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Autor: Betreff: Der Christen Gott
Practicus
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Uchiha Itachi
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Geschlecht: männlich
smilies/question.gif erstellt am: 21/10/2010 um 18:34  
Ich grüße euch alle.
Ich möchte mir hier etwas von der Seele schreiben.
Aber zu erst möchte ich euch kurz ein paar Hintergrundinformationen geben. Geboren bin ich als Katholik.

Bis zu meinem 6. Lebensjahr war unser Familienleben einigermaßen gläubig gestaltet. Jedoch ging die Familie auseinander und so hat sich das mit dem Glauben erledigt.
Jedoch habe ich mir früher immer, als ich mal nicht einschlafen konnte, ein Licht vorgestellt, das auf mich herabstrahlt, mich in Wärme hüllt und alle Sorgen und Ängste vertreibt.
Das Licht eine Art Gott darstellen. Dieser Gott liebte mich, egal was ich auch tat. Und immer als ich in einer unüberwindbaren Situation war, bat ich dieses Licht um Hilfe. Ich stellte mir immer vor, dieses Licht kommt von einer mir sehr nahestehenden Person. Fast immer habe ich diese Situation dann auch glücklich überstanden.
Dieses Licht habe ich allerdings NIE mit "dem" Gott assoziiert, da ich nicht an diesen Gott glaubte.

So weit so gut.

Seit einiger Zeit habe ich allerdings angefangen, darüber nachzudenken, ob dieses Licht (vielleicht mein Schutzengel?) nicht doch Gott sein könnte, was mich in meiner Vergangenheit so oft beschützt hatte.
Deshalb besann ich mich auf meine christlichen Wurzeln zurück. Ich fing an in der Bibel die Geschichte Jesu zu lesen.
Als ich anfing, fiel es mir schwer mein gutes Bild von Jesus zu halten, da ich ihn immer als gütigen Menschen in Erinnerung hatte, er jedoch in der Bibel als arroganter und untolleranter Mensch dargestellt wird (aus meiner Sicht!!). Ich ignorierte einfach meine Hintergedanken und machte so weiter.
Ich betete täglich zu Gott und lebte nach seinen Geboten.
Es zeigte sich jedoch, dass irgendwas nicht stimmte. Ich fühlte mich von Tag zu Tag immer schwächer und mein Kopf fühlte sich so schwer und mein Denken so trüb an.
Ich machte jedoch so weiter... bis heute. mein Glauben an "den" Gott wurde heute vollkommen zerstört.
Ich habe versucht, einfach nur Liebe zu verbreiten, wie es nach dem Gebot der Nächstenliebe gefordert wird.
Meine Gebete wurden allerdings nie erhört und heute passierte einfach etwas schreckliches.
Ich kann jetzt einfach nicht an die Barmherzigkeit Gottes glauben. Ich bin einfach nur traurig. Warum ist dieser Gott so grausam und wo bleibt die Liebe, von der in der Bibel berichtet wird? Ich kann einfach keine Liebe in dieser Religion finden. Für mich ist sie kalt. Dieser Gott von dem die bibel berichtet ist für mich nur ein gieriger Seelenfänger und nicht dieses warme Licht, dass immer bei mir ist.

So das wars jetzt. Hoffe dass ihr beim lesen nicht eingeschlafen seid ;)
Ich frage mich, was ist dieses warme schöne Licht, wenn es nicht der allumfassende Schöpfer ist?
Wie kann es ein Schutzengel sein, wenn ich nicht daran glaube, dass es einen lieben Gott gibt, der diesen Engel zu mir geschickt hat?
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Ipsissimus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 21/10/2010 um 19:49  
Ahoi Matrose!

