermensch - sondern überhaupt ersttmal in diesem positiven Sinne menschlich. ÜBER etwas sein zu wollen ist schon eine Flucht im Verstand. Im Gegenteil, habe ich dann immer mehr die Power WIRKLICH MIT etwas zu sein - und DAS erfordert Kraft.

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Mein Licht ist nicht solar - sondern Neptunisch. MEin dunkles Licht ist Pluto - die Pforte des dunkeln Nichts ins Werde ...

_______________________________________

Ich bin nicht aus Platons Höhle gekommen und meine nun keiner versteht mich. Vielmehr hat mich das Licht in die Höhle zurückgeworfen und gesagt: SCHAU SIE DIR AN!

Und hier versteht NIEMAND die Welt eines anderen - außer in Selbstbidern. Hier versteht NIEMAND tiefer wer er selber ist - außer in Identitäten die etwas darunt3er KOMPENSIEREN. Hier gibt es außer Angst, Selnsucht, unbewußten Schmerzmustern kaum wirkliche Liebe. Selbst wenn wir das so wollen.

Die Frage, warum man Schatten mit sich herumschleppt, erübrigt sich, wenn man ihnen andauernd BEEGEGNET. Hier kann man versuchen:

- sie irgendwie zu integrieren

- seine HALTUNG ihnen gegenüber zu verändern. Im negativewn Fall ist das ein Ignorierenwollen mit dem verstand durch Sprüche wie - es ist wie es ist ...

Im positiven Sinne ist es ein immer tieferes Wissen über meine Haltung, die Schatten erzeugt - und kann am Ende die Schatten auflösen.

- Schatten auflösen in einer Erkenntnis oder Wahrnehmung, wo sie im Grunde zusamemenfallen.


grüsseli merlYnn
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 11:51  
Bisher habe ich ALiens Frage ja sehr persönlich beantwortet - da dies authentischer ist zunächst.

_________________________

Akron hat mal für den Arbeitskreis eine STRUKTUR entworfen - zur Orientierung wo man gerade ist , oder um sie systematisch anzuwenden - oder sie als spannende Schnitzeljagd zu sich selbst zu betrachten, wie ich es tue - ihr findet sie hier:

http://www.peregrinus.ch/index.php?id=52

Hier ist Schattenarbeit - oder neuerdings SCHATTEN LICHTARBEIT - tatsächlich dargestellt als ein umfassendes magisches System. Ganz unten steht als Ziel die VORSTELLUNG: Vollkommenheit. Oben das Universum - ich bin alles weil ich nichts bin. Das ist jenseits von jeder Vorstellung.

Ich selbst wäre da natürlich zunächst beim Pendeln - Entwicklung des magischen SPÜRENS.

Aber sehr intensiv bin ich im Leben zur Zeit beim Plutonischen Stirb und Werde - mit allmählichem Bilick auf die neptunische Magie - wie Liebe und mein Element mich selbst verzaubern, daß ich in dieser Welt ALLEIN bin mitten in einer Beziehung, ohne das zu merken - und wie wenig da wirklich GETEILT wird zwischen zwei Welten. Erst das Erkennen socher Wahrheiten kann es verändern.


liebe Grüße merlYnn
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Das Saturn-ALien
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 13:37  
Hey Merlin!

Bezüglich der Integration und Auflösung von Schatten, gibt es für mich persönlich zwei Ebenen.

Diejenige welche als erstes, auf einer tieferen Stufe kommt, ist jene der Integration:

Schatten gleich aufzulösen, klingt für mich wie die Nacht abschaffen. Auf einer anderen Ebene gesehen, ist das für mich nichts anderes, als wenn ein Christ versucht sich vom Einfluss des Teufels zu lösen. Meiner Ansicht nach produzierst du damit höchstens neue Schatten. Du kannst zwar den Versuch wagen die Nacht mit Licht zu erhellen, aber alles was in diesem Licht steht, wird wieder einen Schatten werfen. Wenn ich jedoch den Schatten als etwas ursächliches sehe und akzeptiere, spielt es mir schlicht keine Rolle mehr das dies auch Teil meiner Natur ist, ich muss dann nicht mehr ständig gegen etwas kämpfen, das nun mal vollkommen natürlich in uns angelegt ist.

Steht man erst einmal da, kann man versuchen diese aufzulösen, wozu man jedoch erkennen muss: „Ohne Finsternis kein Licht. Das Licht leuchtet in der Finsternis. Und die Finsternis ist mächtiger als das Licht! Im dunklen Urgrund der Finsternis ist das Licht vom Urbeginn an enthalten.“ G.A.G.

