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Autor: Betreff: Einen Geist ins Licht führen zu Samhain - Wie?!
Adeptus Minor
Adeptus Minor

LeonGrace
Beiträge: 159
Registriert: 28/12/2007
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 27/10/2010 um 22:32  
Namasté liebe Freunde!

Samhain steht vor der Tür und wird den schönen Oktober mit seinen doch beachtlichen Sonnentagen für dieses Jahr verabschieden. Ist nicht mehr lang, dann ist schon bald wieder Weihnachten! :o

Aber gut, komme ich zum Thema: Etwa 20 km von meinem Heimatort entfernt liegt ein kleines Dörfchen, das auf den sensiblen Besucher vielleicht einen sehr, wirklich sehr verwunschenen Eindruck machen wird. Es besitzt ein altes Herrenhaus, das von einem englischen Garten umgeben ist und in einen Mischwald mit Mooren und Sümpfen mündet. Dieses Dorf hat ca. 200 Einwohner, zwei Friedhöfe und ein düsteres Geheimnis, wie ich glaube.

Wer je dort war, wird bemerken, dass die Dorfbewohner Fremde mit einem äußerst skeptischen Blick mustern, fast schon unangenehm misstrauisch begegnen sie einem. Die einzige kleine Schenke, die es dort gibt, hat nur für Vorbestellungen offen, ansonsten gibt es noch eine Metallfirma, eine Papiermanufaktur (!) und Landwirtschaft, sowie Forstwirtschaft. Seltsam ist, dass die Jugend- und Kindersterblichkeitsrate in dem Dorf ziemlich hoch zu sein scheint. Der neuere Friedhof, der im Dorf direkt liegt (neben der Schenke), weißt viele Gräber auf mit Gestorbenen, die unter 17 Jahren alt waren. Außerdem gibt es nur wenige, die das Alter von 60 erreichten... Der Friedhof selbst beherbergt eine Gruft, auf deren Tür ein Sonnenrad zu sehen ist. Sowie ein großes, wahrscheinlich, Familiengrab mit gestürztem Kruzifix. Diese Familie war einst Besitzer des Herrenhauses. Eine Esche steht auf dem Friedhof und hat nur zu einer Seite Blattwerk: Zu den Gräbern. Auf der anderen Seite kann man, mit scharfem Auge, einen Steinkreis erkennen. Überhaupt sieht man sehr sehr viele "Kreise" in diesem Ort. Bäume, die in einem Kreis wachsen, der Garten, der in verschiedenen Schichten von Kreisen angelegt ist.

Wir wissen, dass das Herrenhaus zu rituellen Zwecken von den Freimaurern genutzt wird. Hinter dem Herrenhaus steht eine über tausend Jahre alte Esche. Sie steht unter Naturdenkmal. Und um sie geht es eigentlich auch. Mich persönlich lässt dieser Ort kaum los. Ich muss immer wieder an ihn denken und seit ich dort war, ist mir viel passiert. Ich habe einen Geist mitgebracht, der sich wünscht, erlöst zu werden. Wir haben ihm versprochen, dass wir ihm helfen, ins Licht zu kommen. Leider wissen wir nicht genau, wie wir das am besten tun sollten.

Soweit wir über diese Arme Seele herausgefunden haben, ist sie eine Person früherem Adelsstand gewesen, die ihren Sohn aus Rache für die Vergewaltigung seiner besten Freundin, umbrachte. Diese Freundin war für den Geist, den wir durch Recherchen als "Rosalie" identifizierten, wie eine Ziehtochter - sie hatte also eine sehr starke emotionale Bindung zu diesem Mädchen. Um ihren Sohn das aber anzutun (vielleicht wollte sie ihn auch nur bestrafen), ging sie einen Pakt ein. Vor dessen Konsequenzen sie natürlich fliehen will. Erlösung möchte sie durch uns erfahren.

Wir fanden sie bei der großen 1000jährigen Esche. Hinter ihr ist ein Außenkreis durch einen Graben, über den eine Brücke führt, angelegt. Dahinter schließt sich ein kleinerer innerer Kreis, ebenfalls durch Gräben (fließendes Wasser), an. Außerdem gibt es im Außenkreis einen kleinen Eibenhain, ebenfalls im Kreis gewachsen, in dessen Mitte eine Bank zum Ruhen und Rasten mehr oder weniger einlädt.