Wenn man sich in Exodus 20 die Zehn Gebote anschaut und mal kritisch darüber nachdenkt, kommt man zu der Einsicht, daß der Christengott nicht der "Eine" sein kann. Denn dort steht, man solle sich kein Bildnis machen und man solle ein solches Bildnis nicht anbeten. Genau das geschieht aber im Christentum, wesshalb es auch nicht verwundert, daß bei Katholiken und Protestanten das Bilderverbot nicht als einzelnes Gebot gezählt wird (bei den Orthodoxen trotz ihrer Ikonen seltsamerweise aber schon), sondern als Teil des ersten Gebots angesehen wird.
Bovor man sich aber ein Bildnis machen kann (also gemalt, gezeichnet, in Stein gehauen oder aus Holz geschnitzt oder wie auch immer), muss man dieses Bildnis ersteinmal im Kopf haben. Wenn man also eine Vorstellung von "Gott" im Kopf hat, dann ist das schon ein Bildnis, anders ausgedrückt: ein Götze. Das christliche Gottesbild führt notgedrungen zum Problem der Theodizee: Wie kann ein allgutes, allwissendes und allmächtiges Wesen zulassen, daß Böses geschieht?
Schauen wir kurz in andere Religionen: Im Buddhismus heißt es "rede nicht vom Nirvana und Du verbaust dir nicht den Weg dorthin", im Taoismus sagt man "das Tao, welches in Worte gefasst werden kann, ist nicht das Tao" und im Judentum - wie schon gesagt - "Du sollst Dir kein Bildnis machen". Die Analogie wird hoffentlich deutlich.
Desweiteren: Es lebte mal ein Magier, dessen Name überliefert ist als Sardesch, Zoroaster oder Zaratustra. Dieser entwickelte eine Religion, welche als erste die Dualität voll ausgereitzt hat: ein Schöpfergott hatte zwei Söhne, diese waren Ahura Mazda und Ahriman, Ahura Mazda war "der Gute", Ahriman war "der Böse". (Ich kürze und vereinfache nun ein wenig) Davon tief beeindruckt wollten andere Monotheistische Religionen natürlich, daß "ihr Gott" ein guter Gott ist. Und am besten auch gleich noch der Schöpfergott. Das führte zu vielen lustigen Verirrungen, eine der Erfolgreichsten davon war das Christentum, welches sich blutig durchsetzte.
Schaut man nun in das Buch Genesis im hebräischen Original, dann stellt man erstaunt fest, daß dort unterschiedliche Namen verwendet werden für den Schöpfergott (Elohim) und den Gott, welcher in späteren Kapiteln seine Egoshow abzieht (Jahveh bzw. Adonai).

<Fundamentalkritik an den Lügen, die Jahveh in Genesis 2 und 3 erzählt, entfällt heute.>

Der Christengott ist also ein wenig so wie Kaiser Norton, nur erfolgreicher und weniger sympathisch.
Aber um Endlich zum Thema "heiliger Schutzengel" (HSE) zu kommen: der HSE ist die einzige und direkte Verbindung zwischen einem Menschen und dem "Schöpfergott". Tatsächlich neigen viele Menschen dazu, ihren HSE "Gott" zu nennen, was aus einer gewissen Perspektive eine Verwechslung ist (siehe hierzu Aleister Crowleys Liber LXV oder auch Bileam in 4. Mose 22 bis 24).
Der HSE stammt also vom Schöpfergott, nicht von dem kleinen Betrügergott, den die Christen für den "Einen" halten. Und der Schöpfergott ist nicht "lieb", sondern hat die Liebe geschaffen genauso wie den Hass, das Leben genauso wie den Tod, diesen mies-predigenden Schreibstil genauso wie alle Witze, die solch einen Stil lächerlich machen.
Ich hoffe, daß dies irgendwie helfen konnte, zu entwirren, was durch das christliche Weltbild verwirrt wurde...

Tu was Du willst!

EL


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

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Zelator
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Zod
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2010 um 10:51  
Ahoi

Die Beziehung zu Gott ist doch eine sehr persönliche Sache wie ich finde, unabhängig von der unfehlbaren Christenheit.
Wie Eli schon schreibt wurde die ganze Geschichte jedoch mit der Zeit ziemlich pervertiert und zerhackstückelt.
Habe allerdings auch alle 3-5 Jahre so einen religiösen Konflikt, der sich zum Glück wieder schnell legt.
Menschen haben Angst vor Veränderung.
Und im Grunde genommen geht es nicht um irgendeinen nebulöse Gottheit, sondern vielmehr um die Frage nach ein Leben nach dem Tod, woreaus der Glaube an sich überhaupt erst ensprungen ist (würde ich jetzt mal so behaupten).

Wie kommst du darauf das der Gott "lieb" ist? Und in solchen Dualitäten denkt bzw existiert?
In der Einheit ist doch alles jenseits von Dualität.

