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Autor: Betreff: Franz Bardon und Aleister Crowley eure Erfahrungen
Gast

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red_folder.gif erstellt am: 30/8/2009 um 14:48  

Zitat von Tyrann, am 30/8/2009 um 13:56
Auch nicht das kleine bannende Pentagrammritual, das so in seiner heutigen Form exakt aus dem Golden Dawn kommt? Es existierten zwar schon vorher Vorläufer des Rituals, aber der GD ritualisierte es und fügte es seinem System an. Ich war noch in keinem Orden, aber es gibt diese Bücher mit den Praktiken vom Golden Dawn von Regardie und ich vermute, dass auch heute noch in anderen Orden das Kleine bannende Pentagrammritual gelehrt wird.


Nein auch das kleine bannende Pentragrammritual wird in keinem mir bekannten Orden so gelehrt. Natürlich gibt es viele Einzelpersonen, die dieses Ritual nutzen. Oder wenn der Orden in einem nicht Ordenseigenen Tempel tagt, dann wird der Zeremonienmeister vorher eine Bannung vollführen und die Wahrscheinlichkeit ist groß das er für diese Arbeit das KBP verwenden wird.

Aber dennoch ist das KBP Ritual nicht Teil des Lehrplans der meisten Orden oder gehört zu deren Tradition. Man darf das alles auch nicht überbewerten. Crowley wollte den Orden damals zerstören und hat die Rituale daher der Öffentlichkeit preis gegeben. Aus diesem Grund sind die Arbeiten dieses eines Ordens so gut in der Öffentlichkeit dokumentiert.

Andere Orden haben ihre eigenen Angangsweisen, Traditionen und Rituale, die vor der profanen Öffentlichkeit geschützt werden.

LG

Cassiel
Antwort 25
Novize
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red_folder.gif erstellt am: 5/9/2009 um 00:03  
Cassiel...

*blubb*!

ich kann mich noch an Deine Tagebucheinträge erinnern, die Dur noch vor Deiner Aufnahme in dem Orden machen mußtest - das war sogar Pflicht für die Anwärter und Du hast zu der Zeit doch alles brav so gemacht wie der Papa es Dir erklärt hat.

Verstehe nicht, warum Du so n Spaß daran hast, hier phantastische Welten erzeugen zu wollen.

In "meinem" ehemaligen und "seinen" ehemaligen Orden wurde es gelehrt, wie in so vielen auch heute immer noch, jawoll.


Ich mag Bardon, WEIL er so technisch und körperbezogen ist insbesondere im Weg des Adepten. Er fördert die Selbstständigkeit.
Diese Stubenhockermmagier, die geistig überall und körperlich nicht anwesend sind, kann ich nicht ausstehen. Die sind genauso lebendig wie die Fernsehkonsumenten und ihr Wissen so realitätsnah wie der nächste Kinobrüller.

Aber ich mag auch Crowley, wenn er bei Bodenhaftung in die richtige Öffnung fällt ^^
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Kandidat
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Chinesische Laterne
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red_folder.gif erstellt am: 28/8/2016 um 23:47  
Also ehrlich gesagt, ich bevorzuge den Franz Bardon, obwohl er einige schwere Fehler in seinen Werken machte., nachzulesen im Internet - Die Fehler von Franz Bardon, von seinem Schüler Emil Stejnar. Natürlich, Bardon hat ein starres System. Seine Übungen sind aprupt !!

Da muß man sich halt Gedanken machen, wie man diese Übungen durch Zwischenstufen sich erleichtern kann...so wie man eine zu große Stufe überwindet, durch das Davorstellen einer kleineren Stufe...

Den Crowley kann ich in den Tod nicht leiden, weil er leider nur verstellt und verschlüsselt schrieb, also für einen Aussenstehenden kaum nachvollziehbar ist und jede Menge , Spielraum offen läßt, für Interpretationen und Auslegungen.

