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Autor: Betreff: Wie wichtig ist Wahrheit?
Ds kAoS
Adeptus Major

JessayahX
Beiträge: 229
Registriert: 8/10/2004
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
smilies/question.gif erstellt am: 9/7/2006 um 18:44  
Grüße, meine Lieben Mitcomlerianer!

Hmm, ich grüble momentan wieder einmal über Moral und ähnlichem.. und frage mich, wie haltet ihr das eigentlich?
Ich meine, der Mensch lügt unendlich oft, allein den Tag über.
Eine kleine Lüge wie "es geht mir ganz gut" obwohl dem nicht so ist, scheint legitim.

Wie sieht es denn aus, wenn man universeller, größer (GRÖßER!!) denkt?
Belüge ich meinen Partner weil er gewisse dinge nicht verstehen würde?
sei es, dass man einen magischen weg geht, oder anderweitig dinge sich wünscht, die einen glücklich werden lassen, der eigene partner diese dinge jedoch nicht erfüllen kann oder will?

Wie halte ich es mit meinem Glauben? Meiner Religion, Tradition, meiner Einstellung?
Lüge als Vorbote für ein schlechtes karma?
Belüge ich also mich selbst, meine neigungen und triebe und wünsche, um den anderen zu schonen und bekomme universelle pluspunkte?

Wie handle ich das mit dem moralischen dilemma?
muss ich mich schlecht fühlen wenn ich denke "was jmd nicht weiß, macht ihn nicht heiß" ?

Kann man "beides" haben und mit seinem Gewissen im reinen sein?
Oder parkt die göttliche polizei am ende der strasse des lebens und nimmt uns ins gewahrsam?

was meint ihr dazu?
Was hat euch zu euren gedanken gebracht? Und lebt ihr danach?

Helft mir klarer zu denken, meine Lieben!

Jessa


____________________
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Administrator
Ipsissimus

Hephaestos
Beiträge: 2811
Registriert: 23/1/2005
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 10/7/2006 um 06:19  
Wenn man sich selbst belügt, find ich das am problematischsten. Als irgendwie magisch arbeitender mensch ist doch gerade selbsterkenntnis einer der wichtigsten aspekte. In punkto "magie" ist das "belügen" anderer jedoch standard, vor allem, weil ich bei bestimmten leuten keine lust auf eine fruchtlose diskussion habe. eben auch : "was jmd nicht weiß, macht ihn nicht heiß" ?
obwohl ich sehr selten eine diskussion scheue. aber warum sollte ich dafür sorgen, das mich mein chemie-prof den rest des lebens komisch anschaut?

erinnert mich an mein schulpraktikum:

extrem konservative betreuungslehrerin: "herr XYZ, glauben sie an gott?"

(oder irgendsowas, vielleicht wars auch, ob ich evangelisch oder getauft bin oder sowas)

Ich: "naja, ich bin eher ein spiritueller als gläubiger mensch"

:)


____________________
any sufficiently analyzed magic is indistinguishable from science

∵ indagator ∴ insolitus
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Kandidat
Kandidat

liliana
Beiträge: 40
Registriert: 8/2/2006
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 10/7/2006 um 13:26  
Wenn es mir schlecht geht, geht es mir schlecht - basta! Solche Alltagslügen halte ich erstmal für gänzlich unnötig.
Große Lügen? - Ich wüßte nicht, was ich vor meinem Partner oder sonst wem verheimlichen müßte? Mag ich jemanden nicht, kriegt der das schon mit. Fremdgehen? - Wenn ich das nötig habe, sollte ich erstmal über meine eigene Beziehung nachdenken. Bis jetzt hatte ich auch das noch nicht nötig. Zweigleisig fahren ist nicht drin. Ansonsten... Geheimnisse? - Ich wüßte echt nicht, warum ich lügen sollte.
Für mich ist auch die Ehrlichkeit des anderen wichtig. Fehler sind verzeihlich. Nur wenn ich darüber weiß, kann ich selbst entscheiden zu verzeihen und wieder vertrauen. Weiß ich nicht Bescheid, fehlt die Ehrlichkeit, fehlt das Vertrauen - und tschüß!