Was den HSE angeht, ist dieser für mich die Verbindung zu meiner persönlichen Gottheit, welcher mir den Weg zurück zur Einheit weist.

Gruß


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Credo quia absurdum est
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Practicus
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Uchiha Itachi
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2010 um 16:43  
Ja diese angesprochenen Widersprüchlichleiten im Christentum, etz. haben mich ja auch die hälfte meines Lebens zum Atheisten gemacht. Ich habe mir dann aber schließlich gedacht, dass ein Atheist sich ins eigene Fleisch schneidet, wenn er die Existenz überirdischer Wesen/ Götter abstreitet, da ihm dann nicht die Möglichkeit gegeben ist, Kraft aus diesen zu ziehen (auch wenn sie im Endeffekt ein Konstrukt menschlicher Phantasie sein sollten).

Woraus ich halt mit meinem Thread hinauswollte, war, dass ich diesen christlichen Gott als einen extremen Energievampir empfunden habe, nicht als einen selbstsüchtigen Gott, oder einen lieben Gott, oder überhaupt als einen Gott.
Daher würde ich gern wissen, wie andere ihre Energie aus dem Christentum ziehen können.
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Ipsissimus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2010 um 17:26  
Sehr guter Punkt! In einigen magischen Gesellschaften gibt es einen Egregor, das ist ein Wesen, welches durch den Glauben der Mitglieder belebt wird. Kontolliert wird ein solcher Egregor von den Hochgraden, die unteren Grade erhalten Unterweisungen von diesem Wesen. Es versteht sich von selbst, daß solche Unterweisungen im Sinne der Gesellschaft formuliert werden, um ein Wortspiel zu wagen: die Mitglieder der unteren Grade werden geistig uniformiert während sie informiert werden.
Im Christentum gibt es einen ähnlichen Mechanismus: Der "Gott" ist ein Egregor, welcher durch die Hohepriester (Bischöfe, Kardinale, Päpste und Popen) kontrolliert wird. Die einfachen Gläubigen, die Schäfchen, projezieren all ihre Selbstverantwortung und Selbstachtung auf diesen Egregor. Man darf nicht vergessen, daß sich der einfache Gläubige im Christentum als "Sünder" empfinden muss, als Mensch, der ohne den Glauben an Jesus (also den Egregor) verloren und wertlos ist. Sie ziehen also keine Energie aus dem Christentum, sondern sind froh über das Wenige an Energie, das ihnen bleibt, wenn sie sich vollkommen dem Glauben überantworten und sich durch die Selbstaufgabe nicht mehr als totale Sünder empfinden müssen.
Es ist das Spiel von Angst (ewige Verdammnis) und Wertlosigkeit (Erbsünde), die nur durch völlige Unterwerfung und Selbstaufgabe überwunden werden können (angeblich jedenfalls). Und um zu verhindern, daß die Gläubigen auf andere Weise ein gesundes Energieniveau erreichen können, gibt's noch so Sachen wie Verbote von Sex und Tanz (letzteres heutzutage nur noch an besonderen Feiertagen, früher mal ganz allgemein das ganze Jahr über), Zensur von Kunst und massive Einschränkung der Freiheit im Allgemeinen. Die Gläubigen sind dann wie Verdurstende in der Wüste: jeder noch so kleine Tropfen gibt ihnen Kraft. Wobei sie natürlich nicht annähernd so viel Kraft haben wie ein Mensch, der sich gründlich und gänzlich von der christlichen Konditionierung befreit hat (was - im wahrsten Sinne des Wortes - eine Heidenarbeit ist, auch die meisten Atheisten schaffen das nicht).


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Practicus
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Uchiha Itachi
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2010 um 18:52  
Also wäre es dann nur sinnvoll, als Christ Magie zu betreiben, wenn mann sich entweder von dieser "Opferrolle" befreit hat, oder eben eine dieser hohen Positionen innehält.
Was kann man deiner Meinung nach eigentlich tun, um sich von dieser Konditionierung zu lösen?
Ich fange an zu erkennen, wo mein Problem liegt :thumbup:
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Zod
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2010 um 19:15  

Zitat von Eliphas Leary, am 22/10/2010 um 17:26
In einigen magischen Gesellschaften gibt es einen Egregor, das ist ein Wesen, welches durch den Glauben der Mitglieder belebt wird.