Denke nur daran, wie er zu Grunde ging...auf Thelema .... Er hat die Menschen nur ausgenützt und verarscht....Alleine schon wenn man seine Biografie ließt, ergibt sich ein Bild von Ihm....Da hat halt ein richtiges *blubb*, das nichts arbeiten wollte, in seiner frühesten Jugend einmal seinen Verstand verwendet und eine gute Verdienstmöglichkeut entdeckt....( Aber das ist meine persönliche Meinung !!)......

..Man kann ihm als einen Ausprobierer betrachten...

Empfehlern kann ich BASIL CROUCH ( Basil LA croix), Douval, Emil Stejnar war ein Schüler von Franz Bardon....obwohl seine Werke oft nichtssagende Titel haben, sind sie Inhaltlich sehr gut, auf Franz Bardon bezogen. Er Schreibt über viel, was BArdon nicht sagte.
Sehr zum Verständnis des Franz Bardon half mir, das er Imaginationskünstler war...( Gute free Download Seiten hierfür: bookZZ.org , Booksee.org, english grimoar.cz , darkbook.org ect. )

Das Buch SEXUALMAGIE, von Fraternitis Saturni,..... zur Erreichung des 18.Gradus Penthalphe,.... ist sehr, sehr gut. Leider nur mehr in der Österreichischen Nationalbibliothek vorhanden, Wien Heldenplatz...( vielleicht noch bei www.booklooker.de ??)

Ich habe es selbst mit einer meiner Freundinen ausprobiert.Es funktioniert ganz gut uns sofort.......Ich kenne kein vergleichbares Buch über Sexualmagie wie dieses an genauer Beschreibung der Techniuken und des Vorganges an sich !!.

Was ich Dir sagen möchte ist, es ist, eine gewisse Starre bei einem Magischen System meiner Meinung nach, notwendig, um ein zu großes Abschweifen zu verhindern..so wie es in der Schule Regeln und eine Odnung geben muß.um ein Voranschreiten zu fördern..klingt blöd, aber es ist so....

Ich hoffe Dir gedient zu haben..


____________________
Würde gerne Leute kennenlernen, die selber Magie praktizieren, oder die mir andere Leute vermitteln könnten, die es tun.Würde mich gerne austauschen.
.Würde mich auch über jemanden freuen, der mich magisch etwas lehren könnte!!
Man findet einfach niem
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Philosophus
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red_folder.gif erstellt am: 29/8/2016 um 08:08  

Zitat von Chinesische Laterne, am 28/8/2016 um 23:47
Den Crowley kann ich in den Tod nicht leiden, weil er leider nur verstellt und verschlüsselt schrieb, also für einen Aussenstehenden kaum nachvollziehbar ist und jede Menge , Spielraum offen läßt, für Interpretationen und Auslegungen.


Da scheiden sich dann die Menschen, die mit Kunst etwas anfangen können, von denen, deren Geist sich so sehr im Kausaldenken und den preußischen Werten verrannt hat, dass alles Andere als Ketzerei erscheinen muss.

Also, man kann Crowley ja unsympathisch finden, ein Freund von ihm bin ich auch nicht. Wer das allerdings tut, weil er sich künstlerisch statt rational ausgedrückt hat, der sollte von u.a. auch östlichen spirituellen Texten wohl schlichtweg die Finger lassen. Von dem Standpunkt betrachtet sind die nämlich dann noch deutlich schlimmer bzw. weniger verständlich.
Aber Verstand ist eben auch nicht immer das, was angesprochen werden soll.


[Editiert am 29/8/2016 um 08:11 von Sarija_]
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red_folder.gif erstellt am: 29/8/2016 um 15:42  

Zitat von Chinesische Laterne, am 28/8/2016 um 23:47
Den Crowley kann ich in den Tod nicht leiden, weil er leider nur verstellt und verschlüsselt schrieb, also für einen Aussenstehenden kaum nachvollziehbar ist und jede Menge , Spielraum offen läßt, für Interpretationen und Auslegungen.


Oha, ist das denn so?
Ich finde Crowley gut eben weil er sich nicht an Anfänger richtet (wie etwa 99% der restlichen Schreiberlinge). Ansonsten hatte ich den Eindruck das seine Schriften recht klar und deutlich sind, so man denn kein Anfänger im betreffenden Thema ist.