____________________
Liliana


La oscuridad me calienta y empiezo a vivir.
http://merry-meet.de/
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 10/7/2006 um 16:12  
Dholkey,
nunja zu lügen ist ja an und für sich keine schlechte Sache. Allerdings muss man wissen wann man lügen sollte und bei wem, nicht zu vergessen WIE. Viel zu vielen Leuten sieht man es förmlich an der Nasenspitze an wenn sie lügen.
Nicht selten bekommt man schon durch eine kleine Lüge an der richtigen Stelle entscheidende Vorteile!
Sich selbst etwas vorzumachen halte ich persönlich nicht gerade für intelligent, es sei denn das einem selbst bewusst ist das man gerade lügt und dies einem gewissen Zweck dienlich ist. Dies kann gerade dabei hilfreich sein wenn man seine Psyche verändert bzw. verändern muss.

Choyo
Adrian
Antwort 3
Adeptus Major
Adeptus Major

Hund
Beiträge: 219
Registriert: 21/3/2005
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10/7/2006 um 16:22  
Das Thema ist derart Gigantisch das ich mich weigere komplett auf es einzugehen, ich werde auf deine Beispiele Antworten.
Lügen ist grundlegend in Ordnung weil es einen Schutzwall um unseren Geist oder unsere Seele errichtet. Lügen gibt uns das gefühl nicht angreifbar zu sein, aber Sie hindert oft auch freund dran einzutretten.


Zitat:
Eine kleine Lüge wie "es geht mir ganz gut" obwohl dem nicht so ist, scheint legitim.



Du ziehst denn Vorteil aus der Lüge das der andere nicht merkt das du gerade Verletzt bist. Ausserdem möchtest du vielleicht nicht an das denken was dich verletzt hast und wenn du sagst es ginge dir schlecht wird dein gegenüber aus reflex fragen was dir fehlt und dich zwingen daran zu denken.
Ausserdem möchtest du der Person nicht zur last fallen was übersetzt heist das du möchtest nicht zugeben das du hilfe brauchst.
Ausserdem ist die frage eine Floskel und der andere möchte evtl. gar nicht wissen das es dir schlecht gehn und wenn du ihn quasi zwingst zu fragen warum? beschersst du ihm einen unangenehmen moment und wirst dadurch lästig. Lästige sachen will man loswerden, du machst dich angreifbar.

Der Nachteil ist das du der Person nicht erzählst was dir fehlt wird sie dich auch nicht verstehn und jede möglichkeit das sie dir helfen könnte verfliegt, du grenzt dich aus.


Zitat:
Belüge ich meinen Partner weil er gewisse dinge nicht verstehen würde?


Eigentlich das selbe wir oben, du schützt dich davor verlassen zu werden indem du deinem Freund nix vom One Night Stand oder dein dassein als Hexe erzählst er würde es evtl. nicht verstehn.
An dieser Stelle stellt sich die Frage was willst du von einer Beziehung? Wenn du von deinem Partner verstanden werden willst darfst du eigentlich nicht lügen und musst den Mund aufmachen. - Alles andere ist eigentlich nur Sex und geistige Streicheleinheiten ( hat einer ne idee warum ich weider solo bin? ;-)


Zitat:
Wie halte ich es mit meinem Glauben? Meiner Religion, Tradition, meiner Einstellung?



ähm. hä? Wenn du damit meinst ich bete zu einem Gott an denn ich nicht glaube ist das erstems sinnlos und fällt zweitens unter selbstbetrug.


Zitat:
Belüge ich also mich selbst, meine neigungen und triebe und wünsche, um den anderen zu schonen und bekomme universelle pluspunkte?


Pluspunkte? Ja bei wem denn?
Ja und da ist es wieder, das gewichtige Problem. Sich selbst zu belügen ist pure Gift.
Beim lügen MUSST du Wahrheit und Lüge IMMER unterscheiden können. Wenn du andere Anlügst kannst du das.
In die weist du die wahrheit und die anderen lügst du bewusst an. Aber IN dir wirst du keine zwei Welten getrennt halten können. Lüge und Wahrheit vermischen sich bald und du findest dich in deinem eigenen gefühlsleben nicht mehr zurecht "Du weißt nicht was du wirklich fühlst und was nur eine Maske ist, du verlierst dein gesicht zwischen Masken" - so hab ich das zummindest mitbekommen.
Die andere option ist das du zwei wahrheiten aufrecht erhälst und als schutzreaktion wenn eine einzustürzen droht spaltet sich der schädel ( im übertragenen sinne ;-)


Zitat:
Wie handle ich das mit dem moralischen dilemma?


bähh* pfui* igitt* Da ist wieder dieses wiederliche Wort, Moral.
Die Moral entspringt deiner selbst und es ist grundlegend falsch von einer grundlegenden moral auszugehn.
Wenn du also lange Nachdenken musst was Moralisch richtig wäre hast du dich bereits in Masken verlaufen. Mal ordentlich durch die Gesellschaft gedreht ist ein Mensch meistens kein Individum mehr sondern gleich eher einem Komite. Das sollte aber nach möglichkeit vermieden werden.