...und nichts anderes ist die Kkkristenheit.
Dieser Kristengott ist im Grunde genommen nur" ein Egregor, wenn man so will...

ZumThema(mehr oder weniger..)
Die Beziehung zu Gott und zu Jesus dem Christus, ist eine sehr persönliche Angelegenheit, meiner Meinung nach.
Hört sich doof an, aber Tu was dein Herz dir sagt und hör auf deine innere Stimme.
Ihr alle, wohlgemerkt...;)
Wenn dich das christliche Pardigma so stört in deinem Glauben, dann verwerfe dieses...
Selbsüchtig ist nicht die Idee, sondern die Menschen bzw was diese daraus gemacht.
Diesem sog. GottJahweBla ist das alles hier relativ scheißegal.

Da ist nichts was über dir steht, dich bestraft oder was auch immer...
Es gibt keine Sünde!
Keine Schuld!
Sich vielmehr selbst verzeihen und lieben....
oder für immer wiedergeboren werden.
Zum Kotzen!
Das überirdische Wesen bist du selbst.

Wegschranken.Gruppe UR:
"Die Menschen müssen erst die Wirklichkeit ihrer selbst wahrnehmen lernen. Jetzt machen sie nichts anderes als sich zu beschränken und abzublocken, da sie sich anders und kleiner fühlen, als sie sind; sie heften sich an die Erde die sie trägt. Sie schliessen sich in die Umgrenzung ihres Körpers ein.
Es ist, als ob ein Adler glaubte, Schlange zu sein, und am Boden entlang kröche, ohne um seine Schwingen zu wissen."
LEO

Gruß
ZOD111


[Editiert am 22/10/2010 um 19:22 von Zod]



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Practicus
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Uchiha Itachi
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red_folder.gif erstellt am: 23/10/2010 um 08:35  
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie bekomm ich denn dieses Paradigma aus meinem Unterbewusstsein?
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 23/10/2010 um 14:47  
Meinst du das Christen Paradigma? Eigentlich gar kein so großes Problem, ich bin nämlich auch leider ziemlich christlich erzogen worden, aber dieses "Der heilige Vater" Weltbild, passt nun mal gar nicht in mein magisches Weltbild. Bei mir ist das Paradigma durch das lesen von magischer Literatur immer weniger geworden, weil ich langsam die Wahrheit erkannt habe. Im Moment beschäftige ich mich eben mit dem LHP und da ist kein Platz für diesen christlichen Unsinn. Ich würde dir auch einfach mal raten, dass du etwas liest, was gegensätzlich zum Christentum steht. Oliver Fehn ist da vielleicht ganz gut, aber es gibt ja noch massig andere Literatur.
Antwort 8
Magus
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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 09:02  
zod, an was für einen cocktail hast du den genascht, dass solche wörter durch deine tastatur fließen?

alle religionen kommen aus der einen quelle, auch die ursprüngliche lehre von jesus, der wahrscheinlich direkt aus der quelle gelehrt hat. man brauch sich nur einige alte zeugnisse, wie wandmalereien aus der christlichen frühzeit anzusehen. diese (christlichen ) bildnisse menschlichen lebens haben nichts gemein, mit dem, was wir heute in kirchen sehen. in einigen bibelstellen leuchtet noch die ursprüngliche lehre durch.

erst wenn ein lehrer, der direkt aus der quelle lehrt, abwesend ist, kann solch ein mühl enstehen, wie wir es im heutigen christentum und auch vielen anderen religionen von dem kleinen mann mit bart im himmel sehen. die christlichen kirchenführer haben auch alles getan, dass ein lebender lehrer nicht an die öffentlichkeit tritt. dieses phänomen ist seit einigen jahren auch bei den sannyasins (osho) beobachtbar.

in diesem sinne ist die heutige lehre des christentums durchaus ein egregor. ich persönlich spreche von kollektiven strukturen des ich-geistes, auf welches die idee der erbsünde direkt hinweist.

wenn eine person im christlichen kollektiv aufgewachsen ist, ist die erbsünde durch die übertragung der line der väter und mütter in den geist eingebrand und verschließt die seele, dass wirklich sehende und fühlende.