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red_folder.gif erstellt am: 30/8/2016 um 06:29  

Zitat von 20-1-30-40, am 29/8/2016 um 15:42

Ich finde Crowley gut eben weil er sich nicht an Anfänger richtet (wie etwa 99% der restlichen Schreiberlinge). Ansonsten hatte ich den Eindruck das seine Schriften recht klar und deutlich sind, so man denn kein Anfänger im betreffenden Thema ist.


Na, ist das denn so? Dass es um die Frage Anfänger - Fortgeschrittener geht? Oder hat es nicht vielmehr mit erfolgreicher bzw. erfolgter Indoktrination zu tun?
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red_folder.gif erstellt am: 30/8/2016 um 08:13  

Zitat von Sarija_, am 30/8/2016 um 06:29

Zitat von 20-1-30-40, am 29/8/2016 um 15:42

Ich finde Crowley gut eben weil er sich nicht an Anfänger richtet (wie etwa 99% der restlichen Schreiberlinge). Ansonsten hatte ich den Eindruck das seine Schriften recht klar und deutlich sind, so man denn kein Anfänger im betreffenden Thema ist.


Na, ist das denn so? Dass es um die Frage Anfänger - Fortgeschrittener geht? Oder hat es nicht vielmehr mit erfolgreicher bzw. erfolgter Indoktrination zu tun?



Das ist natürlich möglich, ist aber nach meinem dafür halten eher nicht so. Indoktrination würde ja bedeuten das man nicht über ganz andere Pfade zu einem Verständnis für Crowley kommen kann. Ich meine aber man kann Crowley auch besser verstehen wenn man ganz anderswo bereits Verständnis für Magie entwickelt hat.


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red_folder.gif erstellt am: 30/8/2016 um 22:36  
Erstmal: Wow. Das dieses doch recht alte Thema noch aktiv ist.

Crowley ist sicher eine wichtige und interessante persönlichkeit keine frage . Aber aus Sicht des Schülers finde ich heute bardot doch besser. Lustiger Zufall: Gestern sah ich durch Zufall eine Demo Tarot lesung für den Lebensbaum mit Bardot als Subjekt. Die Randinfos wegen seiner Zeit im KZ haben meinen Respekt für ihn gesteigert. Heute schätze ich seine Arbeit noch mehr. Leider ist das Buch trotzdem trocken und schwer zu verdauen. Ich bin auf dieses Projekt hier gestoßen und finde es ist wie ein Update für Bardot: http://www.quareia.com/#main
Ich plane selbst damit zu arbeiten.

Crowley hat aus meiner Sicht etwas von einem Sozialdarwinisten. Die Abzock-Gerüchte über ihn hinterlassen bei mir einen bitteren nachgeschmack. Auch das ganze Sexualmagie Ding ist nicht meins. Zu viel Potential für Machtmissbrauch.Ich finde ihn auf eine Art beeindruckend aber seine Arbeit ist mir persönlich nicht (mehr) zugänglich. Nach intensivem arbeiten mit dem Toth tarot, dann totaler Abstinenz von allem metaphysischen kann ich obwohl mir seine Phillosophie zusprach nicht mehr damit lesen .

Auch das Verlangen seine Bücher im Orginal zu lesen ist nicht mehr da.Thelema im generellen schon. Für den Tip mit dem Abrahadabra bin ich dankbar. Hab mir es eben im englischen Orginal angesehen und werde es definitiv lesen.Wissen ist nie verkehrt. Und Grundkenntnisse in anderen Systemen als dem eigenen sind für eine gute und solide technik ja nur förderlich. Meine eigene Praxis ist jetzt eher durch die Suche nach Balance geprägt.

Ich bin einfach etwas konservativer geworden. Glaubt ihr das beide Autoren unterschiedlich auf verschiedene Altersstufen wirken?