Viele Bäume wirken an diesem Ort sehr sehr verwunschen. Nicht nur die alte Esche sieht aus wie Der Gehängte (Thoth-Tarot Karte 12) oder die links fallende Person aus der Tarotkarte Der Turm (Rider Waite Tarot Karte 16). Eine Buche erinnert an einem Sammelsurium von Schrumpfköpfen, dessen leere Augen einem nachstarren. Und dann gibt es noch einen weiteren, sehr düsteren Baum weiter fort im Wald: Eine sehr alte, knorrige Eiche, dessen verwachsene Äste aussehen wie ein gewaltiger schwarzer Drache. Schwarz, weil die Rinde unheimlich duster ist.

Der Ort selbst wurde im Weltkrieg schwer umkämpft. Der alte Friedhof, ein Familienfriedhof, ebenfalls im Wald, zeugt mit schweren Einschusslöchern in den Gräbern davon. Drei Seen sind vielleicht noch interessant: der Schlosssee, bei dem man das Gefühl hat, gleich kommen die Toten aus dem schlammigen Wasser und greifen nach dem Bestauner dieses Ortes, sowie den Großen Schwarzen und den Kleinen Schwarzen See, die Überreste der eiszeitlichen Endmoräne sind, was die schwarzen Böden und damit das schwarze Wasser, die Moore und Sümpfe erklärt.

Zu allen Überfluss bin ich, als ich diesen verfluchten Ort einmal allein besuchte (ich sagte schon, er lässt mich nicht wirklich los, weshalb ich glaube, dass ich diesem Geist helfen sollte), einer schwarzen Katze begegnet. Ich schwöre, ich habe noch nie eine solche Katze gesehen. Und ich schwöre, dass ich nicht lüge, wenn ich euch sage, dass sie mich mit vollkommen reflektierenden, gelblich funkelnden Augen anstarrte. Obwohl es keine Lichtquelle gab, von der ihre nachtsichtbefähigten Augen reflektieren konnten. Ich habe mich bewegt, so dass mein Blickwinkel zu ihr veränderte, aber die funkelnden, mich tief (fast auf die Seele hin) musternden Augen blieben gelblich glühend. Sie saß da, putzte sich dann eine Pfote und sah mich ein letztes Mal an, dann machte sie den Weg zum Friedhofstor des Neuen Friedhofs frei. Ein anderes Mal, da waren meine Freunde mit, "begrüßte" sie uns und musterte uns alle. Wir sahen, dass sie auf einem Auge blind sein musste, aber ihre glühenden Augen waren trotzdem so, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich kann nicht sagen, dass ich Angst hatte oder ein schlechtes Gefühl, wie man das manchmal hat, wenn man sich von etwas oder jemanden besser fernhält, aber... ich war so etwas noch nie wirklich begegnet und ich zweifelte an der Realität. Doch ich weiß, was ich sah und nun weiß ich, dass Hollywood eben nicht nur Hollywood ist, sondern dass dieser Ort durch und durch seltsam ist. Wirklich seltsam. Mein jüngerer Freund sprach von:
"Cthullhu-like" oder "ein Schauplatz für Stephen King-Romane" "Lovecraft hätte hier seinen Spaß gehabt..."

Hm... Jetzt hab ich euch alles erzählt, was ich über diesen Ort herausgefunden habe und entdeckte. Vielleicht könnt ihr meine Situation zu Samhain nun besser einschätzen und vielleicht habt ihr einen Ratschlag, wie wir Rosalie erlösen können, die alte Esche befreien und vielleicht auch mich von diesem Ort ein wenig zumindest lösen könnten?!

Sollte es Fragen geben, ich versuche, soweit es mir möglich ist, sie zu beantworten. Auch wenn es ziemlich verrückt klingt, vielleicht ist euch so etwas ja auch mal widerfahren oder ihr habt so einen Ort erlebt. Ohne Zweifel gibt es schließlich Kraftorte und verfluchte Orte...