einfach zu sagen, ich bin atheist oder ich gehen den lhp oder ich bin ein ganz böser satanist oder gehen zu den wiccas ist keine lösung in sinne von los-lösung. die strukturen sind weiterhin im geist und wirken wie homöopathiesches gift. es wir einfach nur die seite gewechselt von glaube zu rebellion, von vatergott zu muttergott etc.. der egrogor wird somit einfach weitergefüttert, da rebellion noch bestandteil des systems ist.

ob das licht, welches du siehst, schon gott ist oder erst der hse, ist unwesentlich. alles was ist, ist gott. barmherzigkeit, romantische liebe, alle grausamkeiten der welt sind in gott. sie sind der wille gottes, damit jeder von uns zu sehen und zu fühlen lernt. wenn wir alle im schlarraffenland leben würden, wo milch und honig fließt, währen wir nur dumpfe (innerlich tote) wesen. wobei innerlich tot sind die meisten, ich gehe nur in die stadt und sehe überall nur zombis. bei den ein oder anderen zombiritualen, welche ich mal mitmachte, ist der zombiismus nur offensichtlicher geworden.

folge diesem licht, erforsche das licht und finde das licht in dir.

sollte es tatsächlich gott sein oder der hse (ich persönlich würde eher von einem archetyp sprechen, der jenseits der ich-struktur des kollektiven ich-geistes steht), wird dich das licht führen, möglicherweise zu einem verwirklichten lehrer (im außen) der dich durch den christlichen schatten bis zurück zur erbsünde und darüber hinaus führt. du erkennst, dass du das licht bist, das blendende dunkel, wie om c. parkin es nennt.

du erkennst - "dein wille ist mein will".
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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 09:59  
@AllesONichts:

Ich naschte vom Honig der Gnosis, vom Tau der Erkenntnis , mein Freund..;)
Wer Augen hat, dere lese (zwischen den Zeilen) und wer Ohren hat der höre meine Worte:
"Ich bin allein, da ist kein Gott wo ich bin." Liber CCXX
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Beste Grüße
ZOD


[Editiert am 24/10/2010 um 10:05 von Zod]



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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 12:06  
Hallo Zod,

dir ist aber schon klar, dass Thelama mit Sicherheit ebenfalls einen Egregor hat und das du die ganze Zeit im thelemitischen Paradigma argumentierst und ein über dich Hinauswachsen, was dies betrifft, vermissen lässt?

Wie ist die objektive Ansicht eines Dinges? Es ist nicht eine Perspektive, es sind alle! Und dies ist ein Punkt, den menschliches Sein nicht mal annährend fassen kann!

Gruß Seraphine


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Konfuzius

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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 13:06  
Salve...

Sorry Mischka, aber du verkennst die Tatsachen.
Na dann zeig mal her den thelemischen Egregor....^^
Nonsens.

Im Thelemischen Weltbild(sofern man dies sagen kann)gibt es kein richtig oder falsch, da da Gesetz lautet: Tu was du willst!
Hm?^^
Egrgor hin, Paradigma her.
Es tangiert mich relativ wenig was die Menschen von mir denken oder halten und es interessiert mich wenig..
Bin jenseits von Gut und böse.

Was ihr daraus macht..Hmmm...
...it´s up to you, baby.
Soll doch jeder glücklich werden wie er will, ob Christ oder Terrorist, was weiß ich, und seinen Weg gehen. Von m ir aus auch die Christen zu den Löwen, macht für mich keinen Unterschied.
Am Ende ist doch eh alles gleich.

Ich gehe zumindest auf, in meiner 156.;) und zu meinem HSE hab ich auch nen guten Draht.
Wo ist das Prob.?


Bye
ZOD


[Editiert am 24/10/2010 um 13:17 von Zod]



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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 13:36  
Kein Problem!

Wollte nur den Relativismus deiner Aussagen aufzeigen, mehr nicht.

Ich glaube nicht, dass du jenseits von gut und böse bist, du scheinst mir eher leichtfertig und zu meinen jenseits von gut und böse zu stehen.

Und "Tu was du willst" ist mir als Gesetz zu wenig.

Vollständiger:

Tu was du willst soll sein das Ganze des Gesetzes.
Du hast nur das Recht deinen wahren Willen zu tun.
Tue diesen und Niemand soll "Nein" sagen.