[Editiert am 31/8/2016 um 12:51 von Minerva1]
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red_folder.gif erstellt am: 31/8/2016 um 15:42  
Bardon ist für mich praxismäßig wunderbar, aber was Bardons theoretisches Modell an sich betrifft, damit konnte ich mich nicht ganz anfreunden und habe mir hierzu ein eigenes Modell aufgebaut, das sich nach Kants Philosophie orientiert. Klappt für mich besser.


[Editiert am 31/8/2016 um 15:43 von Tarek701]
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red_folder.gif erstellt am: 31/8/2016 um 17:28  
Meins ist Bardon praxismäßig auch nicht. Ich halte aber sein "step-by-step" Modell für gut und richtig. Nur all zu oft vergisst man, dass die Basics wichtig sind. "Safe, Sane and Consentual" sollte auf für Magie gelten. Und da nehme ich Bardon über rockstar Crowley alle Tage(auch wenn ich den irgendwie Cool finde.) Allerdings finde ich, dass jemand der ausreichend fortgeschritten ist Crowley viel entlocken kann. Ich allerdings nicht.

Das mit Kant klingt fut. Schön dass du/Sie ein System gefunden hast/haben.
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red_folder.gif erstellt am: 1/9/2016 um 08:21  

Zitat von Tarek701, am 31/8/2016 um 15:42
... habe mir hierzu ein eigenes Modell aufgebaut, das sich nach Kants Philosophie orientiert. Klappt für mich besser.


Dein Modell der Magie orientiert sich an Kant? Kannst Du dazu noch was erzählen? Es klingt sehr interessant.


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red_folder.gif erstellt am: 3/9/2016 um 15:52  

Zitat von 20-1-30-40, am 1/9/2016 um 08:21

Dein Modell der Magie orientiert sich an Kant? Kannst Du dazu noch was erzählen? Es klingt sehr interessant.


Hallo, 20-1-30-40
Siehe PN. :)

MfG,
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red_folder.gif erstellt am: 4/9/2016 um 17:57  
@Tarek:
Gibt es irgendwelche Werke Kants, die sich für das ausarbeiten magischer Sxdteme besonders anbieten?
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Studius
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red_folder.gif erstellt am: 4/9/2016 um 20:08  

Zitat von Minerva1, am 30/8/2016 um 22:36
finde ich heute bardot doch besser.


Also ich mag nur die Bardot aus den 60ern. Aber da - oh lá lá


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red_folder.gif erstellt am: 4/9/2016 um 20:51  

Zitat von Minerva1, am 4/9/2016 um 17:57
@Tarek:
Gibt es irgendwelche Werke Kants, die sich für das ausarbeiten magischer Sxdteme besonders anbieten?


Kant schrieb nicht explizit Werke zur Magie. Was aber seine drei Hauptwerke betrifft, worauf ich mein Modell aufbaue, sind: "Kritik der reinen Vernunft", "Kritik der praktischen Vernunft" und "Kritik der Urteilskraft" und letztlich seine Hinterlassenschaft seiner letzten Ansätze im Opus Postumum.

Alle drei Werke sind natürlich, meiner Ansicht nach, schon ein sehr, sehr heftiges Kaliber, was das Verständnis angeht und man sollte nicht unbedingt auf die Kant-Studien oder andere Interpretationen zurückgreifen, da diese oftmals versuchen Kants Worte so umzubiegen, sodass sie in ihren (gewollten) Kontext passen. Das passiert bspw. inzwischen beim Empirismus sehr häufig, dabei wissen echte Kantstudenten, dass Kant eine ganz andere Einstellung zum Empirismus hatte und gerade hier postulierte, dass der Empirismus einem Apriorismus folgen muss. Es ist also von Vorteil, wenn man Kant zu sich nimmt, bereits ein wenig Vorwissen hat, darunter Locke, Humes, Descartes, etc. Für Kant wird man schon eine ganze Weile an Zeit investieren müssen

Was also den Einstieg in Kant allgemein betrifft, empfehle ich immer sein Essay: "Was ist Aufklärung?", danach die Einleitung bzw. Übersicht zu seinem ersten Hauptwerk (Kritik der reinen Vernunft) ist das: "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können".