Liebe Grüße
Leon


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"Der Junge, der sich mit seinem Schulwissen brüstet, ist in Gefahr, ein Gymnasialprofessor zu werden."
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 27/10/2010 um 23:26  
Wie heißt das Örtchen denn, klingt ja abenteuerlich *g*

Würd mir das mal gern auf googleearth anschauen ;)
Antwort 1
Administrator
Ipsissimus

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 09:03  
hach ja, ins "ins licht schicken".... naja.

warum willst du das? will das der "geist"?

ich würde erst mal mithilfe eines orakels (für die mutigeren- einem ganz ganz bösen ouija-brett) versuchen, mit dem "geist" zu kommunizieren.


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∵ indagator ∴ insolitus
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Adeptus Minor
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LeonGrace
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Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 10:22  
Oh, ich dachte, das wäre klar genug aus meinem Text hervorgegangen. Natürlich haben wir mit dem Geist kommuniziert. Uns gegenüber wollte er durch unsere Freundin, die zusammen mit mir und einem weiteren sehr guten Freund dort war, "wiedergeboren" werden.

Durch eine Schamanin aus der Familie des Freundes erfuhren wir aber, dass sie eigentlich nur "erlöst" werden will. Ist mir ja egal, wie ihr das nennen wollt, ins Licht führen, erlösen, ins Jenseits schicken - kommt in der Quintessenz ja fast alles aufs gleiche heraus. Und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir es zu Samhain versuchen werden. Irgendwas müssen wir machen, man sagt Geistern nicht einfach so zu, wenn man von vorn herein weiß, dass man es sowieso nicht macht.

Ich dachte ja auch nur, dass ihr vielleicht den ein oder anderen Tip hättet...

Ich meine, ich würde ja nicht fragen, wenn der Geist es nicht wollen würde. Immerhin hätt ich mit dem sonst kaum etwas zu schaffen.

Wrangelsburg heißt das Örtchen. Abenteuerlich hm... ja, wie aus einem Horrorfilm...


[Editiert am 28/10/2010 um 10:27 von LeonGrace]



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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 10:26  
Danke erstmal für die Info. Naja, da gibt es so eigentlich kaum Tips zu geben, man sagt ja auch nichts zu, wo man nicht genau weiß was man tut und das man das auch tun kann.
Antwort 4
Adeptus Minor
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LeonGrace
Beiträge: 159
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red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 15:04  
Na, fragen wollt ich dennoch. Hätt ja sein können, dass es den ein oder anderen gibt, der eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Wer weiß...


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Novize
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red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 19:35  

Zitat von LeonGrace, am 27/10/2010 um 22:32
N

Wir wissen, dass das Herrenhaus zu rituellen Zwecken von den Freimaurern genutzt wird. Hinter dem Herrenhaus steht eine über tausend Jahre alte Esche. Sie steht unter Naturdenkmal. Und um sie geht es eigentlich auch.
Leon


Hallo LeonGrace,

nun ich Internet steht, dass das Rathaus vom Bürgermeister als Büro genutzt wird und der Gemeindrat dort tagt. Das verwirrt mich jetzt, da Du von Freimaurer sprichst? Ich kenne ja auch welche. Woher hast Du/habt ihr Eure Info darüber, dass Freimaurer da rituell arbeiten? Welche Winkelloge ist es denn? Oder meinst Du den Gemeinderat?

Diese Esche interessiert mich sehr. In Deutschland werden meines Wissens sehr alte Bäume gemeldet und registriert. Und Naturdenkmäler auch auf jeden Fall. Diesen Baum habe ich leider nicht gefunden im Internet. Ich habe mal eine Anfrage an das Amt Züssow geschickt darüber.

Mich interessiert jetzt sehr, wo ihr Eure ganzen Infos habt. Ich würde auch gerne mal ein Foto von diesem Grab mit Sonnenrad sehen. Im Internet ist dazu nichts zu finden. Auch die Fotos von dem Ort kommen mir persönlich alles andere als düster vor. Der See ist sehr schön. Er ist ein Teil eines englischen Gartens, der damals angelegt wurde. Deshalb auch vielleicht diese vielen Kreisformen.

Liebe Grüße
Dorant
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Adeptus Minor
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LeonGrace
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Registriert: 28/12/2007
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red_folder.gif erstellt am: 28/10/2010 um 23:08  
Liebe Dorant,

Die Bilder, die du im Internet findest, sind tatsächlich wunderschön und zeigen, meines Erachtens, ein sehr idyllischwirkendes Dörfchen. Es gibt keine Bilder von der Esche, noch von der alten Eiche. Auch die Friedhöfe wirst du nicht als Bilder finden.