---
Aber ein Plus krigst du für die Idee "Kann man beides haben" ein Lupen-Rein Schlechtes gewissen ^^
Ich denke schon, aber es muss eine gewissen akzetanz vorangehn das man auch mal gegen denn eigenen Strich handeln muss und sich selbst oft etwas schuldig bleibt, dann geht das.
Jeder wie er will.

Und zum Abschluss ein kleine Spass "Es gibt so viele Wahrheiten wie es menschen gibt".
Unter diesem gesichtspunkt muss man sich fragen was die eigene Wahrheit schon bedeutet?

Schönen Gruß,
Luc.

PS: Ich habe das Thema das man beim lügen erwischt werden kann bewusst umgangen weil man bei jedem Fehler erwischt werden kann und es diesbezüglich denke ich keinen unterschied bei der art des fehlers gibt.


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Ds kAoS
Adeptus Major

JessayahX
Beiträge: 229
Registriert: 8/10/2004
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 11/7/2006 um 07:59  
Hallo ihr lieben!
Danke für die antworten!

aaber +g+ ich meinte etwas anderes. mal sehen ob ich die tage ein neues topic eröffne.
Ich wollte die gedankengänge auf größe bringen. weg von der menschlichen moral.

so wie ein christ seine entgültige entscheidung auf seinen gott legt, der urteilt, so wollte ich von den hiesigen magiern zb wissen, wie sie das sehen? sofern sie gewisse dinge als legitim erachten, meinen sie, es kommt im nächsten leben auf sie zurück, oder haltet ihr lügen für magisch in ordnung? (verzeiht die lapidare ausdrucksweise ich schreibe grad während meines lehrgangs +g+)
handelt ihr nach eurem eigenen vorteil? oder handelt ihr emphatisch?
..ich werd andauernd nach hilfe gefragt, muss hier gerade leider aufhören. +seufzt+
jessa


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Adeptus Major
Adeptus Major

Hitzi
Beiträge: 208
Registriert: 18/6/2005
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18/7/2006 um 15:20  
Dies Thema trifft einige der Themen die ich für überaus wichtig und interessant halte. Ich werd oben anfangen, zuerst mal Jessa antworten und hoffentlich all das sich jetzt nicht Ausgehende ein andermal zu schreiben.

Ich bemühe mich ein moralisch optimales Leben zu führen; was mir klarerweise oft nicht gelingt, aber ich bin schon eher zufrieden (und wie ich hoffe und glaube nicht zu unrecht).
Der Sinn des Lebens ist meiner Meinung nach der, daß man sich ein Bild malt wie man sein möchte, bzw. vom optimalen Menschen; und dort geht man dann hin. Und für mich ist der Umgang mit seiner Umwelt einfach ein integraler Bestandteil davon.

Man kann so kleine Lügen auch umgehen. man kann ja auch sagen:"Geht so/ Das und das ist ca los, aber das wird schon wieder/ Geht dahin/ Wie immer/ strange von gestern/ ..." He du bist doch, wenn ich einschätzungsmäßig nicht voll daneben hau, eh kreativ!
Ich versuche auch hier nicht zu lügen. Wenn man wirklich aus dem Grund, daß man nicht will, daß sich der andere schlecht wegen einem selbst fühlt, dafür entscheidet zu sagen:"mir gehts gut", dann ist das vielleicht auch ok. Auf der anderen Seite ist die Wahrheit immer besser. Ich würde immer die Wahrheit wissen wollen, auch wenn sie mir nicht schmeckt.
Ich finde Moral ist ein Thema das mit einer Art Mathematisch-Philosophischer Logik behandelt werden muß.