Speziell empfehle ich noch, wenn man alle anderen Werke kennt, sein "Opus Postumum", denn dort sind einige Ansätze verborgen, die meiner Ansicht nach, sehr genial sind. Damit man aber daraus dann wirklich etwas herleiten kann, muss man Kant schon gut genug kennen, denn seine Ansätze sind nur sehr fadenhaft und nur durch das bereits erworbene Verständnis der kantischen Werke zu verstehen und eigenhändig zu ergänzen. Man wird aber überrascht sein, wenn man es richtig hinbekommt.

MfG,
Tarek701.


[Editiert am 4/9/2016 um 21:04 von Tarek701]
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Minerva1
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red_folder.gif erstellt am: 5/9/2016 um 11:35  
Danke. Kritik an der reinen Vernunft habe ich gelesen. Die anderen folgen ganz sicher noch. Spätestens wnn das nächste mal Ethik fürs Abi lerne. Das Kant nicht explizit zur magie schrieb ist mir klar. Ich hätte nicht gedacht, dass Philosophien, die ich als eher skeptisch empfand zur Unterstützung magischer Systeme beitragen könnten. Aber man lernt ja nie aus. :)


[Editiert am 5/9/2016 um 11:55 von Minerva1]
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red_folder.gif erstellt am: 9/9/2016 um 13:32  
@Psychopompus

Zitat:
In Crowleys Philosophie geht es ja eigentlich nur um Sex, Sex, Sex.....und Sex. und Spiritualisiert und ritualisiert kommt da dann die Sexualmagie raus, wobei ich stark bezweifel, das Sexualmagie bei irgendwelchen Gurus und/ode Praktizierenden einzig und alleine der spirituellen Arbeit dient, weiterhin zweifel ich auch an, das Sexualmagie wohl eine ode die mächtigste/n Magieform überhaupt ist. "Sexualmagie", "Sexualmagier" und das heutige Sexualverhalten samt der Leute die es praktizieren oder zumindest tollerieren stelle ich eigentlich auf die allerniedrigste Stufe, was man vieleicht schon mit Verachtung gleichsetzen könnte.


Besser hätte ich auch nicht schreiben können :) Und an Cassiel gleich angemerkt, ich habe viele Werke von Crowley gelesen. Crowley hatte Babalon ja erst so richtig Publik gemacht, vorher kannte keiner diesen Nuttenverschnitt aus feuchten Träume von Möchtegern-Helden, es sei, jemand hatte die Offenbarungen gelesen....und Crowley hatte das wortwörtlich genommen, indem er sich als Tier ansah und seine Geliebten (er hatte ja mehere)waren Babalon, die ihn reiteten.(Ein Schelm wer Arges dabei denkt ;) )

Crowley interessantesten Arbeiten waren die , die nicht in Büchern stehen, aber damit kämen wir ganz schnell in die Ecke der Verschwörungstheoretiker. Liber LI (Atlantis) als Beispiel angeführt und die Montauk-Affäre. Wer mit Crowley arbeiten will, sollte sich eins klar machen: Er ist kein besserer Magier als andere Geister zu der Zeit, aber vieleicht einer der aus der Rolle viel und ich schätze mal , das macht heute noch seinen Charme aus. Man begiebt sich in seine Welt, mit seinen Werken, das ist es aber auch schon im großen Ganzen.

Der Sex hat m. E. zuviel Gewicht im Okkulten eingenommen. Wer keine Sexualmagie betreibt gilt heute als frigide, oder schlimmer, Die ganze Sexuelle-Revolution die Mitte der 60ziger Einzug hielt, ist heute nur noch ein nerviges "Du must!" ansonsten bist du krank (Chakras im *blubb*).

Bardon`s Werk "der Weg zum wahren Adeppten" ist ohne Frage und Zweifel wertvoll für Einsteiger.Doch auf ein Podest werde ich diesen Mann nicht heben, zumal seine Körperausdehnungen nicht dem entsprechen was er lehrte!!!!! Er erinnert mich immer an ein wenig an meinen fetten versoffenen Onkel. Der hatte den selben Blick drauf (stechend dunkel braune Augen, pechschwarzes Haar)! was Bardon fehlte haben Musallam und Quintscher super mit dem Adonismus ergänzt. Ja Adonismus ist eine Religion!, aber eine, die es wert ist, zu den Wurzeln zurück zukehren, damit man die ganze orientalistische Mystik (inkl. Ägypten), für heutige Verhältnisse, nachvollziehen kann.