Da wir zu Samhain aber erneut dort unser "Unwesen" treiben ;), werde ich Fotos schießen. Vielleicht siehst du den Ort dann aus meinem Blickwinkel. Es liegt übrigens nicht am Wetter, dass der Ort auf uns sehr düster wirkt. Wir waren zum Sonnenschein dort, wie bei Wolkenwetter, tags und nachts.

Wenn ich die Maurer erwähne, dann weil ich mich mit den Freimaurern intensiv beschäftige. Wir in Greifswald haben 2 Logen. Eine Loge, die zur Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurern von Deutschland gehört, Freimaurerloge Eldena i.-.O.-. Greifswald gibt ihre Aktivitätsorte über ihre Internetpräsenz bekannt. Da sie immer noch aktiv ist, ich kenne persönlich einen Maurer dieser Loge, gehe ich davon aus, dass sie ihre rituellen Handlungen durchaus im Barocksaal des Herrenhauses zu Wrangelsburg durchführen.

Ich weiß, wie meine Beobachtungen klingen mögen, auf jene, die diesen Ort noch nie besucht haben. Ich habe lediglich versucht, darzustellen, was uns aufgefallen ist, das diesen Ort dominiert, wenn man etwas genauer hinschaut.

Warum es von all diesen Dingen, die uns aufgefallen sind, siehe erster Text, keine Fotos oder andere Informationen gibt, weiß ich nicht. Vielleicht ist dieser Ort zu unbedeutend, vielleicht soll es aber auch einfach so sein. Wir arbeiten daran, es herauszufinden.


[Editiert am 28/10/2010 um 23:09 von LeonGrace]



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Magus
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Spinnenbein
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red_folder.gif erstellt am: 29/10/2010 um 12:20  
Wenn es um verstorbene Menschen geht, die ihre Verbindung zu Orten nicht gelöst haben, würde ich vermuten, dass sie es entweder nicht verstanden haben, verpasst haben zu gehen. Oder dass sie etwas stärkeres bindet.

Zunächst einmal würde ich den leichteren Fall ins Auge fassen: verpasste Gelegenheit. Ich würde begleitende wohlmeinende Geister anrufen, in der Form und unter dem Namen, der mir vertraut ist, und diese um Hilfe bitten. Im Vertrauen, dass sie diesem Menschen in der ihm vertrauten Form erscheinen und helfen.

Evtl. könnte ich mir auch vorstellen, die Ahnen des Verstorbenen anzurufen und um Hilfe für ihn zu bitten.

Das nur mal so als Gedanken.
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Adeptus Minor
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LeonGrace
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red_folder.gif erstellt am: 30/10/2010 um 00:23  
Liebes Spinnenbein!

Dein Rat klingt sehr gut. Ich habe darüber nachgedacht, frage mich allerdings, wie wir vorher feststellen können, ob die Ahnen, die wir nach deinem Vorschlag hin rufen sollten, der Rosalie wohlwollend sind? Da wir durch Recherchern ihren Familienstammbaum gefunden haben und zurückverfolgen können, wen sie gekannt haben, sogar namentlich, ist das also das geringste Problem. Aber nicht alle Ahnen sind so liebreizend.

Und wie gesagt, so weit wir herausfanden, rächte sie sich an ihrem Sohn, was dem engsten Verwandtenkreis (implizit ihrem Gatten) nicht entging...


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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 30/10/2010 um 08:44  
Lieber LeonGrace,

nach meiner Wahrnehmung wandeln sich Verstorbene. Sie werden zu dem „wahren Menschen“, dem innersten Kern ihres Wesens. Unter der Voraussetzung, dass sie eben den ganzen Weg beschreiten und nicht irgendwo festhängen bleiben. So können dann auch ehemalige miese Typen zu hilfreichen Ahnen werden.

Die von Euch wahrgenommene Person ist ja gerade „hängengeblieben“, hat den Übergang und Wandel nicht geschafft. Insofern ist sie eben selbst auch noch kein Ahn in diesem spirituellen Sinn, sondern nur eine wandelnde Seele. Die Anrufung ihrer Ahnen würde ich dann so verstehen, dass die aus der Familie, die schon weiter sind, gebeten werden zu helfen.