Résumé: Wo Licht ist, ist auch Schatten, aber wenn man mit seinem ganzen Wesen erkennt das die Dunkelheit das eigentliche Licht ist, kann man die Schatten auch auflösen!

Bin gespannt was du dazu meinst!


Zitat:
Aber sehr intensiv bin ich im Leben zur Zeit beim Plutonischen Stirb und Werde - mit allmählichem Bilick auf die neptunische Magie - wie Liebe und mein Element mich selbst verzaubern, daß ich in dieser Welt ALLEIN bin mitten in einer Beziehung, ohne das zu merken - und wie wenig da wirklich GETEILT wird zwischen zwei Welten. Erst das Erkennen socher Wahrheiten kann es verändern.


Der Mensch wird alleine geboren, ist den größten Teil seines Lebens alleine und stirbt auch ganz auf sich selbst gestellt. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist wohl das OPUS MAGNUM, der LAPIS PHILOSOPHORUM, welcher die alchemystische Hochzeit verkörpert.

Wenn ich mich nun so spontan einordnen müsste, wäre mein momentanes Thema wohl die Ritualmagie des Merkurs.

Mit einem lieben Gruss:

Das S-AL


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"Licht ist Stoff, und Dunkelheit ist reiner Geist. Dunkelheit in ihrer innewohnenden, metaphysischen Grundlage ist subjektives und absolutes Licht, Licht in all seinem Glanz und der Pracht dagegen bloß eine Menge von Schatten, ..." H.P. Blavatsky
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 15:22  

Zitat von Das Saturn-ALien, am 11/3/2007 um 10:28
Wenn sich ein Magier in den Kreis stellt, geht es schließlich um nichts geringeres, als sein eigenes Universum zu erschaffen.


ja, nun ist es klar. nicht mein bereich.
wozu noch ein eigenes universum erschaffen, wenn man die wahrheit erblickt hat ?

Zitat:
Kommen wir nach dieser kurzen Erläuterung nun zur eigentlichen Frage: Wie ich durchschimmern ließ, geht es hier meiner Ansicht nach um die Verwirklichung des eigenen Seins. Folglich nicht um das, sich in meditativer Stimmung von dieser Welt zurückziehen, sondern darum den eigenen Wesenskern in der ‚profanen Welt’ zu verwirklichen. Dies entspricht nun jedoch nicht einer Haltung die durch den Verstand, also gedanklich herbeigeführt wird (dieser Versuch ist ewig zum scheitern verurteilt, weil er immer nur neue Lügen erschafft), sondern um eine Art Grundeinstellung, die sich aus sich selbst heraus erschafft und nicht auf irgendwelche äußeren Konstrukte angewiesen ist. So weit alles klar?


das klingt für mich nach etwas persönlichem, wenn ich eine grundeinstellung benötige. dann ist da ein ich, das zu etwas anderem eine einstellung hat, z.b. zum Sein und dessen verwirklichung. das ist dualität.

verwirklichung ist anerkennen, dass das Sein bereits verwirklicht ist.
das mag der verstand (ich) natürlich nicht. dann kann er sich nicht mehr verbessern.

aber gut, der magier scheint da einen ganz anderen weg einzuschlagen, die kristallisation des egos. will er das zaubernde ego denn dann noch aufgeben ? ich weiss nicht.

anshu
Antwort 22
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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 15:38  
Hallo ALien!

Auflösen heißt nicht Abschaffen!

Ganz im Gegenteil - es heißt WAHRNEHMEN wie man es noch nie vorher wahrgenommen hat. ERKENNEN.

Der Christ in deinem Beispiel würde also nicht versuchen, den Teufel abzuschaffen!

Er würde - ganz im Gegenteil - zum Teufel hingehen und ihn fragen: WOHER KOMMST DU!

Dann würde er MIT dem Teufel den ganzen Weg zurückgehen - und immer weiter fragen.

Bis er zu dem Punkt kommt, wo IHN zum erstenmale etwas dazu gebracht hat, sich zu ENTSCHEIDEN, Teufel zu sein. Diese ENTSCHEIDUNG wurde vergessen - und so MANIFSTIERT sich das Teufelsbild. Die unbewußte Entscheidung kann nicht wieder zurückgenommen werden, da vergessen. So BLEIBT Teufel eben Teufel. Und so entsteht aus dem ewigen Jetzt - ZEIT.