[Editiert am 9/9/2016 um 13:35 von Sire THVBH]
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Ipsissimus

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red_folder.gif erstellt am: 9/9/2016 um 14:37  
Musallam gibt es vom AAGW Verlag:
http://www.aagw-gnostika.de/Buchreihe_AAGW/Eintrage/2014/3/ 11_Dr._Franz_Sattler-Musallam__DER_ADEPT_Euro_29,80.html

Schönes Buch um sich dem Adonismus zu nähern.


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Practicus
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red_folder.gif erstellt am: 9/9/2016 um 19:23  
@20-1-30-40
Sorry wenn ich dir schon wieder widersprechen muß! Aber für den Einstieg in den Adonismus empfiehlt sich das Werk: "Adonismus" von Musallam (das Orginal...und nicht die zerfleddeterte Version in 3 Bänden aus Östereichischen Verlagswesen) Wer interessiert ist, dem mag ich es gerne über Drobbox zur Verfügung stellen.Anfragen über FB oder hier wenn ich mal da bin! ;)


[Editiert am 9/9/2016 um 19:26 von Sire THVBH]
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red_folder.gif erstellt am: 10/9/2016 um 02:50  
@ Minerva1

Bei Kant ist natürlich seine Auseinandersetzung mit dem hellseherischen Wissenschaftler Swedenborg interessant. Da Kant hier sehr "ambivalent" zu sein scheint, ist wohl hier ein Überblick zu seinem Gesamtwerk notwendig - eben nicht nur die Streitschrift!

Einen interessanten kritischen Essay hierzu fand ich hier:

http://community.zeit.de/user/dieterschlesak/beitrag/2010/0 2/25/kant-und-swedenborg

Dass "Ding an sich", dass Raum und Zeit nicht Realitäten, sondern nur Formen unserer Anschauung sind, dass das Viele in Grunde Eines ist - schon krasses Denken für unseren Alltagsverstand - klingt fast magisch!

grüssli merlYnn


[Editiert am 10/9/2016 um 15:14 von GeorgeTheMerlin]
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red_folder.gif erstellt am: 10/9/2016 um 17:02  

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 10/9/2016 um 02:50
@ Minerva1

Bei Kant ist natürlich seine Auseinandersetzung mit dem hellseherischen Wissenschaftler Swedenborg interessant. Da Kant hier sehr "ambivalent" zu sein scheint, ist wohl hier ein Überblick zu seinem Gesamtwerk notwendig - eben nicht nur die Streitschrift!

Einen interessasnten kritischen Essay hierzu fand ich hier:

http://community.zeit.de/user/dieterschlesak/beitrag/2010/0 2/25/kant-und-swedenborg

Dass "Ding an sich", dass Raum und Zeit nicht Realitäten, sondern nur Formen unserer Anschauung sind, dass das Viele in Grunde Eines ist - schon krasses Denken für unseren Alltagsverstand - klingt fast magisch!

grüssli merlYnn


Danke dir, MerlYnn, das ist die richtige Einstellung. Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Leute selbst auf die Suche gehen bzw. selbst auf die Idee kommen, denn Kant sagte ja so schön, dass man sich seines eigenen Verstandes bedienen solle.

Jeder, der sich wirklich mit einem Thema wie Kant auseinandersetzen will, darf nicht den Weg gehen, wie es in den "Kantstudien" gemacht wird, in denen man dies oder das auf den "modernen" Empirismus (bspw. die reinen Anschauungsformen von Raum und Zeit auf die Einstein'schen Raum- und Zeitbegriffe) auslegt, etwas, was Kant schon lange einem Korrektiv unterzogen hat (aber leider nicht beachtet wird), und sollte daher lieber auf Interpretationen verzichten und Kant direkt lesen und dazu ebenso über seine privaten Angelegenheiten, darunter eben auch Briefe, Skizzen, etc. Davon lässt sich ja genug finden.