Das was Hund über Beziehungen gesagt hat, dem stimme ich zu. Ich finde eine Beziehung in der man sich nicht alles und vor allem die Wichtigsten Dinge(und ich nehme mal an Magie, Wünsche die für dein Glück von entscheidener bedeutung sind, Ansprüche die man an seinen Traummann(ich persönlich verwende hier Frau) nunmal stellt sind wichtig) erzählen kann ist das einfach nicht das Optimum(ich find das sogar fast Seelenzerfetzend). Man geht ja auch irgendwie einen Weg zusammen, die sollten vielleicht in mancher Hinsicht in die gleiche Richtung gehn.

Zitat:
Wie halte ich es mit meinem Glauben? Meiner Religion, Tradition, meiner Einstellung?

Mädchen, du fragst sachen da hauts mich aus den Latschen.
Glauben: Was soll man mit seinem Glauben groß machen, der Werkt in einer Art schon sehr autonom. Es gibt ja die Art von glauben wo man etwas ohne naturw. Beweis trotzdem sicher weiß. Dem sollte man vertrauen und nicht verleugnen. Auf der anderen Seite sollte man natürlich nicht in Richtung Ich glaub das is so und da laß ich nicht mit mir reden auch wenn jede logische Begründung auf das Gegenteil hindeutet.
Man kann ja auch mit seinem Glauben Punkte finden von denen man gedanklich ausgehen will und von dort weg ein Gedankliches Gebilde bauen.
Ich habe ja schon ein eher magisch,mystisches Weltbild, das ich zumindest anderen nicht beweisen kann, aber auch nicht muß. Es ist etwas schwierig weil ich nicht ganz sicher bin was du mit Religion meinst, nicht die Wortbedeutung sondern in welche Richtung die Frege geht. Ich versuch es einfach mal.
Religionsfreiheit in moralischer Hinsicht hat man auf jeden Fall, also man macht mit der Religionsangehörigkeit keinen moralischen Fehlgriff.
--------Zwischenschub
Ich möchte noch was zu Wahrheit schreiben:
Ich glaube es gibt eine Wahrheit, die allgemeine Gültigkeit hat. Dies ist zwar ein fast Pleonasmus, aber ich finde den unterschied zu Wirklichkeit einfach heraushebenswert. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es die Art zu glauben die ich oben schon beschrieben habe.
Auf der anderen Seite finde ich ein Leben, in der es keine Wahrheiten gibt, in gewisser Weise sinnlos. Ich glaube nicht, daß das Leben "Sinnlos" ist. Außerdem kann ich es nicht feststellen, was heißt: Ich kann entweder auf alles Scheißen und dann im Endeffekt alles verschissen haben oder ich kann der Wahrheit folgen und dann im Endeffekt keinen Nachteil haben weil sowieso alles wurscht ist.
Es gibt ja auch Indizien dafür denn verschieden physikalische Messungen gehorchen Gesetzmäßigkeiten, Menschen sind sich über die Logik von Schlüssen einig(nicht immer, ist klar),...
-------------
Demzufolge gibt die schon Religionen, die schlichtweg falsch sind. Auf der anderen Seite sind Religionen auch irgendwie gemalte Bilder der Wirklichkeit, wo viele Ähnliches zeigen. Aber in den normalen Religionen ist überall gutes wie schlechtes vorhanden, wahres wie falsches. Und ich denke der Richtige Umgang mit Religionen ist die Akzeptanz und Freude über das Gute und das Wissen über das schlechte sowie eine vernünftige Art dies negative zu kommunizieren.

Die Einstellungen sind das wohl sensibelste von den Dingen. Da muß man finde ich gut aufpassen, daß die auch alle so sind wie man sie haben will, wozu einige Geistige Arbeit gehört. Und, daß sich da nichts einschleicht.

Zu den Dingen mit dem karmischen Bonus-Malus-System:
Es macht einfach einen Weltengroßen Unterschied ob ich etwas tue, bzw lasse weil ich es für moralisch richtig halte, oder weil ich einfach egoistisch wie der Mensch ist Karma Punkte sammeln will bis man eine Kreuzfahrt gewinnt. Denn das ist dort kein Gewinnspiel!
Geben tut es Karma mit Sicherheit, aber es werden nicht Taten mit Zahlen versehen und Belohnungen und Bestrafungen perfekt zugerechnet... sondern das ist schon eher ein System mit Gefühl.

Bitte belüg dich nicht Selbst! Wenn du schonmal wo Wahrheiten verdrehst, sei dir dessen zumindest bewußt. Sowas kann ganz bös ins Auge gehen. Ich finde Hund hat es gut beschrieben, wo ich nicht konform gehe ist glaube ich klar.
Seine Bedürfnisse, Neigungen, Triebe und Wünsche auszuleben und mitzuteilen sind meiner Ansicht nach völlig OK solange man niemandem direkt schadet.(Bsps wären trotzdem interessant!)
Wer wird denn geschont wenn du dich kaputt machst?