Wird diese MAGISCHE URENTSCHEIDUNG bewußt - fällt die Manifestation zusammen. Auflösen heißt nicht, daß der Teufel abgeschafft wird - es heißt daß der UNENDLICHE POOL VON MÖGLICHKEITEN IN DER UNENDLICHEN ZEIT wieder geöffnet wird - daß der Teufel nicht nur zwanghaft Teufel sein muß. (Auch wenn wir vor uns selber immer BEHAUPTEN wir wären DIES und DAS aus freien Willen - sprechen wir mitten aus dem Herzen unseres Unbewußten heraus - Verdrängung)

Die fixierte Form wird also in seine unendliches Potential zurückgeführt - und die Identität zu dem was HINTER allen Formen der Ursprung aller Formen - wie Teufel oder Gott oder Josef oder Christ oder Ballermann oder Magier - ist.

Auflösen heißt nicht Abschaffen.


Auflösen bedeutet, von rückwärts das Wissen des Saturn zu erlangen - das Geheimnis von Verdichtung, Kristallisation und Manifestation. Saturn hat eine dunkle und eine Lichtseite.

Das Dunkel spaltet sich in Unwissenheit in die Qualitäten der Planeten auf. Im Ursprung ist es EINS - bei jedem Planeten EINS - das UNERKENNBARE schöpferische jenseits allem Geschöpften.

Das Licht ist das Sein, die unendlichen Möglichkeiten des Seins. Bewußtsein ist eine dieser Möglichkeiten des Seins.

Licht und Dunkel zusammen bewirken bewußte Manifestation. (lach - das ist aber eher gechannelt)

Manifestation geschieht aber hier beim Teufel durch Unwissenheit, Unwissenheit daß ich selber sein Schöpfer bin, durch Abspaltung - und durch eigene Anstrengung und eigene Gegenanstrengung.

Ein Schatten manifestiert sich, indem ich ihn auf der einen Seite unbewußt erschaffe - auf der anderen Seite in meinem bewußten Denken zu bekämpfen suche. Eigene Kraft gegen eigene Kraft bewirkt eine Verdichtung von Energie.

Der Christ weiß gar nicht, wieweit er selber durch seine Gegenanstrengung dem Teufel in die Hände spielt - solange er ihn unbewußt vor langer Zeit erschaffen hat - ihn verdrängt und seine eingene ENTSCHEIDUNG vergißt und abspaltet - und sich mit einer Gegegnentscheidung und Gegenanstrengung gegen sich selber wendet.

Eine schöpferische Quelle erschafft gleichzeitig zwei Kräfte, die gegeneinander wirken.

Das ist Verdichtung, MANIFSTATION, Kristallisation.

Auflösen heiß, zu erkennen, WAS man da tut! Und an den Punkt zu kommen, wo man selber diese Kräfte ERSCHAFFT - und durch Unwissenheit ihre MANIFESTATION bewirkt.

Natürlich kann ich DANACH immer noch eine Christenenergie erschaffen - und eine Teufelsenergie - beides gegeneinander richten um beides zu manifestieren.

Warum nicht? Es sei denn, das ist mir angesichts des NEUEN POTENTIALS nun doch viel zu dämlich :) - oder nun total unter meinem LEVEL, weil ich DRAUßEN bin aus diesem schwachsinnigen SPIEL.

Auflösen bewirkt DIE FÄHIGKEIT ZU EINEM GRÖßEREN SPIEL.

Schicksal ist der veräußerlichte Kampf gegen mich selber, gegen das, was ich selber unbewußt aus dem unendlichen POOL dessen ziehe, wo Zeit nicht durch eine Dimension begrenzt wird. Ewiges Jetzt.

Schicksal oder Zeit ist die Verdichtung bzw. Verengung von Möglichkeiten aus dem Pool des Unendlichen jenseits von Zeit.

Manifestation ist einerseits Verdichtung - andereseits aber auch DAUER.

Wenn ich im Leben Bereiche entdecke - wo mir anscheinend immer wieder dasselbe passiert - dann habe ich es schonmal erwischt!

*looool Ich habe noch nie gegen einen Teufel gekämpft. Das beschäftigt dagegen einen CHRISTEN wahrscheinlich sein ganzes Leben lang. Zeit ist Manifestation als DAUER.



grüssli merlYnn


[Editiert am 11/3/2007 um 16:02 von GeorgeTheMerlin]
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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2007 um 15:46  
@ Deva anshu

Das Sein IST bereits verwirklicht.

Stimmt! Das Sein ist manifestiert worden, also verwirklicht.

WAS wirkt aber HINTER dem Sein?

Das Sein IST bereits verwirklicht - ein sehr guter Satz! Er bewirkt, daß ich aufhöre zu kämpfen - zuhöre WAS IST - bis ich dieses IST selber bin.

Dann kann ich damit tun was ich will. Ob Magier oder nicht - hat mit der Wahrheit nichts zu tun. Jeder spielt sich selber. Die Wahrheit ist umfassender als das ....

liebe Grüße merlYnn
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