Dann wird man ein gänzlich anderes Bild erhalten als das Klischée-Bild des "materialistischen" Kant (was übrigens Humbug ist; Er war nie Materialist gewesen).

MfG,
Tarek701.
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@MerlYnn:
Danke. Sehr hilfreich.

@tarek:
Ich muss gestehen, dass die Aufklärung und was danach kam nie jmein Haupttema waren. Dafür bin ich zu sehr ein Antiken-Nerd. :) IFalls ich dir zu nahe getreten bin oder dich unabsichtlich gekränkt habe entschuldige ich mich. Alles was phillosophisch post-Rennaisance und vor allendingen im deutsshprachigen Raum passiert war ist nich so mein Ding.
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red_folder.gif erstellt am: 10/9/2016 um 23:42  

Zitat von Minerva1, am 10/9/2016 um 21:12

Ich muss gestehen, dass die Aufklärung und was danach kam nie jmein Haupttema waren. Dafür bin ich zu sehr ein Antiken-Nerd. :) IFalls ich dir zu nahe getreten bin oder dich unabsichtlich gekränkt habe entschuldige ich mich. Alles was phillosophisch post-Rennaisance und vor allendingen im deutsshprachigen Raum passiert war ist nich so mein Ding.


Nein, ich fühle mich keineswegs gekränkt oder so das mir jemand zu nahe getreten wäre. Ich verstehe nicht, wie du darauf kommst. (Liegt es an meiner Schreibweise oder verwende ich zu wenig Smilies?) :) Ich habe lediglich betont, was man, wenn man in Richtung Kant geht, nicht tun sollte, damit man Kants Lehrgebäude auch wirklich authentisch kennenlernt.

Das hatte aber nichts mit deinen Antworten zu tun und es sollte kein Angriff gegen überhaupt jemanden sein, sondern bezog sich speziell auf Merlyns Aussage, dass man eben nicht nur die Streitschriften, sondern auch Kants Gesamtwerk betrachtet, darunter fallen auch seine Briefe und Skizzierungen bzw. allgemein private Angelegenheiten.

Und da stimme ich merlYnn zu. Auf der einen Seite der strikte, durch Vernunft herrschende, autonome Kant und auf der anderen Seite der Kant, der sich bewusst niederlassen und genießen kann, der Leute unterhalten und zum Lachen bringen konnte. Er lebte das Mittelmaß bewusst und konnte durch "bloßen Vorsatz Meister seiner krankhaften Gefühle werden". ("krankhaft" ist im kantischen Sinne zu verstehen als einseitig, als pathologisch, als unkontrolliert).

MfG,
Tarek701.


[Editiert am 10/9/2016 um 23:48 von Tarek701]
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Da bin ich aber froh. Ich dachte schon ich hätte dich mit meiner Newbie Sichtweise auf Kant genervt. Mein Fehler, ich hab da einfach was fals verstanden und . Deine Schreibweise ist total in ordnung.
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Zitat von Sire THVBH, am 9/9/2016 um 19:23
@20-1-30-40
Sorry wenn ich dir schon wieder widersprechen muß! Aber für den Einstieg in den Adonismus empfiehlt sich das Werk: "Adonismus" von Musallam (das Orginal...und nicht die zerfleddeterte Version in 3 Bänden aus Östereichischen Verlagswesen) Wer interessiert ist, dem mag ich es gerne über Drobbox zur Verfügung stellen.Anfragen über FB oder hier wenn ich mal da bin! ;)



Auch nach längerem Nachdenken sehe ich noch nicht so ganz wo Du mir jetzt Widersprichst. Ist der Widerspruch das Du nun sagst das meine Buchempfehlung schlecht ist? Ich sehe in zusätzlichen Buchempfehlungen keinen Widerspruch.

Ferner: Widersprich mir gerne so oft Du willst, insbesondere wenn ich Schwachsinn absondere habe ich interesse daran dies zu erfahren ;)


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