Schlecht Fühlen mußt du dich nie. Das bringt niemandem was und schadet dir nur, bzw du hättest es zumindest schöner wenn du zufrieden bist. Es geht ja in Moralischen Fragen aber nicht darum wie die Auswirkungen auf dich sind(ich hoffe man versteht mich hier) sondern ob die Handlung(in sehr weitem Sinne) in Ordung ist oder nicht. Wenn du zB mit einem anderen schläfst und deinem Freund nichts sagst o.Ä. dann ist das einfach nicht in Ordnung. Denn du hast ja soetwas wie ein Abkommen(noch dazu mit deinem Freund, was ja eigentlich einiges heißen sollte) mit ihm, das nicht zu tun. An das was man verspricht sollte man sich schon halten, weil sonst ist ein Versprechen Sinnlos und du brichst das Vertrauen und die Seele deines Freundes, denn für den ist dein Wort ja Gesetz und wenn der sicher zu scheinende Halt sich auflöst, dann bricht halt eine Welt zusammen! Das ist ja wie ein Schwertstreich psychischer Natur. Wenn du den in der Luft hängenden dann noch weiter hängen läßt in seiner unwirklichen Welt dann wird das immer schlimmer, und das alles nur deshalb weil du sogar zu feig bist ihn da raus zu holen, nur weil du dann siehst was du da angestellt hast.

Ob du beides haben kannst. Also wenn ich das richtig verstanden habe:
Ein reines Gewissen und Dinge tun die du nicht für in Ordnung hältst ist für mich ein Widerspruch per Definition von Gewissen. Aber man kann sicher Sachen machen wo man weiß das, daß sie unmoralisch sind und dennoch sich nicht voll fertig machen.
Aber die Sache ist doch die, willst du denn etwas tun was du für nicht in Ordnung hältst?

Wenn ich von Moral rede, dann meine ich immer eine Art göttl. Moral. Moral kann ja nicht heißen ich bilde mir ein so und so muß man tun und wer das nicht macht ...
Nachdem es ja eine Wahrheit gibt, muß es auch eine Antwort auf die Frage:"Wie verhalte ich mich optialerweise gegenüber meiner Umwelt".
Mir ist schon klar, daß der Schluß nicht zwingend ist. Bei mir ist ja der Antrieb eher der Wille "Gutes" zu tun und nicht Angst vor Karma oder ein Gefühl der Pflicht.
Wenn ich Moral verleugne, verleugne ich Rechte ....... Da kann man dann schon nichts mehr sagen, wenn einer alle Kinder zu foltern anfängt und jedes Neugeborene sofort köpfen läßt als, daß man ihm Ineffektivität unterstellt.
Ich kann gerade die Existenz einer eindeutigen Moral nicht zwingend begründen, muß ich auch nicht, aber das würde mich schon reizen.
Zitat:
handelt ihr nach eurem eigenen vorteil? oder handelt ihr emphatisch?

Ich nehme an emphatisch Handeln heißt Gefühle, die ich bei anderen merke, in meine Entscheidung über meine Handlungen stark einzubeziehen.
Sicher handle ich nach meinem Vorteil, aber eben nur dann ausschließlich danach, wenn ich niemandem Schade. Ich handele aber auch empathisch, wenn ich merke, daß es wem schlecht geht, dann versuch ich zu helfen oder vielleicht auf etwas zu verzichten, damit sich derjenige besser fühlt.
Ich laße mich aber auch nicht von anderen in Ausnützung meiner Empathie, Freidliebe und idealisiert utopischen Wunsch nach einer Welt in der es jedem optimal geht erpressen. Ich finde, wenn einer rüberbringt:"Ich will das und das von dir und wenn du das nicht tust bin ich beleidigt o.Ä." einfach unter aller Sau! Wie muß man da drauf sein.
1. Ist die unmoral da schon am überall rauskommen und
2. wie kann man denn wollen, daß einer aufgrund seiner Zuneigung/Friedliebe was tut was er überhaupt nicht für mich tun will mit der begründeten Angst, daß ich sonst auf ihn spinn.