Ahnenanrufung wäre für mich dann auch keine Geisteranrufung, wie etwa beim Spiritismus. Also ich rufe keine bestimmte Person. Denn da kann ich ja wirklich nicht wissen, wie weit sie in dieser Wandlung vorangekommen ist. Ich verstehe das mehr im allgemeinen Sinn, eine Anrufung der Vorfahren, die eben wirklich als Ahn weiter weg und entwickelter sind.

Wenn Dir diese Vorstellung aber so nicht vertraut ist, wäre es sicher sinnvoller, wenn Du stattdessen Schutzgeister und andere Begleiter ansprichst. Denn sicher lenkt auch unsere bewusste und unbewußte Erfahrung die Wirkung. Wenn man in einer Sache Bedenken spürt, ist es im Zweifel der Hinweis aus dem Unbewußten, dass man selbst dort einfach anders gepolt ist und deshalb trotz der gewählten Worte ganz andere Wesen ansprechen würde.

Der, der das Ritual leitet –es sollte einen verantwortlichen Leiter geben, der die Kräfte bündelt- sollte sich nach Anhören aller Vorschläge für das entscheiden, was in ihm richtig zu sein scheint.
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 30/10/2010 um 08:51  
Worüber ich auch nachdenke, es hat ja auch viel mit Schuldgefühlen zu tun. Mir fällt dazu kein bestimmtes Ritual ein, aber ich denke, dass allein die Lösung solcher Gefühle helfen könnte.

Also bei christlicher Verbundenheit dann eben irgendwie die christliche Lehre, da bist Du sicher selbst besser drin verankert als ich.

Wen könnte man in heidnischer Mythologie da finden? Ich stecke da aus anderer Perspektive auch gerade in einem Prozeß von Suchen, das Thema ist auch bei mir angesagt. Noch ist da bei mir nichts passendes.

Wenn es um Angst geht, die ich nur für einen Nebenaspekt von Schuldgefühlen halte, rufe ich Egdir an. Kurzgefaßt: aus der germanischen Mythologie, er ist der Hüter der Sorgenbringerin, diese hat eine Herde entsetzlicher Wölfe. Egdir ist der heitere Egdir. Ich habe ihn so erlebt, er heilt Ängste. Das könnte der betroffenen Seele zumindest Erleichterung bringen, wenn vielleicht dieses Mal auch noch nicht der ganze Knoten gelöst werden kann.


[Editiert am 30/10/2010 um 08:54 von Spinnenbein]
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Magus
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Spinnenbein
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red_folder.gif erstellt am: 30/10/2010 um 09:03  
Um noch mal auf die Ahnen zurückzukommen: Schuld aus Ahnenperspektive ist ja etwas anderes als aus Menschenperspektive, davon bin ich überzeugt.

Beispiel: als ich 5 war, hat mir wer die Backförmchen geklaut. Megaentsetzlich, in dem Alter ist das eine ernste Angelegenheit. Und heute, Jahrzehnte später? Bedeutungslos.

So verstehe ich den wirklich abgeschlossenen Lebenskreis, wenn man wirklich nicht mehr hier ist, sondern dort, wo auch immer das ist, dann mag man noch Erinnerungen haben, aber die Perspektive ändert sich. Und wie schlimm es auch immer damals war, es ist schon lange nicht mehr von Bedeutung.

Ahnen sind für mich die gewandelten Seelen, die diesen Prozeß durchgemacht haben. Also die Erwachsenen im Spiel, die dann auch bei Kindergartenstreitigkeiten eingreifen können und wieder für Ordnung sorgen.
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Adeptus Minor
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LeonGrace
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red_folder.gif erstellt am: 4/11/2010 um 10:12  
Namasté, liebe Spinnenbein!

Ich danke dir sehr für deinen Tip. Er hat uns wirklich sehr geholfen! Das Ritual, das wir durchgeführt haben, hat sehr gut funktioniert. Zumindest für Rosalie, die jetzt erlöst sein sollte, um nicht zu sagen: ist. Es war nicht die schlechteste Idee, helfende Alte/Ahnen anzurufen.

Vielen Dank noch mal!


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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 4/11/2010 um 13:50  
Das freut mich! Danke für die Rückmeldung!
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