Gruß Seraphine


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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 13:54  
Schön das du das so siehst...und ja..meine Aussagen sind durchaus relativ. Mag sein.
Das bin ich auch.---> . Relativ mein ich.
Doch/Und was du glaubst von mir oder auch nicht, ist mir ziemlich egal, puppa.:D

Wie auch immer..
Habe lediglich meine EInsichten und Impressionen dieses Gegenstands zum besten gegeben.:)
Blabla..interessiert ohnehin keine Sau.

Nun, und wie schliessen wir wieder den Kreis zur anfänglichen Thematik? :puzz:


[Editiert am 24/10/2010 um 14:06 von Zod]



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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 14:09  

Zitat von Zod, am 24/10/2010 um 13:54
Schön Nun, und wie schliessen wir wieder den Kreis zur anfänglichen Thematik? :puzz:


Da wird sich bestimmt schon jemand finden der den Part übernimmt.


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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 16:29  

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 14:09

Zitat von Zod, am 24/10/2010 um 13:54
Schön Nun, und wie schliessen wir wieder den Kreis zur anfänglichen Thematik? :puzz:


Da wird sich bestimmt schon jemand finden der den Part übernimmt.


Gnaaah! Immer auf die kleinen Dicken mit Brille!

"Tu was Du willst, Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen" ist im Grunde soetwas wie ein Naturgesetz, also nichts postuliertes, sondern etwas beobachtbares. "Die Sklaven sollen dienen" - nein, sie WOLLEN dienen: den Sklavengöttern. "Könige" erkennen: "Da ist kein Gott wo ich bin."


Zitat von Uchiha Itachi, am 23/10/2010 um 08:35
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie bekomm ich denn dieses Paradigma aus meinem Unterbewusstsein?


Das konsequente Hinterfragen der eigenen Beweggründe scheint mir da ein gangbarer Weg. Dabei mag es hilfreich sein, den feinen Unterschied zwischen Moral und Ethik zu beachten: Moral lässt sich immer auf ein Dogma zurückführen, also auf etwas, das nicht hinterfragt werden "darf", Ethik geht über diesen Schritt hinaus, hinterfragt alles auf Sinn oder Unsinn und ist letztlich Resultat der Vernunft und des rationalen Denkens.
Alles und nichts hat schon darauf hingewiesen, daß blose Rebellion nicht weiterführt, da ein Rebell letzendlich noch immer an das gebunden ist gegen was er rebelliert. Du hast schon ganz alleine und aus Dir selbst heraus einen guten Ansatz gefunden: das Licht, welches Du als Deinen Schutzengel bezeichnest. Soweit ich sehen kann begann Dein Problem dort, wo Du versucht hast, dieses Licht mit dem Christengott zu identifizieren. Stell Dich einfach "ausserhalb" der christlichen Gemeinde, wenn Du es für notwendig hälst kannst Du auch rituell die Taufe und eventuelle Kommunion widerrufen, oder Du betrachtest diese einfach als wertlose Handlungen und lachst darüber (Lachen ist eine gute Bannung). Spirituelle Probleme sind erst dann Probleme, wenn man sie für Probleme hält.


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Seraphine
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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 17:04  

Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 16:29

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 14:09

Zitat von Zod, am 24/10/2010 um 13:54
Schön Nun, und wie schliessen wir wieder den Kreis zur anfänglichen Thematik? :puzz:


Da wird sich bestimmt schon jemand finden der den Part übernimmt.


Gnaaah! Immer auf die kleinen Dicken mit Brille!

"Tu was Du willst, Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen" ist im Grunde soetwas wie ein Naturgesetz, also nichts postuliertes, sondern etwas beobachtbares. "Die Sklaven sollen dienen" - nein, sie WOLLEN dienen: den Sklavengöttern. "Könige" erkennen: "Da ist kein Gott wo ich bin."


Schön knapp und prägnant formuliert. :luxhello:

Mit dem Naturgesetz stimme ich dir zu.

Postulieren lässt sich das "Tue was du willst..." schon, wenn man versucht den kosmischen Kräften seinen Willen aufzuzwingen, z. B. in Form eines Magus-Mottos, welches dann lauten müsste "Tue was du willst (...)". Was dann in diesem Fall nicht schwierig sein sollte, weil es sich um ein Naturgesetz handelt :D .