Ich hoffe mein geschreibsel ist annehmbar ich hab mich in jedem Fall bemüht. Vor allem hoff ich, daß du Jessa was damit anfangen kannst, ich habe versucht auf jede Frage einzugehn, falls etwas nicht behandelt wurde bitte sagen.

MFG
...Hitzi
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Zelator
Zelator

Araziel
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 19/7/2006 um 22:45  
Das is mir einfach zu viel Text.:D

Ich hab mal ne Zeit lang drüber nachgedacht... und bin dann zu einer Lösung gekommen, inwiefern Wahrheit existiert. Zusammengefasst in einem Satz:

Die Wahrheit ist die Zukunft, die die Vergangenheit zur Lüge machen kann.

Oder hier von meinem Kumpel dem Nietzsche:

„Es ist nichts mit der Moral: moralische Werte haben keine unbedingte Geltung, sondern sind nur in einer bestimmten Situation nützlich oder nutzlos.
Es ist nichts mit der Wahrheit: Unbezweifelbare, objektive und ewige Wahrheiten sind nicht erkennbar. Wahrheit ist stets subjektiv.“


Mehr hab ich nicht zu sagen :exclam:
Besser.... mehr fällt mir einfach nich ein *LoL*


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Meine 2 Regeln zum Erfolg:
1) Sage den Leuten nie alles, was du weisst.
2)
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Ds kAoS
Adeptus Major

JessayahX
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red_folder.gif erstellt am: 20/7/2006 um 10:29  
hmmmm

Zumindest weiß ich, dass menschen ohne gewissen auf die welt kommen, egoistisch sind, und dass ihnen Moral antrainiert wird. worauf ich hinauswollte, konnte ich nicht richtig klar machen, es ging mehr um universelles nicht um persönliches. wie gesagt mal schaun, ob ich anderweitig ein neues topic eröffnen werde.
danke für die ausführungen.

jessa


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Studius
Studius

Blackguard
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Registriert: 3/8/2006
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 3/8/2006 um 22:17  
Interessantes Thema.

Gedanken sind zumeist in Worte gekleidet. Worte sind Beschränkung, egal ob nötig oder nicht. Also sind Worte ohnehin - wie Gedanken dann ja auch - nie das Ganze, also eine Lüge.

Ein Mensch ist vollkommen ausser Stande eine wahre Antwort zu geben, also sind auch dergleichen Gedanken hinfällig, zumindest für mich. Aber naja, nicht jeder "Magier" oder Hampelpampel richtet ja sein Leben nach diesem Seinsaspekt aus, für den es viele Namen und noch mehr Lügen gibt.
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Philosophus
Philosophus


Beiträge: 126
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4/8/2006 um 17:51  
worte können doch nicht immer lügen sein z.b. wenn ich denke ich habe hunger und sage das dann auch ist das keine lüge

jessa du hast recht menschen kommen ohne das auf die welt, doch ihre umgeben und näheren personen lehren und weisen sie.
zwar weis mann dann nicht ob das alles so richtig ist wie mann es gesagt bekommen hat aber das ist ein anderer part


____________________
Man kann auch ohne Augen etwas sehen, doch manches sieht man auch mit tausend Augen nicht, sondern nur mit der Magie in einem.

Weiter,weiter ins Verderben,
Wir müssen leben bis wir Sterben!
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Studius
Studius

Blackguard
Beiträge: 15
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red_folder.gif erstellt am: 5/8/2006 um 09:19  

Zitat:
worte können doch nicht immer lügen sein z.b. wenn ich denke ich habe hunger und sage das dann auch ist das keine lüge


Nur das Wort "Ich" könnte schon eventuell die Lüge enthalten *gg*

LG
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Novize
Novize


Beiträge: 14
Registriert: 14/8/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 17/8/2006 um 20:38  
Ich hab bisher die Erfahrung machen koennen, dass Gut und Boese, Wahrheit und Luege, Erfolg und Misserfolg gleichgesinnte natuerliche Ereignisse sind. Selbst wenn ich nun hinterher von der goettlichen Polizei in Gewahrsam genommen werde.. Auf Lebenslaenglich ist auch nur eine Zeitangabe.