Sklaven sollen dienen, lässt sich mehrperspektivisch Betrachten. Einfache Fragen können Perspektiven aufdecken:

Sind die Sklaven sich bewusst, das sie den Sklavengöttern dienen?

Weiß jeder Sklave, das er kein König ist?

Was ist mit den Göttern der Thelemiten, sind das reine Menschenfreunde, die aus reiner Nächstenliebe mal "Thelema" die Befreiung des Menschen sponsoren?

Der Ausdruck: "Da ist kein Gott wo ich bin."

Ist mir unverständlich, Gott ist überall, wo kann er irgendwo nicht sein? Ohne Gott wäre meine Existens und eines jeden anderen hinfällig.

Gruß Seraphine

PS: Sorry, aber ich diskutiere gern über Thelema, ich weiß ist Off-Topic.


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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2010 um 17:48  

Zitat von Zod, am 24/10/2010 um 09:59
@AllesONichts:

Ich naschte vom Honig der Gnosis, vom Tau der Erkenntnis , mein Freund..;)
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Beste Grüße
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ich bin - alles andere ist mind *blubb* (edit: schmunzel, es zensort! ich meinte das f-wort)


[Editiert am 24/10/2010 um 17:49 von Alles und Nichts]
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Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04
Postulieren lässt sich das "Tue was du willst..." schon, wenn man versucht den kosmischen Kräften seinen Willen aufzuzwingen, z. B. in Form eines Magus-Mottos, welches dann lauten müsste "Tue was du willst (...)". Was dann in diesem Fall nicht schwierig sein sollte, weil es sich um ein Naturgesetz handelt :D .


Das wäre ungefähr so witzlos wie wenn jemand per Ritual versuchte zu bewirken, daß Wasser nass sein sollte. Es sei denn, bis dahin hätte es Religionen gegeben, die ihren Gläubigen abverlangen die nasse Qualität von Wasser zu leugnen.


Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Sklaven sollen dienen, lässt sich mehrperspektivisch Betrachten. Einfache Fragen können Perspektiven aufdecken:

Sind die Sklaven sich bewusst, das sie den Sklavengöttern dienen?


Ist das wichtig? Nein, ist es nicht. Einige sind sich dessen bewusst und sind gerne Sklaven (siehe "Gott liebt Dich", GLD war ein wunderbar abschreckendes Beispiel), andere nicht. Es kommt einzig darauf an, ob (und in wie weit) man sich fremder Autorität unterwirft oder ob man autonom ist.


Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Weiß jeder Sklave, das er kein König ist?


Nein, einige halten sich tatsächlich für "Könige", von den Priesterschaften der Sklavengötter legitimiert, was diese "Könige" (und andere Adelige) dann doch wieder zu blosen Sklaven macht.
Besser wäre die Frage: Warum wissen Sklaven nicht, daß sie eigentlich Könige sein könnten?


Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Was ist mit den Göttern der Thelemiten, sind das reine Menschenfreunde, die aus reiner Nächstenliebe mal "Thelema" die Befreiung des Menschen sponsoren?


Es gibt keine Götter in Thelema. Von Thelemiten werden Götter als Prinzipien aufgefasst, als Projektionen und Repräsentationen menschlicher Eigenschaften oder solcher Eigenschaften, welche der Mensch in der Natur erkennt.


Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Der Ausdruck: "Da ist kein Gott wo ich bin."

Ist mir unverständlich, Gott ist überall, wo kann er irgendwo nicht sein? Ohne Gott wäre meine Existens und eines jeden anderen hinfällig.


Tja, nutze Ockhams Rasiermesser: da ist das Universum und da bist Du, warum das Ganze komplizierter machen durch einen "Gott"? Rhetorische Frage: Lässt sich solch ein Gott objektiv beweisen?


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Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 17:53

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04
Postulieren lässt sich das "Tue was du willst..." schon, wenn man versucht den kosmischen Kräften seinen Willen aufzuzwingen, z. B. in Form eines Magus-Mottos, welches dann lauten müsste "Tue was du willst (...)". Was dann in diesem Fall nicht schwierig sein sollte, weil es sich um ein Naturgesetz handelt :D .