Auch wenn ich dich nicht kenne Jessa, du triffst richtigere Entscheidungen als der Grossteil der Bewohner dieses Planeten, allein weil du Bewusstsein hineinlegst, das sieht man daran das du dich tiefer mit dieser Frage ausseinandersetzt. (Ich bin zwar nicht der Richter des Universums.. aber doch zu Logik faehig *g*)
Vertraue darauf was du bist, dann fliesst dein Verstand und deine Erfahrung in die Intuition und du triffst gefuehlsmaessig die bessere Entscheidung. Ich sage bewusst Bessere, nicht weil ich fan von Nietzsche bin, sondern weil es so funktioniert ^^ - das passt ausserdem Wunderschoen in einen Kreis von Leuten die mehr auf das Funktionieren als auf das nach annerkannten Regeln handeln bedacht sind..

MfG,
Dejar

[Editiert am 17/8/2006 von Dejar]
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Kandidat
Kandidat

Wotan
Beiträge: 34
Registriert: 29/11/2006
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 23/12/2006 um 07:58  
Ich finde das man lernen sollte der "eigenen" Wahrheit ins Gesicht zu sehen.
Man muss ehrlich zu sich selbst sein. Man muss die Wahrheit über sich selbst erkennen.
Wenn man dazu in der Lage ist erkannt man was oder in wie weit es sinnvoll ist die Wahrheit anderen zu sagen. Das bedeutet das auch eine Lüge gerechtfertigt sein kann. Mann muss sie aber vor sich selbst verantworten können.
Ich hoffe ihr versteht wie es gemeint ist.


____________________
Du kannst nicht verlassen was Du nicht kennst.
Um jenseits Deiner Selbst zu gelangen mußt Du Dich selbst kennen.
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 4/1/2007 um 08:47  
um dieses thema erschöpfend zu behandeln muß man erst einmal das wort "wahrheit "deffinieren.
jedem menschen wohnt eine eigene grundeinstellung zur wahrheit inne,und an diesem punkt wird er ansetzen,wenn es sich um aussagen handelt.
jemanden im unklaren zu lassen,weil ich ihn "schützen"möchte,betrachte ich ebenso als wahrheit und kann es dann auch im vollen umfang verantworten,da der schädliche aspekt einer bewussten lüge entfällt.......

jemanden wahr zu antworten,der damit umzugehen hat und es meiner meinung auch bewältigen kann ,wird wenigstens von mir moralisch und ethisch bevorzugt,dabei achte ich weder auf die "gewissenspolizei" noch auf das "karma" sondern nur auf mein eigenes "seeleputzen" das somit verhindert einen berg an altlasten mit mir herumzuschleppen.diese belasten am ende mich und den umgang mit der betreffenden person und versperren den direkt weg zu einem offenen und gesunden umgang.


"nichts wird so selten geglaubt,wie die wahrheit"..........



RZ
Antwort 14
Ipsissimus
Ipsissimus

Eliphas Leary
Beiträge: 1439
Registriert: 12/10/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4/1/2007 um 13:07  

Zitat:
Die Wahrheit ist die Zukunft, die die Vergangenheit zur Lüge machen kann.


Gefällt mir... :)

Die Zehn Gebote sagen "Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider Deinem Nächsten", also daß man über sich selbst erzählen kann, was man will (sagte hier nicht jemand, das "Ich" sei die Lüge?), aber bei Geschichten über andere vorsichtig sein sollte.

Persönlich halte ich es eher mit der "Wahrhaftigkeit" ("Wenn ein Mensch lügt, so mordet er einen Teil der Welt..."), wobei ich irgendwann einfach angefangen habe, zu unterteilen zwischen "Wahrheit" (dem gesprochenen und vom Stand- und Blickpunkt abhängigen Eindruck) und "Wirklichkeit" (das Offensichtliche, das durch Worte nur verborgen werden kann, egal wie viel darüber geredet wird).
Wenn jemand behauptet, die Wahrheit zu sprechen, lässt sich das leicht überprüfen, wenn man die Wirklichkeit zwischen den vielen Worten herausdröselt (auch zu beachten: die Absichten und Ziele der potentiellen Wahrheitssprecher).

Wahrheit und Wirklichkeit stehen für mich auch in engem Zusammenhang mit den "zwei Seelen, die in jedes Menschen Herzen leben": Die Wahrheit entspricht der Identität, die wir (mehr oder weniger freiwillig) annehmen, die Wirklichkeit entspricht dem Individuum, welches wir unser Leben lang zu verwirklichen suchen und welches sich in unseren Handschriften und unseren Neigungen zeigt.

Sankt Fuchs zum Gruße,

E. Leary


____________________
"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
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