Das wäre ungefähr so witzlos wie wenn jemand per Ritual versuchte zu bewirken, daß Wasser nass sein sollte. Es sei denn, bis dahin hätte es Religionen gegeben, die ihren Gläubigen abverlangen die nasse Qualität von Wasser zu leugnen.


Das weiß ich doch.


Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 17:53

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Sklaven sollen dienen, lässt sich mehrperspektivisch Betrachten. Einfache Fragen können Perspektiven aufdecken:

Sind die Sklaven sich bewusst, das sie den Sklavengöttern dienen?


Ist das wichtig? Nein, ist es nicht. Einige sind sich dessen bewusst und sind gerne Sklaven (siehe "Gott liebt Dich", GLD war ein wunderbar abschreckendes Beispiel), andere nicht. Es kommt einzig darauf an, ob (und in wie weit) man sich fremder Autorität unterwirft oder ob man autonom ist.


Ich find, dass die Bewusstwerdung schon eine wichtige Rolle spielt. Kann meinetwegen jeder Sklave, König oder sonst was sein, was er will, er sollte es sich nur bewusst sein und nicht in einer Lebenslüge leben.


Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 17:53

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Weiß jeder Sklave, das er kein König ist?


Nein, einige halten sich tatsächlich für "Könige", von den Priesterschaften der Sklavengötter legitimiert, was diese "Könige" (und andere Adelige) dann doch wieder zu blosen Sklaven macht.
Besser wäre die Frage: Warum wissen Sklaven nicht, daß sie eigentlich Könige sein könnten?



Ich denke, die Wenigsten halten sich für Sklaven, damit ist dieses Wissen ausgeschlossen.


Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 17:53

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Was ist mit den Göttern der Thelemiten, sind das reine Menschenfreunde, die aus reiner Nächstenliebe mal "Thelema" die Befreiung des Menschen sponsoren?


Es gibt keine Götter in Thelema. Von Thelemiten werden Götter als Prinzipien aufgefasst, als Projektionen und Repräsentationen menschlicher Eigenschaften oder solcher Eigenschaften, welche der Mensch in der Natur erkennt.



Nichtsdestotrotz gibt es Wesenheiten die Thelema befördern. Ob das Thelemiten nun bewusst ist oder nicht.


Zitat von Eliphas Leary, am 24/10/2010 um 17:53

Zitat von Seraphine, am 24/10/2010 um 17:04

Der Ausdruck: "Da ist kein Gott wo ich bin."

Ist mir unverständlich, Gott ist überall, wo kann er irgendwo nicht sein? Ohne Gott wäre meine Existens und eines jeden anderen hinfällig.


Tja, nutze Ockhams Rasiermesser: da ist das Universum und da bist Du, warum das Ganze komplizierter machen durch einen "Gott"? Rhetorische Frage: Lässt sich solch ein Gott objektiv beweisen?



Der Beweis das Gott existiert ist deine und meine Existenz und allen anderer belebter und unbelebter Natur. Die Gottesvorstellung und evtl. Verehrung ist dabei vielfältig, da Gott die Vielfalt in sich birgt.

Gruß Seraphine


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Es gibt keinen gültigen Gottesbeweiss & keine Notwendigkeit dazu.Für Einige echt eine Enttäuschung,aber, Das ist nur der Anfang.
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Uchiha Itachi
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red_folder.gif erstellt am: 25/10/2010 um 19:22  
Ok mittlerweile hab ich wieder zu meinem alten Denken zurückgefunden :)
Was mir aber hier immer wieder auffällt, ist dass es User gibt, die sich teilweise recht atheistisch bzw. relativistisch äußern und dann woanders schreiben, dass die der Mutter Erde opfern, etz.
Wie kann ich jetzt das verstehen?
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 25/10/2010 um 19:49  

Zitat von Uchiha Itachi, am 25/10/2010 um 19:22
Wie kann ich jetzt das verstehen?


Indem Du Dich zB mit Paradigmenwechseln befasst. Das ist ein recht klassisches Beispiel.

Außerdem sind manche ziemlich Schizo. Aber auch das spielt keine Rolle.

Was eine Rolle spielt, ist was man tut. Alles andere ist schmückendes Beiwerk, gewissermaßen.


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Ich bin von der Nachtschicht. Glaubst Du an Geister?

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